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Von der Inspiration – Teil 1

Inspiration am Wegesrand 1

Woher kommen denn nun die Ideen? Nun, Inspiration lässt sich nicht so 1:1 beschreiben, denn meistens ist es ein langer Prozess, bei dem viele verschiedene Faktoren eine Rolle spielen… Die gemalten und gezeichneten Bilder sind dann irgendwie die Summe vieler verschiedener Inspirationen – ich will mit diesem und einigen weiteren Artikeln meine hauptsächlichen Quellen beschreiben:

1.) Inspiration am Wegesrand

Mir begegnen zum Beispiel auf Spaziergängen gerne mal Schriftzüge, Logos, Graffiti, Schnörkel oder die verwitterte Vielschichtigkeit von übereinandergetackerten und wieder abgerissenen Plakaten.

Inspiration am Wegesrand 3

Es gibt so vieles am Wegesrand zu entdecken und mit der Zeit habe ich einen reichhaltigen Fundus an Bildern gewonnen. So entwickelt sich natürlich auch eine gewisse Formensprache, einfach, weil man gewisse Formen immer wieder bemerkt und registriert und wenn man aufmerksam und achtsam genug ist, auch bewusst in das eigene Werken integrieren kann.

Wenn ich es schaffe, mache ich hin und wieder einen ganz gezielten *Inspirationsspaziergang*, bei dem ich mit der Kamera in der Hand durch einen Ort gehe und versuche, eine möglichst hohe Anzahl an Bildern *einzusammeln*…

Inspiration am Wegesrand 6

Die einzige Regel dabei ist:

Sobald ich ETWAS bemerke, DAS MICH, aus welchem Grund auch immer, INTERESSIERT, muss ich es fotografieren, und zwar ohne darüber nachzudenken, warum es mich interessiert oder was mich daran anspricht oder warum das jetzt doof sein könnte, wenn ich das fotografiere ;-)

So erhalte ich eine beachtliche Anzahl an Fotos, denen allen gemeinsam ist, dass sie mich irgendwo innendrin bewegt haben. Das ist ein guter Anfang, oder nicht? :mrgreen:

Inspiration am Wegesrand 4


112 Bilder

Ich habe bei Flickr wieder mal eine nette Herausforderung entdeckt. Es sollen 112 Bilder während des Jahres 2012 fotografiert werden (öhm, okay, eins hab ich auch schon… *zwinker*) und weil es genau zwei zeitkritische Themen gibt, schreibe ich heute nochmal darüber.

Denn der eine zeitkritische Termin ist der “Leap Day” – unser diesjähriger Schalttag am übermorgigen 29. Februar. Um ein Bild für diesen Punkt einzureichen muss es einfach nur am 29.02.2012 fotografiert worden sein.

Der andere zeitkritische Termin dauert noch ein bisschen – es ist natürlich der diesjährige Schnapstag, ähm, der Tag mit dem Schnapszahldatum 12.12.12

112:51-winter
Okay, wie funktioniert es?

Man benötigt:

  • Flickr Account
  • Digitalkamera (analog geht natürlich auch, ist aber VIEL umständlicher!)
  • eine Liste der Themen
  • etwas Ellbogenschmalz

So gehts (technisch):

  • der Gruppe “112 pictures in 2012” beitreten
  • ein Bild zu einem jedem Thema fotografieren
  • in den eigenen Fotostream hochladen
  • einen aussagekräftigen Titel vergeben, der vielleicht auch die Nummer des Themas enthält (z.B. “112-1-Me”)
  • optional: taggen
  • dieses Bild zum Gruppenpool hinzufügen und
  • im Menüpunkt “teilen” den HTML/BBCode-Code für die kleine Bildgröße (im Drop-Down-Menü auswählen) kopieren und in den Diskussionsthread des jeweiligen Themas einfügen
  • fertig
  • bzw. an den anderen Diskussionen und Aktivitäten der Gruppe teilnehmen

Was hat man nun davon?

Zum einen ist man Teil einer sehr lebendigen Gemeinschaft oder Gruppe und lernt andere Fotografen weltweit kennen.
Zum anderen sieht man Hunderte von supertollen Bildern – übrigens nicht nur in dieser Gruppe! :shock:
Besonders schön finde ich die Vielfalt der Interpretationsmöglichkeiten, die sich aus den Themen ergeben und die Färbung durch die weltweit verteilten Teilnehmer und Orte.

