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Das magische Experiment
Bei Zamyat Klein habe ich im Sommer im Blog “Kreative Geister wecken” [link] gelesen, dass sie via Zeit zu Leben [link] auf das “Magische Experiment” gestoßen ist. Sie hat es durchgeführt und einen beindruckenden Erfahrungsbericht veröffentlicht.
Hier gibt es die genaue Anleitung [link] - aber im Prinzip ist es ganz einfach:
Man schreibt sieben Wochen lang jeden Morgen 20 Minuten zu folgender Frage:
Wenn sich alles optimal und perfekt entwickeln würde, wie würde dann mein Leben in zwei Jahren aussehen?
Spannend ist vor allem, dass es jeden Tag neue und andere Aspekte gibt, die man mit diesen speziellen “Morgenseiten” beleuchtet.
Mein magisches Experiment dreht sich im Moment sehr viel um das Thema Kreativität und wie ich sie in mein Leben integrieren kann. Dieses Thema macht den Großteil der geschriebenen Tage aus und vielleicht kommen andere Teilbereiche erst dann ans Tageslicht, wenn dieses Thema wirklich ausgeleuchtet ist. Ich bin gespannt, was noch kommt.
Ich stehe heute aktuell bei Tag 23 – und nicht zuletzt diesem Experiment habe ich es zu verdanken, dass ich *wirklich* wieder male und zeichne. Ein lange begrabener Traum, der nun wieder ans Licht kommt.
Wohlfühlen ohne Gerümpel
Mit allergrößter Freude habe ich heute bemerkt, dass Nati in ihrem Blog “Wohlfühlen” meine Idee mit dem Grundriss-Gerümpelstatus aufgegriffen hat. Als besonderes Bonbon gibt es Skizzen zum Anschauen wie so was ausschauen könnte. Für visuelle Augentierchen gleich nochmal ein bisschen besser. *Freu*
Gerümpelstatus
Vielleicht ist aber genau diese Methode mit den kleinen grünen Klebepunkten für irgendjemanden eine supertolle Idee, weil es Dinge sichtbar macht, die vielleicht im Alltag sonst allzu offen-sicht-lich sind und deswegen einen blinden Fleck treffen.
Man nehme:
- eine Kopie des Grundrisses der Wohnung
- einen roten Filz- oder Buntstift
und setze sich in jedes Zimmer, lasse den Blick umherschweifen und trage all die Ecken und Stapel und Dinge ein, die einen ganz konkret an diesem Raum stören.
Wer mag, kann das Ganze ja den Bagua-Zonen des Feng Shui zuordnen, das ist jedoch ein Sahnehäubchen. Auch so halte ich die entstandene Zeichnung für eine wunderbare Arbeitsgrundlage:
Jetzt ist anhand der größten rot schraffierten Fläche sofort zu sehen, was am meisten stört. Ob das nun ein überquellender Hotspot ist, dessen Dinge schon lange mit den obligatorischen Wollmäusen durchsetzt sind oder ein Stapel mit unerledigten Papieren/ unerledigter Bügelwäsche ist, oder ob es ein undichtes Dachfenster oder eine quietschende Tür ist.
Schau auf den Plan und fang mit dem Punkt an, der Dich am meisten nervt. Das ist vielleicht die größte Leistung eines solchen Planes: Klarheit in die Prioritäten zu bringen. Den Punkt festzulegen, an dem ich (in 15 Minuten) ganz erhebliches leisten kann und einen Beitrag zu meinem persönlichen Wohlbefinden leisten kann.
Der Körper kennt die Antwort
Ich höre wieder auf meinen Körper.
Gestern kam ein Mail mit Terminen, die mir von außen reingedrückt werden sollten. Schritte auf einem eingeschlagenen Weg, der wohl doch nicht der richtige für mich ist?
