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Wochenplan – Reloaded
Ich habe mein Wochenplan-Formular etwas angepasst. Die Erfahrung der letzten Zeit hat gezeigt, dass ich gerne mehr Platz bei “Die Säge schärfen” hätte, daher habe ich hier den Platz vergrößert.
Ich habe die vier Punkte “Physisch, Sozial/Emotional, Mental und Spirituell” um einen fünften Punkt “Spaß und Freude” ergänzt, den ich jetzt nicht mehr so leicht aus dem Blick verlieren werde.
Da ich auch dazu geneigt habe, mir für jede Rolle in einer Woche zuviel aufzuladen/vorzunehmen, habe ich jede Rolle um eine Zeile gekürzt – jetzt ist der Platz immer noch leicht ausreichend.
Und das Wochenfazit am unteren Ende habe ich jetzt auch “real” eingefügt.
Hier gibt es das angepasste Formular zum Download: covey-wochenblatt_2.xls
Auch hier gilt: Möglicherweise ist es erforderlich, die Seitenränder in der Seitenumbruch-Ansicht an den örtlichen Drucker anzupassen.
Überblick: 7 Wege zur Effektivität
Im Web exisiteren eine ganze Menge sehr hilfreicher Blogs und Beiträge. Eine Artikelserie zu Steven R. Coveys “7 Wege zur Effektivität” habe ich beispielsweise bei Evomend gefunden.
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Der neueste Beitrag beschreibt, wie man das Wichtigste zuerst tun kann und gibt eine hervorragende Einführung in das Konzept, in Rollen zu denken. Insofern passt das aufs Genaueste zu meinem letzten Eintrag ‘Wieviel Planung ist gesund?’
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Sehr gut gefällt mir jeweils der persönliche Kommentar (“Mein Eindruck”) am Ende des Artikels – und lesenswert sind sie alle…
Hier gibt es einen Überblick über die ganze Artikelserie:
Momentan sind bereits vier von geplanten 8 Beiträgen erschienen.
Und hier gibt es das Original in ungekürzter Fassung
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Wieviel Planung ist gesund?
Planung ist was Feines. Man kann ja sein ganzes Leben mit Plänen, Wünschen und guten Vorsätzen verbringen. Im ganzen Hin und Her rund um den Jahreswechsel und im Dickicht der Blogartikel zu den guten Vorsätzen und der Zielsetzungen für 2008 habe ich darüber hinaus auch noch einen sehr radikalen Rat bekommen:
- Entplanen! – Das bedeutet: Aufhören, sich irgendetwas vorzunehmen, irgendetwas zu planen und irgendetwas zu wünschen. Und das geht nur wenn man es von jetzt auf nachher bleiben lässt, quasi wie beim Rauchen aufhören.
Zuerst war ich verunsichert. Nichts mehr planen, sich nur noch ganz dem Augenblick hingeben, mich nur noch den Menschen um mich herum widmen, das Leben fließen lassen… Das klang für mich auch nach einem sehr weisen Rat, der im Kern möglicherweise richtig ist. Doch irgendetwas nagte in mir und sagte, dass es für mich nicht passt. Bin ich noch nicht reif für das Leben im Hier und Jetzt?
Einige gute Gespräche später wusste ich, was nicht zu mir gepasst hat: Der Ratschlag stammte von einer Person, die in ihrem Leben vermutlich sehr viele Enttäuschungen hinnehmen musste, so dass die Überlebensstrategie, die derjenige entwickelt hatte, alles Wünschen und Wollen abgeschnitten hat, um weitere Enttäuschungen zu vermeiden.
So habe ich diesen radikalen Rat guten Gewissens wieder über Bord geworfen und mich erneut dem Planen zugewendet. Die Kunst besteht ja in der richtigen Dosis der Planung, denn ein Zuviel kann einen ja buchstäblich festnageln und unflexibel machen.
Leben ist das, was dir passiert, während du andere Pläne machst.
