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Fünf Elemente für den Alltag

Gerade ist das Buch von Daniela Herzberg erschienen und ich habe es bereits gelesen und bin sehr begeistert.

Gesund und vital mit den Fünf Elementen. Das grosse Praxisbuch

Amazon hat im Moment noch gar kein Titelbild, das wird sich hoffentlich noch ändern. Einstweilen ein Foto von meinem Exemplar:

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Hier meine ausführliche Meinung zu dem Buch:

Fünf-Elemente für den Alltag

Bisher waren die Fünf Elemente immer gut versteckt zwischen den Buchdeckeln einzelner Kategorien. Am ehesten konnte man noch in der 5-Elemente-Küche fündig werden, dort gibt es sehr gute Bücher zum Kochen nach den 5 Elementen. Wer wie ich von der Richtung des Feng Shui zur Lehre der Fünf Elemente gekommen ist, hat hier Informationen bisher nur in sehr allgemeiner Form in Feng Shui Büchern gefunden. Dann gibt es noch eine unüberschaubar große Zahl an Büchern zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und spätestens hier leidet die Alltagstauglichkeit dieser wunderbaren Philosophie – man kann sich eben nicht einfach mal schnell zum TCM-Therapeuten ausbilden, nur um in den Segen dieser Lebensanschauung zu gelangen.

Dieses Buch ist eine wunderbare Hilfe, um die Weisheit, die in der taoistischen Philosophie der Fünf Elemente-Lehre steckt, in den eigenen Alltag zu integrieren. Es wird ein kompetenter Einstieg in die grundsätzlichen Zusammenhänge gegeben und der Leser erfährt zahllose alltagstaugliche und umsetzbare Beispiele.

Das erste Kapitel erklärt die grundsätzlichen Eigenschaften der Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die in der östlichen Philosophie ja vor allem eine Metapher oder ein Symbol für weit reichende Energie- und Lebens-Qualitäten sind.

Die Philosophie der Wandlungsphasen, wie die Fünf-Elemente-Lehre auch genannt wird, beschreibt Zusammenhänge und dynamische Prozesse, die in der Natur ablaufen. Dazu gehören neben dem Lauf der Jahreszeiten auch geistige und seelische Entsprechungen, Gefühle, Emotionen und natürlich auch ein komplexes Körperbild, in dem Organsysteme und Organfunktionskreise zu den einzelnen Elementen zugeordnet werden. Wer sich selbst aufmerksam beobachtet, findet hier ein interessantes Feld für Selbsterkenntnis.

Im zweiten Kapitel können sich Leser und Leserin dann selbst überprüfen: Bin ich eher Yin oder Yang? Zu welchem der Elemente kann ich mich zuordnen? Bin ich eher ein Mischtyp? Ist eines der Elemente in meinem Körper im Ungleichgewicht? Mit Hilfe dieser Testergebnisse lassen sich dann Tipps der folgenden Kapitel umsetzen.

Das dritte Kapitel ist eine sehr anschauliche Einführung in die Prinzipien der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Hier kann man wirklich einige Zusammenhänge ganzheitlich betrachten und mir sind beim Lesen „einige Lichter aufgegangen“. Ergänzt wird das Kapitel mit Ausführungen zu den Fünf Säulen der Gesundheit: Akupunktur, Kräuterheilkunde, Ernährung, Akupressur und Qui Gong/ Tai Chi/ Meditation).

Sehr interessant ist das vierte Kapitel: Sexualität und die Fünf Elemente. Spätestens hier wird klar, dass das Buch ein sehr ungewöhnlicher Ratgeber ist. In diesem Kapitel wird der ein oder andere Leser/Leserin wohl auch mit eigenen Grenzen und Tabus konfrontiert werden. Auch hier finde ich vor allem beeindruckend, auf wie vielen verschiedenen Wegen man sich dem Ziel einer „strahlenden Gesundheit“ nähern kann.

Das fünfte Kapitel beschreibt allgemein förderliche Körper-, Atem- und Meditationsübungen und im sechsten Kapitel sind dann weitere Tipps und Tricks zur Stärkung der einzelnen Elemente aufgeführt. Das erstreckt sich nicht nur auf spezielle Elemente-Körperübungen, sondern beinhaltet auch Ernährungstipps und weitere Möglichkeiten, ein Element zu stärken, das sich im Ungleichgewicht befindet.

