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Open Studio Tour

Etsy ist der englischsprachige Online-Marktplatz für “Handgemachte Dinge”.

etsy-header

Im deutschsprachigen Raum gibt es dafür Dawanda.

logo---dawanda

Allen dort verkauften Dingen ist gemeinsam, dass sie mit Liebe und Herz von Hand hergestellt werden.

:-)

Diese Marktplätze untergliedern sich in einzelne Shops, die vom jeweiligen Handwerker/Künstler betrieben werden. Von der handgemachten Seife bis zu Schmuck, von Filzarbeiten bis zu Kunstdrucken ist alles vertreten.

Es gibt dort eine ganze Menge richtiger echter Künstler und Künstlerinnen und ich könnte mich stundenlang damit vergnügen, in den wunderbaren Kunstwerken zu stöbern.

Heute habe ich aber noch ein anderes Schmankerl entdeckt, nämlich die “Open Studio Tour” bei Etsy. Das sind kurze Interviews mit den Shopbetreibern, in denen diese ihren Arbeitsplatz vorstellen… ihren “creative workspace”. [in Englisch]

Mittlerweile sind schon eine ganze Reihe von Portraits veröffentlicht. Die ergeben schon ein sehr gutes Bild davon, wie sich Kreative ihre Zeit, ihren Raum und ihre Kreativität strukturieren. Eine Fülle an Anregungen!

Hier sind die Fragen, die den Künstlern im Interview gestellt werden:

  • What’s your name and what kind of craft do you do?
  • What are you working on right now?
  • When did you decide that you needed a studio?
  • When and how have you set up your studio?
  • Did the studio setup have an impact on your crafter budget?
  • How big is your studio?
  • Which is your favorite tool in your studio?
  • Do you want to share with us one secret of your studio?
  • How many hours do you normally spend in your studio?
  • Do you share your studio with someone or would you like to do so?
  • Is there anything you would add to your working space?
  • If you had to choose one synonym for your studio which one would you pick: atelier, family room, lair, lodge, nest, playroom, retreat, sanctuary, shelter, darkroom, or showroom and why?
  • And last but not least how often do you clean it?
  • Anything else you’d like to add?

Besonders spannend finde ich dir Frage nach der Bezeichnung für den Raum, wenn man sich für nur ein Synonym entscheiden müsste.

Mit der Be-Nennung fängt alles an. Jeder Traum.


Visuelle Ablage

Die Organisation anstehender Projekte ist ein leidiges, weil nahezu unendliches Thema. Jedes Projekt verlangt, eine gewisse Zahl an Schriftstücken, Ideen, Notizen und Referenzmaterial zusammen zu halten. Bei den unterschiedlichen Projekten ist das oft sehr bunt gemischt.

Ich habe es lange mit Hängemappen versucht. Die simplify-Idee vom “gedrehten Stapel” ist sehr einleuchtend. Das schaut dann so aus:

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Wie man sieht, sieht man nichts.

Für mich als Augentierchen ist das ein gravierender Nachteil: ich brauche hier eine zusätzliche Liste, um zu wissen, was in welcher Mappe lagert. Fazit: Wenig praxistauglich.

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Auch die Umstellung auf das Classei-System war kein echter Fortschritt. Die Hängemappen sind lediglich dünner, man spart wirklich Platz, aber das grundsätzliche Problem ist das gleiche. Nicht-Sichtbarkeit des Inhaltes.

Das habe ich gemerkt, als ich bei einer längeren Suche ein bestimmtes Thema in drei verschiedenen Mappen gefunden habe, jeweils mit einem anderen Stichwort, das jedesmal für mich total zutreffend war, jedoch ein halbes Jahr später habe ich eben ein anderes Schlagwort benutzt… Fazit: die Wiederfindbarkeit ist ebenfalls sehr begrenzt.

Auch eine Schlagwortkartei in Evernote oder der Versuch, meine Projekte mittels Nummern zu sortieren, ist nur von begrenztem Erfolg. Das merke ich jedesmal, wenn mehr als eine Woche zwischen den echten Arbeitsprozessen verstrichen ist und ich wieder mal bei Null angefangen habe.

Immer das gleiche Problem: Alle Verzeichnisse und Listen und Sortierkriteren sind entweder Wörter oder Nummern gewesen. Nix für die Augen… :-(

Das taugt mir als visuell orientiertem Menschen nicht. Ich brauche Bilder.
Meine Lösung sieht jetzt so aus:

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Ich habe transluzente Clip-Mappen gefunden.
Darin ist jeweils EIN Projekt hineingeklemmt.
Manche haben noch einen “Umschlag” aus einem gefalteten A3 oder A4-Blatt, das ein Titelbild trägt. Ganz fix skizziert oder ein für das Projekt typisches Bildchen ausgedruckt.