Es ist eine Einladung für Fotobegeisterte, sich näher mit Flickr zu beschäftigen und sich einer kreativen (und wie ich finde machbaren) Herausforderung zu stellen. Am Ende stehen 112 Fotos, die ein stückweit auch dieses Jahr abbilden.

Ach, man kann es doch einfach probieren! Ist doch kein Beinbruch, wenn man es nicht ganz vollendet… Dabei sein ist alles ;-)

Es ist bestimmt auch kein Hindernis, erst jetzt einzusteigen und mitzumachen, denn a) gibt es zu fast jedem Thema bereits schöne Anregungen zu sehen und b) ist “112 Bilder” nicht so straff und anstrengend wie eine Herausforderung mit einem Bild am Tag… (ich weiß wovon ich rede ;-) )

Hier ist die Liste mit den Themen – und um Übersetzungsfehler oder Beeinflussung zu vermeiden, schreibe ich das Ganze jetzt nicht in Deutsch dahinter. Man kommt ohnehin drauf, was gemeint ist, wenn man sich die Bilder im jeweiligen Thema anschaut:

1. Me (Yourself)
2. Odd One Out
3. Bright & Colourful
4. Bubble(s)
5. Bottom Half
6. Candy or Sweets
7. Rainy Day
8. Gate(way)
9. Afternoon
10. Silver(y)
11. Headwear
12. 12-12-12 (Any shot to be taken on the 12th day of the 12th month of 2012)
13. Achievement
14. Sign
15. Stripes
16. Ball(s) or Sphere(s)
17. Hill(s), Mountain(s) or Slope(s)
18. On The Ground or Floor
19. Music
20. Wild Plant or Flower
21. Cloudy Sky
22. Embellished or Fancy
23. Technology
24. Black & White Portrait
25. Crockery, China or Pottery
26. Narrow Depth of Field
27. Male or Masculine
28. Bell(s)
29. Leap Day (Any shot to be taken on, or relating to 29th February 2012)
30. Pink & Green
31. Liquid
32. Action or Movement
33. Money
34. Smile
35. Spots or Dots
36. Represent the title of a song in your image
37. Feet and/or Footwear
38. Female or Feminine
39. Ring(s)
40. Something beginning with ‘T’
41. Door(way)
42. Feather(s) or Feathered
43. Game
44. Souvenir or Memento
45. Fluffy, furry or hairy
46. Advertisement
47. Five
48. Old
49. Statue or Sculpture
50. Yellow
51. Winter
52. Autumn/Fall
53. Summer
54. Spring
55. Uniform
56. Chocolate
57. Landscape
58. Delicate
59. Abstract
60. Something beginning with ‘G’
61. Window(s)
62. Petal(s)
63. Simple
64. Bottle(s) or Jar(s)
65. Wheel(s)
66. Religion
67. River, Pond or Lake
68. Pale
69. Represent the title of a film in your image
70. Gold(en)
71. Emotion
72. Overhead
73. A Shot in the Dark
74. Backlit
75. Five minutes from home
76. Young or Youth(ful)
77. Shop or Store
78. Hard or Tough
79. Insect or Spider
80. Loud or Noisy
81. Shoot the Shooter (A picture of someone taking a picture)
82. Sharp or Spiky
83. In Your Own Garden/Yard
84. Before & After, in a diptych (two pictures in one frame)
85. Fun
86. Heart
87. Stained Glass
88. Silhouette(s)
89. Field(s) or Meadow(s)
90. Purple
91. Candid
92. Blurred or Bokeh’ed background
93. Reflection(s)
94. Something You Don’t Like
95. Berry or Berries
96. Paper
97. Eye(s)
98. Electric(al)
99. Gift
100. Time
101. Soft
102. Vanishing Point
103. Farm Animal
104. Edge(s)
105. Fog, Mist or Smoke
106. Something in Sepia
107. Calm and Peaceful
108. Leg(s)
109. Ugly
110. Unfinished
111. Christmas
112. Goodbye

Die Links führen zum jeweiligen Themenbeitrag, dort kann man dann sein eigenes Bild (im “kleinen” Format) einfügen. Diese Liste ist auch auf der Startseite der Gruppe zu finden – man muss ein bisschen weiter runterscrollen.

Hier gibt es die Themen auch als klickbares PDF: 112 Bilder in 2012

So, falls jemand mit einsteigt, lasst es mich wissen! :mrgreen:


Punkt 38 von 41

Ja, nun ist er also abgehakt, der Punkt 38 – einen Shop bei Dawanda eröffnen.

