Artikel-Schlagworte: „Kinder“
Endlich Ferien!
Heute hat es auch mich (nicht ganz unerwartet) erwischt und ich weiß noch nicht so recht, ob ich lachen oder mich gruseln soll: der Kindergarten hat seine Tore für die nächsten 3 Wochen geschlossen…
In unserer Tageszeitung war passenderweise auch ein geeigneter Cartoon zum Thema:

Ich kenne einige Mütter, für die die Ferienzeit eine Zeit ohne Kinderbetreuung ist – und damit eine einzige Katastrophe darstellt – und ich kenne einige wenige Leute, die sich zusammen mit ihren Kindern auf die gemeinsame freie Zeit freuen.
Warum können “Ferien” für die überlasteten Eltern eine Katastrophe werden?
Ich komme immer wieder auf die gleiche Sache zurück. Wenn die eigene klare Vorstellung fehlt, was ich denn in dieser Zeit mit den Kindern anfangen soll, dann werde ich von außen diktiert bekommen, wie die Ferienzeit abläuft.
Also lohnt es sich, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu entdecken und klarzustellen. Das braucht natürlich auch Übung. Schließlich ist auch hier kein Meister vom Himmel gefallen.
Meine beiden Kids haben heute vormittag auch versucht, die Wohnung auf den Kopf zu stellen. Ist ihnen auch ein bisschen gelungen *schmunzel*. Sie haben ganz knallhart getestet, wie weit sie in der “ungewohnten Freiheit” zu Hause gehen können.
Ich habe jedoch in einigen unverrückbaren Regeln ganz streng auf die Einhaltung bestanden und je fester der Rahmen und je klarer die Struktur, desto klarer und enger auch der Handlungsspielraum, in dem sich das Chaos dann eben nur abspielen kann.
Ein weiterer Punkt ist die eigene Sichtweise, bzw. die Erwartung. Meine Einstellung bestimmt, wie ich die durchaus schwierige Situation handhabe:
Ich kann mich entweder vor der langen Zeit fürchten, in der ich nicht so einfach die Dinge so erledigen kann, wie sonst;
oder ich kann es als eine Herausforderung betrachten, die kreative Lösungen erfordert und auch eine konsequente Abgrenzung. Alles eine Frage des Blickwinkels.
Ferien können eine Krise sein, aber jede Krise beinhaltet eine Chance, hier die Chance einer gemeinsam verbrachten schönen Zeit – eine neue Familien-Gemeinschaft.
.
Das bringt mich zum Schluss noch zu meinem Lieblings-Duden: “Das Herkunftswörterbuch”.
“Ferien” ist ein lateinisches Fremdwort, das ursprünglich geschäftsfreie Tage und Ruhetage im Bereich der Rechtsprechung bezeichnete: An diesen “Urlaubstagen” wurden keine Gerichtssitzungen abgehalten.
In der Sprachwurzel stammt Ferien von lat. feriae. Hieraus hat sich auch unser Wort “Feier” entwickelt. Bei den Römern waren die “feriae” die für religiöse Kulthandlungen vorgesehenen Festtage. Feiertage, festlich, feierlich.
Feierabend gehört ebenfalls in diese Wortfamilie. Die Ursprungsbedeutung “Vorabend vor dem Fest” wurde später umgedeutet in “Ruhezeit nach dem Arbeitstag” und genau diese Ruhezeit nach der Lernarbeit in Schule und Kindergarten ist das, was die Kinder auch brauchen. Die Ferien bringen auch ein großes Stück Struktur in den Jahreslauf - wer von uns “Erwachsenen” erinnert sich nicht daran, die Tage bis zu den nächsten Ferien gezählt zu haben?
Jetzt, wo ich auf der anderen Seite stehe (und nicht mehr die Tage zähle) und nur erkenne, wie sehr die Kinder die Ruhepause im Jahr brauchen, kann ich nur dastehen und zusehen, dass der Rahmen des Zusammenlebens, die Regeln und die Struktur weiterhin erhalten bleiben. Das ist mein Plan für die Ferien.
Und ich werde die gemeinsame Zeit genießen.
Ihnen allen auch “schöne Ferien”!
