Artikel-Schlagworte: „Wahrnehmung“
…. Mehr!
Die Wort-Falle ….mehr…!
Aus dem Buch “Ja, aber…” von Lelia Kühne de Haan stammt folgender Text (gekürzt):
“Ich will mehr Selbstvertrauen.”
“Ich möchte mehr auf meine Gefühle hören.”
Mit mehr tun wir kund, dass das, was wir haben, uns nicht reicht. Deshalb wünschen wir uns mehr davon. Mehr setzt voraus, dass bereits etwas von dem, was wir vermehren wollen, vorhanden ist. Doch nur, weil wir alle z.B. die Fähigkeit haben, uns selbst zu vertrauen, heißt das noch lange nicht, dass wir diese Fähigkeit je verwirklicht haben.
Mit mehr machen wir uns und anderen unbewußt glauben, die Fähigkeiten, die wir vermehren wollen, schon entwickelt zu haben. Und dass wir nun bereit und fähig sind, die Steigerung dieser Fähigkeiten zu erleben. Doch den meisten Fähigkeiten, von denen wir mehr wollen, fehlt jede Grundlage.
Mit mehr drücken wir aus, dass uns etwas fehlt. Mit mehr kreieren wir unbewußt eine nicht vorhandene Basis, reden uns ein, ein Fundament zu haben, auf das wir bauen können. Machen uns vor, schon ein guten Maß an Erfahrung z.B. mit innerer Ruhe oder Selbstvertrauen zu haben und verzweifeln an der Tatsache, dass wir diese Erfahrung nicht erweitern können.
Ob wir eine Fähigkeit haben oder nicht, hängt nicht davon ab, wie viel wir davon haben, sondern davon, wie oft wir sie verwirklichen. Und verwirklichen können wir sie nur, indem wir sie uns bewußt machen und erneuern – und nicht, indem wir daran denken.
Womit wir in Momenten der Mehr-Wünsche in Kontakt sind, ist nicht die Fähigkeit, auf die wir uns beziehen. Es ist unsere Unfähigkeit, die wir spüren und die damit verbundenen Gefühle: Frust, Unzufriedenheit und Unzulänglichkeit. Empfindungen, die durch Mehr-Wünsche nicht besser werden, sondern stärker.
Der erste Schritt: in die Gegenwart kommen und das Wort mehr aus meinen Wünschen streichen:
Ich möchte mehr Selbstvertrauen.
Ich möchte mehr innere Ruhe.
Das Bedürfnis wird konkret.
“Ich brauche mehr Ruhe” hat sich ohne das mehr in eine magische Formel verwandelt, die mich auffordert, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und mir das zu geben, was ich brauche.

Karotte…
…statt Riegel. Mich hat der kleine Hunger gepackt und die bessere Wahl war die Karotte. Zusammen mit dem heissen Wasser (= Tee ohne Beutel. Probiert es ruhig aus, das tut wirklich gut. Die Idee war aus dem Simplify-Kalender und stammt ursprünglich aus dem Ayurveda) tut mir das alles richtig gut. Nächstes Thema wird der Konsum von Weizenmehl sein. Ich kann nicht mehr diese Mengen Brot essen, wie früher. Nicht, ohne Magenschmerzen zu bekommen. Mein Körper spricht wieder mit mir, wie schön
