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Ist die Zeckenzeit vorbei?

Heute hat mich nochmal ein neuer Kommentar zu meinem Artikel “Werbung für oder gegen Zecken” erreicht. Leider hat bis jetzt niemand ein eigenes Foto von “Zeckenwebung” beigesteuert.

Schade, wir wiederholen diese Aktion dann im nächsten Frühjahr. ;-)

Jetzt ist Sommer, in den Apothekenschaufenstern werden Reiseapotheken ausgestellt und Sonnencreme.

Ist die Zeckenzeit also vorbei?

Nein. Nur die Wachsamkeit und die Medienaufmerksamkeit haben nachgelassen. In der Praxis meiner Heilpraktikerin habe ich (ebenfalls heute) ein sehr informatives Papier mitgenommen: Die 5 Zecken-Irrtümer.

Und auf Platz 1: Zeckengefahr droht nur im Frühjahr. Falsch!

Da die Aktivität der Zecke von der Außentemperatur abhängig ist, ist eigentlich fast immer Zeckensaison. Bei etwa 7°C werden die Tiere aktiv und somit kann es Zeckenbisse auch an milden Wintertagen geben.

Die weiteren populären Irrtümer zum Zeckenthema sind:

2. Nur Süddeutschland ist Zeckengebiet. Falsch!

Die Zecken sind in ganz Deutschland verbreitet. Die Borreliose kann man sich von der Nordsee bis ins Alpenland holen. Die Karte der FSME-Risikogebiete muß ständig erweitert werden.

3. Zecken fallen von den Bäumen. Falsch!

Zecken sitzen auf Büschen, im Unterholz und an langen Gräsern! Also auch in Ihrem Garten!

4. Gegen Zecken kann man sich impfen lassen. Falsch!

Die Schutzimpfung gibt es gegen FSME, nicht aber gegen Borelliose.

Gegen die Zecke an sich hilft per definitionem keine Impfung, denn Impfungen erzeugen im Körper Antikörper, die Zecke ist jedoch “draußen“.

5. Zecken lassen sich mit Hilfe von Öl gut entfernen. Falsch!

Zeckenzange oder Zeckenkarte. Und möglichst schnell entfernen.

Niemals quetschen oder drücken oder drehen! Alle Attacken mit Öl, Alkohol, oder Nagellackentferner veranlassen das Tier nur zu vermehrter Speichelabsonderung, was die Infektionsgefahr erhöht.

Das Informationsblatt stammt vom Labor Dres. Hauss und dort gibt es noch weitere sehr präzise Informationen speziell auch zu den Symptomen einer durch Zeckenbiss übertragenen Borelliose.

Man kann im Falle eine Zeckenbisses die Zecke in das Labor einsenden und zu einem bezahlbaren Preis untersuchen lassen, dann kann man recht schnell eine Übertragung der Borelliose ausschliessen oder hat Gewissheit, dass die Zecke mit Borrellien infiziert war. Im Fall einer möglichen Übertagung der Borreliose können dann sehr schnell gezielte Maßnahmen ergriffen werden.

Der aufgeklärte Umgang mit dem Thema Zecken erhöht in jedem Fall die Achtsamkeit auch in Bezug auf möglicherweise später folgende Symptome und behält das Thema Borrellien im Hinterkopf…


eitrige und gerötete Augen…

… und gerötete, entzündete Bindehaut sind Anzeichen einer bakteriellen Infektion. Vom Arzt abklären lassen.

Da haben die Erzieherinnen im Kindergarten schon Recht, wenn sie zur Vorsicht mahnen.

Schwierig, diese Gratwanderung zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde.

Nachtrag: Es ist eine Mittelohrentzündung. Kaugummi kauen hilft, die Ohren zu belüften. Abschwellende Nasentropfen, Ohrentropfen, Augentropfen.


Zahnpasta mit oder ohne Fluor?

