Artikel-Schlagworte: „Morgenseiten“

Warmes Hirsefrühstück

P1220963

Vor einiger Zeit habe ich mich sehr intensiv mit der Ernährung nach den Fünf Elementen befasst. Aus dieser Zeit habe ich die Idee des warmen Frühstücks herübergerettet und nachdem mir zur Zeit der klassische Toast mit Marmelade nicht mehr so recht schmecken mag habe ich mich wieder der Hirse zugewendet.

Über die tollen Inhaltsstoffe der Hirse habe ich schon an anderer Stelle geschrieben, damals habe ich eine Serie von ziemlich unmöglicher Anzeigenwerbung sprachlich untersucht und die Effekthascherei entlarvt – (Myrtillus) (Perlhirse) (Basilicos).

Haupthindernis, sich wirklich jeden Morgen Hirse zum Frühstück zu kochen war für mich die lange Ausquellzeit, bis die Hirse tatsächlich fertig ist (es dauert insgesamt 30 min) und das umständliche Abwiegen, das dann doch immer zuviel war und Reste produziert hat.

Jetzt habe ich das Verfahren ziemlich optimiert.

Hier meine ultimative Anleitung inklusive Sparschweinchenzeit ;-)

Man nehme:

P1220901

Hirse, Topf, Küchenwecker, Teesieb und eine Espresso-Tasse (!)

Zuerst wird in der trockenen Tasse die Hirse abgemessen. Die Espressotasse hat die ideale Größe für genau eine Frühstücksportion.

P1220904

Die Hirse wird in das Teesieb gekippt und mit sanftem Wasserstrahl abgebraust. Diesen Schritt kann man auch weglassen, dann schäumt die Hirse aber beim Kochen, was ich auf anhaftenden Getreidestaub zurückführe.

P1220909

Die Hirse kann noch etwas abtropfen, derweil werden mit der Espresso-Tasse zwei Tassen Wasser abgemessen…

P1220912

…und in den Topf gekippt. Das Verhältnis Hirse zu Wasser ist also 1 zu 2.

P1220917

Die Hirse dazugeben.

P1220919

Fünf (!) Minuten aufkochen. Erst die Platte auf höchster Stufe aufheizen, sobald die Hirse kocht, die Hitze auf ganz klein reduzieren.

P1220926

Während des Kochens den Topfdeckel einen Spalt offen lassen, dann ist die Gefahr des Überkochens nicht so groß. Nach Fünf Minuten die Platte ganz ausschalten und den Deckel schliessen.

Die restlichen Zutaten (hier Birne und Walnüsse) vorbereiten.

P1220930

Jetzt kommt die Sparschweinchen-Zeit: Ich schreibe jeden Morgen Morgenseiten (na ja – fast jeden Morgen) – und die 25 Minuten, die die Hirse jetzt noch im Topf liegt und vor sich hin quillt, sind ideal, um die obligatorischen drei Seiten zu schreiben – wunderbar. So kann der Tag gut beginnen.

Mit Morgenseiten und gleich danach einem warmen Frühstück.

P1220945


Morgenseiten

Diesen Artikel habe ich eigentlich schon einmal vor einigen Jahren veröffentlicht und weil er so weit hinten im Archiv steht, die Technik an sich aber nichts an Aktualität und Effektivität verloren hat, gibt es den Hinweis auf die Morgenseiten heute erneut.

Damals habe ich noch den Begriff der “Kläranlage des Geistes” von Vera F. Birkenbihl verwendet, jedoch gefällt mir heute der Name “Morgenseiten” besser.

Ich habe mir die Prinzipien dieser Kreativtechnik auch auf einem “Merkblatt” verdeutlicht… [das Bild darf gerne als Erinnerungsstütze heruntergeladen und ausgedruckt werden, jedoch nur zu privaten Zwecken!]

