Artikel-Schlagworte: „Dokumentation“

Wenn Flieger hinter Fliegern fliegen…

…fliegen Flieger Fliegern nach. (in Abwandlung eines bekannten Schüttelreims oder Zungenbrechers)

#weekinthelife-day4-2010-04-22

Heute früh habe ich schon ein ganzes Bündel voller Himmelsfotos gemacht, offensichtlich ist heute ein gutes Wetter für Kondensstreifen. Oder es fällt einfach auf, dass das Flugverbot vorbei ist. Jedenfalls bot sich das Thema geradezu an – auch in der Zeitung ist es die Titelstory von heute.

Heute ist Tag vier meines “#ewiml“-Projektes und ich hätte eigentlich aus meiner Erfahrung mit solchen Projekten heraus erwartet, dass meine Begeisterungskurve nachlässt und die Aufmerksamkeitsspanne vorbei ist.

Das Neue, das Prickelnde an einem Projekt ist ja spätestens nach 72 Stunden verflogen – genauso wie üblicherweise eine gute Idee – und dann beginnt der Teil mit dem Sitzfleisch, der mir nicht besonders leicht fällt.

Auch Barbara Sher schreibt in ihrem Buch Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast, dass die Spezies der Scanner eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat und wie die Biene an einer Blüte nur solange verweilt, bis sie ihren Nektar hat und dann weiter fliegt.

Diese Fotodokumentation meiner Woche beinhaltet wohl genügend “Nektar” für mich, um noch zu verweilen. :-)

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Tag 3 – Eine Woche…

Variante 1 meiner täglichen Fotocolllage:

#weekinthelife-day3-2010-04-21 -I

… und hier ist eine Variante mit etwas mehr Orange. Einige Lieblingsbilder sind gleich geblieben :-)

#weekinthelife-day3-2010-04-21 -II

Welche gefällt Euch besser?


Tag 2 – Eine Woche…

Ich fotografiere zu viel. Aber es macht riesigen Spaß. Niemand sollte sich entmutigen lassen, weil er oder sie *weniger* fotografiert. Hier ist meine Collage, die meinen Morgen zusammenfasst:

#weekinthelife-day2-2010-04-20

Ich entdecke gerade sehr, sehr hübsche Dinge im Alltäglichen und nur, weil mir regelmäßig der Zeigefinger am Auslöser meiner Kamera festklebt, heißt das nicht, dass jemand anderer nicht auch diese Gabe hätte, die Poesie im Alltag zu sehen.

love

Es ist ein neues Sehen.
Das nehme ich auf jeden Fall aus diesem Projekt mit.
Mehr Achtsamkeit.


Tag 1 – Eine Woche…

#weekinthelife-day1-2010-04-19

Heute ist Tag eins. Ich habe gerade einige der Bilder hochgeladen und eine schnelle Collage gemacht. Wie auch schon bei meinem Probelauf am Freitag habe ich einige überraschende Tagesansichten entdeckt, Alltägliches, das ich *sonst* nie im Leben fotografieren würde.

Besonders gut gefällt mir, was Ali Edwards heute zum Projektstart geschrieben hat:

Wähend es Mut braucht, Großartiges zu erreichen, braucht es noch mehr Mut, um Erfüllung im Gewöhnlichen zu finden.

Marilyn Thomsen


Probelauf

Heute früh habe ich mich ein bisschen über meine eigene Courage über meinen gestrigen Entschluss erschrocken und mich natürlich -aus Gewohnheit – gefragt: kann ich das überhaupt durchhalten? Habe ich mir mit diesem Projekt nicht zu viel aufgeladen? Macht das alles Sinn?

Daher habe ich mich entschlossen, heute bereits mal einen Probelauf zu starten und einfach mal zu testen, wie leicht oder schwer sich das Fotografieren in den Alltag integrieren lässt.

Dabei merke ich dann schon erste Schwächen im System… die Kamera, eine Lumix DMC-TZ5 ist zwar kompakt, aber in der Hosentasche doch sperrig. Zudem ist die Batterie fast leer. Ich leihe mir also kurzfristig die wesentlich kleinere Kamera meiner Tochter aus.

Dann die Frage: Muss ich wirklich jeden Augenblick dokumentieren? Auch den Blick in meinen Kühlschrank? Vorerst ja, weil es ja heute darum geht, ein Gefühl für den Aufwand zu bekommen.

Da ich mich erst heute früh für diesen Probelauf entschieden habe, fehlt natürlich schon mal der Teil mit dem Bad… von daher ist es also wirklich auch wichtig, eine kleine, mitnehmbare Kamera zu haben und sie wirklich auch abends mit ins Bett zu nehmen (*glucks*)

Witzigerweise war *das hier* der erste Artikel, den ich im Reader heute früh aufgemacht habe – und das ist ja wohl ein gutes, bestärkendes Zeichen:

stop gathering. start making

  • Zitat (sinngemäß):

“Genug Inspiration und Information gesammelt. An irgendeinem Punkt – vorzugsweise JETZT – ist es Zeit den Hintern hinzusetzen und etwas zu machen.”

Und wenn es bei dem Probelauf bleibt, dann heißt das Projekt eben “Ein Tag in meinem Leben” – ich habe beschlossen, es zu versuchen und mitzumachen, aber ich werde mir auf keinen Fall irgendeinen Druck machen.