John Lennon
Mit Lennons Spruch im Ohr habe ich mir jetzt eine neue Art der Planung ausgesucht und praktiziere seit zwei Wochen die Wochenplanung, die Stephen R. Covey in seinen Büchern empfiehlt. Und zwar in einer von der Wissensagentur abgewandelten Fassung, die Sie hier als Excel-Datei herunterladen können: covey-wochenblatt.xls
Um Coveys Prinzipien zu verstehen, können Sie sich evtl. mit seinen Büchern befassen: unter anderem mit “Der Weg zum Wesentlichen” (hier mit einer Rezension via Wissensagentur) und “Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“. Für mich war eine Hörbuchfassung ideal, das verkürzt lange Autofahrten.
Mir sind vor allem zwei Geschichten im Gedächtnis geblieben, die sehr gut illustrieren, um was es geht:
1. Die Säge schärfen
Auf einer Lichtung im Wald arbeitet ein Holzfäller, sichtlich angestrengt, der Schweiß rinnt ihm in Strömen übers Gesicht. Auf die Frage, warum er denn nicht einen Moment Pause mache, um seine Säge zu schärfen, antwortet der erschöpfte Waldarbeiter: “Keine Zeit! Ich muß sägen.”
Das “Schärfen der eigenen Säge” beinhaltet, sich um sein…
- körperliches,
- geistiges,
- seelisches und
- emotional-soziales Wohlbefinden
…zu kümmern.
Damit ist auch auf einen Schlag klar, dass Sport, Bewegung, Meditation, Lernen oder gesunde Ernährung nicht irgendein Projekt mit der Nummer XY sein können, zu erledigen, wann auch immer vielleicht dieser eine geeignete Tag kommen mag…
Nein, diese Dinge “schärfen die Säge” und machen mich mit meinem Körper, meinem Verstand und meinen Gefühlen überhaupt erst handlungsfähig. Vernachlässige ich dies, habe ich einen hohen Preis zu zahlen.
Die gute Nachricht ist: Mit dem Wochenplan kann ich kleinste Schritte in diesen Bereichen planen und mein bisheriger Praxistest zeigt: auch umsetzen. Mehr jedenfalls als in den Zeiten, wo dieser Prozess noch ein “Projekt” war.
Die folgende Geschichte kenne ich schon sehr lange und sie ist mir in Coveys Hörbuch erneut begegnet:
2. Das Wichtige zuerst
Der alte Professor nahm unter dem Tisch, der ihn von den Studenten trennte, ein riesiges Glas hervor und stellte es auf den Tisch. Danach nahm er ein Dutzend Steine, ungefähr so groß wie Tennisbälle, und legte sie vorsichtig einer nach dem anderen in das große Glas. Als das Glas gefüllt war und es unmöglich war, noch einen zusätzlichen Stein hinzuzufügen, blickte der alte Professor zu seinem Publikum und fragte: „Ist das Glas voll?”
Alle antworteten: „Ja!” Er wartete noch ein paar Sekunden und fügte hinzu: „Wirklich?”
Er beugte sich dann nochmals und nahm unter dem Tisch einen Behälter voll Kies hervor. Mit Sorgfalt kippte er diesen Kies auf die großen Steine und schüttelte dabei leicht sein Glas. Der Kies rieselte zwischen den Steinen bis zum Glasboden.Der alte Professor blickte nochmals auf sein Publikum und fragte wieder: „Ist dieses Glas voll?” Dieses Mal durchschauten die Schüler sein Spielchen. Einer davon antwortete: „Sehr wahrscheinlich nicht!” „Gut” antwortete der alte Professor.
Er beugte sich wieder und dieses Mal nahm er unter dem Tisch einen Kessel voll Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in das Glas. Der Sand füllte die Löcher zwischen den Steinen und dem Kies. Er fragte noch einmal: „Ist das Glas jetzt voll?”
Jetzt hatten die Studenten begriffen und ohne zu zögern riefen sie: „Nein!”„Gut!” antwortete der alte Professor. Und wie es zu erwarten war, nahm der alte Professor einen Wasserkrug und füllte das Glas bis zum oberen Rand. Er blickte dann auf seine Gruppe und fragte: “Was lernen wir daraus?”
Ein Teilnehmer antwortete: „Das beweist, dass wenn man auch glaubt, der Tagesplan sei vollständig voll, man immer noch etwas in die Lücken quetschen kann, wenn man wirklich will.”
„Nein!” antwortete der alte Professor. „Es ist nicht das. Es beweist, dass wir die großen Steine nicht untergebracht hätten, wenn wir sie nicht als erstes hineingelegt hätten.”