Nicht das das besonders schwierig gewesen wäre, das Eröffnen geht sehr schnell, vor allem wenn man hier vor Ort liebe Dawandas hat, die einem mit Rat und Tat und kopierfähigen AGB zur Seite stehen ;-)

Doch nach der Eröffnung stand der Shop erst mal eine ganze Weile leer, denn ein Produkt ist dann doch nicht so leicht erstellt.

Miss Piggy

Zum Glück hilft manchmal der Zufall – diesmal in Form eines superlustigen Fotos, das mir vor wenigen Tagen geglückt ist und zu dem ich sehr schnell erste Anfragen nach einer Postkartenversion hatte…

Da ich ja schon eine Weile Erfahrung mit der Erstellung von Drucksachen habe, war eine Postkarte schnell “gestrickt” und auch gedruckt. Heute wurden die Schweinchen dann druckfrisch geliefert und ich konnte endlich auch den Shop bestücken.

Dort im Dawanda-Shop gibt es also jetzt das Schweinchenmotiv als 10er-Set und auf Anfrage auch in anderen Stückzahlen.

Viel Spaß damit!

2011-07-04


DreiSechsFünf

Die Zeit rast dahin und mein Blog liegt stiefmütterlich behandelt darnieder. Ich weiß gar nicht, warum sich der Alltag derzeit gar so heftig aufplustert…

Ich zeige mal die Wochencollagen aus meiner Aktion “Bild des Tages”…zumindest die letzten drei vom November:

Woche neun:

Woche 09

Woche zehn:

Woche 10

Woche elf:

Woche 11

Wer gerne zeitnah die Bilder des Tages sehen möchte, kann gerne das Album “DreiSechsFünf” bei Flickr besuchen. Dort findet sich am unteren Seitenrand sogar eine Möglichkeit, einen RSS-Feed zu abonnieren.
Hab ich neulich erst entdeckt! :-D


Bild des Tages – eine Zwischenbilanz

Seit ersten Sepember fotografiere ich jeden Tag ein “Bild des Tages”. Inspiration dazu war mir vor allem Chez Larsson, wie ich in diesem Artikel etwas ausführlicher beschrieben habe.

Zwei volle Monate habe ich es bis jetzt durchgehalten.

2010-09-29

Beobachtungen, einige wenige Highlights aus meinem Album und was sonst noch daraus entstanden ist:

  • Ich gehe sehr viel mehr als früher spazieren. Früher (= vor dieser Aktion) hatte ich echt Probleme, mich zum Hinausgehen aufzuraffen. Heute denke ich nur daran, was ich alles Schönes entdecken könnte … und hab schon beinahe die Schuhe an :-)
    Es geht im besten Sinne darum, die Landschaft einzusaugen, mich nicht sattsehen zu können…
  • 2010-09-11 2010-10-27

  • Es ist sehr knifflig, bei trübem oder regnerischem Wetter ein zufriedenstellendes Bild zu fotografieren. Die besten Ergebnisse habe ich dann erzielt, wenn ich mich auf das Wetter eingelassen habe – eine gute Übung, um das anzunehmen, was jetzt gerade ist, auch wenn Sonnenschein natürlich knuffiger und sehr viel leichter wäre.
  • 2010-09-28 2010-09-25

  • Ich habe meine kompakte Kamera buchstäblich besser kennengelernt und auch mit den Automatikprogrammen experimentiert. Habe endlich kapiert, wie klein der Abstand zum Motiv sein darf, damit Makroaufnahmen noch etwas werden und bin an technische Grenzen gestoßen, bei denen ich mir gewünscht hätte, jetzt sofort und per Fingerschnippen eine Spiegelreflexkamera mit sowas vom Teleobjektiv in den Fingern zu haben. Ich habe Grenzen ausgelotet und teilweise überschritten. Auf jeden Fall kenne ich jetzt meine fotografischen Möglichkeiten besser.
  • Es ist ein intensiveres Erleben, wenn ich auf einem Spaziergang buchstäblich die Augen offen halten muss, um ein Motiv aufzustöbern. Automatisch nehme ich meine Umgebung intensiver wahr… sehe Frostnadeln an Rosenblüten und schwarze Katzen auf sonnenbeschienenen Mauern lauern… daran wäre ich früher achtlos vorbeigegangen.
  • 2010-10-22 2010-09-21

