Artikel-Schlagworte: „Gefühl“

Bella Roma

Es war jetzt ein paar Wochen etwas ruhiger hier… Jetzt bin ich wieder da und kann über die Dinge berichten, die mich derzeit beschäftigen.

In den Herbstferien habe ich mir einen lang gehegten Traum erfüllt und die Ewige Stadt besucht: Rom. Ich möchte hier vor allem ein paar Impressionen wiedergeben:

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Der erste Sonnenaufgang nach der Zeitumstellung zur Winterzeit. Irgendwie liebe ich Fensterplätze im Flieger, auch wenn ich so rein gefühlmäßig schon auch ein Stück Flugangst habe.

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Einen ersten Eindruck von der Stadt haben wir bei einer Stadtrundfahrt mit dem Bus gewonnen. Man stelle sich vor: Fast November und dort gibt es Cabrio-Busse! Natürlich sieht man bei so einer Rundfahrt gleich eine Menge der klassischen berühmten Gebäude…

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Es waren eine Menge Besucher in der Gegend des Vatikan… später haben wir auch erfahren, dass just an unserem Ankunftstag 300 Märtyrer selig gesprochen wurden.

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Am Nachmittag ein Spaziergang durch die engen romantischen Gassen von Rom. Ha! Das ist südliches Flair pur. Rom ist eine quirlige Stadt. Und natürlich haben wir auch den Trevi-Brunnen besucht…

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Eine typische Szene in der Stadt: Die Souvenirverkäufer und die Bushaltestellen:

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So eine Städtereise besteht natürlich nicht nur aus Höhepunkten… drückende Schuhe, breitgelaufene Füße und Regenwetter waren schon auch dabei. Interessant wurde es für mich am dritten Tag, denn da wurde das Wetter schlecht und mit dem Wetter auch meine Stimmung.

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Was ist der Sinn einer Städtereise? – Das Ambiente, die Lebensart der Römer, die Stimmung der Stadt zu spüren?

Die berühmte Spanische Treppe ist an einem verregneten Novembertag auch in Rom menschenleer (vor allem vormittags um zehn Uhr, *grins*) und an solchen absurden Situationen merke ich, dass der tiefe Sinn darin, sich eine Traumreise zu erfüllen nicht darin besteht, eine Liste von Sehenswürdigkeiten abzuhaken…

Auch wenn das jetzt ein bisschen streng klingt – ich habe den Besuch in der Ewigen Stadt genossen und vielleicht komme ich zurück (obwohl ich kein Geld in den Trevi-Brunnen geworfen habe).

Zu den unumstrittenen Höhepnkten zähle ich jedenfalls den Besuch auf der Kuppel des Petersdomes. Das ist ein gigantisches Erlebnis und Rom breitet sich in den schönsten Erdfarben unter einem aus…

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Es gibt noch viel zu berichten, vom Stadtteil Trastevere oder von den Gladiatoren vor dem Kolosseum, die sich gegen preiswerte 5 Euro mit den Besuchern zusammen ablichten lassen…

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…vom Forum Romanum, das sehr beeindruckend ist, wenn man früher mal Lateinunterricht hatte…

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…und von der Faszination, den die vielen Schichten der Geschichte immer noch umgibt – sehr sehenswert: Das Museum Crypta Balbi!

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…von den unglaublichen Schätzen und Kunstgegenständen in den Vatikanischen Museen und dem Gold-strotzendem Prunk der Kirchen…

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Diesen Prunk kann man nur aushalten, wenn man bewußt ausblendet, wie die Lebensbedingungen der normalen Bevölkerung im Mittelalter und Barock waren und wenn man nicht daran denkt, auf wessen Kosten der Prunk entstanden ist. Ich habe so meine Schwierigkeiten mit der süsslichen Aussage, dass dieses viele Gold und diese Kunstwerke vor allem die Schönheit des Glaubens illustrieren sollen. Mir drängt sich da eher der Verdacht des Übertrumpfens auf…

Auch das Multi-Genie Michelangelo: Sechs Jahre seines Lebens stand er auf dem Gerüst der Sixinischen Kapelle… was hat er noch geopfert? Hatte er Familie? Eine Frau? Kinder? Wie hat er gelebt? Ich habe leider noch keine Biografie von ihm gelesen – war er besessen vom “Schaffen”?