In den letzten Tagen bin ich ja wieder ein wenig ins Nachdenken geraten, ob denn das Fluor wirklich so schlimm ist …
Vor einigen Monaten habe ich mit meiner Heilpraktikerin darüber diskutiert und die Recherche im Internet ergab den Artikel “Fluor – wie aus einem Gift ein Medikament wurde“.
Seitdem verwende ich persönlich nur noch die Zahnpasta von Weleda aus der Apotheke und meine Kinder bekommen die fluoridfreie Nenedent, auch aus der Apotheke. Zahnpasta ohne Fluor kann man NUR in der Apotheke kaufen, weil die freundlichen Angestellten angewiesen sind, einen möglichen Fehler des Kunden beratend zu korrigieren (“Sie wissen schon, dass da kein Fluor drin ist…?”)
Beim Sichten eines Krankenkassen-Ordners auf der Suche nach alten Heil- und Kostenplänen und alten Zahnarztrechnungen (Zähne-Episode…) habe ich einen älteren Artikel aus der Zeitschrift Öko-Test gefunden (11/93), in dem es heißt:
Auch die Verwendung von Fluoriden hat die Fachleute in zwei verfeindete Lager gespalten. Die Auseinandersetzung geht wohl ins vierte [jetzt sechste] Jahrzehnt, ist aber inzwischen weitgehend zugunsten der Fluor-Befürworter entschieden. (…) Die Fluorid-Gegner führen an, dass der Stoff hochgiftig ist. Deshalb dürfen Zahnpasten nicht mehr als 0,15 % Fluor enthalten. Außerdem muss Fluor deklariert werden. Die Zahnpasta-Industrie wirbt zwar mit diesem Zusatz, ursprünglich war der Hinweis auf Fluor als Warnung gedacht.

Also, ich bin in meiner Entscheidung, auf Fluorid zu verzichten, wieder bestärkt worden. Ein Jeder bilde sich seine eigene Meinung.


Zähne – VI

Wurzelfüllung. Schrecklich, das Röntgenbild zum Vermessen des Wurzelkanals – es stecken irgendwelche Instrumente im Zahnkanal und man darf keinesfalls den Mund bewegen, sonst brechen die ab. Ich hatte echte Panik auf dem Zahnarztstuhl. Schmerzhaft ist auch, wenn der Zahnarzt mit seinen wertvollen Titaninstrumenten ganz oben an der Wurzelspitze ankommt, denn da ist ja noch Leben.

Das Gefühl: ein elektrischer Schlag auf dem ganzen Körper. Zum Glück hat er alles sauber und trocken gekriegt und konnte wenigstens die Wurzelfüllung heute schon einbringen. Sonst wäre das eine weitere Episode geworden. Mich erwarten ca. 35 Euro Zuzahlung für die ach so wertvollen Titaninstrumente.
Schock zum Ende: die allgemeine Begutachtung der anderen Zähne ergab, dass viele Zähne bereits wieder kariös sind und einige der vorhandenen Inlays Spalten haben, nicht ordentlich gearbeitet wurden und somit schnellstens raus müssen.

Das wirft eine Menge Fragen auf:

  • Hat das mein eigentlicher Zahnarzt nicht gesehen?
  • Warum hat er es nicht gesehen?
  • Bin ich deswegen nicht regelmäßig zum Nachschauen? Wofür mache ich das?
  • Karies taucht ja nicht über Nacht auf und Spalten an Inlays auch nicht. War es gut, die Wurzelfüllung bei dem anderen Zahnarzt machen zu lassen?
  • Wieviel davon ist wahr?

Ich bin heulend bei meiner Heilpraktikerin gesessen, die ich ja eigentlich nur wegen eines schmerzenden Handgelenkes aufgesucht habe.
Jetzt werde ich zu einem ganzheitlich orientierten Zahnarzt gehen und mir die ganze Sache von dritter Seite begutachten lassen. Ich bin es so leid, die ständigen Reparaturen an angeblich (?) kariösen Inlays und den ständigen Verlust von Zahnsubstanz.
Heute Früh bin ich über das Buch vom Dahlke gestoßen: Aggression als Chance. Da ist auch ein Zahnkapitel drin und eines über Allergien. Das werde ich mir mal antun.

Aggression als Chance


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