  • Dadurch, dass ich so gut wie jeden Tag mein Bild des Tages auf Twitter veröffentliche, bekomme ich auch sehr viel positive Rückmeldung meiner Freunde und Bekannten aus dem Bereich “social media” – und es ist eine großartige Gelegenheit, dort wirklich dabeizubleiben und die Kontakte auch zu halten und zu pflegen. Social eben.
  • Mein Album DreiSechsFünf in Flickr ist mir selbst zu einer Quelle der Freude geworden – eine Sammlung an Erinnerungen und schönen Momenten. Die ich im Bild festhalten konnte, weil ich mich auf den Augenblick eingelassen habe. Persönliche Momente, die ohne diese Aktion mit dem Bild des Tages vielleicht niemals fotografierenswert geworden wären, einfach, weil der Blickwinkel normalerweise eher auf Urlaub und Familienfesten liegt und nicht so sehr auf der Schönheit des Alltags.
  • 2010-09-13 2010-09-09

  • Eine liebe Freundin hat mir zum Geburtstag ein Fotobuch aus den Septemberbildern gemacht *Danke.danke :-) * – und ich muss sagen, das hat nochmal eine ganz eigene Qualität: die Bilder ausgedruckt, in Buchform, auf hochwertigem Papier in den Händen zu halten. Das ist auf jeden Fall ein Ansporn, das mit einem ganzen Jahr voller Bilder zu machen.
  • 2010-10-02 2010-10-03

  • Ich ertappe mich zunehmend dabei, dass ich mir denke: “ach, das hast Du ja schon fotografiert, wie langweilig” – auch wenn ein und dasselbe Motiv an jedem Tag anders aussehen würde, es ist doch ein hartnäckiges inneres Stimmchen, das da meckert. Andererseits ist es auch eine gute Gelegenheit, neue Wege und unbekanntes Terrain zu begehen, zu erforschen und die Komfortzone zu verlassen. Gelegenheit zu Wachstum.
  • Genau das schätze ich besonders daran, wie es sich entwickelt hat: Ein buntes Mosaik meines alltäglichen Lebens sind die Bilder geworden. Ich kann nur jeden ermuntern, ähnliches zu beginnen. Es macht wirklich Spaß!
    2010-09-14 2010-10-13

Probelauf

Heute früh habe ich mich ein bisschen über meine eigene Courage über meinen gestrigen Entschluss erschrocken und mich natürlich -aus Gewohnheit – gefragt: kann ich das überhaupt durchhalten? Habe ich mir mit diesem Projekt nicht zu viel aufgeladen? Macht das alles Sinn?

Daher habe ich mich entschlossen, heute bereits mal einen Probelauf zu starten und einfach mal zu testen, wie leicht oder schwer sich das Fotografieren in den Alltag integrieren lässt.

Dabei merke ich dann schon erste Schwächen im System… die Kamera, eine Lumix DMC-TZ5 ist zwar kompakt, aber in der Hosentasche doch sperrig. Zudem ist die Batterie fast leer. Ich leihe mir also kurzfristig die wesentlich kleinere Kamera meiner Tochter aus.

Dann die Frage: Muss ich wirklich jeden Augenblick dokumentieren? Auch den Blick in meinen Kühlschrank? Vorerst ja, weil es ja heute darum geht, ein Gefühl für den Aufwand zu bekommen.

Da ich mich erst heute früh für diesen Probelauf entschieden habe, fehlt natürlich schon mal der Teil mit dem Bad… von daher ist es also wirklich auch wichtig, eine kleine, mitnehmbare Kamera zu haben und sie wirklich auch abends mit ins Bett zu nehmen (*glucks*)

Witzigerweise war *das hier* der erste Artikel, den ich im Reader heute früh aufgemacht habe – und das ist ja wohl ein gutes, bestärkendes Zeichen:

stop gathering. start making

  • Zitat (sinngemäß):

“Genug Inspiration und Information gesammelt. An irgendeinem Punkt – vorzugsweise JETZT – ist es Zeit den Hintern hinzusetzen und etwas zu machen.”

Und wenn es bei dem Probelauf bleibt, dann heißt das Projekt eben “Ein Tag in meinem Leben” – ich habe beschlossen, es zu versuchen und mitzumachen, aber ich werde mir auf keinen Fall irgendeinen Druck machen.


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