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Punkt 5 und 10 von 41
Mein Mann fragte am Samstag beim Frühstück, ob wir nicht mal Stockbrot machen sollten – und Marshmallows grillen?
Ich war völlig geplättet, weil ich ihm bisher nichts von meiner Liste erzählt habe… So schnell verwirklichen sich also diese Punkte und scheinbar strahlt die pure Absicht, diese Dinge zu tun, bereits in die Umgebung aus.
Mich hat vor allem die non-verbale Übereinstimmung verblüfft – ich habe im Spiegel nachgesehen: Die Liste ist mir nicht auf die Stirn tätowiert
Hier ein paar Impressionen:
Stockbrot-Teig:
500g Mehl
1 Tüte Trockenbackhefe
2 EL Zucker
eine große Tasse warme Milch
Oregano, Thymian, Rosmarin
Salz
warmes Wasser zum Anpassen der Teigkonsistenz
.
Ich habe den Teig frei Schnauze angerührt (und das mir!) Das einzige, was ich wirklich abgewogen habe, waren die 500g Mehl.
Auf das Mehl den Zucker, die Trockenhefe und die warme Milch geben, mit den Knethaken rühren. Die Konsistenz war am Anfang etwas trocken. Ich habe Salz und Kräuter untergemischt und mit schluckweise warmem Wasser weitergeknetet.
Offensichtlich hat der Hefeteig von dem langen Kneten profitiert und außerdem von dem wirklich warmen Wetter auf dem Balkon, wo er zugedeckt ein wenig vor sich hin”gegangen” ist. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass ich mit dem Salz zu vorsichtig war. Da also ruhig beherzt salzen.
Die Zutaten liegen bereit. Der Teig wird relativ dünn in einer langen Spirale um den Stock gewickelt. Das Backen dauert seine Zeit und es ist besser, das Brot eher ein bisschen neben das Feuer zu halten, als ein Brot zu bekommen, das aussen verbrannt und innen roh ist. Am besten hat es sich backen lassen, als das Feuer heruntergebrannt war und nur noch die Glut geheizt hat.
Ein Gedicht: warmes Stockbrot und frische Gurken aus dem Garten.
Im Vergleich zum Stockbrot sind die Marshmallows rucki-zucki fertig. Über der heißen Glut werden sie sehr schnell außen goldbraun und innen weich, fast flüssig. Wenn man zu lange wartet, tropft der Marshmallow dann einfach davon.
Jedenfalls ist so ein geröstetes Schaumzucker-Dingens unglaublich lecker und einfach *nur süß* – kein Vergleich zu der Schaumgummiartigen Masse, die die Marshmallows im “rohen” Zustand darstellen. Ich ess die nur noch geröstet!
3 down, 38 to go.
Punkt 1 von 41
Der Zufall wollte es, dass ich bereits heute die Gelegenheit bekam, den ersten Punkt von der Liste zu verwirklichen:
Besuch von der Schwester samt Familie, ein freier Nachmittag und trockenes, mildes Wetter. Die Umstände waren günstig für den Besuch im Kletterwald und damit kann ich den ersten Punkt, nämlich die Nummer 3 – “Im Kletterwald den Gibbon-Parcours klettern” heute voller Stolz von der Liste streichen.
Die Herausforderung war jetzt nicht wahnsinnig groß, wenn ich auch erst mal geschluckt habe – auf der ersten Plattform, vier Meter über dem Boden. Aber nachdem ich sonst immer dazu tendiert habe, lieber was zu lesen, anstatt mitzuklettern, ist so eine kleine Herausforderung schon ein deutlicher Aktivitätsschub.
41 Dinge – Die Liste
Im letzten Freitagsfüller habe ich den vorgegebenen Satzanfang “Ich werde…” mit einer Idee vollendet, die mich schon eine Weile hartnäckig verfolgt:
Ich werde mir eine Liste anlegen, mit genau soviel Dingen, die ich tun will, wie ich Jahre an meinem nächsten Geburtstag feiere.
