Artikel-Schlagworte: „Psychologie“
You can do anything…
… for 15 minutes!
Ja, ich weiß. Ich wiederhole mich.
Ich habe so ein ungeliebtes Projekt vor mir hergeschoben: die völlig überfüllte und gerümpelte Speisekammer. Es hat nur eines winzigen Funkens bedurft, um die Initialzündung auszulösen. Mein Partner stand in der Speis und guckte so herum, wo er denn anfangen könnte, mit dem Aufräumen – *zisch* – schon war ich mittendrin:
- Selten Benötigtes in die allerobersten Regale.
- Die Umzugskartons mit zu Sortierendem in das Büro (DAS ist jetzt der allerletzte ungeordnete Ort in unserer Wohnung).
- Weiter im Text: Vorräte nach Gruppen sortiert in die Regale.
- Ein Packerl Reis war mit diesen winzigen Tierchen versetzt. Weg damit.
- Und noch ein paar andere Dinge in die Tonne…
Es hat alles in allem natürlich ein wenig länger gedauert als nur 15 Minuten.
Aber es hat wesentlich weniger lange gedauert, als ich mir immer vorgestellt habe…
- Erkenntnis des Tages:
Anfangen hilft. Nach 15 Minuten darf ich aufhören, wenn es absolut keinen Spaß macht. In 15 Minuten komme ich überraschend weit.
Es ist wesentlich hilfreicher, mir vorzustellen, wie es (das Projekt) fertig aussehen wird, als mir vorzustellen, wie lange ich wohl dazu brauchen werde…
Ganz in meinem Element

Im Feng Shui dreht sich ja vieles alles um die Frage, welchem Element man selbst zugeordnet wird. Darauf gründen sich die ganzen folgenden Maßnahmen, die auf das förderliche Element nach den Wandlungsphasen setzen.
Wer sich mit dieser Lehre näher beschäftigt, wird zwangsläufig auf Widersprüche in der Zuordnung zum persönlichen Element stoßen. Es gibt nicht nur die verschiedenen Feng Shui-Schulen, die das unterschiedlich handhaben – nein, zu allem Überfluss stößt man unweigerlich auch auf die Lehren der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und damit auch auf die Ernährung nach den Fünf Elementen.
Zusätzlich kann man sich noch die verschiedensten psychologischen und astrologischen Richtungen in der Elementelehre aussuchen. Die Schwierigkeit ist, dass jedem der Fünf Elemente so unglaublich viele Entsprechungen auf allen Ebenen des Daseins zugeordnet werden – da kann man schon den Überblick verlieren. Jetzt wird es erst richtig kompliziert.
Auf der Suche, welches Element ich denn nun eigentlich bin, habe ich mich durch die verschiedensten Bücher und Methoden gearbeitet und einige viele Tests gemacht. Ich habe auch mehrere Testpersonen nach diesen Facetten analysiert und bin fast verzweifelt. Je nach Blickrichtung war ein eindeutiger “Erd-Mensch” plötzlich dem Holz zugehörig und ein nach Feng-Shui eindeutiger “Metall-Mensch” war plötzlich Feuer. Mich hat auch die Frage getrieben, wie es denn eigentlich sein kann, dass alle Menschen eines Jahrgangs einem einzigen Element zugeordnet werden können – wo bleibt denn da die Vielfalt? Wo bleibt die Persönlichkeit?
Darüberhinaus geht es ja in der östlichen Weisheit immer um die Harmonie der Elemente. Es soll ja ein Fließen der Fünf Elemente erreicht werden, also sind immer alle Elemente erforderlich.
Wer sich ein wenig in die TCM einliest und das geht ganz leicht, wenn man sich für die Ernährung nach den Fünf Elementen interessiert, der stößt irgendwann auf die Tatsache, dass es ein “angespanntes Holzelement” und eine “Yin-Fülle” und “trockene Hitze” und “Feuchtigkeit” gibt – und noch verwirrend viel mehr.
So. Und was mache ich jetzt?