P.S: Aus der Sicht der Fünf Elemente werden die “Struktur” und die “Regeln” der Wandlungsphase “Metall” zugeordnet und Metall kann aufs Beste die überschiessende “Holz“-Energie der Kinder kontrollieren. Feng Shui in den Ferien
großes Mobile für den Garten – oder auch: die Mülltonne
Hundert Jahre Kindergarten feiern wir hier am 9. Juli. Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen, ich hab auch schon ein Plakat für die Veranstaltung gemacht.
Jetzt hat die dortige Mäusegruppe ein traumhaft schönes Riesenmobile gestaltet, das vor der Gartentür in der dortigen Laube hängt (eigentlich der Platz für die Mülltonnen) Wunderbar. Schöner kann man das “Chi” fast gar nicht beleben.

Mülltonnen sind ohnehin ein städtebauliches Problem. Schon im Studium wurden wir von unserem Professor darauf hingewiesen, dass die Mülltonnen ja nahe der Straße platziert werden müssen – schliesslich will man ja nicht verschlungene Pfade quer durchs Haus und Grundstück mit den Tonnen fahren.
Da also der Pfad der Ver- und Entsorgung meistens in den Eingangsbereich fällt, haben wir hier ein klassisches Gestaltungsproblem.
Mitten in der Willkommenszone, direkt im Bereich des ersten Eindrucks sind oft die Müllbehälter plaziert. Großer Konflikt. Fast immer jedoch lösbar.

Dieses schöne Mobile werde ich mir jedenfalls in meinem Garten in die Bäume hängen. Und ich habe ein “Projekt” das ich mit meinen Kindern gestalten kann. Traumhaft.
U9
uhgg. ist das lästig. Wofür mach ich das eigentlich? Mein Kind hat angeblich einen schwachen Muskeltonus. Tendenz zum Rundrücken und vorprogrammierte Haltungsschäden. Klar hat sie einen schwachen Muskeltonus, wenn sie aufgrund früherer Erfahrungen beim Kinderarzt nur noch mit Angst zur U-Untersuchung geht. Wenn sie schon beim Abholen vom Kindergarten heult, weil sie heute zum Arzt muß und wenn alle an ihr rumfingern und messen und wiegen und Urin haben wollen. Wenn man trotz Termin über eine Stunde warten muß – da hätte ich auch einen schwachen Muskeltonus!
Abzuarbeiten: Augenarzt und Hörtest vor der Einschulung. Es fehlt die FSME Impfung. Nächstes rotes Tuch. Warum zum Teufel müssen alle diese Impfung haben? Ich soll mich informieren und ich soll darauf achten, welche Bücher ich zum Thema Impfen lese. Klar lese ich die Bücher der Impfgegner. Und egal welches Buch ich lesen würde, es steht immer Aussage gegen Aussage. Und immer bin ich in der Verantwortung und in der Pflicht. Es bleibt an mir kleben, und egal wie ich entscheide, es könnte immer falsch sein. Im Bekanntenkreis gibt es jetzt einen Fall von Komplikationen nach einer Impfung. Mich nervt das beim Arzt, immer die ewig gleichen Diskussionen und ich spüre, dass ich da recht wenig mentalen Rückhalt habe. Ich kann dem Arzt nur schwer Paroli bieten. Kämpfe ja schon daheim an allen Fronten. Ach, warum nur gibt es keinen verständigen Arzt hier in unserer Gegend, mit dem man guten Gewissens zusammenarbeiten kann?
*seufz*
Feng Shui im Kinderzimmer
Feng Shui für Kinder ist der Arbeitstitel und das Thema brennt richtig.
Meine kleine Schwester will für ihre eineinhalbjährige Tochter Kinderzimmermöbel kaufen. Sie fragte mich, wie sie denn die Möbel möglichst günstig hinstellen könnte… und auf den Skizzen des Möbelverkäufers steht halt der Schreibtisch mit Blick zum Fenster hinaus und mit dem Rücken zur Tür.
