Artikel-Schlagworte: „Städtebau“

Meine Poster

Ich habe einen alten Traum verwirklicht und eine Auswahl aus meinen heißgeliebten Digitalbildern zu richtigen Postern zusammengestellt. Inspiration war mir ein vor Urzeiten gesehenes Poster “Doors of Ireland” – das fand ich schon immer toll, diese wunderbaren alten Türen, die so richtig typisch für einen Landstrich sind.

Der ein oder andere weiß vielleicht, dass ich “gelernte” Städtebauerin bin und meine Leidenschaft gilt unterwegs immer dem “Genius Loci”, dem Geist des Ortes. Ich möchte immer ganz viel von der Stimmung und dem Charisma eines Ortes in meinen (Urlaubs-) Bildern mitnehmen. Vielleicht ist es mir ja geglückt.

Ich habe zunächst drei Poster gemacht mit folgenden Motiven:

  • St. Bartholomäus

Dies ist die Kirche, in deren Gemeinde ich auch recht aktiv bin. Die Fotos sind über mehrere Jahre entstanden und irgendwie mag ich dieses Bauwerk, wie es sich so im Wechsel der Jahreszeiten zeigt. Naturgemäß sind dies keine Urlaubsbilder, weil ich dort in Pegnitz ja wohne ;-)

St. Bartholomäus

  • Krk, Kroatien

Das zweite Poster zeigt die Stimmung in der Stadt Krk (zugegeben: ein Bild ist aus Stara Baska, aber immerhin auf der Insel Krk, somit gilt der Titel “Beauty of Krk trotzdem ;-) ) Dies ist das Poster, das den berühmten “Doors of Irgendwo” am nächsten kommt. Ich habe auch einen Riesenspaß dabei gehabt, durch die Stadt zu streifen und die interessantesten Türen und sonstigen Baurteile “einzufangen”

Krk-Kroatien

  • Lago Maggiore, Tessin

Und mein drittes Poster ist aus meinem heißgeliebten Tessin. Ich habe eine erste Bildauswahl mal nur auf den Lago Maggiore beschränkt, ein weiters Poster mit den so typischen Steinhäusern und der etwas rauheren Bergwelt ist noch in Planung…

Lago Maggiore
Umbruch-grafik weiß

Für den, der die Bilder als Poster haben möchte, hier der Link zu meinem Postershop “Collagen-Die Schönheit der Orte”: Mein Postershop – hier klicken

Und wenn jemand ein Portrait seines Lieblingsortes haben möchte… ich stehe gerne zur Verfügung und erstelle ein Angebot.

großes Mobile für den Garten – oder auch: die Mülltonne

Hundert Jahre Kindergarten feiern wir hier am 9. Juli. Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen, ich hab auch schon ein Plakat für die Veranstaltung gemacht.
Jetzt hat die dortige Mäusegruppe ein traumhaft schönes Riesenmobile gestaltet, das vor der Gartentür in der dortigen Laube hängt (eigentlich der Platz für die Mülltonnen) Wunderbar. Schöner kann man das “Chi” fast gar nicht beleben.
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Mülltonnen sind ohnehin ein städtebauliches Problem. Schon im Studium wurden wir von unserem Professor darauf hingewiesen, dass die Mülltonnen ja nahe der Straße platziert werden müssen – schliesslich will man ja nicht verschlungene Pfade quer durchs Haus und Grundstück mit den Tonnen fahren.
Da also der Pfad der Ver- und Entsorgung meistens in den Eingangsbereich fällt, haben wir hier ein klassisches Gestaltungsproblem.

Mitten in der Willkommenszone, direkt im Bereich des ersten Eindrucks sind oft die Müllbehälter plaziert. Großer Konflikt. Fast immer jedoch lösbar.
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Dieses schöne Mobile werde ich mir jedenfalls in meinem Garten in die Bäume hängen. Und ich habe ein “Projekt” das ich mit meinen Kindern gestalten kann. Traumhaft.