Einen wertvollen Abschluss bildet das siebte Kapitel, in dem nochmals ein Bogen zu den jahreszeitlichen Entsprechungen gespannt wird: Es beinhaltet ein 12-Monats-Programm „Gesund und fit durchs ganze Jahr“ – Hier können Sie sich ein Motto für jeden Monat herauspicken und gezielt die dann besonders aktiven Elemente fördern.

Witzigerweise startet das Jahresprogramm mit dem Monat Februar – lässt also auch hier seinen Bezug zur chinesischen Tradition erkennen, dort ist „Neujahr“ bekanntlich Anfang Februar.
Die einzelnen Themen sind: Februar: Frühjahrsputz für die Leber, März: Vertrauen in die eigene Intuition, April: Der gesunde Start in den Tag, Mai: Mehr Zeit für mich, Juni: Freude im Herzen wecken, Juli: Ordnung von außen und innen, August: Die heilende Bauchmassage, September: Das Atem-Qi lenken, Oktober: Über den eigenen Schatten springen, November: Die Lebenskraft schützen und bewahren, Dezember: Etwas Warmes braucht der Mensch und (abschließend) Januar: Stärkung durch die heilenden Laute.

Wer sich auf Entdeckungsreise im “Land” der Fünf Elemente befindet, wird eine Lebensweise finden, die uns westliche Zivilisationsmenschen wieder näher an die Zyklen und Rhythmen der Natur bringt. Dieses Buch ist bestens dazu geeignet, mehr Lebensqualität in den Alltag zu bringen.


Mohrrüben-Gemüse

Als Kind habe ich die immer und ewig gleichen gekochten Mohrrüben gehasst. Dieser ewig gleiche Geschmack nach in Butter gedünsteten Karotten war nix für mich. Worst Case war die Kombination mit Erbsen.
Heute habe ich mir ein Karottengemüse nach den 5 Elementen gekocht:

Vorbereitung:

  • Karotten in die gewünschte Größe schnippeln
  • Zwiebeln in Würfelchen schneiden

Dann geht es los:

  • Eine trockene Pfanne erhitzen (F) – nicht überhitzen, die Pfanne soll nur warm sein wenn das Öl hineinkommt.
  • etwas Öl hineingießen (E)
  • die Karottenstücke im Öl anbraten (E)
  • die Zwiebeln dazugeben (M) – wenn sie glasig sind, sind sie Erdelement (E)
  • deswegen noch etwas Pfeffer (M), um im Kreis herum nichts zu überspringen…
  • Salz - gutes natürliches Steinsalz! (W)
  • ein Glas Wasser (W), dann werden die Karotten schneller weich
  • ein Spritzer Zitronensaft (H)
  • Kurkuma, nur eine Prise (F)
  • eventuell nochmal zurück ins Holzelement mit Petersilie (H) oder einem weiteren Spritzer Zitronensaft (H)
  • alles bei geschlossenem Deckel bis zur gewünschten Bißfestigkeit garen.

Dieses Karottengemüse hat mir geschmeckt. Das ist weit entfernt von eingedosten orangefarbenen Zelluloseklumpen.

Und bei so einem Gemüseteller, der alle Elemente enthält, dürfen die Beilagen dann ruhig Pommes und Leberkäse sein. Dazu gab es noch einen richtig leckeren Feldsalat (auch: Schafmäulchen, Rapunzel).

Ich finde die Idee ganz prima, einmal am Tag einen “Fünf-Elemente-Teller” zu essen. Wenn im Essen alle Geschmacksrichtungen drin sind, ist erstaunlicherweise auch der Heißhunger auf Süßes nach der Mahlzeit nicht vorhanden. (Der eine oder andere kennt diese Sucht nach dem Dessert vielleicht auch…)


Zeit für einen Ölwechsel

Welches Öl benutzen Sie zum Kochen? Welches Fett essen Sie?