Memo Kläranlage des Geistes

Die Technik ist supereinfach: Man schreibt 10 bis 15 Minuten einfach alles auf, was einem in den Sinn kommt. Ohne Zensur und ohne innezuhalten, wenn gerade nix kommt, dann schreibt man eben “äh -mir fällt nix ein”

Wer sich lieber an die genaue Anleitung von Julia Cameron aus dem Buch “Der Weg des Künstlers” halten will, der schreibe einfach jeden Morgen drei Din-A4 Seiten mit der Hand. Inhalt ist der gleiche: Alles, was einem in den Sinn kommt.

Dieser Rohtext kann dann in unterschiedlicher Weise weiterverarbeitet werden:

Julia Cameron empfiehlt, es einfach liegen zu lassen, einfach das Ausleeren des Geistes an sich wirkt schon reinigend.

Vera F. Birkenbihl dagegen nimmt den so entstandenen Rohtext als Basis für eine Weiterbearbeitung, z.B. durch die Vergabe eines Titels, das Unterstreichen wichtiger Aussagen, das Schreiben einer Zusammenfassung oder das Selektieren von Kernworten, die ihrerseits dann wieder als Basis für KaWas und andere von ihr entwickelte Kreativtechniken dienen…

… da kann man endlos an einem Thema dranbleiben, je nach Zeit und Laune.

Der Vorteil ist jedoch, ein Thema auf sonst nicht so leicht zugänglichen Ebenen durchdenken zu können.

Ich habe mittlerweile seit Jahren Morgenseiten geschrieben – habe auch einige Pausen darin, zum Teil auch mehrere Monate – und meine Erfahrung ist durchweg, dass mein Tag leichter und klarer verläuft, wenn ich am Morgen zum Schreiben gekommen bin. Ich möchte das Schreiben nicht mehr missen.

Zum Weiterlesen:

Der Weg des Künstlers
Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

Analograffiti – geniale und einfache grafische Kreativitätstechniken
Das große Analograffiti-Buch


Das magische Experiment

#09-004 Detail

Bei Zamyat Klein habe ich im Sommer im Blog “Kreative Geister wecken” [link] gelesen, dass sie via Zeit zu Leben [link] auf das “Magische Experiment” gestoßen ist. Sie hat es durchgeführt und einen beindruckenden Erfahrungsbericht veröffentlicht.

Hier gibt es die genaue Anleitung [link] - aber im Prinzip ist es ganz einfach:

Man schreibt sieben Wochen lang jeden Morgen 20 Minuten zu folgender Frage:

Wenn sich alles optimal und perfekt entwickeln würde, wie würde dann mein Leben in zwei Jahren aussehen?

Spannend ist vor allem, dass es jeden Tag neue und andere Aspekte gibt, die man mit diesen speziellen “Morgenseiten” beleuchtet.

Mein magisches Experiment dreht sich im Moment sehr viel um das Thema Kreativität und wie ich sie in mein Leben integrieren kann. Dieses Thema macht den Großteil der geschriebenen Tage aus und vielleicht kommen andere Teilbereiche erst dann ans Tageslicht, wenn dieses Thema wirklich ausgeleuchtet ist. Ich bin gespannt, was noch kommt.

Ich stehe heute aktuell bei Tag 23 – und nicht zuletzt diesem Experiment habe ich es zu verdanken, dass ich *wirklich* wieder male und zeichne. Ein lange begrabener Traum, der nun wieder ans Licht kommt.


Morgenseiten…

…done incorrectly still bless your soul.

In Abwandlung von Flyladys Spruch über Hausarbeit (“Housework done incorrectly still blesses your family”) habe ich die ganzen inneren Stimmen überlistet und doch Morgenseiten geschrieben. In Bleistift. Ins Tagebuch und auf A5-Format. Nicht so, wie es perfekterweise sein sollte, aber so, dass es für mich funktioniert.


Mein Flickr

By Erik Rasmussen
Mein Twitter

follow me: indivisuell

Kategorien
Archive