Artikel-Schlagworte: „Die_Liste“

Punkt 31 von 41

Ein weiterer Punkt der Liste ist erledigt: Punkt 31, Löwenzahnsirup machen.

Und weil es mit Storify soviel Spaß macht Geschichten zu erzählen, gibt es hier eine weitere Folge:

9 down, 32 to go :mrgreen:

Punkt 11 von 41

Ich habe einen weiteren Punkt von der Liste verwirklicht: Punkt 11 – die H-Moll-Messe mitsingen.

Die Chancen, das Stück singen zu können, waren bei der Erstellung meiner Liste letztes Jahr absehbar, es war für das Frühjahr 2011 bereits festgelegt und höchstens irgendwelche widrigen oder grippigen Umstände hätten mich letztlich davon abhalten können…

Der Wunsch, die H-Moll-Messe selbst zu singen wurzelt jedoch in früheren Erlebnissen:

  • … z.B. ein Konzertbesuch vor vielen Jahren in der Nördlinger St. Georgskirche, bei der mein jetziger Schwager bereits dieses Werk mitgesungen hat.
  • …oder in einem Fernsehfilm aus den Achtziger Jahren über das Leben Johann Sebastian Bachs, bei dem auf geniale Weise das traurige Ende des Films mit dem für mich beeindruckendsten Stück aus der Hohen Messe (wie das Werk auch genannt wird) verknüpft wird… das muss man aber gesehen haben, um dieses Gänsehautgefühl nachvollziehen können.

Was für ein gigantisches Werk es aber letztlich war und wie nachhaltig es mein vergangenes Jahr geprägt hat und welche Bedeutung das Singen für mich hat, das ist mir alles erst so richtig in diesen Tagen bewußt geworden.

Anhand einiger Skizzen aus meinem Moleskine möchte ich einen Rückblick auf dieses Projekt wagen.

2010-04-1212. April 2010

Vor genau einem Jahr haben wir die Probenarbeit begonnen, mit dem Schlußstück der H-Moll-Messe, dem Dona nobis pacem.

2010-05-035. Mai 2010

Immer noch das Dona nobis pacem, alternativ auch das Gratias agimus tibi – beide Stücke haben die gleiche Melodie und unterscheiden sich nur im Text. Das muss man wissen, damit man diesen Gag ein bisschen verstehen kann:

2010-06-07Es ist bereits der 6. Juni 2010! – ich unterhalte mich nach der Probe mit einer Mitsängerin und wir spekulieren, ob wohl die H-Moll-Messe nur Stücke mit dieser einen Melodie enthält… bis zu diesem Zeitpunkt haben wir nur das Dona nobis pacem geprobt (und natürlich den Zweittext).

2010-06-2828. Juni 2010

… ich bin sowas von erleichtert, denn ein ganz doofes und bedrückendes Kloßgefühl im Hals hat sich als lästige aber letztlich doch eher harmlose Rhinitis entpuppt – das kann den Kehlkopf ganz schön verschleimen… und das stört beim Singen.

2010-11-2222. November 2010.

Eine längere Pause in der H-Moll-Messe-Probenarbeit liegt hinter uns, denn wir mussten ja parallel noch das Winterkonzert des vergangenen Jahres vorbereiten: Die letzten Dinge – von Louis Spohr. Doch nun ist das Konzert vorbei und Johann Sebastian Bach steht wieder im Mittelpunkt. Doof nur, dass ausgerechnet im nebligen November und rund um den Totensonntag dieses elend traurige Crucifixus auf dem Plan steht…

2010-11-2929. November 2010

Es gibt aber auch das totale Gegenteil zum Gefühlsabsturz… die Proben verlaufen in diesen Wochen in sehr zäher Einzelstimmenarbeit, aber selbst dabei gibt es unglaublich lustige Erlebnisse: Nicht in jedem Probenraum sind Klavier oder sogar Flügel verfügbar – manchmal muss man sich eben mit einem Keyboard behelfen… und was ganz tierisch gut kommt: wenn die Probenleiterin versehentlich den Beat und Rhythmus zum Kyrie mit dem Ellbogen einschaltet und so auf die Schnelle nicht mehr ausschalten kann – was haben wir Tränen gelacht!! wumm-wumma-wumm-wumma-wumm….

2010-12-31Silvester 2010

… das Dona nobis pacem kommt im Gottesdienst zu seiner Erstaufführung. Mittlerweile läuft das Stück ja auch total stabil. :mrgreen:

2011-01-1010. Januar 2011

Mit Entsetzen registriere ich, dass meine Stimmgruppe (Sopran II) bereits im ersten Takt des Konzertes die einmalige Chance hat, das Solo “an die Wand zu lehnen” bzw. umzuschmeißen (was wir natürlich nicht gemacht haben!!)

