Artikel-Schlagworte: „Sonne“

Sonnenlicht – auch bei trübem Wetter

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Mein tägliches simplify-Mail* ist gerade hereingeflattert und heute erinnert es mich wieder an eine Tatsache, die sich in der dunkleren Jahreszeit besonders stark bemerkbar macht: der Lichtmangel.

Gerade auch in unserer nach Norden orientierten Wohnung, die zwar relativ hell ist, wo sich aber ab Oktober kaum noch ein Sonnenstrahl hineinverirrt, bemerke ich diese gewisse Schlappheit, die sich wegen dem Lichtmangel einstellt.

Das Gegenmittel heißt Licht, im Idealfall Sonne; ein 15-minütiger Spaziergang reicht völlig aus, um die Produktion des Hormons Serotonin wieder anzukurbeln und den “Winterschlaf-Modus” zu unterbrechen.

Auch die bekannte Winter-Depression hat ihre Ursache im saisonalen Lichtmangel. Auf der Seite “Depression-Therapie-Forschung” ist der Zusammenhang zwischen Hormonhaushalt, Lichtmenge, Ernährung und Bewegung sehr informativ beschrieben.

(Ich finde dort lediglich die Empfehlung von Antidepressiva sehr leicht ausgesprochen und damit etwas fragwürdig – das gehört unbedingt in fachliche Hände und ist nix zum selber mal rumprobieren! Und meiner Meinung nach sollte man zuerst ALLE anderen Möglichkeiten ausschöpfen, aber das ist wieder mal ein weiteres großes Kapitel, das da angeschnitten wird…)

  • Erkenntnis des Tages: Raus!

15 minutes

*P.S. Den täglichen Newsletter können Sie bei www.simplifyyourlife.de abonnieren, dazu in der linken Spalte den zweiten Menüpunkt “weitere E-Mail-NL” auswählen und dort den Newsletter “simplify-daily” auswählen. Es gibt dort auch ein Archiv und unter dem 20.November finden Sie den genauen Wortlaut inklusive der immer sehr netten Zeichnungen von Tiki…


Bella Roma

Es war jetzt ein paar Wochen etwas ruhiger hier… Jetzt bin ich wieder da und kann über die Dinge berichten, die mich derzeit beschäftigen.

In den Herbstferien habe ich mir einen lang gehegten Traum erfüllt und die Ewige Stadt besucht: Rom. Ich möchte hier vor allem ein paar Impressionen wiedergeben:

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Der erste Sonnenaufgang nach der Zeitumstellung zur Winterzeit. Irgendwie liebe ich Fensterplätze im Flieger, auch wenn ich so rein gefühlmäßig schon auch ein Stück Flugangst habe.

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Einen ersten Eindruck von der Stadt haben wir bei einer Stadtrundfahrt mit dem Bus gewonnen. Man stelle sich vor: Fast November und dort gibt es Cabrio-Busse! Natürlich sieht man bei so einer Rundfahrt gleich eine Menge der klassischen berühmten Gebäude…

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Es waren eine Menge Besucher in der Gegend des Vatikan… später haben wir auch erfahren, dass just an unserem Ankunftstag 300 Märtyrer selig gesprochen wurden.

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Am Nachmittag ein Spaziergang durch die engen romantischen Gassen von Rom. Ha! Das ist südliches Flair pur. Rom ist eine quirlige Stadt. Und natürlich haben wir auch den Trevi-Brunnen besucht…

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Eine typische Szene in der Stadt: Die Souvenirverkäufer und die Bushaltestellen:

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So eine Städtereise besteht natürlich nicht nur aus Höhepunkten… drückende Schuhe, breitgelaufene Füße und Regenwetter waren schon auch dabei. Interessant wurde es für mich am dritten Tag, denn da wurde das Wetter schlecht und mit dem Wetter auch meine Stimmung.

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Was ist der Sinn einer Städtereise? – Das Ambiente, die Lebensart der Römer, die Stimmung der Stadt zu spüren?