Die großen Steine sind natürlich eine Methapher für die wirklich wichtigen “Dinge” im Leben: die Menschen, die man liebt, die Familie, die Freunde, die eigene Gesundheit, die Lebensfreude, der Lebenssinn.
Einen Teil dieser wichtigen Dinge kann man bereits in das gedachte Glas legen, wenn man sich um das Schärfen der eigenen Säge kümmert.
Die weiteren wichtigen und großen Steine findet man, wenn man sich mit den Rollen auseinandersetzt, die man so im Laufe der Zeit angenommen hat: Vater/Mutter, Ehemann/Ehefrau, Familienmitglied, Kind, Schüler, Student, Ehrenamt, Beruf, Karriere, Verein, Freunde… und, und, und.
In Coveys Wochenplanung ist eine Liste mit den 7 wesentlichen Rollen vorgesehen und daraus entwickelt man eine Liste mit den wichtigsten Zielen für diese Rollen in dieser Woche. Es müssen auch nicht in jeder Woche alle Rollen mit Zielen versehen werden, über die Zeit merkt man dann schon, in welcher Rolle es hakt…
Der wichtigste Schritt neben dem Aufstellen des Wochenplans ist die Überprüfung der Ergebnisse. In der letzten Spalte können die erledigten Dinge abgehakt werden.
Ganz wichtig: man notiert sich, warum man etwas eben nicht erledigt hat, wenn es unerledigt blieb. Das fördert Blockaden und Hindernisse zutage: Liegt es an fehlender Motivation? Fehlt eine Information? Fehlt ein vorangehender notwendiger Schritt? Oder ist es etwa ein Ziel, das nicht mein eigenes ist – ein “Ich-sollte-mal-Ziel”?
In der überarbeiteten Fassung des Wochenplan-Formulars fehlt die detaillierte Liste mit Tagen und Uhrzeiten, die bei Covey noch Bestandteil ist. Das würde schon wieder eine Fixierung auf Termine bedeuten und gerade die Freiheit, eine wichtige Aufgabe dann zu erledigen, wenn es gerade hineinpasst, finde ich sehr reizvoll. Es ist ja doch der Plan da – und wenn etwas unerledigt bleibt, merke ich das in der Überprüfung und dann kann ich für die Folgewoche einen realen Termin im Kalender freischaufeln… wenn es denn WIRKLICH wichtig ist.
Kurzanleitung:
- Säge schärfen
- Rollen identifizieren
- Ziele für jede Rolle definieren
- die Woche laufen lassen
- Überprüfung
Ich schreibe in den freien Raum unten auf der Seite auch noch ein Wochenfazit und für die Überprüfung nehme ich die Farben der Ampel: Grün für “hochzufrieden”, Gelb für “verbesserungswürdig” und Rot für “Auweia! – hier hakt es”.
Probieren Sie die Wochenplanung und staunen Sie bereits in der ersten Woche über die Ergebnisse.
edit: Die Excel-Datei passt bei mir auf eine DinA4-Seite. Bitte passen Sie die Seitenränder in der Seitenansicht oder mittels der Seitenumbruch-Vorschau passend für Ihren Drucker an.

Visuelle Ablage
Die Organisation anstehender Projekte ist ein leidiges, weil nahezu unendliches Thema. Jedes Projekt verlangt, eine gewisse Zahl an Schriftstücken, Ideen, Notizen und Referenzmaterial zusammen zu halten. Bei den unterschiedlichen Projekten ist das oft sehr bunt gemischt.
Ich habe es lange mit Hängemappen versucht. Die simplify-Idee vom “gedrehten Stapel” ist sehr einleuchtend. Das schaut dann so aus:
Wie man sieht, sieht man nichts.
Für mich als Augentierchen ist das ein gravierender Nachteil: ich brauche hier eine zusätzliche Liste, um zu wissen, was in welcher Mappe lagert. Fazit: Wenig praxistauglich.
Auch die Umstellung auf das Classei-System war kein echter Fortschritt. Die Hängemappen sind lediglich dünner, man spart wirklich Platz, aber das grundsätzliche Problem ist das gleiche. Nicht-Sichtbarkeit des Inhaltes.