Immer dann, wenn es um die Persönlichkeit und um den Menschen selbst geht, nehme ich einen Test, der das momentane Zustandsbild nach den Fünf Elementen abbildet. Jetzt fällt die Interaktion mit der Wohnung zunächst mal weg und es geht um das Gleichgewicht der Elemente im Menschen selbst.
Jetzt sind zum Beispiel die Zuordnungen der Elemente zu verschiedenen Symptomen oder eben auch Tests über die Persönlichkeit hilfreich, weil sie helfen ein Ungleichgewicht im Körper oder in der Seele zu erkennen. Hier kann ich mit Hilfe der Nahrung oder mit Hilfe von Aktivitäten ganz gezielt in das Ungleichgewicht regulierend eingreifen.
Beispiel: Atemübungen werden dem Metall-Element zugeordnet. Metall ist das Sinnbild für Struktur. Nichts ist strukturierter und geordneter als die Atmung. Auch Musik und Mathematik gehören meiner Meinung nach zum Metall-Element.
Weiteres Beispiel: Der saure Geschmack (Zitronen etc.) wird dem Holz zugeordnet. Er hilft, die Leber (ebenfalls dem Holz zugeordnet) zu entspannen. Ob man eine angespannte Leber oder ein angespanntes Holzelement hat, sieht man häufig an einem emotionalen Ungleichgewicht: man ist möglicherweise aggressiv, reizbar oder jähzornig. Hier kann mit der Ernährung nach den Fünf Elementen viel ausgeglichen werden. Schon der Volksmund kennt die Redensart: “Sauer macht lustig.”
Das ist die Faszination an den Fünf Elementen. Es ergibt eine höhere Ordnung und man erhält Einblicke in die Zusammenhänge des Lebens, wenn man sich mit dieser sehr ausgereiften Lehre beschäftigt. Es passt einfach so gut.
Welches Element bin ich denn nun? Was nehme ich? Woran orientiere ich mich? Die Antwort sieht vielleicht so aus:
- Im Feng-Shui wird die Zuordnung nach den Geburtsjahren vorgenommen. Alle Menschen eines Jahrgangs haben dann das gleiche Geburtselement. Auch wenn das eine sehr sehr grobe Einteilung ist – für die Feng-Shui Maßnahmen passt diese Einteilung. Hier geht es um die Interaktion des Menschen mit seiner Wohnung. Metall-Menschen sollen Erde-Farben zur Förderung ihrer Energie einsetzen. Nur als Beispiel. Ich nehme nach wie vor mein Geburtselement – wenn es z.B. um die Beziehungen zwischen mir und meiner Wohnung geht. Dazu gehört beispielsweise schon nicht mehr die Auswahl der Kleidungsfarben.
- Dann gibt es für mich den auf den Menschen allein (ohne Wohnung) bezogenen Aspekt, der emotionale Anteile enthält, sprich die psychologische Persönlichkeit und eventuell auch körperliche Krankheitsbilder beinhaltet. Hier gibt es nur ein eventuelles Ungleichgewicht – es müssen alle Elemente enthalten sein, ich kann nur versuchen, eine eventuelle Disharmonie auszugleichen.
Hier ist der Rat eines Fachmanns empfehlenswert – Bei Krankheiten ein Mediziner, der sich mit Traditioneller chinesischer Medizin auskennt und bei Ernährungsfragen ein Fünf-Elemente-Ernährungsberater.
Wer jedoch gerne in den Spiegel seiner Seele blickt und Vergnügen an Typologien hat, die den Menschen in verschiedene Klassifizierungen (hier eben die 5 Elemente) einteilen, dem sei das oben abgebildete Buch ans Herz gelegt. Es beinhaltet einen Test, um herauszufinden, welchem Persönlichkeitstyp man zuzuordnen ist und behandelt also mehr den psychologischen Aspekt der Fünf-Elemente-Lehre.