Er hatte jedenfalls die Chance, sich auf vielen Gebieten der Kunst zu betätigen: Architektur, Malerei, Bildhauerei und sogar ein Schriftsteller war er. Darum beneide ich ihn, denn in unserer Gesellschaft herrscht ein starker Spezialisierungszwang: wer einmal gut gezeichnet hat, dem traut man nicht mehr zu, dass er auch schreiben kann oder Bildhauerei ernsthaft und mindestens genauso gut betreiben könnte. Viel zu schnell werden die Künstler in eine Schublade gesteckt und höchstens schief angeschaut, wenn heutzutage ein Sänger etwas anderes wagen würde, als zu singen…

Was für eine Vergeudung an Talent und Begabungen!

Als Fazit bleibt für mich vor allem ein starkes Wechselbad an genialen und nachdenklichen Erlebnissen – und das ist allemal der Sinn einer Reise.

Auf Wiedersehen Rom!


Die eigene Welt verändern

Mich selbst kennen lernen – das ist die Voraussetzung dafür, dass ich mir selbst helfen kann. Es bedeutet, den Heiler in mir selbst zu entdecken.

Birgitta Meinhardt

(aus dem Buch “Jin Shin Jyutsu für die Seele”)

Jin Shin Jyutsu für die Seele

Es dreht sich wieder einmal alles um die eigene Klarheit.

Wer weiß, was er will, wird bei sich selbst eine große Weisheit entdecken.

Das ist in gesundheitlichen Fragen so, bei allen Themen der Kindererziehung oder in der Perspektive “Lebensweg/Karriere”. Wenn ich selbst klar weiß, was ich will, bin ich in der Lage, meinem Kind Grenzen zu setzen. Oder meine Arbeit nach Prioritäten zu sortieren. Egal, auf welchen Lebensbereich ich schaue, ich stoße immer wieder auf den (oft fehlenden) Kontakt zu meinem Selbst.

Dort finde ich auch alle anderen Begriffe: Selbstbewußtsein, Selbstwert(gefühl), Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen und Selbstheilungskräfte…

  • Wer die (eigene) Welt verändern will muss bei dem Selbst anfangen, denn dort liegt die Landkarte, die Marschroute. Und die unbequemste aller Fragen lautet: “was will ich wirklich?”

Das Buch, aus dem ich das Zitat entnommen habe, ist ein schöner Leitfaden durch die Welt der Emotionen. Jin Shin Jyutsu ist eine japanische Heilkunst, die dem Shiatsu eigentlich nicht unähnlich ist, insofern sie sich ebenfalls der Meridiane und Körperströme bedient.Anders als im Shiatsu ist hier jedoch eine Selbstanwendung sehr leicht möglich, denn es werden die Körperströme durch einfaches Auflegen der Hände auf bestimte Schlüsselpositionen entlang der Meridiane harmonisiert.

Heilende Berührung. Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln.Das erleichtert eine Selbsthilfe sehr – man ist von keinem Therapeuten und von Terminen abhängig, die Termine sind lediglich mit einem selbst zu vereinbaren ;-)

Ein weiteres empfehlenswertes Buch zum Thema Jin Shin Jyutsu ist (für die körperlichen “Projekte”): “Heilende Berührung” von Alice Burmeister und Tom Monte. Beide Bücher zusammen ergänzen sich hervorragend, das eine hat die körperliche Ebene zum Thema, das andere die emotional-seelische Ebene.