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Fette und Öle sind lebenswichtige Bausteine, die unser Körper für einen funktionierenden Stoffwechsel benötigt. Beinahe jeder hat schon von essentiellen und ungesättigten Fettsäuren gehört. Diese sind nur in naturbelassenen und kaltgepressten Ölen drin. Fett und Öl, das über 42°C erwärmt wird, beginnt, sich chemisch zu verändern.
In der Nahrungsmittelindustrie werden Speise-Öle in etwa so hergestellt: Die Rohstoffe (Samen und Nüsse) werden auf Temperaturen von 80 bis 120°C erhitzt. Dadurch wird die Molekularstruktur entscheidend verändert zerstört. Die warme Saat wird gepresst, um möglichst viel Öl aus den Rohstoffen heraus zu quetschen. Dann wird aus dem nach der Pressung verbleibenden Presskuchen das letzte bisschen Öl mithilfe von Lösungsmitteln ausgewaschen. Ziel ist die maximale Ausbeute an Öl aus dem Pflanzen-Rohstoff.

Jetzt folgt die Raffination: Entschleimung, Neutralisierung, Bleichung, Desodorierung, Filtration, Wiedereinfärbung und Abfüllung. Die sekundären Pflanzenstoffe und Vitamine gehen auf diesem industriellen Weg größtenteils verloren.

Solche Fette und Öle sind für den Organismus wertlos.

“Schlechtes” Fett kann nur unter großen Schwierigkeiten verstoffwechselt werden und verbleibt im Körper. Die berühmte Cellulite entsteht unter anderem durch solche Ablagerungen im Zellzwischenraum. Dazu kommen dann noch Schlacken und andere Depots mit Abfallprodukten eines überforderten Stoffwechsels.

Ich denke, es ist essentiell wichtig, wieder verstärkt gutes, kaltgepresstes Öl zu verwenden (bitte nicht erhitzen!) – das gibt dem Körper die Chance, seine Depots aus “schlechtem Fett” langsam wieder aufzulösen.

Kaltgepresstes Öl kann leicht über den Salat gegossen werden oder auch hinterher über das noch warme fertige Essen geträufelt werden. So muss es nicht mitgekocht werden.

So schlecht ist übrigens unsere Butter in dieser Hinsicht nicht: sie ist zumindest nicht erhitzt.

Und zum Thema “das ist ja alles so teures Öl“: Ich habe mal bei ölscheich24 recherchiert, welches Motoren-Öl mein Auto brauchen würde: TITAN Supersyn ECOFLEX – SAE 5W-30. Da kostet der Liter 15,10 €. Probieren Sie es aus, es gibt dort einen Ölfinder, geben Sie die Marke Ihres Autos ein und schauen Sie, was das Öl für Ihr Auto kosten würde..

Diesen Betrag kann ich doch leicht für das Öl ausgeben, das ich in in meinen Körper fülle, oder?

Foto: mattmaxx – pixelquelle 


Aromatische Kürbissuppe

Noch ist Kürbiszeit und ich hatte noch so ein Hokkaido-Exemplar zuhause liegen.

So geht es:

  • Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und mitsamt der Schale kleinschneiden.
  • Eine Zwiebel (schälen und) würfeln.
  • Ein etwa daumengroßes Stück Ingwer schälen und ebenfalls würfeln und
  • beides im Kochtopf in Butter andünsten.
  • Jetzt die Kürbis-Stücke mit andünsten.
  • Mit kochendem Wasser (Wasserkocher) aufgießen und zusammen weich kochen, das dauert etwa 20 Minuten. Dann mit dem “Zauberstab” (ESGE) pürieren. Ich liebe dieses Gerät, weil es am unteren Ende komplett aus Edelstahl ist und somit auch in kochenden Flüssigkeiten benutzt werden kann.
  • Einen Schuss gutes Öl zugeben.
  • Jetzt kommen die Gewürze dazu, die ich nicht mehr mitkoche, sondern nur in der heißen Suppe ziehen lasse: Rosenpaprika, Pfeffer, Oregano, Thymian, Rosmarin, Salz und Zitronensaft. Ich habe eine ganze Zitrone genommen. Die Suppe ist sehr aromatisch geworden.

Weil ich die Zitrone als letztes zugegeben habe, endet der Kochzyklus im Holzelement. Damit ist die Suppe quasi “adressiert” – es sind alle Elemente enthalten und sie stärkt besonders das zuletzt zugegebene Holzelement.