Andrea Jenkins schreibt in ihrem Blog Hula Seventy viele Beiträge in Listenform. Unter anderem stellt sie schon seit einigen Jahren zu jedem Geburtstag eine Liste von Dingen auf, die vor ihrem nächsten Geburtstag erleben will.
Ich finde das eine wunderbare Idee – es ist glaube ich eine ideale Art, sich immer wieder an seine Wünsche zu erinnern.
Im Jahr 2008 habe ich mir eine Liste mit 100 Dingen angelegt, die Spaß machen könnten. Die Grundidee der Liste ist richtig, doch was fehlte war die Verwirklichung. Die Ideen waren nur semi-konkret und alles war ziemlich unverbindlich. Diese Liste hätte ich ohne die Blogartikel auf Hula Seventy einfach vergessen…
Ich denke, mit so einer Geburtstags-Aktions-Liste kann ich die Wünsche und Ideen gegenwärtig halten. Allerspätestens am Geburtstag wird mir diese Aktion wieder einfallen. Die ganz große Chance aber ist, mit der Schriftlichkeit dieser ausgewählten Punkte erstmals so richtig konkret auch über Einzelheiten und damit über die Verwirklichung der einzelnen Punkte nachzudenken.
Und wenn ich nicht alle Dinge schaffe? Befreiend finde ich da Andreas Listen aus den Vorjahren: ganz viele Punkte sind unerledigt geblieben – aber die Mehrzahl der Vorhaben wurde auch verwirklicht.
Hier ihre Beispiele:
- 36-things-to-do-before-i-turn-37
- 37-things-to-do-before-i-turn-38
- 38-things-to-do-before-i-turn-39
- 39-things-to-do-before-i-turn-40
Es besteht also keine Notwendigkeit, unerledigte Punkte auch in Folgejahre mitzuziehen…
… es hat eben nach einer guten Idee geklungen.
Einen Umsetzungszwang gibt es nicht.
Und ja: es sind auch Punkte auf meiner Liste, die mich an meine Grenzen bringen (und ich meine nicht nur den Punkt mit dem grünen Smiley)
Tja. Jetzt ist es raus: Mein 41. Geburtstag ist in einigen Wochen, es macht für mich keinen Sinn, jetzt auf die Schnelle 40 Punkte in der kurzen Zeit abarbeiten zu wollen.
Ich will andererseits auch nicht bis zu meinem Geburtstag warten, um mit so einer Idee zu beginnen, also dehne ich die Definition einfach ein bisschen und nehme mir ein Jahr plus einige Wochen Zeit.
- Zweitens werde ich auch Andrea Jenkins Formel übernehmen: “Jahre minus eins = Punkte auf der Liste”
Hier ist sie also – meine Liste: {41 things to do before i turn 42}
- Die Kräuterspirale fertigstellen und bepflanzen
- Eine Skulptur für den Garten bauen
- Im Kletterwald den Gibbon-Parcours klettern – done 11.8.20101
- Das Stück “Andante für Posaune” von dieser CD selber auf der Posaune spielen
- Stockbrot backen – done 21.8.2010
- Eine Figur aus Pappmache modellieren
- Alle 52 Übungen aus dem Buch Drawing Lab fertigstellen
- (und im Speziellen das Lab “100 Gesichter” – ein fortlaufendes Projekt)
- Ein Insektenhotel bauen
- Marshmallows am Lagerfeuer rösten – done 21.8.2010
- Die H-Moll-Messe mitsingen
- Kiesel in der Isar sammeln (= ein Ausflug nach München oder an einen anderen Punkt der Isar)
- Am Artfest 2011 teilnehmen
- Fotos in einem Paßbildautomaten machen
- Eine Skulptur oder ein anderes Kunstwerk aus Strandgut bauen (öhem… Urlaub am Meer?)