Die berühmte Spanische Treppe ist an einem verregneten Novembertag auch in Rom menschenleer (vor allem vormittags um zehn Uhr, *grins*) und an solchen absurden Situationen merke ich, dass der tiefe Sinn darin, sich eine Traumreise zu erfüllen nicht darin besteht, eine Liste von Sehenswürdigkeiten abzuhaken…

Auch wenn das jetzt ein bisschen streng klingt – ich habe den Besuch in der Ewigen Stadt genossen und vielleicht komme ich zurück (obwohl ich kein Geld in den Trevi-Brunnen geworfen habe).

Zu den unumstrittenen Höhepnkten zähle ich jedenfalls den Besuch auf der Kuppel des Petersdomes. Das ist ein gigantisches Erlebnis und Rom breitet sich in den schönsten Erdfarben unter einem aus…

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Es gibt noch viel zu berichten, vom Stadtteil Trastevere oder von den Gladiatoren vor dem Kolosseum, die sich gegen preiswerte 5 Euro mit den Besuchern zusammen ablichten lassen…

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…vom Forum Romanum, das sehr beeindruckend ist, wenn man früher mal Lateinunterricht hatte…

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…und von der Faszination, den die vielen Schichten der Geschichte immer noch umgibt – sehr sehenswert: Das Museum Crypta Balbi!

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…von den unglaublichen Schätzen und Kunstgegenständen in den Vatikanischen Museen und dem Gold-strotzendem Prunk der Kirchen…

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Diesen Prunk kann man nur aushalten, wenn man bewußt ausblendet, wie die Lebensbedingungen der normalen Bevölkerung im Mittelalter und Barock waren und wenn man nicht daran denkt, auf wessen Kosten der Prunk entstanden ist. Ich habe so meine Schwierigkeiten mit der süsslichen Aussage, dass dieses viele Gold und diese Kunstwerke vor allem die Schönheit des Glaubens illustrieren sollen. Mir drängt sich da eher der Verdacht des Übertrumpfens auf…

Auch das Multi-Genie Michelangelo: Sechs Jahre seines Lebens stand er auf dem Gerüst der Sixinischen Kapelle… was hat er noch geopfert? Hatte er Familie? Eine Frau? Kinder? Wie hat er gelebt? Ich habe leider noch keine Biografie von ihm gelesen – war er besessen vom “Schaffen”?

Er hatte jedenfalls die Chance, sich auf vielen Gebieten der Kunst zu betätigen: Architektur, Malerei, Bildhauerei und sogar ein Schriftsteller war er. Darum beneide ich ihn, denn in unserer Gesellschaft herrscht ein starker Spezialisierungszwang: wer einmal gut gezeichnet hat, dem traut man nicht mehr zu, dass er auch schreiben kann oder Bildhauerei ernsthaft und mindestens genauso gut betreiben könnte. Viel zu schnell werden die Künstler in eine Schublade gesteckt und höchstens schief angeschaut, wenn heutzutage ein Sänger etwas anderes wagen würde, als zu singen…

Was für eine Vergeudung an Talent und Begabungen!

Als Fazit bleibt für mich vor allem ein starkes Wechselbad an genialen und nachdenklichen Erlebnissen – und das ist allemal der Sinn einer Reise.

Auf Wiedersehen Rom!


Der Traum von der hellen Wohnung

Wenn ich die Frage stelle, was Wohnqualität bedeutet, dann ist in den Top Ten der Antworten auf jeden Fall der Wunsch nach einer hellen Wohnung enthalten.

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Was bedeutet den jetzt genau “eine helle Wohnung”? Jeder von uns ist in der Lage, sie zu erkennen, wenn er sie betritt.