2010-02-077. Februar 2011

Unzählige Herausforderungen für Sänger und Sängerinnen: Aussprache, Deutlichkeit, Gleichzeitigkeit von Silben und einzelnen Buchstaben. Wir stecken mittendrin im Getümmel und das ganze Ding hat 240 Seiten!

2011-03-011. März 2011

Der Plakatentwurf ist fertig und abgesegnet. Warten auf die Zusagen der Sponsoren, damit deren Logos mit aufs Plakat montiert werden können…Um diese Zeit herum beginnen wir mit den Zusatzproben an den verbleibenden Samstagen…

2011-03-1414. März 2011

Es kriselt im Sopran II – auch solche Gefühlslagen sind vorhanden. Alle sind nervös, das Chorwochenende steht unmittelbar bevor, es scheint noch soviel zu fehlen, so wenig wirklich zu klappen.

2011-03-1818. März 2011

Chorwochenende. Freitag von 20 Uhr bis 21.30 Uhr, Samstag 9:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag von 14.30 bis 17:00 Uhr. Alles was danach kommt ist nur noch mageres Krächzen… darüberhinaus ist es soweit: ich träume bereits von den Chorproben!

2011-04-044. April 2011

Letzte vollständige Durchlaufprobe, alles was jetzt noch kommt ist in der Kirche: Haupt- und Generalprobe, Konzert

2011-04-09

Die Stimmung ist gut. Der Chor ist wunderbar vorbereitet. Ja, klar, bei diesem Stück ist man nie so ganz fertig mit der Probenarbeit, auch nach zwanzig Jahren nicht, aber unser Chorleiter hat eine so wunderbar entspannte Einstellung, seine Ruhe hat sich wirklich auf uns übertragen.

2011-04-10

10. April 2011 – Der große Tag.

Ein Jahr haben wir darauf hingearbeitet, dem Stück entgegengefiebert, geackert, gelacht, geschuftet, manchmal geflucht, oft geächzt.

Es ist ein großartiges Werk.

Es ist unbeschreiblich, das Gefühl, vorne auf dem Podium zu stehen, in die vollbesetzte Kirche zu schauen und mit *Kyrie* anzufangen.

Es ist unbeschreiblich, in einer Wolke von Klang im *Sanctus* davongetragen zu werden…

Es ist unbeschreiblich, das *Crucifixus* zu singen, die Hammerschläge ans Kreuz aus dem Orchester geliefert zu bekommen, buchstäblich und bildhaft zu hören.

Es ist unbeschreiblich, danach das sagenhafte *Et Ressurexit* zu singen…

2011-04-11

Es ist unbeschreiblich, Teil einer solchen Musik zu sein. Das kann man nicht in Worte fassen und noch nicht einmal in Bilder…

Was bleibt? Heute ist der Alltag wieder eingekehrt, doch der Glanz dieser Musik bleibt, ganz tief drin im Herzen.

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edit: 8 down, 33 to go :-)

Punkt 24 – beinahe übersehen

Hmm, ich muss mir meine Liste nur doch endlich mal ausdrucken. Ich habe glatt übersehen, dass ich – quasi versehentlich – Punkt 24 “Ein Kunstmuseum besuchen” bereits am 7. Januar erledigt habe!

Ob das nun auch zählt? Aber ja! Die Erstellung der Liste scheint auch unbewußt zu wirken ;-)

Museum Georg Schäfer

Besucht habe ich zusammen mit meinem Sohn das Georg-Schäfer-Museum in Schweinfurt, das eine Sammlung von Bildern des 19. Jahrhunderts hegt und pflegt, die Sammlung Georg Schäfer eben.

Teil dieser umfangreichen Sammlung sind auch zahlreiche Werke von Carl Spitzweg, dessen bekanntes Bild “Der arme Poet” mich in meiner Kindheit ziemlich beeindruckt hat. Dieses Bild ist leider nicht in Schweinfurt zu sehen, wohl aber andere sehr bekannte Spitzweg-Bilder.

Sehr nachhaltig hat uns ein Werk von Carl Blechen (1798-1840) beeindruckt – die *Dämonische Landschaft*, die ein dem Freischütz nachempfundenes Stimmungsbild zeigt.

Hier auf meiner Skizze ist der Herr Sohn zu sehen, wie er vor dem Gemälde kniet und seine eigenen Notizen und Skizzen dazu anfertigt, daneben seine kindliche Interpretation des Gemäldes:

Kind und Kunst und Museum kindliche Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk

Das war also ein sehr beeindruckender Besuch in einem Kunstmuseum.

7 down, 34 to go

Schwäbisch Hall

Ein sehr intensiver Seminartag liegt hinter mir… auf Sylvias Einladung habe ich mich nach Schwäbisch Hall aufgemacht und habe damit meine wohleingerichtete Komfortzone verlassen…

Es hat sich gelohnt!