Ich halte übrigens die Zuordnung zu verschiedenen Klassifizierungen schon für hilfreich – es beinhaltet ja immer einen Lösungsansatz… Auch ein Choleriker muss versuchen, ruhiger zu werden und sich zu entspannen und der Abenteurer handelt so ganz gegen sein Holz-Element, wenn er die Freiheit und das Abenteuer nicht auslebt.
Viel Vergnügen bei eigenen Entdeckungsreisen im Universum der Fünf Elemente!
Was hat Flylady mit Feng Shui zu tun?
Dieses Blog hat ja primär das Thema Feng Shui und Fünf Elemente zum Thema, einfach, weil dies auch mein Beruf ist.
In der letzten Zeit habe ich nur sehr wenig zum Thema Feng Shui veröffentlicht. Mit Erstaunen habe ich heute bemerkt, dass sich der Schwerpunkt meiner Berichte auf Themen der Selbstorganisation verlagert hat.
Ich glaube, dass das Thema Selbstorganisation sehr viel mit Feng Shui zu tun hat, denn das Ziel von Feng Shui ist es, mit kleinen Eingriffen oder Maßnahmen die Umgebung oder das Umfeld zu verbessern.
Feng Shui stützt sich dabei auf die sehr subtile Wirkung der Maßnahmen, die eigentlich schon in eine eher homöopathische Ebene gehört und mit dem Wort “energetisch” vielleicht ganz gut umschrieben werden kann.
Wenn Feng Shui nun geeignet ist, mittels feiner Energien das Umfeld zu verbessern, um wie viel mehr ist es dann erst hilfreich, solche massiven Blockaden aus dem Weg zu räumen, die sich bei z.B. mangelhafter Selbstorganisation in das ganz persönliche Umfeld - die Psyche und das Unterbewußtsein hängen!
Unerledigte Dinge kleben förmlich an einem und ziehen Energie, Lebenskraft ab. Es ist aufwendig und schmerzhaft, an Unerledigtem festzuhalten.
Auswege sind zum Beispiel: Entrümpeln oder Routinen… Daher gibt es soviele Beiträge, die sich mit dem Erledigen von Dingen und mit der persönlichen Selbstorganisation befassen.
Alles was das persönliche Umfeld verbessert - sei es das Unterbewußtsein, die Gefühle oder das Zuhause – ist für mich “gutes Feng Shui”.
Der Salz-Säulen-Effekt
Ich bin beim Entrümpeln meines Büros auf große innere Widerstände gestoßen. Immer wieder habe ich einen Anlauf genommen, um dem Chaos Herr zu werden. Doch immer, wenn ich das überquellende Regal voller “clutter” (Gerümpel) gesehen habe, bin ich wie Frau Lot zur Salzsäule erstarrt.
Nicht einmal das Flylady-Tool “You can do everything in 15 minutes” hat mir geholfen, denn beim Anblick des Regals war ich wie gelähmt und konnte keinen Timer mehr in die Hand nehmen.
Was hier einzig und allein geholfen hat, ist fremde Hilfe. Eine liebe Freundin oder sogar ein professioneller Aufräum- und Organisationsdienst kann in solchen schweren Fällen das Anfangen erleichtern.
Es ist eine ganze Kette von Entscheidungen notwendig, das macht es so schwer. An vielen Dingen klebt eine Erinnerung, eine Geschichte und die Summe dieser (meistens nicht so tollen) Energien verursachen dieses Verharren und den Stillstand. Viel Schuld und Selbstvorwürfe und Perfektionismus klebt in so einem gordischen Knoten.
Ich habe gestern in fünf Stunden (!) diesen gordischen Knoten entwirren können.
Dabei haben wir allen in diesem Regal gelagerten Gegenständen wieder Kategorien zugeordnet und alles konnte in der Wohnung an einen angestammten Platz gebracht werden.
Für einige Dinge wurde endlich erstmals ein angestammter Platz gefunden. Und das ist das Geheimnis der Ordnung:
- Alle Dinge an ihrem Platz
- für alles einen Platz finden.
- Und was wirklich Gerümpel ist, wandert in den Müll.
Flylady sagt hier:
You can´t organize clutter, you can only get rid of it!
