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Sonnenlicht – auch bei trübem Wetter
Mein tägliches simplify-Mail* ist gerade hereingeflattert und heute erinnert es mich wieder an eine Tatsache, die sich in der dunkleren Jahreszeit besonders stark bemerkbar macht: der Lichtmangel.
Gerade auch in unserer nach Norden orientierten Wohnung, die zwar relativ hell ist, wo sich aber ab Oktober kaum noch ein Sonnenstrahl hineinverirrt, bemerke ich diese gewisse Schlappheit, die sich wegen dem Lichtmangel einstellt.
Das Gegenmittel heißt Licht, im Idealfall Sonne; ein 15-minütiger Spaziergang reicht völlig aus, um die Produktion des Hormons Serotonin wieder anzukurbeln und den “Winterschlaf-Modus” zu unterbrechen.
Auch die bekannte Winter-Depression hat ihre Ursache im saisonalen Lichtmangel. Auf der Seite “Depression-Therapie-Forschung” ist der Zusammenhang zwischen Hormonhaushalt, Lichtmenge, Ernährung und Bewegung sehr informativ beschrieben.
(Ich finde dort lediglich die Empfehlung von Antidepressiva sehr leicht ausgesprochen und damit etwas fragwürdig – das gehört unbedingt in fachliche Hände und ist nix zum selber mal rumprobieren! Und meiner Meinung nach sollte man zuerst ALLE anderen Möglichkeiten ausschöpfen, aber das ist wieder mal ein weiteres großes Kapitel, das da angeschnitten wird…)
- Erkenntnis des Tages: Raus!
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Der Traum von der hellen Wohnung

Was bedeutet den jetzt genau “eine helle Wohnung”? Jeder von uns ist in der Lage, sie zu erkennen, wenn er sie betritt.
- Die Master-Frage zu diesem Thema lautet: Wie baut man so etwas?
- Eine weitere Frage lautet: Ist eine Wohnung auch dann noch hell, wenn der Sommer gerade seine prächtigsten Gewitter auspackt und der Himmel ziemlich bedeckt ist? Oder der Winter mit kurzen und trüben Tagen klotzt?
- Und noch eine dritte Frage fällt mir ein: Was machen Sie, wenn die Wohnung mit den vielen Fenstern dann zu hell ist?
- Es gibt dann nur noch eine reduzierte Möglichkeit für Stellfläche für Möbel/Schränke und dieser Stauraum ist ebenso wichtig für das Wohlbefinden, wie das Licht.
- Wer nur Fenster in die Wände schlägt, wird (nicht nur aus Feng-Shui-Sichtweise) kaum einen geschützten Sitzplatz, beispielsweise für den Ess-Tisch finden, weil er dann in jeder Ecke im “Durchzug” sitzt – und nicht nur im Durchzug vom “Chi”, dieser “Zug” kann sich auch ganz real als Luftzug bemerkbar machen. Das merkt man aber meistens erst beim Probe-Wohnen. Und das ist relativ spät.
- Viele Fenster geben viel Ausblick, aber auch viel Einblick. Denken Sie an den Sichtschutz.
- Es gibt Monsterfenster, die quadratmeterweise nur Glasfläche haben. Ein bisschen sind sie aus der Mode gekommen. Glas ist schwer und so ein Fensterflügel hat eine enorme Wucht, wenn er mal vom Wind hin und her geworfen wird. Achten Sie also bei großen Fensterflächen auf eine “handliche” Fensterteilung – nur diese ist “hand-hab-bar”. (Da sind wir auch schon beim “Menschen als Maßstab” … allein ein neues Thema wert)
- Große Fenster lassen viel Licht herein und viele Blicke. Überlegen Sie bitte genau, wieviel Einblick Sie Ihren Nachbarn gewähren wollen, vor allem, wenn das Haus in einem Baugebiet entstehen soll, in dem zwischen den Häusern genau 6 Meter Abstand vorgesehen sind: 3 Meter bis zur Grenze, dann der
MaschendrahtZaun und dann nochmal 3 Meter. Aber das hatten wir ja schon bei der Fenstermenge. - Große Fenster haben eine Wintergartenwirkung. Sie sammeln die Sonnenwärme wie verrückt, das ist das, was Glas besonders gut kann. Es kann also durchaus passieren, dass Sie den Sommer über eine überhaupt nicht so helle Wohnung haben, weil ständig die Jalousien geschlossen sind, um die Hitze wenigstens ein bisschen draußen zu halten. Ich kenne eine solche Wohnung sehr gut.
- Alles was höher ist als Erdgeschoß, braucht eine Absturz-Sicherung in Form eines “französischen Balkons”, sprich ein Gitter/Geländer. Das schaut ja meistens auch ganz gut aus. Auch eine Querteilung ist möglich, unten eine Festverglasung, die man nicht öffnen kann und oben ein Öffnungsflügel, sprich ein normales Fenster. Funktioniert gut.
- Blumen stehen dann alle auf dem Boden, das sieht nur bei Großpflanzen gut aus. Aber Fensterbretter sollten ja eh nicht so zugestellt werden, weil das dann Probleme beim Öffnen macht. Da gibt es mittlerweile auch schon echt clevere Fenster (mit Fensterbrett), die im unteren Bereich eben so eine Festverglasung haben (diesmal nicht als Absturz-Sicherung, sondern als Blumentopf- und Küchenkräuter-Reservat).

- Licht von zwei Seiten.

Sonnenlicht…
… ist ja wirklich Mangelware in diesem langen, harten Winter. Heute mittag hat die Sonne herausgespitzelt und sie reicht mittlerweile über die Dächer der Nachbarhäuser herüber, so dass ein richtig breiter Lichtstrahl in unser Treppenhaus “gebeamt” wird. Das hat mich inspiriert, meine Regenbogen-Kristalle aus der Schublade zu holen und sie an die drei Südfenster zu hängen. Jetzt tanzen bunte Tupfen durch die Wohnung, das sieht schön aus. Hoffentlich kommt der Frühling bald.
Licht tanken
grad vorhin hab ich die Post aus dem Briefkasten geholt, im neuen Magazin der TK war ein Artikel über Lichtmangel im Winterhalbjahr und ich hab spontan beschlossen, meinen finsteren Dachboden (60 W Funzel) zu verlassen und mich mit meinen Nordic Walking Stöcken auf den alten Trimmpfad zu begeben. Beste Entscheidung des Tages! Zwar ist die Sonne hinter dem Hochnebel nur zu erahnen, jedoch waren draußen doch mehr als 60 Watt Licht.
Ich bin sogar einem (nein insgesamt sogar 3) Mountain-Bikern begegnet, dazu noch zwei identische Wanderer (Zwillinge?) – es gibt eine ganze Menge Leute, die sich auch bei Schmuddel-Niesel-Wetter fit halten wollen.