Städtebau und sozialer Friede

Mir geht das Gespräch mit meiner Tante Hilde nicht mehr aus dem Kopf. Gesellschaftlicher Wandel und das Aussterben der Dörfer. Zusammen mit den aktuellen Unruhen in Frankreich ergibt das für mich ein ganz klares Signal: Auch wenn meine Profs damals etwas anderes behauptet haben, mit städtebaulicher Gestaltung alleine lassen sich soziale Probleme nicht lösen. Das Pulverfass ist nicht mehr nur auf die Plattenbauten beschränkt. Allerorten entstehen Ghettos. Die Zukunft der Arbeitswelt sieht düster aus, die Arbeitslosigkeit wird sich so einfach nicht bekämpfen lassen. Da entsteht Sprengstoff. Ich brauche mir da keine großen Hoffnungen machen, jemals mit Ästhetik einen Blumentopf zu verdienen zu wollen. Ganz schlechtes Produkt. Braucht kein Mensch. Wie habe ich heute in der Zeitung gelesen? “Unser Produkt heißt sozialer Frieden. Wenn es an ihm mangelt, kann man alles andere vergessen” (Barbara Stolterfoht auf der Fachmesse “Consozial” in Nürnberg)
Für meine berufliche Zukunft heisst das konkret: Es sind sowieso keine Gelder mehr für die Städtebauförderung da, da können es sich immer weniger Städte und Gemeinden leisten, eine optisch-ästhetische Sanierung des Ortsbildes durchzuführen. Und so schön ein gelungenes Stadtbild auch ist und so sehr es vielleicht auch ein “weicher Standortfaktor” ist – die Zukunft sieht für die Städtebauer auch düster aus. Ich werde mich wohl anderweitig orientieren müssen, wenn dereinst die Elternzeit endet.

November Melancholie

Bernd und ich haben heute vormittag eine “Möbelbesichtigungs-Tour” gemacht. Mein Onkel hat einen Couchtisch zu verschenken, rustikal, mit braunen Fliesen *grusel* und die Cousine meiner Mutter hat ein altes Buffet übrig, mindestens genauso gruselig, dunkelbraun, teilweise Wurzelholzfurnier, aber niedrig, klein und so seltsam gebogene und gewellte Türen…Die Möbel waren nix, aber viel wichtiger und interessanter waren die Gespräche mit meiner Tante und mit Hilde, der Cousine.

Die Zeit flieht, beide altern, sind noch rüstig, noch in den besten Jahren, aber dennoch graue Haare, Altersflecken auf der Haut und Falten – nicht dass mich das stören würde, es erinnert mich nur an meine eigene Vergänglichkeit, meine ersten Erinnerungen an beide sind halt doch mittlerweile 20 und mehr Jahre her und da waren beide auch noch viel jünger.

Banal, diese Erkenntnis. Hilde hat viel über den Wandel im Dorf erzählt. Das “verfluchte” Eigenheim. Zu groß, zu schwierig zu unterhalten, zu viele Reparaturen. Als junges Ehepaar mit Kindern – ideal. Euphorie war das damals. Jetzt steht die Einliegerwohnung ihrer Mutter leer. Unvermietbar in einem Dorf ohne Laden, ohne Verkehrsanbindung, ohne Arbeitsplätze. Und das Aussterben der Häuser wird weitergehen. Auch das Elternhaus meiner Mutter wird – wenn meine Tante dereinst nicht mehr ist und es bwohnt (was hoffentlich noch mindestens 30 Jahre dauern möge!!) – einfach leerstehen, wie so viele Bauernhöfe in solchen kleinen Dörfern. Leerstehen und verfallen.

Zum Abschluß der Tour waren wir in einem Möbelhaus des Nachbarortes. Kleiner Familienbetrieb. Geschäftsaufabe aus Altersgründen. Morgen wird der Rest versteigert. Wir haben uns alles mal angesehen. Schöne Sachen waren noch dabei, hochwertige Qualität, die richtig schönen Dinge bereits alle verkauft. Nicht weiter schlimm, was mich jedoch sehr berührt hat, ist die liebevolle Ausstattung des Möbelhauses – richtig mit Seele. Alles dahin. Familienbetrieb seit 1819. Soviele liebevolle Details, seien es die Wandmalereien in den ehemaligen Zimmernischen, seien es die integrierten alten Türen und geschnitzten Pfeiler, die ein wirklich tolles Ambiente verbreitet haben. Aus. Vorbei.
Da kann man – bei passend nebligem Novemberwetter schon sehr melancholisch werden.

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Entrümpeln: Bücher
Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

Die sonstigen Möglichkeiten mit Versteigern oder auf Online-Marktplätzen anbieten... das finde ich alles so aufwendig.

Bücher, die ich nicht mehr behalten will, wandern jetzt zu momox.

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