Oder wenigstens der Name/Titel in großen bunten Buchstaben auf dem Titelblatt. Vielleicht auch als Birkenbihl`sches KAWA…

Abgeschaut habe ich mir diese Idee in dem Architekturbüro, in dem ich seinerzeit mein Praxissemester hatte: Dort wurden alle Unterlagen zu einer Planung in einer Papp-Mappe gesammelt – und weil man in einem Architekturbüro immer wenigstens eine Skizze eines Bauvorhabens hat, war als Titelblatt eben eine Kopie des Entwurfes mit einer charakteristischen Ansicht des Häuschens auf die Mappe draufgeklebt. Manche Mappen waren so dick, dass der Inhalt mit großformatigen Gummiringen zusammengehalten werden musste. Die schicken Clipmappen gab es damals noch gar nicht.

Übrigens tut es der Umschlag aus einem gefalteten Papier auch ohne die Clipmappe, ich mag lediglich sehr gerne die schönen Farben der Clips und die Tatsache, dass alles wirklich fest beieinander klemmt. Und wenn die Mappe zu voll ist, dann muss eben ausgemistet werden… oder in Teilprojekte zerlegt werden….

Viel Spass bei der visuellen Ablage!

Die Mappen gibt es übrigens günstig bei Aldi, Mc Geiz oder sogar bei amazon:

Klemmmappe SWINGCLIP, Hartfolie, transluzenter Vorderdeckel


Routinen

MetallIn meinem Artikel zum Thema “Ferien” habe ich über die Bedeutung von festen Regeln und einer festen Struktur nachsinniert. Diese werden nach dem Verständnis der Fünf Elemente der Wandlungsphase Metall zugeordnet..Wer kennt nicht diese Tage, an denen “alles aus den Fugen gerät”?

Die Sprache ist verräterisch: “aus den Fugen” meint, dass sonst fest zusammen Gefügtes nicht mehr zusammenhält. Die Fugen klaffen auseinander und die Struktur zerfällt.

  • Wie kann ich dieses so notwendige “Metall”-Element nun auch wieder in den Tagesablauf hineinbringen?

Die schlichte Antwort lautet: Routinen.

Flylady hat es vorgemacht und ich habe an jedem einzelnen Tag, an dem ich meine “Morgenroutine” durchgezogen habe und mir nichts in die Quere gekommen ist, gemerkt, um wieviel besser der Tag läuft. Es ist einfach von Anfang an Struktur und ein fester Rahmen in allen Dingen.

Interessant finde ich auch aus Feng-Shui-Sicht den Zusammenhang mit den sogenannten “Perioden”.

Die schlauen Chinesen haben ihre Zeitrechnug in Zyklen und Perioden und und Ären strukturiert. Im Jahr 2004 fand nun der Wechsel von der Periode 7 in die Periode 8 statt. Der 7 ist das Metall-Element zugeordnet und die 8 ist Erde.

Was also in den 20 Jahren (so lange dauert eine Periode) vor 2004 schon einmal einfach von Natur aus da war, nämlich das Metall der Periode 7, muss in diesen Jahren erst einmal wieder neu beachtet werden.

Vielleicht legen Sie auch einmal Ihren Fokus auf das Metall-Element in Ihrem Leben: Schauen Sie doch mal, wie Ihr Tag, Ihre Woche, Ihr Jahr, Ihr Leben strukturiert (Metall) ist. Dann bekommen Sie vielleicht wieder mehr Luft zum Atmen (die Lunge wird ebenfalls dem Metall zugeordnet).


Endlich Ferien!

Heute hat es auch mich (nicht ganz unerwartet) erwischt und ich weiß noch nicht so recht, ob ich lachen oder mich gruseln soll: der Kindergarten hat seine Tore für die nächsten 3 Wochen geschlossen…

In unserer Tageszeitung war passenderweise auch ein geeigneter Cartoon zum Thema:

Ferien

Ich kenne einige Mütter, für die die Ferienzeit eine Zeit ohne Kinderbetreuung ist – und damit eine einzige Katastrophe darstellt – und ich kenne einige wenige Leute, die sich zusammen mit ihren Kindern auf die gemeinsame freie Zeit freuen.

Warum können “Ferien” für die überlasteten Eltern eine Katastrophe werden?

Ich komme immer wieder auf die gleiche Sache zurück. Wenn die eigene klare Vorstellung fehlt, was ich denn in dieser Zeit mit den Kindern anfangen soll, dann werde ich von außen diktiert bekommen, wie die Ferienzeit abläuft.

