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Das Mini-Journal beginnt zu wachsen

Mini-Journal Fortschritt

Ich habe einige Seiten im Mini-Journal bearbeitet. Im Moment ist es noch ein langsamer Fortschritt, aber es macht Spaß. Primär habe ich dekorative Alphabethe eingeklebt und ein wenig gekritzelt, ge"doodelt"…

Heute habe ich auch meine ganze Papier-Schätze und Vorräte nach Sorten geordnet, jetzt macht es wieder viel mehr Spaß, auf das Material zuzugreifen und es eben auch zu benutzen und zu verbrauchen.

Die kleinsten Schnipsel und das sogenannte Ephemera, das mir dabei in die Finger gekommen ist, habe ich ein eine Zip-Tasche gefüllt und die wird mich auf meinem morgigen Ausflug samt Schere und Klebestift begleiten.

Das Mini-Art-Journal oder Kreativ-Tagebuch oder wie auch immer man es nennen könnte wächst nicht linear, nicht chronologisch.
Die Seiten wachsen gleichzeitig, es ist eigentlich eher wie in einem Garten. Man sät auf einer Seite etwas an und ein paar Tage später kommt wieder etwas Neues dazu. Im Vordergrund stehen das Wachsen lassen und das Spielerische…. ich freu mich aufs Weitermachen.

[Collage mit Picasa erstellt]


Morgenseiten

Diesen Artikel habe ich eigentlich schon einmal vor einigen Jahren veröffentlicht und weil er so weit hinten im Archiv steht, die Technik an sich aber nichts an Aktualität und Effektivität verloren hat, gibt es den Hinweis auf die Morgenseiten heute erneut.

Damals habe ich noch den Begriff der “Kläranlage des Geistes” von Vera F. Birkenbihl verwendet, jedoch gefällt mir heute der Name “Morgenseiten” besser.

Ich habe mir die Prinzipien dieser Kreativtechnik auch auf einem “Merkblatt” verdeutlicht… [das Bild darf gerne als Erinnerungsstütze heruntergeladen und ausgedruckt werden, jedoch nur zu privaten Zwecken!]

Memo Kläranlage des Geistes

Die Technik ist supereinfach: Man schreibt 10 bis 15 Minuten einfach alles auf, was einem in den Sinn kommt. Ohne Zensur und ohne innezuhalten, wenn gerade nix kommt, dann schreibt man eben “äh -mir fällt nix ein”

Wer sich lieber an die genaue Anleitung von Julia Cameron aus dem Buch “Der Weg des Künstlers” halten will, der schreibe einfach jeden Morgen drei Din-A4 Seiten mit der Hand. Inhalt ist der gleiche: Alles, was einem in den Sinn kommt.

Dieser Rohtext kann dann in unterschiedlicher Weise weiterverarbeitet werden:

Julia Cameron empfiehlt, es einfach liegen zu lassen, einfach das Ausleeren des Geistes an sich wirkt schon reinigend.

Vera F. Birkenbihl dagegen nimmt den so entstandenen Rohtext als Basis für eine Weiterbearbeitung, z.B. durch die Vergabe eines Titels, das Unterstreichen wichtiger Aussagen, das Schreiben einer Zusammenfassung oder das Selektieren von Kernworten, die ihrerseits dann wieder als Basis für KaWas und andere von ihr entwickelte Kreativtechniken dienen…

… da kann man endlos an einem Thema dranbleiben, je nach Zeit und Laune.

Der Vorteil ist jedoch, ein Thema auf sonst nicht so leicht zugänglichen Ebenen durchdenken zu können.

Ich habe mittlerweile seit Jahren Morgenseiten geschrieben – habe auch einige Pausen darin, zum Teil auch mehrere Monate – und meine Erfahrung ist durchweg, dass mein Tag leichter und klarer verläuft, wenn ich am Morgen zum Schreiben gekommen bin. Ich möchte das Schreiben nicht mehr missen.

Zum Weiterlesen:

Der Weg des Künstlers
Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

Analograffiti – geniale und einfache grafische Kreativitätstechniken
Das große Analograffiti-Buch


Der beste Moment des Tages

Heute habe ich bei “The Simple Dollar” einen schönen Artikel gefunden. Dort wird beschrieben, dass man sich am Abend den schönsten Moment des Tages notieren soll.

Dabei entsteht automatisch eine Art “Dankbarkeits-Journal”. Anders als alle bisherigen Ideen finde ich diese bestechend einfach: Nur ein Punkt pro Tag, keine Listen mit fünf oder 10 oder was weiß ich wievielen Punkte. Keine abschreckenden Regeln.

Im Artikel wird dann noch herausgearbeitet, dass alle diese Momente höchstwahrscheinlich eine Gemeinsamkeit haben werden: sie sind alle nicht für Geld zu haben.

Ich konnte nicht bis heute abend warten, habe meinen Eintrag für heute bereits im Tagebuch notiert – denn meine Tochter hat mir heute morgen bereits ein solches Highlight geschenkt :-)

(siehe Bild oben, im Sinne der Privatsphäre etwas unscharf)


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