Also, das war mit Abstand die leckerste Suppe, die ich diesen Herbst gezaubert habe.


Ganz in meinem Element

Ganz in meinem Element. Die Kraft der Persönlichkeit in den Fünf Elementen entdecken
Im Feng Shui dreht sich ja vieles alles um die Frage, welchem Element man selbst zugeordnet wird. Darauf gründen sich die ganzen folgenden Maßnahmen, die auf das förderliche Element nach den Wandlungsphasen setzen.

Wer sich mit dieser Lehre näher beschäftigt, wird zwangsläufig auf Widersprüche in der Zuordnung zum persönlichen Element stoßen. Es gibt nicht nur die verschiedenen Feng Shui-Schulen, die das unterschiedlich handhaben – nein, zu allem Überfluss stößt man unweigerlich auch auf die Lehren der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und damit auch auf die Ernährung nach den Fünf Elementen.

Zusätzlich kann man sich noch die verschiedensten psychologischen und astrologischen Richtungen in der Elementelehre aussuchen. Die Schwierigkeit ist, dass jedem der Fünf Elemente so unglaublich viele Entsprechungen auf allen Ebenen des Daseins zugeordnet werden – da kann man schon den Überblick verlieren. Jetzt wird es erst richtig kompliziert.

Auf der Suche, welches Element ich denn nun eigentlich bin, habe ich mich durch die verschiedensten Bücher und Methoden gearbeitet und einige viele Tests gemacht. Ich habe auch mehrere Testpersonen nach diesen Facetten analysiert und bin fast verzweifelt. Je nach Blickrichtung war ein eindeutiger “Erd-Mensch” plötzlich dem Holz zugehörig und ein nach Feng-Shui eindeutiger “Metall-Mensch” war plötzlich Feuer. Mich hat auch die Frage getrieben, wie es denn eigentlich sein kann, dass alle Menschen eines Jahrgangs einem einzigen Element zugeordnet werden können – wo bleibt denn da die Vielfalt? Wo bleibt die Persönlichkeit?
Darüberhinaus geht es ja in der östlichen Weisheit immer um die Harmonie der Elemente. Es soll ja ein Fließen der Fünf Elemente erreicht werden, also sind immer alle Elemente erforderlich.

Wer sich ein wenig in die TCM einliest und das geht ganz leicht, wenn man sich für die Ernährung nach den Fünf Elementen interessiert, der stößt irgendwann auf die Tatsache, dass es ein “angespanntes Holzelement” und eine “Yin-Fülle” und “trockene Hitze” und “Feuchtigkeit” gibt – und noch verwirrend viel mehr.
So. Und was mache ich jetzt?

Immer dann, wenn es um die Persönlichkeit und um den Menschen selbst geht, nehme ich einen Test, der das momentane Zustandsbild nach den Fünf Elementen abbildet. Jetzt fällt die Interaktion mit der Wohnung zunächst mal weg und es geht um das Gleichgewicht der Elemente im Menschen selbst.
Jetzt sind zum Beispiel die Zuordnungen der Elemente zu verschiedenen Symptomen oder eben auch Tests über die Persönlichkeit hilfreich, weil sie helfen ein Ungleichgewicht im Körper oder in der Seele zu erkennen. Hier kann ich mit Hilfe der Nahrung oder mit Hilfe von Aktivitäten ganz gezielt in das Ungleichgewicht regulierend eingreifen.

Beispiel: Atemübungen werden dem Metall-Element zugeordnet. Metall ist das Sinnbild für Struktur. Nichts ist strukturierter und geordneter als die Atmung. Auch Musik und Mathematik gehören meiner Meinung nach zum Metall-Element.

Weiteres Beispiel: Der saure Geschmack (Zitronen etc.) wird dem Holz zugeordnet. Er hilft, die Leber (ebenfalls dem Holz zugeordnet) zu entspannen. Ob man eine angespannte Leber oder ein angespanntes Holzelement hat, sieht man häufig an einem emotionalen Ungleichgewicht: man ist möglicherweise aggressiv, reizbar oder jähzornig. Hier kann mit der Ernährung nach den Fünf Elementen viel ausgeglichen werden. Schon der Volksmund kennt die Redensart: “Sauer macht lustig.”