  • Die Master-Frage zu diesem Thema lautet: Wie baut man so etwas?
  • Eine weitere Frage lautet: Ist eine Wohnung auch dann noch hell, wenn der Sommer gerade seine prächtigsten Gewitter auspackt und der Himmel ziemlich bedeckt ist? Oder der Winter mit kurzen und trüben Tagen klotzt?
  • Und noch eine dritte Frage fällt mir ein: Was machen Sie, wenn die Wohnung mit den vielen Fenstern dann zu hell ist?
Also, der Reihe nach:
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Bauen wollen die meisten Menschen eine “helle Wohnung” zuallererst mit vielen Fenstern. Möglichst groß, breit, hoch und auf jeden Fall bis zum Boden.
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Klar: Die Fenster sind die Öffnungen nach daußen, nur durch sie kommt Licht herein.
Also möglichst viele. Viele Fenster bringen viel Licht und haben aber folgende Nachteile:
  • Es gibt dann nur noch eine reduzierte Möglichkeit für Stellfläche für Möbel/Schränke und dieser Stauraum ist ebenso wichtig für das Wohlbefinden, wie das Licht.
  • Wer nur Fenster in die Wände schlägt, wird (nicht nur aus Feng-Shui-Sichtweise) kaum einen geschützten Sitzplatz, beispielsweise für den Ess-Tisch finden, weil er dann in jeder Ecke im “Durchzug” sitzt – und nicht nur im Durchzug vom “Chi”, dieser “Zug” kann sich auch ganz real als Luftzug bemerkbar machen. Das merkt man aber meistens erst beim Probe-Wohnen. Und das ist relativ spät.
  • Viele Fenster geben viel Ausblick, aber auch viel Einblick. Denken Sie an den Sichtschutz.
Was ist mit großen Fenstern?
  • Es gibt Monsterfenster, die quadratmeterweise nur Glasfläche haben. Ein bisschen sind sie aus der Mode gekommen. Glas ist schwer und so ein Fensterflügel hat eine enorme Wucht, wenn er mal vom Wind hin und her geworfen wird. Achten Sie also bei großen Fensterflächen auf eine “handliche” Fensterteilung – nur diese ist “hand-hab-bar”. (Da sind wir auch schon beim “Menschen als Maßstab” … allein ein neues Thema wert)
  • Große Fenster lassen viel Licht herein und viele Blicke. Überlegen Sie bitte genau, wieviel Einblick Sie Ihren Nachbarn gewähren wollen, vor allem, wenn das Haus in einem Baugebiet entstehen soll, in dem zwischen den Häusern genau 6 Meter Abstand vorgesehen sind: 3 Meter bis zur Grenze, dann der MaschendrahtZaun und dann nochmal 3 Meter. Aber das hatten wir ja schon bei der Fenstermenge.
  • Große Fenster haben eine Wintergartenwirkung. Sie sammeln die Sonnenwärme wie verrückt, das ist das, was Glas besonders gut kann. Es kann also durchaus passieren, dass Sie den Sommer über eine überhaupt nicht so helle Wohnung haben, weil ständig die Jalousien geschlossen sind, um die Hitze wenigstens ein bisschen draußen zu halten. Ich kenne eine solche Wohnung sehr gut.
Kommen wir zum Thema “Fenster bis zum Boden” – die machen dann Schwierigkeiten, wenn eine klassische Heizung mit Heizkörpern eingebaut werden soll, denn die Heizkörper sitzen nunmal zur Bewegung der Warmluftwalze im Zimmer am besten in den Fensternischen. Warm-Luft-Walze ist eh`eine nicht besonders tolle Heizform, aber das ist schon wieder ein anderes Thema…
  • Alles was höher ist als Erdgeschoß, braucht eine Absturz-Sicherung in Form eines “französischen Balkons”, sprich ein Gitter/Geländer. Das schaut ja meistens auch ganz gut aus. Auch eine Querteilung ist möglich, unten eine Festverglasung, die man nicht öffnen kann und oben ein Öffnungsflügel, sprich ein normales Fenster. Funktioniert gut.
  • Blumen stehen dann alle auf dem Boden, das sieht nur bei Großpflanzen gut aus. Aber Fensterbretter sollten ja eh nicht so zugestellt werden, weil das dann Probleme beim Öffnen macht. Da gibt es mittlerweile auch schon echt clevere Fenster (mit Fensterbrett), die im unteren Bereich eben so eine Festverglasung haben (diesmal nicht als Absturz-Sicherung, sondern als Blumentopf- und Küchenkräuter-Reservat).
So. Jetzt wissen wir, dass “viele” und “große” Fenster nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Wie macht man es dann?
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Ich bin in der traditionellen Bauweise fündig geworden:
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Stellen Sie sich mal so einen bäuerlichen Alltag im Jahreslauf vor. Im Sommer ist es lange hell, genug Zeit, um vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang Feld und Vieh zu versorgen.
Im Winter ruht die Feldarbeit. Das Vieh frisst von den Vorräten und die Bauern und Bäuerinnen sitzen in der Stube und arbeiten… Reparaturen am Werkzeug, Herstellung von Kleidung, Stricken, Klöppeln, Spinnen, Weben… Typische Wintertätigkeiten.
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Jetzt ist aber der Winter nicht unbedingt als strahlend helle Jahreszeit bekannt. Zudem war Glas sehr teuer, Elektrisches Licht gab es nicht und wer schon einmal versucht hat, im Kerzenlicht irgendetwas Handwerkliches zustande zu bringen, weiß, wie essentiell Licht ist.
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Ich halte ganz viel von den überlieferten Bauformen unserer Vorfahren:
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(Bild: Bauernhausmuseum Wolfegg (Allgäu) pixelio.de)
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So eine Bauernstube war und ist in den traditionellen Bauernhäusern meistens ein nicht besonders großer Raum. Und er hat Licht von zwei Seiten. Vier Fenster meistens, zwei in der einen Wand, zwei in der anderen -
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Das ist ein heller Raum und das ist das Geheimnis:
  • Licht von zwei Seiten.
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(Bild: Die gute Stube in einem alten Bauernhaus in Kloster Veßra, pixelio.de)
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Es kommt also vor allem darauf an, das rechte Maß zu finden. Die richtige(!) Größe, die Anzahl und die Lage der Fenster entscheiden darüber, ob eine Wohnung hell ist oder nicht.
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Sonnenlicht…

