Artikel-Schlagworte: „Raum schaffen“
Die Kunst, sich nicht zu übernehmen
Ich bin ja viel im Internet unterwegs und finde da von Zeit zu Zeit auch wirklich tolle Anregungen.
Was man nicht so alles machen könnte…
Anfang diesen Jahres habe ich bei Dici das Projekt 52 entdeckt und voller Euphorie beschlossen, mitzumachen. Es klang wirklich machbar. Jede Woche ein Bild – nur eines zu einem Thema, das vorgegeben wird…
Tja, wenn ich nun so meine veröffentlichten Bilder betrachte, dann habe ich genau viermal zu dem gestellten Thema eine Fotografie gemacht oder herausgesucht. Ich will gar nicht nachrechnen, wieviel Prozent das jetzt genau noch sind… das ist nämlich auch egal. Fühle ich mich jetzt als Versager? Weil ich so etwa einfaches nicht durchgehalten habe? Nein.
Es geht nicht um Durchhaltevermögen oder Disziplin. Ich gedenke, aus der Sache folgendes zu lernen:
Aktuell habe ich die Verlockung wie ein Leckerli vor der Nase hängen, beim Illustration Friday mitzumachen. Prima. Noch stressiger. Jede Woche eine Illustration anfertigen, zu einem vorgegebenen Thema. Sicher eine tolle Herausforderung.
Was ich jedoch wirklich brauche, ist eine Herausforderung ganz anderer Art. Ich habe schon sehr viele Ideen – ich brauche wohl kein von aussen vorgegebenes Thema, sondern eine Routine oder einen Platz oder Zeit (ohne schlechtes Gewissen), um mich mit den vielen Ideen neben den alltäglichen Pflichten zu beschäftigen und diese Ideen umzusetzen.
Das sind dann wirklich meine Ideen und meine Träume. Da und genau nur da lohnt sich Durchhaltevermögen und Disziplin.
Und so ganz nebenbei weiß ich ja, wo es ein interessantes Thema gäbe, wenn mir mal wirklich nichts einfallen sollte *gg*
Holprige kreative Schritte
Immer wieder sind auf meinen Wunschzetteln solche Dinge wie “Malen” oder “Collagen machen” draufgestanden – und wirklich, es kommt mir schon verrückt vor, wenn ich mir die schönen Arbeiten anderer Künstler im Internet anschaue und still geniesse und mich dann nicht an meine eigenen Versuche wage.Vor vielen Jahren habe ich einmal richtig gerne gezeichnet. Ich wundere mich, warum das auf der Strecke geblieben ist und es hat sicherlich Gründe, dass die einstige Freude dann irgendwann in Widerwillen umgeschlagen ist, auch wenn mir diese nicht wirklich klar sind.
Dieser wiederkehrende Wunsch hat mich nun dazu gebracht, mir eine “Kreative Ecke” in meinem Büro einzurichten. Ich habe in Umzugskartons im Keller nach Farben und Pinseln gekramt und mir im Schreibwarenladen der nächstgrößeren Stadt (die haben auch Künstlerbedarf) noch so fertig grundierten Malkarton gekauft. Fertig – für die ersten Versuche, mit denen ich sogar recht zufrieden bin. Mein zentrales Augenmerk liegt ja dabei (hoffentlich) auf dem Spaß-Faktor.







