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Mischtechnik – mixed media

Wie versprochen, gibt es heute einen kleinen Exkurs in meine “Mischtechnik”

Das fertige Werk ist ja ein relativ vielschichtiges übereinandergelagertes Bild mit vielen verschiedenen Elementen. Am besten, wir schauen es uns mal von unten nach oben an:

Der Untergrund besteht aus dickem Aquarellpapier, in einigen Fällen auch andere Papiere als Trägermaterial. Allen gemeinsam ist, dass sie mit verschiedenen Schichten aus Acrylfarbe überlagert werden. In manchen Fällen sind bereits in den Basisschichten gemusterte Papiere eincollagiert.

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Für das Motiv nehme ich eine Bildidee, z.B. aus einem meiner Skizzenbücher… *räusper* – ja auch meine Kantoreinoten sind in gewissem Maße Skizzenbücher… :roll:

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Manchmal gibt es zusätzlich vorher noch ein Scribble in einem Arbeitsheft, damit kläre ich layouttechnische Fragen ab, in diesem Fall fiel mir die Entscheidung für Hoch- oder Querformat nicht so ganz leicht…

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Hier sollen auf jeden Fall ein paar Noten ins Bild, denn schließlich ist die Idee ja während der Kantoreiprobe entstanden – natürlich, als gerade andere Stimmen ihre Passagen geprobt haben!! ;-)

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Dann entsteht die Vorzeichnung des Motivs.

Vorzeichnung

Jetzt beginnt dann der bunte Teil – die Farbe kommt hinzu. In loser Reihenfolge verwende ich Buntstifte, Wachskreiden, farbige Collageschnipsel, Acrylfarben und Lack, um meiner Bildidee Gestalt zu geben.

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Work in progress:

work in progress

Schwierig finde ich, dass ich es mir im Kopf meistens anders vorgestellt habe, als es dann nachher wird. Mit der Zeit kann ich aber auch vorgefasste Bilder und Vorstellungen fallenlassen und mich mehr und mehr auf den Gestaltungsprozess an sich einlassen. Dann kommen die schönen Effekte zutage, die allein durch das Ausprobieren entstehen.

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Die allerschwerste Entscheidung ist jedoch immer: Wann ist das Bild fertig? – Wann höre ich auf? – Wann ist jeder weitere Strich einer zu viel?
Hier kann ich mich nur auf das Bauchgefühl verlassen. Manchmal lasse ich ein Bild auch nochmal liegen, schlafe eine Nacht drüber und schau es mir anderntags nochmal an. Doch irgendwann kommt bei jedem Bild der Impuls “jetzt ist es gut” – dann signiere ich das Bild und es ist fertig.

fast fertig? fertig?

Nicht ganz, denn ein Titel soll ja noch ein bisschen etwas über meine Gedanken und Geschichten hinter dem Bild erzählen. Manchmal drängt sich sofort ein Wort oder ein Satz auf, das ist dann praktisch ;-) und manchmal will mir absolut kein Titel einfallen – dann ist es eben ein Werk ohne Worte… und wie alle Bilder, egal ob mit oder ohne Titel: offen zu eigener Interpretation.

In Kürze gibt es dieses und noch andere Originalzeichnungen hier im Blog zu kaufen :-D

STAY TUNED! :-D

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Meditatives Zeichnen

Tja, manchmal gibt es so Phasen, wo einem die Nerven durchgehen oder man wie ein Kaninchen vor der Schlange sitzt und nix Vernünftiges oder am Ende sogar Produktives auf die Reihe kriegt. Man ist einfach nur hibbelig und kurz vor dem Durchdrehen.

Im Kindergarten haben meine Kinder öfters mal solche runden Mandalas ausgemalt, das beruhigt grundsätzlich auch sehr, aber ist nicht so mein Fall. Außerdem mag ich vorgefertigte Ausmalbilder nicht. Auch wäre es mir zu umständlich, wenn ich erst selber ein symmetrisches rundes und multiaxiales Mandala konstruieren müsste. Zuviel Regeln, Konstruktion, Druck. Genau. Und Druck ist das Letzte, was ich jetzt brauchen kann.

