Artikel-Schlagworte: „Grenzen“

Kindergartenkinder und das Bett…

Gestern – auf meiner Seite unklare Vorstellung, wie denn das “Zubettgehen” jetzt in der neuen Wohnung abzulaufen hat. Jedes Kind in sein Bett? Alle im Elternbett? (das ist die Variante, bei der alle Kinder schnell Ruhe geben, sozusagen die maximierte Feierabendvariante). Meine Unklarheit hat dazu geführt, dass die Kinder wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt haben und es eine Viertelstunde vor meinem Termin richtig gezofft hat.

Ich bin dann mit dem ganzen Bündel Emotionen aus dem Haus und hab der Reihe nach registriert, wie da erst Wut, dann Trauer und dann Hilflosigkeit ablaufen. Wut, dass Bernd das so locker sieht und es heute so und morgen anders handhabt. Wut und Trauer, dass ich meine Prinzipien nicht durchsetzen kann, auch dass ich so sehr auf den Prinzipien bestehe und so wenig an die “Barmherzigkeit” denke – und die ganze Hilflosigkeit und Ohnmacht in solchen Situationen.
Ich werte es als großen Fortschritt, diesen Film so ablaufen sehen zu können. Als es mir bewußt wurde, wurde ich ruhiger. Konnte im Elternabend schon wieder lachen und habe mich dann mit der Erzieherin meines Vertrauens ;-) besprochen – es kann ja jetzt noch etwas lax gehandhabt werden, später ist auch noch Zeit, neue Regeln einzuführen.
Es war meine Erwartung, dass mit dem Umzug in die neue Wohnung automatisch neue Regeln gelten werden. Darauf folgt die Ent-Täuschung.

Weichere Grenzen und niedrigere Ansprüche nicht nur im räumlichen Bereich (Einräumen und Neugestalten), sondern auch im emotionalen Bereich. Gut.


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