- Eine Windfahne nähen und / oder bunte Bänder in den Sonnenschirm binden
- ein Rag-Doll-Stofftier nähen
- Einen Steingarten in einer Schale anlegen – done 25.8.2010
- Einen interkulturellen Garten besuchen
- Meine Stempel-Alphabethe auf Holzklötze montieren (wie in diesem Video von Lisa Sonora Beam)
- Das Naturkundemuseum in Bamberg besuchen
- Ein Gedicht schreiben
- Brot backen
- Ein Kunstmuseum besuchen
- Ein Diorama aus Urlaubsmitbringseln bauen
- An einem inspirierenden Seminar teilnehmen
- Ein indisches Rezept nachkochen (ich denke da an Tandoori oder so…)
- Einen Kilometer am Stück joggen können
- Eine Hasenvilla für unsere Hasis bauen
- Karamel selbermachen
- Löwenzahnsirup machen
- Eine Zine gestalten
- Eine Stadt besuchen, in der ich noch nicht gewesen bin
- Einen Fotowalk organisieren
- Eine Burg oder ein anderes riesiges, altes, beeindruckendes Gemäuer an den Stellen erkunden, die normalerweise nicht zugänglich sind
- Eine mir völlig neue Kreativ-Technik ausprobieren
- Wieder einmal rund um die Stadtmauer von Nördlingen gehen – done 30.10.2010
- Einen Shop bei Dawanda eröffnen
- Windlicht-Gläser für Balkon und Garten gestalten (was Nettes einfallen lassen)
- Am ganzen Zaun entlang Sonnenblumen pflanzen
- Ein Buch lesen, das kein Sachbuch ist – done 30.10.2010
{die Bilder sind dieses Wochenende auf einem Sommerfest entstanden}
Das Wunschzettelbuch
Ich habe von meiner Freundin das sehr nette Buch “auf nach cappuccino” der Autorin Stephanie Schneider ausgeliehen bekommen. Der Untertitel ist Programm: Wohlfühltipps einer glücklichen Mutter.
Gleich im ersten Kapitel geht es ums “Aktiv werden in eigener Sache” – und den Tipp mit den Wunschzetteln habe ich mir direkt übernommen.
In wunderschöner kaffeebrauner Schrift sind über das Buch verteilt einige Wunschzettel abgedruckt. Durchnummeriert – und humorvoll…
Zu Hause hatte ich noch die kleinen A6-Hefte von Moleskine liegen, die sind schön handlich und genau richtig für so ein kleines Wunschzettelbuch…
Und weil ich sowieso gerade noch Reste eines Posters von einer Collage übrig hatte, habe ich den Einband gleich noch ein wenig verschönert, schließlich soll es ja Spass machen…
Eigentlich ist es ja ganz einfach, mit den Wünschen und dem Wünschen.
Erst mal alles aufschreiben. Auch wenn es banal erscheint.
Ich bin gespannt, welche meiner Wünsche ich in ein paar Wochen oder Monaten oder nächstes Jahr um die Zeit bereits ein Häkchen bekommen haben.
Und wenn mir mal langweilig sein sollte, dann lese ich in dem kleinen Büchlein wieder nach… das macht gute Laune…
Das Autofocus-System
gefunden bei Mark Forster.
Für alle GTD-Junkies und für alle, die (wie ich) immer noch mit einer funktionierenden Selbstorganisation kämpfen (weil es immer noch nicht geklappt hat, GTD wirklich zum Laufen zu bringen…) habe ich hier ein Fundstück, das eine komplett andere Herangehensweise propagiert.
Es ist im Prinzip eine Super-Liste, wie dies auch aus dem Ansatz “Superbuch” bekannt ist. Genial finde ich aber hier den Ansatz, das Unbewusste oder die eher kreative rechte Gehirnhälfte oder die Intuition oder wie man es auch immer nennen will, in die Bewertung und Auswahl der Aufgaben einzubeziehen.
Eine deutschsprachige (!) Anleitung, wie es funktioniert findet sich HIER.