Das habe ich gemerkt, als ich bei einer längeren Suche ein bestimmtes Thema in drei verschiedenen Mappen gefunden habe, jeweils mit einem anderen Stichwort, das jedesmal für mich total zutreffend war, jedoch ein halbes Jahr später habe ich eben ein anderes Schlagwort benutzt… Fazit: die Wiederfindbarkeit ist ebenfalls sehr begrenzt.
Auch eine Schlagwortkartei in Evernote oder der Versuch, meine Projekte mittels Nummern zu sortieren, ist nur von begrenztem Erfolg. Das merke ich jedesmal, wenn mehr als eine Woche zwischen den echten Arbeitsprozessen verstrichen ist und ich wieder mal bei Null angefangen habe.
Immer das gleiche Problem: Alle Verzeichnisse und Listen und Sortierkriteren sind entweder Wörter oder Nummern gewesen. Nix für die Augen…
Das taugt mir als visuell orientiertem Menschen nicht. Ich brauche Bilder.
Meine Lösung sieht jetzt so aus:
Ich habe transluzente Clip-Mappen gefunden.
Darin ist jeweils EIN Projekt hineingeklemmt.
Manche haben noch einen “Umschlag” aus einem gefalteten A3 oder A4-Blatt, das ein Titelbild trägt. Ganz fix skizziert oder ein für das Projekt typisches Bildchen ausgedruckt.
Oder wenigstens der Name/Titel in großen bunten Buchstaben auf dem Titelblatt. Vielleicht auch als Birkenbihl`sches KAWA…
Abgeschaut habe ich mir diese Idee in dem Architekturbüro, in dem ich seinerzeit mein Praxissemester hatte: Dort wurden alle Unterlagen zu einer Planung in einer Papp-Mappe gesammelt – und weil man in einem Architekturbüro immer wenigstens eine Skizze eines Bauvorhabens hat, war als Titelblatt eben eine Kopie des Entwurfes mit einer charakteristischen Ansicht des Häuschens auf die Mappe draufgeklebt. Manche Mappen waren so dick, dass der Inhalt mit großformatigen Gummiringen zusammengehalten werden musste. Die schicken Clipmappen gab es damals noch gar nicht.
Übrigens tut es der Umschlag aus einem gefalteten Papier auch ohne die Clipmappe, ich mag lediglich sehr gerne die schönen Farben der Clips und die Tatsache, dass alles wirklich fest beieinander klemmt. Und wenn die Mappe zu voll ist, dann muss eben ausgemistet werden… oder in Teilprojekte zerlegt werden….
Viel Spass bei der visuellen Ablage!
Die Mappen gibt es übrigens günstig bei Aldi, Mc Geiz oder sogar bei amazon:
Finanzen sind Chefsache
Hier war es in den letzten Tagen sehr ruhig. Ich habe mich mit einem Überblick über meine Finanzen beschäftigt. Es kam ganz ungeplant, weil ich beim Entrümpeln im Büro über meine Bank-Ordner gestolpert bin und es mich diesmal so sehr genervt hat, dass die Verwaltung der verschiedenen Konten bis jetzt so umständlich und ohne Überblick war.
Das hat mich an das Denkmodell von simplify your life erinnert: Die Basis und erste Stufe der “Lebenspyramide” sind die Dinge - wenn dort eine Schneise im Chaos in Form von Entrümpelung oder Vereinfachung geschlagen wurde, dann sind wir in der Lage, zur nächsthöheren Ebene aufzusteigen und dort Ordnung zu schaffen.
Die zweite Ebene beinhaltet die Finanzen. Alles, was sich um das liebe Geld dreht. (Bei simplify gibt es auch ein schönes Bild dieser Pyramide). Erst, wenn auch dort ein schmaler Trampelpfad der Ordnung angelegt wurde, wird es möglich sein, meine Zeit (die dritte Stufe) zu vereinfachen und zu strukturieren.
Soweit das Denkmodell der simplify-Pyramide. Es klingt aufwendig, aber es ist sehr tröstlich, dass man wirklich nur einen ganz kleinen Bereich der jeweiligen Stufe bearbeiten und vereinfachen muss, um dann gleich zu den anderen Stufen voranschreiten zu können.
Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung – es ist nicht erforderlich, eine Stufe abschliessend und perfekt aufzuräumen und zu ordnen. Alles, was man überhaupt tut, wirkt als kleine, ansteckende Keimzelle der Ordnung
Nun zu den Finanzen. Ich habe da mal ein paar Fragen:
- Haben Sie einen Überblick über Ihre Konten?
- Wissen Sie, wo welches Geld angelegt ist und welche Rendite es erwirtschaftet?
- Wissen Sie, ob Ihre Freistellungsaufträge nach der Beinahe-Halbierung der Sparer-Freibeträge noch passen?
- Finden Sie auf Anhieb alle Zugangsdaten zu Online-Konten? PIN-Nummern, Passwörter, TAN-Listen? Sind diese an einem einzigen Ort griffbereit?
- Kennen Sie die Höhe der monatlichen Fixkosten? Wissen Sie, wieviel Geld Sie im Monat für Miete oder Kredittilgung, Nebenkosten, Versicherungen und so weiter benötigen?
- Wissen Sie, wofür Sie jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr Ihr Geld ausgeben? Gibt es in der Liste dieser Ausgaben unnötige Posten? Können Sie irgendwo einsparen? Vielleicht an überflüssigen Abonnements oder Mitgliedschaften?
- Gibt es überraschende Ausgaben, die ein immer wiederkehrendes Loch jedes Jahr zur gleichen Zeit in das Girokonto schlagen: ein Jahresbeitrag zur Kfz-Versicherung, die GEZ-Gebühr oder ein nur einmal jährlich fälliger Beitrag zu einer Lebensversicherung?
- Kennen Sie die Höhe Ihrer Schulden? Wissen Sie, wann diese abbezahlt sein werden?
- Haben Sie eine oder mehrere Kreditkarten? Haben Sie dort alles im Griff?
Das ist der Anfang. Diese Tatsachen zu kennen, verschafft ein unbezahlbar gutes Gefühl. Geld ist in unserer westlichen Gesellschaft ein Synonym für Energie. Nehmen Sie Ihre eigene Energie, Ihr eigenes Leben und Ihre Finanzen selbst in die Hand!
Nun Teil zwei:
- Haben Sie eine Vorstellung, was Sie mit Ihrem Geld machen möchten? Welche Wünsche soll es für Sie erfüllen? Möchten Sie ein Eigenheim? Eine sichere Altersvorsorge? Oder gar finanzielle Freiheit, so dass Sie von den Erträgen Ihres Vermögens leben können?
- Welches finanzielle Ziel haben Sie? Ist es erstrebenswert? Haben Sie sich auch mit den Risiken Ihrer Ziele auseinandergesetzt?
Beispielsweise könnte die derzeit gängige Form der Altersvorsorge mit Fonds und Lebensversicherungen vielleicht nur eine Blase sein, die in einer Weltwirtschaftskrise leicht platzen könnte. Auch ein Eigenheim sollte nur der anstreben, der einen innigen und tiefen Wunsch nach den eigenen vier Wänden hat – billiger und flexibler ist es, zur Miete zu wohnen. Mit dem „eigenen Häuschen“ schafft man sich über Jahrzehnte Verbindlichkeiten. - Können Sie Durststrecken oder unvorhergesehene Notfälle überstehen oder leben Sie „am Limit“? Diese Schicksalsschläge können von einer banalen Waschmaschinenreparatur über ein erforderliches neues Auto bis hin zur Arbeitslosigkeit reichen.
- Haben Sie eine finanzielle Schwimmweste oder vielleicht sogar ein Rettungsboot?
- Haben Sie einen Master-Plan für Ihre finanziellen Ziele? Können Sie beschreiben, auf welchem Konto welcher Betrag für welchen Zweck arbeitet?
Sie könnten beispielsweise mehrere Online-Tagesgeld-Konten haben, für die verschiedenen Zwecke: Notfälle oder liquide Reserve, Urlaub und Reisen, Gesundheit und Wellness, Rücklagen für die Steuer (v.a. für Selbstständige!), Weiterbildung, finanzielle Freiheit. Von jedem Einkommen wird dann ein festgelegter Prozentsatz auf diese Konten verteilt. - Haben Sie Ihre Geld-Anlage auf verschiedene Standbeine aufgeteilt? Ich habe seit längerem ein ungutes Gefühl, alles Geld nur in eine Anlageform, wie z.B. festverzinsliche Sparbriefe anzulegen. Es gibt Empfehlungen, sein Geld zu einem bestimmten Prozentsatz auch in Immobilien, Aktien oder Rohstoffen (beispielsweise Gold) anzulegen. Finden Sie eine für Sie passende Aufteilung!
