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Ungute Überraschung
Tja, das Telefonieren per Internet ist eine unendliche Geschichte…
Heute habe ich die Einzelverbindungen der Oktober-Rechnung der Telekom geöffnet und bin fast aus allen Wolken gefallen: Seit einiger Zeit gehen alle Gespräche unbemerkt an der Flatrate vorbei direkt ins Festnetz und ich darf doppelt bezahlen: Die Flat für Voice-over-IP und die zusätzlichen Festnetzkosten.
Ursache? Tja, mutmaßlich ist irgendwann und unbemerkt die Erreichbarkeit zwischen meiner FritzBox und dem Gegenstück im Netz flöten gegangen…
Abhilfe? Die Schadensbegrenzung hat mich heute mehrere Telefonate mit meinem Provider und der netten Hotline gekostet. Die Hilfe hat genützt und ein einfaches Firmware-Update und ein Komplett-Reset haben mein Internet-Telefon wieder aktiviert. Gut, dass einem dann wenigstens geholfen werden kann ![]()
Die Moral von der Geschichte?
- Meine Fritzbox hängt jetzt sichtbar an der Wand. Ich werde einmal mehr kontrollieren, ob bei Telefonaten auch wirklich die Kontroll-Leuchte bei “Internet” leuchtet – und nicht bei “Festnetz”
- Ich werde das Rauschen im Hörer bei einer Telefonverbindung als Alarmsignal einstufen: das ist ein sicheres Zeichen, dass die Leitung übers Festnetz läuft
- Und ich werde ab sofort JEDE Telekom-Rechnung eingehend prüfen.
- Die Unterlagen zur Telefonie (Anleitungen zur Installation, Treiber-CD, Zugangskennung etc.) sind jetzt an einem Ort.
Schade, dass diese DSL-Flatrate-Telefonie-Geschichten immer so kompliziert sind. Warum gibt es da nicht mal was nettes durchschaubares und echt einfaches?
Erkenntnis des Tages: Kontrolle ist gut. Sichtbarkeit ist alles.
DECT und der Elektrosmog

Ich habe mir ein ganz klassisches, einfaches Telefon gekauft, das nur über ein Kabel mit dem Telefonnetz verbunden wird. Das ist schon mal ungewohnt: Kein zusätzliches Netzgerät, keine Basisstation, auch der Hörer hängt wie in alten Zeiten mit einem Kabel am Gerät. Zurück in die “Steinzeit” der Telefonie?
Der Hauptgrund für diese Aktion ist die Reduzierung der Belastung durch Elektrosmog. Das ist ein weites Feld und ich habe mir den winzigen Bereich “DECT-gepulste Strahlung” herausgesucht.
Mobile Telefone sind sehr bequem, doch die Übertragung per Funk an die Basisstationen ist leider nicht auf die Zeit des Gesprächs beschränkt, sondern findet dauernd statt.
Um nun wenigstens diese Belastung zu vermindern, habe ich wieder auf ein ganz einfaches, schnurgebundenes Telefon umgestellt und das andere (mobile) Telefon in unserem Haushalt wird mit seiner Basisstation an die Steckdosenleiste angestöpselt, die abends meine komplette Büroelektronik per Schalter vom Stromnetz trennt.
Also habe ich zumindest für die Nacht nun keine funkende Basisstation mehr.
Dieser erste Minischritt kann natürlich dann noch ergänzt und verfeinert werden. Es soll mobile Telefone geben, die nicht nach dem DECT-Standard arbeiten. Da hat mir für den Moment noch die Recherche-Zeit gefehlt. Und ich bin auch gespannt, wie oft es mir noch passieren wird, dass ich mit meinem neuen Schnur-Telefon wieder irgendwohin laufen möchte und es dann herunterfällt. Da werde ich mir wohl noch einen bequemen Telefonsessel besorgen und mir eine große Portion “Multi-Tasking” beim Telefonieren abgewöhnen müssen.