Freie Startbahn

Irgendwie bedrückt mich das vorweihnachtliche Chaos ein wenig. In meinem Büro schaut es ziemlich furchtbar aus und die Chancen, dass alles Entrümpeln und Aufräumen wieder mal zu einem Silvester-Vorsatz wird, stehen gut. Warum nur ist es so schwer, Überflüssiges los zu lassen?

Gerade vor Weihnachten vervielfacht sich der Stress und es steht 1 zu 12, dass auch noch irgendein lieber Mensch ausgerechnet im Advent Geburtstag hat. Chaos, fehlender Überblick, Druck und Streß prägen (bei mir) die “stade” Zeit.

Ein Telefonat mit der Wissensagentur hat mir wieder einmal eine Tatsache von “Getting Things Done” ins Gedächtnis gerufen, die ich schon seit einiger Zeit verdrängt hatte. David Allen schreibt in “Wie ich die Dinge geregelt kriege”, das die Startbahn frei sein muss, wenn man mit dem Flugzeug fliegen will.

Schon damals habe ich beim Lesen des Buches eine Zeichnung dazu angefertigt… die habe ich mir jetzt wieder herausgesucht.

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Außerdem habe ich gestern meinen Schreibtisch b l i t z e b l a n k aufgeräumt. Es ist NIX mehr drauf.

Und jetzt stellt sich so langsam das Gefühl ein, ich könnte ja diese eine Mappe auf den Schreibtisch legen und durchsehen und verschlanken… oder diese Kiste mit den CD`s für den Computer… mal gucken, welche Datensicherung noch wichtig ist….

Mit der freien Startbahn habe ich endlich Platz, um so ein Projekt zu starten. Dann finde ich auch die nötigen 15 Minuten.

Ich war zu lange gedanklich auf der Ebene 2, ohne mich um den Zustand meines Rollfeldes zu kümmern.

15 minutes

Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag.


Werte

Es häufen sich solche Verletzungen wie:

  • Die Modeverkäuferin sagt zu mir: “Ich hab dich am Sonntag in der Eisdiele gesehen. Hast du dich wohlgefühlt?” Ob ich mich da im Modegeschäft noch sehr wohlfühle? Nicht wirklich.
  • Der Typ im Kindergarten, der den Laptop für die Leiterinnenkonferenz aufbaut, antwortet auf meine scherzhafte Frage, ob ich denn auch (am reich gedeckten Frühstücksbuffet) teilnehmen könne: “Soweit ich weiß, braucht man für Kindergartenleitung immer noch eine Ausbildung.” Das hat gesessen. Er hat mich nicht nach meiner Qualifikation gefragt. Ich bin ja für ihn bloß eine dumme Mami.
  • Einem Freund habe ich zum Geburtstag gratuliert, sein Händedruck ist schmerzhaft fest gewesen und hat mir fast die Hand zerquetscht. Was er ganz lustig findet hat mir jetzt tagelang Probleme in der Beweglichkeit meiner Hand und Schmerzen beim Bewegen des kleinen Fingers bereitet. Auch hier habe ich gute Miene zum bösen Spiel gemacht und meine eigenen Bedürfnisse und Empfindungen hinten angestellt.

Positiv werte ich dabei, dass mir solche realen Verletzungen endlich bewußt werden, nicht bloß das dumpfe Gefühl bleibt, “hey, irgendwas passt da nicht, was war das nur?”
Leider fehlt mir noch massiv der Mumm, mich auch gegen solche Verletzungen zur Wehr zu setzen. Verbal. Und sage, was hier nicht in Ordnung ist und warum es mich verletzt.
Meine Freundin Alexandra greift da immer in ihre NLP-Kiste und sagt:

“Bleib bei Dir und sag, was Du fühlst. Du bist ok. Der andere ist in diesem Fall der Trampel.”

Meine Schlussfolgerung: Ich will endlich den Mund aufmachen können und mich selbst wichtiger nehmen als einen eventuellen Verlust einer Freundschaft/des Gesichts/der guten Stimmung und anderer fragwürdiger Werte, die ich noch über mich stelle.


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