Erkenntnis des Tages:
Noch nie waren Informationen so leicht zugänglich wie heute. Informieren Sie sich! Nehmen Sie Ihre Finanzen und Ihr Leben selbst in die Hand! Finanzen sind Chefsache!
Sie (und ich) tragen die Verantwortung selbst, das kann Ihnen kein Finanzmakler abnehmen. Zudem sind diese auch darauf angewiesen, eigene Interessen zu vertreten, die sich möglicherweise nicht mit Ihren Interessen decken.
- Lesen Sie, informieren Sie sich und glauben Sie nicht alles. Überprüfen Sie die Fakten und bilden Sie sich eine eigene Meinung. Vor allem: Denken Sie selbst und lassen Sie sich das NIE von jemandem abnehmen!
Ein sehr lesenswertes Buch ist beispielsweise Der Crash kommt von Max Otte. Er beschreibt sehr anschaulich und auch für wirtschaftswissenschaftliche Laien verständlich die Anzeichen, die für das Kommen einer Weltwirtschaftskrise sprechen.
Es gibt derzeit leider zu viele Parallelen zu der Zeit der „Goldenen Zwanziger Jahre“ des letzten Jahrhunderts. Trotz aller Schwarzmalerei zum Platzen der Globalisierungs-Blase gibt es im zweiten Teil des Buches auch Empfehlungen, sich eine finanzielle Schwimmweste oder ein Rettungsboot zu schaffen.
Weitere Buchempfehlungen:
- Das Konzept mit dem Masterplan stammt aus Spar Dich reich von Carol Keefe. Ein sehr lesenswertes Buch!
- George S. Clason hat Der reichste Mann von Babylon geschrieben, das anhand von Parabeln aus der reichsten Stadt des Altertums die Grundsätze des Umgangs mit Geld erklärt.
Befassen Sie sich mit diesem Thema selbst und überlassen Sie es nicht jemandem anderen, für Sie zu denken!
2007
Gestern kam der Newsletter von Daniela Herzberg und Roger Keller. Sie schreiben über das chinesische Jahreshoroskop für 2007:
Was wird 2007 bringen?
Die Chinesen beginnen ihr neues Jahr erst am 18.02.2007 des westlichen Kalenders. Astronomisch/Astrologisch gesehen beginnt das Neue Jahr aber schon am 4. Februar. Dann beendet das Chinesische Tierzeichen Schwein den 12 Jahreszyklus, bevor 2008 mit einem Rattenjahr eine neue 12 Jahresperiode beginnt. 2007 bietet also vor allem die Gelegenheit, alle angefangenen Dinge zu beenden.
In der chinesischen Astrologie läuft alles in großen Zyklen, so ein 12-Jahreszyklus wird also 2007 wieder komplettiert. Die chinesischen Tierkreiszeichen sind wie unsere “westlichen” Sternzeichen in der Reihenfolge festgelegt. Jedes der Tiere beschreibt dabei eine bestimmte – zunächst einmal jahreszeitlich bedingte – Energiequalität. Da man diese Energiequalitäten aber auch in den großen Zyklen der chinesischen Astrologie wiederfindet, ist das kommende Jahr des Schweines besonders geeignet, Dinge zu einem Abschluß zu bringen.
Damit kommt jetzt so langsam die Zeit, sich zu überlegen, was denn 2007 alles auf mich zu kommt:
- was möchte ich alles machen?
- welche Träume habe ich?
- wo soll mich z.B. mein Urlaub hinführen?
- gibt es Wunschprojekte, die ich in Angriff nehmen will?
- welche angefangenen und immer noch offenen Dinge kann ich 2007 beenden?
Hoffentlich finden auch Sie die Zeit, ein wenig Rückschau halten zu können und ein wenig voraus zu blicken. Schreiben Sie es auf! Eine ganz einfache Liste genügt vollkommen.
Und schauen Sie nächstes Jahr um diese Zeit, was davon Sie wirklich ver-WIRKLICHT haben.
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