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DECT und der Elektrosmog

Ich habe mir ein ganz klassisches, einfaches Telefon gekauft, das nur über ein Kabel mit dem Telefonnetz verbunden wird. Das ist schon mal ungewohnt: Kein zusätzliches Netzgerät, keine Basisstation, auch der Hörer hängt wie in alten Zeiten mit einem Kabel am Gerät. Zurück in die “Steinzeit” der Telefonie?
Der Hauptgrund für diese Aktion ist die Reduzierung der Belastung durch Elektrosmog. Das ist ein weites Feld und ich habe mir den winzigen Bereich “DECT-gepulste Strahlung” herausgesucht.
Mobile Telefone sind sehr bequem, doch die Übertragung per Funk an die Basisstationen ist leider nicht auf die Zeit des Gesprächs beschränkt, sondern findet dauernd statt.
Um nun wenigstens diese Belastung zu vermindern, habe ich wieder auf ein ganz einfaches, schnurgebundenes Telefon umgestellt und das andere (mobile) Telefon in unserem Haushalt wird mit seiner Basisstation an die Steckdosenleiste angestöpselt, die abends meine komplette Büroelektronik per Schalter vom Stromnetz trennt.
Also habe ich zumindest für die Nacht nun keine funkende Basisstation mehr.
Dieser erste Minischritt kann natürlich dann noch ergänzt und verfeinert werden. Es soll mobile Telefone geben, die nicht nach dem DECT-Standard arbeiten. Da hat mir für den Moment noch die Recherche-Zeit gefehlt. Und ich bin auch gespannt, wie oft es mir noch passieren wird, dass ich mit meinem neuen Schnur-Telefon wieder irgendwohin laufen möchte und es dann herunterfällt. Da werde ich mir wohl noch einen bequemen Telefonsessel besorgen und mir eine große Portion “Multi-Tasking” beim Telefonieren abgewöhnen müssen.
Besser schlafen
Wochenlang plage ich mich schon mit schlechtem Schlaf herum. Wirbelsäulenbeschwerden schon beim Aufwachen. Verspannungen, steife Gelenke.
Am Freitag abend habe ich im Wohnzimmer die Stereoanlage ausgesteckt. Sie lief immer auf Standby und wurde nur seltenst benutzt.
Dann ist mir aufgefallen, dass diese genau unter meinem Bett – nur eben ein Stockwerk tiefer plaziert ist!
Gestern habe ich noch den Funkwecker vom Nachttisch verbannt und mein Schlaf war dieses Wochenende wirklich erholsamer – vor allem das Aufwachen. Fraglich, ob dieses kleine Ding nur mit seinem Empfänger und mit seiner Batterie wirklich so störend ist, aber oft macht es ja bereits die Vorstellung, dass es störend sein könnte…
Im Fall der Stereoanlage sieht das schon anders aus: Wenn da im Standby-Betrieb ständig Wechselstrom am Transformator anliegt, dann habe ich ein ständig wechselndes Magnetfeld und je nach Größe des Transformators kann das ja auch weitreichend ausgedehnt sein und sich eben nicht nur auf die paar Zentimeter beschränken, die ein normales Stromkabel üblicherweise umgeben.
Meine Empfehlung: Solche Standby-Quellen in der Wohnung aufspüren und konsequent eliminieren: Ausstecken, ausschalten, Gerät an eine ausschaltbare Steckdosenleiste dranhängen.
Ein Netzfreischalter wäre natürlich das Optimum, Ausstecken oder eine schaltbare Steckdose ist erst mal eine gute Alternative. Das empfiehlt sich ja schon allein wegen der versteckten Stromkosten, von den Nebeneffekten auf die Gesundheit noch gar nicht zu sprechen…!