(Du kannst Gerümpel nicht organisieren, Du kannst es nur loswerden!)
Wir haben es alle verdient, dass unser Leben wieder in Fluss kommt. Da darf man auch einmal um Hilfe bitten.
Termine setzen und die Dinge erledigen
Zurzeit ist meine Zeitplanung von zwei großen Prioritäten beherrscht. Da gibt es wenigstens Klarheit darüber, welche Aufgaben wirklich wichtig und dringend sind. So fällt die Auswahl der Tätigkeiten nicht ganz so schwer. Schön, aber Luxus (?), wenn dann noch eine gepflegte Übersicht dazukommt.
Für mich als freischaffende Selbstständige und Mutter bedeutet Alltag vor allem das Handling von Unvorhergesehenem. Da bleibt nur wenig qulitativ hochwertige Arbeitszeit übrig, in der wirklich Projekte und Aufträge vorangebracht werden können. Und allzuleicht kommt dann noch ein innerer Schweinehund vorbei und plagt mich mit Übersprungshandlungen.
Sehr hilfreich ist es in dieser Situation übrigens, sich wirklich einen festen Termin zum Arbeiten zu setzen und diesen dann einzuhalten. Seit ich tatsächlich in meinem Kalender stehen habe: „P01 – Layout“ oder „P05 – Folien machen“, habe ich um ein Vielfaches mehr gebacken bekommen, als nur mit der Liste, was als nächstes dran ist.
Zu der Frage „Was ist der nächste Schritt?“ gesellt sich untrennbar die Frage: „und wann mache ich diesen Schritt?“ Das darf dann auch morgen sein. Oder eben erst nächste Woche, wenn es anders nicht geht. Der nächste Schritt steht als Termin im Kalender und das ist wichtig. Jetzt muss er nur noch umgesetzt werden, doch die Chancen dafür sind besser, als wenn der nächste Schritt nur auf einer To-Do-Liste stünde.
Was muss ich als nächstes tun und wann tue ich es?
g5e – Gesellschaft für Ernährung nach den Fünf Elementen
Link: g5e – Gesellschaft für Ernährung nach den Fünf Elementen, Fünf Elemente Ernährung Wien
Diese Seite zur Ernährung nach den 5 Elementen habe ich gerade beim Stöbern im Netz gefunden und was mir ganz besonders gut gefallen hat ist die Zuordnung der einzelnen Phasen der Ernährungsumstellung zu den Fünf Elementen:
Holz: Aller Anfang ist schwer. Die Idee und der Wille, sich gesund zu ernähren sind wie ein kleiner Keimling im Frühjahr.
Feuer: Die Begeisterung wächst, man sollte der Flamme nur genügend Nährstoff zuführen, sich Literatur zum Thema besorgen oder sogar eine Beratung mitmachen.
Erde: Ausprobieren. Beobachten und in der Praxis wachsen. Wie fühle ich mich nach einem 5-Elemente-Rezept? Wie fühle ich mich mit der “bisherigen Ernährung”? Die Pflanze wächst und nimmt gierig alle Nährstoffe auf.
Metall: Habe ich eine Form gefunden, die Ernährungsweise im Alltag umzusetzen? Nimmt es Struktur an? Eine gewisse Regelmäßigkeit wird den Erfolg bringen.
Wasser: Steter Tropfen höhlt den Stein. Dranbleiben und beharrlich die neu gewonnenen Erkenntnisse umsetzen.
Das ist so tröstlich, denn eines kann ich nicht: “Ab heute esse ich nur noch gesund”. Und die Rückfälle sind schmerzlich und von der Sorte “eh alles egal….”
So kann ich mir aber vor Augen halten, dass es ein Prozess ist, die Ernährung umzustellen, ich kann jeden Tag die richtigen Entscheidungen treffen, jeden Tag wieder neu anfangen und einfach immer öfter so essen. Nicht so streng mit mir sein und mehr Graustufen zulassen, nicht so viel in Schwarz und Weiß einteilen.

