Artikel-Schlagworte: „Routine“

Strategien für Tage, an denen die Bäume tief fliegen

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Heute in aller Frühe kamen die Männer vom Bauamt und haben den Weihnachtsbaum für den Marktplatz aus unserem Garten geholt. Welche Aufregung schon vor der Dämmerung. Nichts war wie sonst. Das Frühstück ist ausgefallen, alles ging drunter und drüber. Die Kinder waren natürlich begeistert, ein riesiger Kran bei uns im Hof.

Mich hat die ganze Aktion bewogen, mir Gedanken darüber zu machen, welche Notfall-Routinen ich etablieren könnte, damit mich solche “tief fliegenden Bäume” nicht so sehr aus der Fassung bringen.

Nichts anderes bedeutet ja das Wort “Fassung“: ein Rahmen, der feste Struktur vorgibt und Normalität auch im Außergewöhnlichen bietet.

Eine Lösung habe ich nicht, aber die neu gewonnene Erkenntnis, wie elementar mir meine Routinen den Alltag erleichtern und dass ich diese nicht leichtfertig über den Haufen werfen sollte.

Hier gibt es übrigens noch mehr Fotos von unserem tief fliegenden Weihnachtsbaum: Flickr-Foto-Set


Mini-Schritte für Bewegung

Heute morgen hatte ich die Idee, mein halbstündiges Krankengymnastikprogramm in 5-Minuten-Blöcke zu zerlegen, dann komme ich innerhalb einer Woche mit allen Übungen durch.

Und das ist für meine Schulter allemal besser, als gar nix zu machen. So läuft es nämlich mit allen diesen Kranken- und sonstigen Gymnastikprogrammen. Auch wenn die Regel heißt, dass zur Muskelkräftigung mindestens zweimal pro Woche trainiert werden muß, andernfalls droht Abbau der Muskelkraft…. Etwas ist besser als Nichts.
Diese Fünf Minuten habe ich morgens im Bad. Heute habe ich mal das klassische “Nach dem Walken-Stretching” gemacht, da wachen die Muskeln auch besser auf. Zur Zeit ist es echt richtig schlimm, morgens bin ich so richtig schmerzhaft verspannt, v.a. im Bereich der Brustwirbelsäule und da gerät dann das Projekt Bewegung wieder verstärkt in den Focus.
Mein Ziel ist, kleine Alltagsroutinen zu installieren.


Dinge geregelt kriegen

Alexandra hat einen wunderbaren Artikel zum Thema GTD verfasst, just, als ich mich auch wieder mit der Thematik des Listen-schreibens auseinandersetz(t)e.
Besonders gut gefällt mir die Idee mit dem Merkblatt bzw. dem Ideenzettel. Gerade gestern ist mir nämlich eine Einladung (bzw. eine Broschüre) zum Familienkongress in Nürnberg ins Haus geschneit. Der nächste Schritt heißt: mal drüber nachdenken, ob ich da hinwill. Jetzt habe ich noch keine explizite Liste “Nachdenken über…” (und das ist auch gut so, denn die fällt eindeutig in die Kategorie “erledigen, später, weiterleiten”) und da kommt das Merkblatt wie gerufen. Da steht jetzt: “Familienkongress in Nürnberg – ja/nein? – Termin 7./8. Oktober – Blackbox R” … somit werde ich jede Woche auf dem Merkblatt lesen, dass da noch eine Entscheidung ansteht und dass die zugehörigen Unterlagen in meinem Pultordner A-Z (meine Black Box) im Fach “R” lagern.
Was ich mir zusätzlich einrichten will, und das nennt Alexandra gleich als zweite Idee: eine Checkliste. In meinem Fall ist das als erstes die GTD-Getting-Things-Done-Checkliste. Die automatisch jeden Dienstag Abend aufpoppt und mich an die Leerung des Eingangskorbes erinnert und daran, alle Listen und einmal im Monat auch das Archiv bzw. meine “Black Box” durchzusehen. So werde ich liegengebliebene und verwaiste Zettel und Ideen wiederfinden, das Archiv ist dann auch keine tote Kiste, sondern wird monatlich durchgecheckt:

    • Ist da etwas drin, das jetzt aktuell wird?
    • Gibt es etwas, was ich demnächst verwirklichen möchte?
    • Gibt es etwas, was ich nicht mehr brauche, nicht mehr machen will und was demnach entsorgt werden kann?

Denn das A und O an dem ganzen schönen und wirksamen System von “Wie ich die Dinge geregelt kriege” ist, eine Routine zu haben, bei der ich auch regelmäßig damit arbeite, sonst funktioniert es nicht.
Seit dem Wochenende bin ich auch damit beschäftigt, die Projekte in Handarbeit in GTD einzupflegen, denn mein Wiki ist momentan defekt. Was ich jetzt nicht sooo schlimm finde, weil es mich auch wieder zum darüber Nachdenken gebracht hat, welchen Vorteil es eigentlich hat, alles elektronisch und verlinkt zu verwalten. Es funktioniert auch mit ganz schlichten A4-Blättern. Und Papier hat den Vorteil, nicht “abstürzen” zu können – das ist immer noch der massive Nachteil der computergestützten Arbeit. Eines Tages können die Daten futsch sein.
Natürlich kann und muss ich mir die Seiten aus dem Wiki auch ausdrucken, zumindest einige davon, aber ich bin ernsthaft am Überlegen, denn die Schreibarbeit bleibt identisch.
Falls jemand dazu Argumente hat, bin ich sehr dankbar, diese zu hören, denn es ist schon aufwendig, ein Wiki zu erstellen.


Stundenplan

Ich möchte mir eine Idee aus Flylady zur Anregung nehmen und mir -in Babysteps – einen eigenen Stundenplan basteln. (Basic Weekly Plan). So wie damals in der Schule. Montag, Dienstag, …

Flylady hat gewisse Themen-Tage: Dienstags ist beispielsweise “Plan and Play” (Planung und Vergnügen), Donnerstag ist “Errand-Day” (Besorgungen). Es macht Sinn, sich solche wiederkehrenden Tätigkeiten als Routine in der Woche vorzunehmen. Wenn nichts zu tun ist: prima! – Zeit zum Lesen, Faulenzen und so weiter…

Wichtiger Punkt: Einmal in der Woche das “Home-Office” aufsuchen und den Eingangskorb (ein Hilfsmittel aus dem Konzept Getting Things Done – GTD) sichten. So werden die verschiedenen Systeme zur Selbstorganisation zusammengeführt.

Und nach diesem Traum-Wochenende voller Musik werde ich es diesmal auf meine Liste setzen: Wenigstens einmal pro Woche zusätzlich 15 Minuten Posaune üben, nicht nur die wöchentliche Probe besuchen.
Woran lag es bisher? Die Posaune ist nicht ausgepackt, die Noten liegen nicht bereit. Jetzt habe ich jedoch ein abschließbares Büro und somit auch eine Kindersicherung *breitgrins*
Ich bin zuversichtlich. Stundenplan oder Wochenplan ist eine gute Idee.

So und jetzt gehe ich meine sink shinen. ;-)


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