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Übergewicht und Gerümpel
Aufgestapelte Gebeine nicht begrabener Hoffnungen.
Dieser Satz stammt aus einem sehr nachdenklichen und schmerzhaften Text meiner Freundin und beschreibt auf den Punkt genau, was ich mit meinem Gerümpel hier im Büro und in der Wohnung empfinde.
Überreste toter Projekte. Der verzweifelte Versuch, mehrere tote Pferde weiterhin zu reiten. Keine Entscheidung treffen zu können. Vergangenheitsbehaftet an Erinnerungen meines bisherigen Lebens zu kleben, die beweisen sollen, dass ich tatsächlich am Leben war. Nur leider nicht wirklich gewesen bin. Verstopfte Poren des Lebensflusses. Kein Raum für Lebendigkeit. Kein Platz für Energie. Dahinsiechen und Dahinmodern im Alltag, verzweifelt dagegen ankämpfend, von der Realität übermannt zu werden. Halbherzige Versuche mit Flylady, simplify. Wohl wissend, dass es in diese Richtung gehen müsste, allein, ich kann nicht gehen. Stehe wie gelähmt vor meinen aufgestapelten Gebeinen nicht begrabener Hoffnungen.
Beginne zu ahnen, dass ich hier auch die Ursache meines Übergewichtes suchen kann, die Idee ist mir längst von “simplify” präsentiert worden.
Platz für Neues
oder auch die Simplify-75%-Regel.
Im Kleiderschrank, im Regal, in jedem Ordner: Platz lassen für Neues und regelmäßig Altes und Überholtes entfernen.
Mindestens ein Viertel des Platzes sollte frei bleiben. Wo verstopfte Bücherregale stehen, kann man nur schwer neues Wissen integrieren, also auch hier: immer wieder Bücher weggeben *seufz*.
Gute Fragen hierzu:
- Liebe ich dieses Buch?
- Hat es einen Erinnerungswert für mich oder ist es besonders schön?
- Würde ich es mir wieder kaufen, wenn ich es verlieren würde?
- Hat es einen praktischen Nutzen für mich, einen Gebrauchswert?
Mit diesen Fragen kann ich jederzeit einige Bücher aus dem Regal nehmen, aussortieren und weggeben (Stadtbücherei, Tauschticket, ebay).
Interessant finde ich auch die Variante, Platz für Dinge zu schaffen, die man erst noch zu seinem Leben hinzufügen will:
Ich habe mir Ordner angelegt, noch leer, mit A-Z-Verzeichnis für die ganzen Aufträge, die ich gerne bearbeiten möchte. Wenn der Platz dafür erst mal da ist, wird er sich ganz von allein füllen. Die anderen “Behälter” werden ja auch von alleine voll…
Spielzeug
Gestern abend habe ich mich noch bestimmt zwei Stunden in unserem Wohnzimmer damit vergnügt, die gesammelten Spielsachen meiner Kinder wieder ihren Ursprungs-Kategorien zuzuordnen. Das kann bei einer Mischung aus Playmobil und “Schleich”-tieren ganz schön dauern. Vor allem, wenn die Spielzeugschicht bereits knöcheltief den Fußboden überzieht.
Bei Simplify gibt es da im Buch die Analogie: freier Fußboden ist gleich Wohl-Stand. Über das lange Wochenende werde ich mir “Feng Shui gegen das Gerümpel im Kinderzimmer” als Lektüre zu meinen Schwiegertigers mitnehmen. Mit dem Gerümpel aus Spielsachen knirscht es jedenfalls ganz arg bei uns.
Es war eine Wohltat, am Ende die verschiedenen transparenten Kunststoff-Boxen zu sehen und in den Schrank zu stellen und zu wissen, jetzt ist wieder für ein paar Tage Ordnung. Nächste Maßnahme wird sein, einen Teil des Spielzeugs in ein anderes Zimmer oder in den Keller wegzupacken.
Karotte…
…statt Riegel. Mich hat der kleine Hunger gepackt und die bessere Wahl war die Karotte. Zusammen mit dem heissen Wasser (= Tee ohne Beutel. Probiert es ruhig aus, das tut wirklich gut. Die Idee war aus dem Simplify-Kalender und stammt ursprünglich aus dem Ayurveda) tut mir das alles richtig gut. Nächstes Thema wird der Konsum von Weizenmehl sein. Ich kann nicht mehr diese Mengen Brot essen, wie früher. Nicht, ohne Magenschmerzen zu bekommen. Mein Körper spricht wieder mit mir, wie schön
Gleich mehrere Hinweise zum TUN…
…sind in diesen Tagen in mein eMail-Fach geflattert. Jetzt fehlt nur noch die wirklich praktische Umsetzung. Vom Denken ins Handeln kommen!
Im Simplify-Mail:
Die Welt wird nicht von Ideen verändert, sondern von Ereignissen.
Hannah Arendt
im Simplify your business-Newsletter:
Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun.
sagte die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Das ist jetzt wissenschaftlich erwiesen. Am Institut für klinische Psychologie der Universität Münster wurde das „Aufschiebeverhalten“ wissenschaftlich untersucht.
Die wichtigsten Erkenntnise:
- Wer zu viel aufschiebt, verliert an Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Energie wird durch unerledigte Aufgaben gebunden.
- Hauptursache für das Auschieben sind Selbstzweifel und überzogene Ansprüche an die eigene Arbeit.
Sich einmal am Tag mit der Sonne verbinden
Das ist eine schöne Anregung, die ich von Alexandra bekommen habe. Dieser Tage (wo ja die Sonne Mangelware ist) kam im “simplify daily” folgender Vorschlag:
Erleben Sie Weite
Gehen Sie jeden Tag ins Freie, und entdecken Sie Natur. Ein paar Minuten reichen, und Sie haben etwas von der einfachen Energie des Lebens getankt. Sehen Sie in die unendliche Weite des Himmels, und nehmen Sie ein Stück davon in Ihrem Inneren mit. Das hilft Ihnen, auch in der Wohnung freie Räume zu schaffen.