Also lohnt es sich, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu entdecken und klarzustellen. Das braucht natürlich auch Übung. Schließlich ist auch hier kein Meister vom Himmel gefallen.

Meine beiden Kids haben heute vormittag auch versucht, die Wohnung auf den Kopf zu stellen. Ist ihnen auch ein bisschen gelungen *schmunzel*. Sie haben ganz knallhart getestet, wie weit sie in der “ungewohnten Freiheit” zu Hause gehen können.
Ich habe jedoch in einigen unverrückbaren Regeln ganz streng auf die Einhaltung bestanden und je fester der Rahmen und je klarer die Struktur, desto klarer und enger auch der Handlungsspielraum, in dem sich das Chaos dann eben nur abspielen kann.

Ein weiterer Punkt ist die eigene Sichtweise, bzw. die Erwartung. Meine Einstellung bestimmt, wie ich die durchaus schwierige Situation handhabe:

Ich kann mich entweder vor der langen Zeit fürchten, in der ich nicht so einfach die Dinge so erledigen kann, wie sonst;
oder
ich kann es als eine Herausforderung betrachten, die kreative Lösungen erfordert und auch eine konsequente Abgrenzung. Alles eine Frage des Blickwinkels.

Ferien können eine Krise sein, aber jede Krise beinhaltet eine Chance, hier die Chance einer gemeinsam verbrachten schönen Zeit – eine neue Familien-Gemeinschaft.

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Duden 07. Das HerkunftswörterbuchDas bringt mich zum Schluss noch zu meinem Lieblings-Duden: “Das Herkunftswörterbuch”.

“Ferien” ist ein lateinisches Fremdwort, das ursprünglich geschäftsfreie Tage und Ruhetage im Bereich der Rechtsprechung bezeichnete: An diesen “Urlaubstagen” wurden keine Gerichtssitzungen abgehalten.

In der Sprachwurzel stammt Ferien von lat. feriae. Hieraus hat sich auch unser Wort “Feier” entwickelt. Bei den Römern waren die “feriae” die für religiöse Kulthandlungen vorgesehenen Festtage. Feiertage, festlich, feierlich.

Feierabend gehört ebenfalls in diese Wortfamilie. Die Ursprungsbedeutung “Vorabend vor dem Fest” wurde später umgedeutet in “Ruhezeit nach dem Arbeitstag” und genau diese Ruhezeit nach der Lernarbeit in Schule und Kindergarten ist das, was die Kinder auch brauchen. Die Ferien bringen auch ein großes Stück Struktur in den Jahreslauf - wer von uns “Erwachsenen” erinnert sich nicht daran, die Tage bis zu den nächsten Ferien gezählt zu haben?

Jetzt, wo ich auf der anderen Seite stehe (und nicht mehr die Tage zähle) und nur erkenne, wie sehr die Kinder die Ruhepause im Jahr brauchen, kann ich nur dastehen und zusehen, dass der Rahmen des Zusammenlebens, die Regeln und die Struktur weiterhin erhalten bleiben. Das ist mein Plan für die Ferien.

Und ich werde die gemeinsame Zeit genießen.

Ihnen allen auch “schöne Ferien”!

P.S: Aus der Sicht der Fünf Elemente werden die “Struktur” und die Regelnder Wandlungsphase “Metall” zugeordnet und Metall kann aufs Beste die überschiessende “Holz“-Energie der Kinder kontrollieren. Feng Shui in den Ferien ;-)


Strategien für Tage, an denen die Bäume tief fliegen

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Heute in aller Frühe kamen die Männer vom Bauamt und haben den Weihnachtsbaum für den Marktplatz aus unserem Garten geholt. Welche Aufregung schon vor der Dämmerung. Nichts war wie sonst. Das Frühstück ist ausgefallen, alles ging drunter und drüber. Die Kinder waren natürlich begeistert, ein riesiger Kran bei uns im Hof.

Mich hat die ganze Aktion bewogen, mir Gedanken darüber zu machen, welche Notfall-Routinen ich etablieren könnte, damit mich solche “tief fliegenden Bäume” nicht so sehr aus der Fassung bringen.

Nichts anderes bedeutet ja das Wort “Fassung“: ein Rahmen, der feste Struktur vorgibt und Normalität auch im Außergewöhnlichen bietet.

Eine Lösung habe ich nicht, aber die neu gewonnene Erkenntnis, wie elementar mir meine Routinen den Alltag erleichtern und dass ich diese nicht leichtfertig über den Haufen werfen sollte.

Hier gibt es übrigens noch mehr Fotos von unserem tief fliegenden Weihnachtsbaum: Flickr-Foto-Set


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