Irgendwo hab ich mal was von Zentangles® oder Doodles (das Zeugs, was man beim Telefonieren auf die Schreibtischunterlage kritzelt) gelesen und hab mir daraus meine eigene Mandala-Zeichnungs-Meditiation gebastelt… und weil ich auch daran gedacht habe, mal zwischendurch ein Zwischenstandsfoto zu machen, gibt es obiges kleines Filmchen.

Ich versuche mal eine kurze Beschreibung der Entstehung einer solchen meditativen und detailreichen Zeichnung (Kritzelei?):

1) nimm ein leeres Blatt Papier, es darf gerne auch in einem Blanko-Skizzen-Tagebuch sein.

Allzugroß sollte es nicht sein, denn das ist sonst ordentlich Fläche. Für obiges etwa A5-großes Werk bin ich geschätzte eineinhalb Stunden gesessen… das klingt nach viel Zeit, ist aber eine wunderbare meditative Beschäftigung, wenn man dem Kind ohnehin Gesellschaft bei den Hausaufgaben leistet.

2) zeichne einen Rahmen, etwa einen halben bis einen Zentimeter vom Blattrand entfernt.

3) zeichne eine mehrfach verschlungene Linie in das entstandene Feld.

Einfach den Stift irgendwo am Rand ansetzen und dann ein bisschen innerhalb des Rahmens “spazierengehen”, der Endpunkt ist auch wieder irgendwo am Rand und schon hat man erste vorgegebene Unterteilungen…

4) fülle einzelne Felder mit beliebigen Mustern.

Alles ist erlaubt. Punkte, Striche, Mäander, Kreise, Herzen, Blätter, Sterne, Balken, Karos, Kringel, Schnecken, Wellen, Sonnen, Monde, Raster, Schraffuren.

Lass Dir was einfallen ;-)

Möglichst viel ;-)

5) wiederhole Schritt 4 … bis das Blatt gefüllt ist…

- oder – Du keine Lust mehr hast

- oder – Du mit dem entstandenen Werk zufrieden bist.

Das können völlig verschiedene Zeitpunkte sein. Und ja: natürlich muss das nicht in einem Rutsch fertiggestellt werden. Das geht auch in mehreren Portionen.

Es gibt ohnehin nur eine Regel: Hab Spaß!

Ich verwende einen schwarzen Edding 1800 mit einer 0,1mm dünnen Spitze und zeichne in ein Blanko-Buch von Tushita, das etwas größer als A5 ist und fantastisches Papier hat.

edit 1: @Drachenfreundin hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass der Begriff “Zentangle®” mittlerweile eine geschütze Marke ist – ich werde diesen Begriff nunmehr nicht wieder verwenden, um Abmahnungen zu vermeiden. Ob dadurch die Bekanntheit der Erfindung steigen wird?

edit 2: hier ist die fertige Zeichnung aus dem Video zu sehen:

Zeichnung 3


Resumée zur Fastenzeit

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Ostern ist nun schon ein paar Tage vorbei und damit auch die Fastenzeit, in der Alexandra zur Aktion Blogger goes Fastenzeit eingeladen hatte.

Ein kleiner Kreis fand sich, der das gemeinsame Tracking-Dokument nutzte. Das stille Beobachten, wie sich die Zeilen langsam mit Kreuzchen und Links füllten trug sicherlich zum Erfolg der Aktion bei.

Ich habe mir ein Projekt ausgesucht, das den Schwerpunkt nicht auf den Verzicht legte, sondern auf das Kultivieren einer neuen (guten) Gewohnheit. Der ein oder andere mag schon mitbekommen haben, dass ich mir vorgenommen habe, jeden Tag zu zeichnen – und das war nicht sehr leicht.

Ganz zum Schluß fehlen mir zwei oder drei Tage, in denen ich es nicht durchgehalten habe (einer davon war der aufregende Gründonnerstag mit dem ganzen Fernsehgewimmel), aber in der übrigen Zeit habe ich ganz regelmäßig – immer zu meiner morgendlichen ersten Tasse Kaffee mein kleines Skizzen-Ringbuch vorgeknöpft. Der Druckbleistift steckte schon in der Drahtbindung und damit war einfach alles bereit – was ein wesentlicher Faktor ist, um das zeichnen wirklich durchzuziehen. Hätte ich erst mal jeden Morgen nach Stift und Papier suchen müssen… keine Chance!