Da so ein Coaching jedoch eine höchst private Angelegenheit ist, kann ich Euch hier nur ein paar Buidln aus der bezaubernden Stadt zeigen:

Schwäbisch Hall-1

Schwäbisch Hall-2

Turmuhr St. Michael

Eine wirklich besondere Stelle ist der Heilige Michael, unter dem man sich im Portalvorraum der Kirche drunterstellen kann:

St. Michael

Hier hat mich Sylvia mal zusammen mit dem heiligen Michael abgelichtet:

Der besondere Ort

Dieses Bild hat es – wie leicht zu erkennen ist – in die Sammlung meiner Bilder des Tages geschafft:

2010-11-27

Das hier ist der Blick aus dem Seminarraum und wer ganz genau hinschaut, kann in den Spiegelungen einige Personen entdecken :-)

Winterspiegelungen

Schwäbisch Hall ist definitiv eine Stadt zum Wiederkommen. Das was ich davon gesehen habe war entzückend, leider jedoch nicht genug, um guten Herzens den Punkt 33 “Eine Stadt besuchen, in der ich noch nicht gewesen bin” von der Liste zu streichen… dazu hätten es einfach noch ein paar Gassen und Entdeckungstouren mehr sein müssen.

Punkt 37 und 41 von der Liste

Es ist genau das passiert, was meistens mit guten Vorsätzen passiert: sie geraten in Vergessenheit. Doch ich habe mich glücklicherweise an meine Liste erinnert und vergangenes Wochenende konnte ich gleich zwei Punkte an einem Tag von der Liste streichen.

Ein Besuch bei meinen Eltern gab mir die Gelegenheit, mich am Samstagmorgen in die Stadt meiner Träume zu begeben und – Punkt 37 – wieder einmal rund um die Stadtmauer von Nördlingen zu gehen.

Nördlingen -1
Hier ein paar Impressionen von einem milden Oktobervormittag in dieser wunderbaren Stadt:

Nördlingen -2 Nördlingen -12 Nördlingen -4

Nördlingen -11 Nördlingen -8 Nördlingen -13

Nördlingen -14 Nördlingen -10

Diese Stadt ist ein Erlebnis und auf jeden Fall eine Reise wert.

Am Abend habe ich das Buch begonnen, das ich in der Eile noch in den Koffer gepackt hatte… das Thema war ja sehr passend: “Die Wunschliste” von Jill Smolinski

Es hat mir so gut gefallen, dass ich es noch in der Nacht in einem Rutsch ausgelesen habe. Punkt 41 – ein Buch lesen das kein Fachbuch ist. Done.

6 down, 35 to go.

Punkt 18 von 41

Heute nachmittag war ich seeeehr müde. Einfach so ein Nachmittagstief. Ich wollte auf den Balkon und etwas lesen.

Da aber grad mein Buch [ich habe natürlich nur EIN Buch] ein Stockwerk höher neben dem Bett liegt, habe ich auf die Schnelle beschlossen, die Sache mit dem Steingarten anzugehen. Punkt 18 auf der Liste.

Einen flachen rechteckigen Untersetzer, der eigentlich für Balkonkästen gedacht ist, habe ich schon vor einigen Tagen im Baumarkt gekauft. Hauptgrund für die Neugestaltung war, dass ich meine Steingartenpflänzchen dummerweise in Schalen ohne Abzugsloch gepflanzt hatte und sie bei dem regenreichen Wetter der letzten Wochen ganz massiv an der Staunässe gelitten haben.

Jedes meiner Pflänzchen hat eine Geschichte:

P1230925

Dieses hier (Bild oben) stammt aus dem Tessin. Dort wuchs es in den Ritzen der Trockenmauer einer Pizzeria. Zusammen mit den Kieseln aus der Maggia ist es eine perfekte Urlaubserinnerung.

P1230939

Das Pflänzchen in der Mitte ist ein Ableger, der noch vor Kurzem auf dem geschotterten Gehweg vor meinem Elternhaus wuchs, neulich aber den Teermaschinen weichen musste.

P1230930

Und so wachsen jetzt die verschiedensten Sukkulenten in meinem neu bepflanzten Steingärtchen zusammen. Ein prima Rahmen für meine Urlaubs-Stein-Sammlungen.

In diesem Rahmen noch mein Lieblings-Tweet der letzten Woche:

Liebe ist: eine Sukkulente

von @Tonabweichung

4 down, 37 to go.

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Entrümpeln: Bücher
Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

Die sonstigen Möglichkeiten mit Versteigern oder auf Online-Marktplätzen anbieten... das finde ich alles so aufwendig.

Bücher, die ich nicht mehr behalten will, wandern jetzt zu momox.

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