… ist ja wirklich Mangelware in diesem langen, harten Winter. Heute mittag hat die Sonne herausgespitzelt und sie reicht mittlerweile über die Dächer der Nachbarhäuser herüber, so dass ein richtig breiter Lichtstrahl in unser Treppenhaus “gebeamt” wird. Das hat mich inspiriert, meine Regenbogen-Kristalle aus der Schublade zu holen und sie an die drei Südfenster zu hängen. Jetzt tanzen bunte Tupfen durch die Wohnung, das sieht schön aus. Hoffentlich kommt der Frühling bald.


Sich einmal am Tag mit der Sonne verbinden

Das ist eine schöne Anregung, die ich von Alexandra bekommen habe. Dieser Tage (wo ja die Sonne Mangelware ist) kam im “simplify daily” folgender Vorschlag:

Erleben Sie Weite

Gehen Sie jeden Tag ins Freie, und entdecken Sie Natur. Ein paar Minuten reichen, und Sie haben etwas von der einfachen Energie des Lebens getankt. Sehen Sie in die unendliche Weite des Himmels, und nehmen Sie ein Stück davon in Ihrem Inneren mit. Das hilft Ihnen, auch in der Wohnung freie Räume zu schaffen.


Licht tanken

grad vorhin hab ich die Post aus dem Briefkasten geholt, im neuen Magazin der TK war ein Artikel über Lichtmangel im Winterhalbjahr und ich hab spontan beschlossen, meinen finsteren Dachboden (60 W Funzel) zu verlassen und mich mit meinen Nordic Walking Stöcken auf den alten Trimmpfad zu begeben. Beste Entscheidung des Tages! Zwar ist die Sonne hinter dem Hochnebel nur zu erahnen, jedoch waren draußen doch mehr als 60 Watt Licht.
Ich bin sogar einem (nein insgesamt sogar 3) Mountain-Bikern begegnet, dazu noch zwei identische Wanderer (Zwillinge?) – es gibt eine ganze Menge Leute, die sich auch bei Schmuddel-Niesel-Wetter fit halten wollen.


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