Auch wenn besagtes Kleinkind im Moment als Letztes einen Schreibtisch braucht, so ist allein die Macht dieser Skizze Symptom für das, was in unseren Kinderzimmern schief läuft. In den Köpfen der Möbelverkäufer, in den Köpfen der Bauplaner, Architekten und auch in den Köpfen der Eltern stehen alle Schreibtische der Welt mit dem Blick aus dem Fenster oder mit dem Blick zur Wand. Und mit dem Rücken zur Tür. Das ist quasi ein eingebranntes Muster, zu besichtigen in den Jugendzimmerbroschüren der Möbelhäuser – und leider: in den Kinderzimmern landauf, landab. Mangels anderer Informationen tun (fast) alle Eltern das, was sie eben so auf diese Weise präsentiert bekommen.
Und es würde soviel bringen, den Schreibtisch so aufzustellen, dass eine Wand (und nur eine Wand, kein Schrank, kein Regal!) im Rücken ist und der Blick die Tür überwachen kann.
Ungewohnt? Gewiss. Aber was ist das schon im Vergleich zum Gewinn für das Kind!
Das hat noch nicht mal was mit Feng Shui zu tun, das stammt noch aus der Zeit, wo unsere Vorväter ab und an Besuch von Säbelzahntigers bekamen und das Überleben der Sippe elementar davon abhing, den Höhleneingang im Blick zu haben.
Diese eine Maßnahme würde so vielen Schulkindern die Konzentration bei den Hausaufgaben erleichtern.
Ich wage gar nicht daran zu denken, wievielen Kindern Ritalin und anderes erspart werden könnte, wenn die Zimmer richtig möbliert werden würden und dann als Zuckerl vielleicht noch gecheckt werden könnte, ob ein Holz-Kind grad in einem Metall-Raum leben und schlafen muss (was die Axt mit dem Holz macht, kann sich jeder vorstellen).
Das wäre so eine einfache Sache. Und so wirkungsvoll.
Ich habe jedenfalls heute mein Angebot an den Kindergarten und die Familienbildungsstätte am Ort kundgetan und wurde auch bereits verpflichtet: “Oh, das ist ja ein tolles Thema, da komme ich auch!” sagte die Verwaltungsangestellte der Villa Kunterbunt ![]()
Und der Beamer und die Leinwand und all die anderen Details sind auch sofort zur Sprache gekommen…. also da geht es richtig ab. Jetzt muss ich das nur noch bis September gebacken kriegen (GTD ![]()
Ich freu mich schon so!
Spielzeug
Gestern abend habe ich mich noch bestimmt zwei Stunden in unserem Wohnzimmer damit vergnügt, die gesammelten Spielsachen meiner Kinder wieder ihren Ursprungs-Kategorien zuzuordnen. Das kann bei einer Mischung aus Playmobil und “Schleich”-tieren ganz schön dauern. Vor allem, wenn die Spielzeugschicht bereits knöcheltief den Fußboden überzieht.
Bei Simplify gibt es da im Buch die Analogie: freier Fußboden ist gleich Wohl-Stand. Über das lange Wochenende werde ich mir “Feng Shui gegen das Gerümpel im Kinderzimmer” als Lektüre zu meinen Schwiegertigers mitnehmen. Mit dem Gerümpel aus Spielsachen knirscht es jedenfalls ganz arg bei uns.
Es war eine Wohltat, am Ende die verschiedenen transparenten Kunststoff-Boxen zu sehen und in den Schrank zu stellen und zu wissen, jetzt ist wieder für ein paar Tage Ordnung. Nächste Maßnahme wird sein, einen Teil des Spielzeugs in ein anderes Zimmer oder in den Keller wegzupacken.
ein schönes “mission statement” für Eltern
Diesen Hausspruch habe ich in der Wohnung meiner Schwester entdeckt:
Freund, wenn Du dieses Haus betrittst,
gibt`s vieles, was nicht sauber blitzt.
Du merkst, dass es hier Kinder gibt,
die man mehr als Putzen liebt.Da gibt es Spuren an den Wänden,
kreiert von flinken kleinen Händen.
Wir machen das mal später weg,
jetzt spielen wir zuerst Versteck.Spielzeug liegt an jedem Ort,
doch eines Tages ist es fort.
Die Kinder sind uns kurz geliehen,
bis sie erwachsen von uns ziehen.Dann wird auch alles aufgeräumt,
dann läuft der Haushalt wie erträumt.
Jetzt freuen wir uns an den Gören
und lassen uns dabei nicht stören.