Das ist die Faszination an den Fünf Elementen. Es ergibt eine höhere Ordnung und man erhält Einblicke in die Zusammenhänge des Lebens, wenn man sich mit dieser sehr ausgereiften Lehre beschäftigt. Es passt einfach so gut.

Welches Element bin ich denn nun? Was nehme ich? Woran orientiere ich mich? Die Antwort sieht vielleicht so aus:

  • Im Feng-Shui wird die Zuordnung nach den Geburtsjahren vorgenommen. Alle Menschen eines Jahrgangs haben dann das gleiche Geburtselement. Auch wenn das eine sehr sehr grobe Einteilung ist – für die Feng-Shui Maßnahmen passt diese Einteilung. Hier geht es um die Interaktion des Menschen mit seiner Wohnung. Metall-Menschen sollen Erde-Farben zur Förderung ihrer Energie einsetzen. Nur als Beispiel. Ich nehme nach wie vor mein Geburtselement – wenn es z.B. um die Beziehungen zwischen mir und meiner Wohnung geht. Dazu gehört beispielsweise schon nicht mehr die Auswahl der Kleidungsfarben.
  • Dann gibt es für mich den auf den Menschen allein (ohne Wohnung) bezogenen Aspekt, der emotionale Anteile enthält, sprich die psychologische Persönlichkeit und eventuell auch körperliche Krankheitsbilder beinhaltet. Hier gibt es nur ein eventuelles Ungleichgewicht – es müssen alle Elemente enthalten sein, ich kann nur versuchen, eine eventuelle Disharmonie auszugleichen.
    Hier ist der Rat eines Fachmanns empfehlenswert – Bei Krankheiten ein Mediziner, der sich mit Traditioneller chinesischer Medizin auskennt und bei Ernährungsfragen ein Fünf-Elemente-Ernährungsberater.

Ganz in meinem Element. Die Kraft der Persönlichkeit in den Fünf Elementen entdeckenWer jedoch gerne in den Spiegel seiner Seele blickt und Vergnügen an Typologien hat, die den Menschen in verschiedene Klassifizierungen (hier eben die 5 Elemente) einteilen, dem sei das oben abgebildete Buch ans Herz gelegt. Es beinhaltet einen Test, um herauszufinden, welchem Persönlichkeitstyp man zuzuordnen ist und behandelt also mehr den psychologischen Aspekt der Fünf-Elemente-Lehre.

Ich halte übrigens die Zuordnung zu verschiedenen Klassifizierungen schon für hilfreich – es beinhaltet ja immer einen Lösungsansatz… Auch ein Choleriker muss versuchen, ruhiger zu werden und sich zu entspannen und der Abenteurer handelt so ganz gegen sein Holz-Element, wenn er die Freiheit und das Abenteuer nicht auslebt.

Viel Vergnügen bei eigenen Entdeckungsreisen im Universum der Fünf Elemente!


Nach Myrtillus kommt jetzt diese Woche die Perlhirse

Schon wieder so ein Gesundheits-Artikel in unserer (kostenlosen, weil der Zeitung beigelegten) Fernseh-Zeitschrift.

Offensichtlich wird die Verbreitung dieses Magazins durch die Anzeigenwerbung finanziert.

Es ist immer das gleiche haarsträubende Muster, in dem die Artikel geschrieben sind:

