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Haikus

haiku #2

Haiku ist eine Gedichtform, die aus Japan stammt. Die Regel heißt: 5-7-5 Silben, die hierzulande dann oft in drei Zeilen angeordnet werden.

Genaueres zum Hintergrund und zu der eigentlichen Kunstform Haiku, die in der japanischen Sprache auch eine kreative Mehrdeutigkeit zulässt, gibt es im lesenswerten Artikel “Haiku” auf der Wikipedia.

Immer (oder zumindest fast immer) ist eine Naturbetrachtung Thema eines Haiku.

haiku #3

Natürlich kann die deutsche Sprache diese Tiefe und Mehrdeutigkeit von japanischen Haikus nicht erreichen.

Mir gefällt aber der spielerische Ansatz, mit dem ich meinen wahrgenommenen Eindrücken dann einen sprachlichen Ausdruck verleihen kann. Der strenge Rahmen der Silbenzahl ist dabei eher beflügelnd als einengend.

Haikus machen Spaß! Probieren Sie es doch auch einmal aus… Ich freu` mich über Ihre Beispiele in den Kommentaren.

Stufen

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and’re, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Herbsttag

Morgennebel
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südliche Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

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Entrümpeln: Bücher
Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

Die sonstigen Möglichkeiten mit Versteigern oder auf Online-Marktplätzen anbieten... das finde ich alles so aufwendig.

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