Mein Bauch krampfte schon beim Lesen. Dankenswerterweise kam in diesem Moment ein “gugug” über skype und so hatte ich meine Freundin gleich in der Leitung, da konnten wir direkt darüber quasseln.
Die Lösung lautete: Schau ins Rosa Buch (Lise Bourbeau), da kannst Du diese Gefühle bezogen auf den Körper gleich nachlesen – wenn Du sie ignorierst, könnten diese Empfindungen dauerhaft bleiben und echte Gesundheitsprobleme verursachen.
Wir haben gemeinsam auch ein altbekanntes Werkzeug, die Kategorientorte angewendet und auch noch die Fragen aus dem Rosa Buch beantwortet. So gemeinsam mit Anleitung geht das auch viel einfacher. Es schmerzt immer ein bisschen,sich die Wahrheit einzugestehen:
- Welche Worte beschreiben am besten, was ich in meinem Körper erfahre?
- Woran hindert mich dieses Problem in meinem Leben?
- Wozu verpflichtet mich dieses Problem?
- Was wäre ich, wenn ich mir diese Wünsche erlauben würde?
- Was wüede aus meinem Leben werden, welche unangenehmen oder inakzeptablen Konsequenzen hätte es, wenn ich mir gestatten würde, … (Antwort der vorigen Frage einfügen)?
Es ist eine “falsche” Entscheidung, die ich glücklicherweise revidieren kann und die mich auch nur marginal harte Euros als Lehrgeld gekostet hat… Ich habe gleich kiloweise die Steine poltern hören, die mir vom Herzen gefallen sind. Da habe ich mir eine Last von den Schultern genommen.
Jezt werden auch die Wege und Prioritäten wieder viel klarer und ich spüre innerlich, wie ich mich nicht mehr zwischen zwei konträren Zielen zerreissen “muß” – jetzt passen endlich wieder alle Details meiner Interessen zum Ziel.
Ich bin auch voller Energie, die nächsten Schritte dorthin zu unternehmen – wo ist die hässlichste Kröte? Eat that frog.
Morgenseiten und Körperpendel
es war eine gute Entscheidung, heute um kurz nach 6:00 aufzustehen und Morgenseiten zu schreiben. Sohnemann hat seinen Kaba bekommen und ist dann nochmal friedlich weggesäuselt, ich habe die Gunst der Stunde genutzt und geschrieben. Träume, Gedankenfetzen, innere Stimmen. Da kommt ganz schön was zusammen.
Danach die Frage: Nochmal kuscheln oder gleich ins Internet?
Eine sehr gut funktionierende Entscheidungshilfe ist das Körperpendel aus der Kinesiologie. Ich stelle mich aufrecht hin und stelle mir die Alternativen jeweils so bildlich wie möglich vor. Mit etwas Aufmerksamkeit spüre ich dann bei jeder Variante die Antwort des Körpers – ein leichtes “Nach vorne ziehen” oder “Nach hinten ausweichen”…
So Preisfrage: was ist jetzt Ja und was ist Nein? Die erste richtige Antwort gewinnt einen Freikommentar gleich hier unten im Anschluss an diesen Beitrag *g*
Morgenseiten
Morgenseiten schreiben.
Ich hab mich hingesetzt und ganz gewöhnliches A5-Karo-College-Papier vor mich hingelegt und wie wild drauflosgeschrieben. Morgenseiten. Andere nennen es “Kläranlage des Geistes” (Birkenbihl) – der Effekt ist der gleiche:
Den seelischen Müll aus dem Kopf auf das Papier zu kippen und mit der Zeit erstaunliche Goldnuggets aus den Tiefen des Unterbewusstseins fischen, daher sollte das Ritual möglichst jeden Morgen stattfinden.
Etwa 15 Minuten brauche ich für die drei Seiten, die Julia Cameron empfiehlt. Und ich bin schon ganz heiss darauf, folgendes Buch wieder aus meinen Umzugskartons zu fischen:
“Der Weg des Künstlers” von Julia Cameron.