  • Aufmacher/ Titel: – diesmal: “Perlhirse, das kräftigste Haarwuchsmittel der Welt”.
  • Schlagzeile: “Tests ergaben, dass Perl-Hirse die Haare noch besser als z.B. Süßgras wachsen lässt.” – sehr geschickter Schachzug, hier wird Bezug genommen auf frühere Anzeigenserien, in denen das Süßgras angepriesen wurde.
  • Wissenschaftlicher Bezug: Hier ist es der Lobpreis auf das Süßgras als ultimativem Haarwuchsmittel (diese “Tatsache” wurde übrigens vor allem durch frühere Anzeigenkampagnen zu den Süßgras-Kapseln erzeugt und ist durch die wiederkehrende Präsenz in den Druckerzeugnissen der Yellow Press in den Köpfen der Leser als Fakt verankert).
  • Neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Diesmal ist es Prof. John Clark, Dermatologe von der Uni Los Angeles. “Uni Los Angeles” ist eine stark vereinfachende Bezeichnung. Wer in Google nach dieser Uni sucht, findet entweder die California State University, Los Angeles oder die University of California. Erstere hat keine medizinische Fakultät, wie ein Blick auf die Karte des Campus offenbart. Letztere hat eine Medizinische Fakultät und sogar eine Dermatologische Abteilung. Und hier finden sich auch die Namen der dortigen Ärzte, des Chefarztes und des Oberarztes. Ein Professor John Clark ist nicht darunter. Hach, wer hätte das gedacht?
  • Dann der sachliche Teil zu der Pflanze. Inhaltsstoffe, Herkunft, Name, Familie, Artnamen. Die Perlhirse gibt es tatsächlich. Auch die Angaben zu den Inhaltsstoffen sind sicherlich richtig. Ich denke, durch diese Aufzählung von naturwissenschaftlichen Fakten wird der Eindruck erweckt, es handelt sich hier um reale neue Forschungen. Oder zumindest um hoch wissenschaftliche Informationen. Diese Informationen sind jedoch in jedem Lexikon zu finden.
  • Witzig ist auch der Vergleich der Bilder. Das was in der Fernsehzeitschrift abgebildet ist, sieht aus, wie die Kolbenhirse, die als Wellensittichfutter verkauft wird. Ich weiß nicht, wie die Pflanze auf dem obigen Bild heißt, denn selbst Kolbenhirse sieht nicht so aus. Perlhirse sieht jedenfalls laut Wikipedia SO aus.
  • Jetzt kommt der Hinweis auf die sensationelle neue und “bislang nicht gekannte” (Zitat Ende) Wirksamkeit der Pflanze. Es ist von hormonellem Ungleichgewicht die Rede. Sicherlich eine der Hauptursachen für Haarausfall. Ich bezweifle, dass ausgerechnet Perlhirse dieses Ungleichgewicht im Hormonhaushalt beheben kann.
    • Und zum Schluss der obligatorische “Hinweis für Verbraucher“, dass Perlhirse leider nicht im Bioladen oder Supermarkt erhältlich ist, aber jeder Apotheker gleich mehrere Hersteller von hochwirksamen Perlhirse-Extrakt-Kapseln im Computer finden würde.
      Grmmpf! Das ist der Punkt, an dem mir der Kamm schwillt.

    Ich glaube schon, dass Perlhirse einen hohen Gehalt an Kieselsäure hat und diese sorgt für schönere Nägel, Haut und Haar. Ich glaube auch, dass es sicherlich gesund ist, Hirse oder auch Perlhirse zu essen. Die Nutzpflanze ist sehr robust und trockenheitsbeständig, daher dient sie in Afrika und Asien als ein Hauptnahrungsmittel.
    Meine Folgerung würde diesmal lauten: Um die Inhaltsstoffe der Hirse zu nutzen, wäre es in jedem Fall angebracht, Hirse überhaupt erst einmal als Nahrungsmittel in den Speiseplan aufzunehmen. Hirse gibt es in (fast) jedem Supermarkt. Es gibt auch Hirseflocken, die man ins Müsli mischen kann.

    Hirse, selbst wenn es nicht die Perlhirse ist, hat in jedem Fall tolle Inhaltsstoffe, die unseren Weizenmehl-dominierten Alltag in jedem Fall bereichern würde.

    Was mir besonders sauer aufstößt, ist wie in diesen Anzeigenserien mit den Mitteln der Sprache ein Meinungsbild in der Bevölkerung aufgebaut wird. Ganz gezielt wird hier (meiner Meinung nach) auf den vielleicht nicht so hohen Bildungsstand der Zielgruppe spekuliert, die sich durch eine gewisse Pseudo-Wissenschaftlichkeit schnell beeindrucken lässt. Und in der Folge dann zum Apotheker rennt, weil ja bereits im Artikel diese Handlung vorgeschlagen wird.

    So wird “Selber denken” unnötig und die Kassen der Kapselhersteller klingeln.

    Ich prangere vor allem die Art und Weise an, die den normalen Bürger hinters Licht führen soll.


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