Das kleine gelbe Skizzenbuch hab ich jedoch auch im schlimmsten morgendlichen Dämmerzustand auf meinem Schreibtisch gefunden und das ziellose Draufloszeichnen mit einigen wenigen Linien hat in den allermeisten Fällen zu Zeichnungen geführt, die mich selbst überrascht haben.

Ganz am Anfang der Fastenzeit lag unser Ausflug nach Wien und es war bestimmt kein Zufall, dass ich mich vom Werk des Friedensreich Dunkelbunt Regentag Hundertwasser beinflussen hab lassen… seine Bilder waren das, was mich in Wien am meisten beindruckt hat.

Aus einem eher latenten Kopieren der Stilelemente Hundertwassers hat sich dann zu meiner Überraschung eine relativ eigene Formensprache entwickelt, einfach dadurch, dass es jeden Tag aufs Neue eine Möglichkeit gab, ein wenig zu experimentieren.

Thematisch haben es mir vor allem wohl Gartenszenen angetan, das könnte auf ein gewisses Defizit hindeuten, mal sehen was noch daraus wird… :mrgreen:

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Schade, dass die Challenge jetzt vorbei ist, mit hat der Anreiz, gemeinsam mit Anderen ein gestecktes Ziel zu erreichen auf jeden Fall gut getan – ich war in zeichnerischer Hinsicht produktiv wie selten zuvor … und natürlich gab es auch diesen Tag, an dem mir nichts anderes übrigblieb als mein Glas mit dem Asprin drin abzuzeichnen :-D

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Ein Zuckerl hat sich mir dann zu guter Letzt auch noch geboten, denn ich war unter den glücklichen Drei, die einen der angekündigten Amazon-Gutscheine gewonnen haben – diesen habe ich gleich in ein gewisses Buch investiert und damit bin ich beim Ausblick, was ich aus der Fastenzeit und der Challenge mitnehme:

Ich gedenke, diese gute Gewohnheit weiter zu pflegen und auf einer regelmäßigen Basis kreativ tätig zu bleiben. Den Gutschein habe ich für das Buch “Art-Journal-Workshop” angelegt und ich will die nächsten Monate dafür verwenden, diese kreative Gewohnheit zu konsolidieren und gut zu pflegen.

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P.S. Das Album auf Flickr ist noch nicht vollständig, weil mein Scanner vor einigen Tagen seinen Geist aufgegeben hat. Der Neue steht jedoch schon bereit und sobald die Inbetriebnahme absolviert ist und ich Gelegenheit habe, die restlichen Skizzen einzuscannen, wird das Album vervollständigt!


Drawing Lab 8 – imaginäre Kreaturen

Diese Übung ist die letzte im ersten Kapitel, das sich mit Tieren beschäftigt. Mit Lab 9 startet dann das Kapitel “inspired by … people”.

farbschichten

Zunächst sollen mit Wasserfarben beliebige Farbtupfer, Kleckse und Spuren auf das Papier gebracht werden. In der Reihenfolge: Rote Farbe – trocknen lassen – blaue Farbe – trocknen lassen – gelbe Farbe – trocknen lassen.

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Hier ist echte Geduld gefragt, denn den Lasureffekt gibt es *nur* auf absolut trockenem Papier. Nur dann bleiben die Ränder der vorher aufgetragenen Farbe auch randscharf erhalten und die Farben verlaufen nicht ineinander.

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Aus den erhaltenen Farbstrukturen lassen sich nun Kreaturen entwickeln – hier sind eben die Farbränder so wichtig, die Körper und Gesichter erzeugen… juhu, hier wird die Phantasie angekurbelt. Mit einem schwarzen Stift (ich habe schwarzen Kugelschreiber verwendet) werden Konturen nachgefahren, Augen platziert, Gesichter und Körper geformt.

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Manchmal muss man die Blätter hin und herdrehen, bis man wirklich etwas in den Klecksen *sehen* kann (und irgendwie fühlt man sich an einen gewissen Psychologie-Test erinnert, nur mit mehr Spaß ;-) )

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Die weitere Bearbeitung der Bilder soll laut Buch wieder mit Wasserfarben erfolgen, mir liegen aber Buntstifte mehr…

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Als letzten Arbeitsschritt noch mit der Zeichenkohle Schatten hinzufügen.

seepferd-3

Beobachtungen:

  • Geduld beim Lasieren der Farbschichten – sorgfältiges Trocknen erforderlich. Am besten zwischendurch etwas Lesen oder… Abspülen *gnihihi*
  • Die Mischung der Techniken bereichert die Zeichnungen.
  • Die Übung macht Lust, die ungewohnte Zeichenkohle öfters zu verwenden.
  • Interessanterweise waren bei mir heute ein bisschen die Fabelwesen dran…

Gruppe “Drawing Lab” bei Flickr

Book: Drawing Lab

Zu dem Buch “Drawing Lab” von Carla Sonheim gibt es auch eine Gruppe bei Flickr, in der die Ergebnisse vieler begeisterter Leser zu sehen sind.

Drawing Lab "flickr"

Die Bilder oben stammen aus dem Fotostream von Carla Sonheim.

Die Flickr-Gruppe ist hier zu finden.

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39 Hunde

Tja, der Sonntag war sehr heiß und da wir nur ein Auto haben, ist die Restfamilie ins Freibad abgedüst während ich zu Hause geblieben bin – Terminüberschneidung mit meinem musikalisch-ehrenamtlichen Engagement.

Balkon - mein Zeichenplatz

Da hab ich erst ein bisschen gegrummelt, mir aber dann doch noch mein Lieblingsbuch geschnappt, mich auf den Balkon verkrümelt und wollte mit den Übungen weitermachen…

… Lab 3 hatte ich ja schon frühmorgens absolviert, weil es sonst einfach nur unerträglich heiß gewesen wäre.

Also ist Lab 4 ist als nächstes dran – aber, welche Enttäuschung! Ein Tag im Zoo. :-( Nein, bei der Hitze definitiv nicht! Und weil Lab 5 der zweite Teil vom Tag im Zoo ist, geht es mit Lab 6 weiter. Ich bin ja flexibel.

Karteikarten und ein dicker Marker mit breiter Spitze hat sind das geforderte Material.

Karteikarten hab ich in A7 da, sogar blanko. Ich habe keine Ahnung, ob die amerikanischen Index Cards eher unsere Postkartengröße haben (also A6), aber das ist wurscht. Ich nehme, was da ist.

Auftrag der Übung: einen Hund zu zeichnen und diesen als Vorlage verwenden und dann 20 weitere Hunde zu zeichnen. Natürlich mit dem dicken Marker.

Beobachtungen:

  • Der Marker stinkt furchtbar, also am besten im Freien arbeiten.
  • Das kleine Format und der dicke Stift befreien einen von allzugroßer Detailtreue :-) Das ist ein Vorteil.
  • Immer was zu trinken dahaben. Es ist viel zu heiß dieser Tage!

Meine Empfehlung: Auf jeden Fall mehr als die vorgeschlagenen 20 Zeichnungen machen! Ich hatte einen Stapel von zufällig 39 Karteikarten und am Anfang war es wirklich etwas zäh.

Vor der Übung dachte ich noch, naja, das kann ja nicht so schwer sein, den Hund ein paar mal abzuzeichnen, das wird eh immer gleich ausschauen. Weit gefehlt!

  • Erstens ist es nicht eintönig, auch wenn die ersten Hunde sehr ähnlich sind.
  • Zweitens unterscheiden sie sich in Nuancen und nach zehn oder fünfzehn Zeichnungen kommt plötzlich so etwas wie Langeweile auf.
  • Wenn man dann weitermacht, wird man dazu gebracht, das Motiv zu variieren. Bei mir habe ich das exakt bei Hund 19 beobachtet, von daher meine Empfehlung, mehr als 20 Zeichnungen zu machen. Die Bilder, die mir Spaß gemacht haben und die mir selbst auch gut gefallen, sind alle jenseits des neunzehnten Hundes entstanden ;-)

drawing lab #6

Alle 39 Hunde sind in der Reihenfolge des Entstehens in diesem kleinen Video zu sehen:

Fazit:

  • Es lohnt sich, eine große Menge an Zeichnungen zu einem Thema zu machen (Scribbles).
  • Es entstehen Variationen, die Überraschungen bieten.
  • Ich finde in den persönlichen Favoriten auch die Zeichnungs-Elemente, die mir selber gut gefallen (z.B. doppelte Linien, Punkte außerhalb…) – das ist ein weiterer Schritt, um meinen eigenen Stil zu entdecken und vom bloßen Kopieren anderer wegzukommen.

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