Eine Woche in Deinem Leben

Eine Woche in Deinem Leben – ein kreatives Dokumentationsprojekt

Reflektionen

Ich lese in meinem Reader schon länger von Ali Edwards Dokumentations-Projekt: Dokumentiere eine Woche in Deinem Leben. Mit Fotos, Notizen, Geschichten, Schnipseln und so weiter. Ein kreatives Abenteuer.
Es braucht kaum mehr als eine Kamera und ein bisschen Willen, es durchzuziehen.

Ali Edwards hat schon vor ein paar Wochen damit begonnen, vorbereitende Artikel zu schreiben, die einem den Einstieg in so eine kreative Wochendokumentation erleichtern sollen. Bisher habe ich es ja immer wieder ausgeblendet, doch nun steht der Countdown bei 4 Tagen und am Montag geht es los und mir sitzt diese Idee hartnäckig im Kopf…

Worum geht es also?

OK, man dokumentiert eine Woche lang seinen Tag, von morgens bis abends fotografisch, schreibend, sammelnd… Am Ende des Tages oder der Woche wird ein kleines Album erstellt und voilá, “Eine Woche in Deinem Leben” – zum Nachblättern und Erinnern.

Natürlich gibt es hier in Deutschland nicht die tollen unterteilten Fotohüllen, die in dem Artikel zu sehen sind und die man in Amerika bekommen kann, aber es gäbe Sammelhüllen für Visitenkarten, das kommt der Idee schon ziemlich nahe. Eine weitere Variante könnte sein, nicht die Fotos auszudrucken, sondern die Schnipsel, die “Ephemera” und die Notizen einzuscannen und daraus dann ein Fotobuch zu produzieren… Über die endgültige Form kann man sich ja noch Gedanken machen, primär geht es ja erst einmal darum, sich eventuell zu entscheiden, mitzumachen und die Sammlung der Erlebnisse zu beginnen.

Was mich dabei ziemlich angestupst hat ist der zu erwartende Effekt: Manche denken vielleicht, “Mein Leben ist langweilig” oder “Ich mache eh´ jeden Tag das Gleiche” oder “Was hab ich schon zu erzählen?”aber man lernt IMMER etwas über sich.

Natürlich, es ist eine Verpflichtung. Auch noch eine zusätzliche… und vielleicht eine unnötige… die Tage sind ohnehin schon vollgestopft – und jetzt auch noch so ein Projekt?

Wenn ich so eine tolle Idee irgendwo finde, denke ich mir meistens:

“Oh, tolle Idee, will ich auch irgendwann mal machen…
irgendwann dokumentiere ich mal so eine Woche in meinem Leben…”

Nun habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass diese Haufen von gefundenen tollen Ideen in den Untiefen meiner Tagebücher und Zettelsammlungen versumpfen und Moder ansetzen, weil die Tage ohnehin schon so vollgestopft sind… dass man eigentlich gar nicht dazu kommt, um so ein Projekt irgendwann mal zu machen…

Und jetzt sind es noch vier Tage und dann startet Ali Edwards mit der Dokumentation ihrer Woche und ich habe beschlossen, dass ich mitmache, weil dies eben ein Projekt ist, das viele andere gleichzeitig mitmachen. Weil es egal ist, ob es diese oder irgendeine andere Woche ist und weil ich es bis zum Sankt Nimmerleins-Tag verschieben kann – oder eben mitmachen kann.

Das einzige Manko dabei ist, dass die Artikel naturgemäß auf Englisch sind und nicht jeder so gerne und viel in der englischsprachigen Blogszene herumliest, um sich wirklich von so einem Projekt anlächeln zu lassen – ich habe mir daher eraubt, das Wesentliche mal sinngemäß zu übersetzen…

Aus dem Artikel:

Vorbereitende und Tägliche Schritte:

Fotos machen.

Nimm Deinen Foto überall hin mit. Den ganzen Tag. fotografiere auch das, was Dir dumm und langweilig vorkommt. Fotografiere das Normale. Das Kleine. Deine Umgebung. Dienen Computer, Deine Kaffeetasse. Was ist Deine tägliche Routine? Wohin gehst Du? Was siehst Du? Womit verbringst Du Deine Zeit? Vergiss nicht, ein Foto von Dir selbst jeden Tag zu machen…

evtl. Fotos hochladen

Auf jeden Fall aber in einzelnen Ordnern abspeichern, so dass Du sie zur Hand hast, wenn Du Abzüge bestellen willst oder Bilder ausdrucken willst.

Einen Ort für Notizen bestimmen.

Bestimme einen Ort für Notizen, die Geschichten des Tages, die Erinnerungen. Mach es nicht kompliziert. Kaufe KEIN neues Notizbuch, sondern benutze, was Du ohnehin schon hast: die übrigen Seiten in einem angefangenen Notizbuch oder einfach einen Stapel gebrauchter Briefumschläge. Du brauchst nur Stift und Papier.

Mache Notizen

Wovon? Gedanken, tagsüber… Dinge, die Dein Chef oder Deine Kinder sagen, Dinge, die Du bemerkst, egal, ob einfach oder tiefgründig. Stelle nur sicher, dass Du überhaupt etwas aufschreibst, es ist ziemlich schwierig, sich am anderen Tag daran zu erinnern, was gerade gestern Vormittag war….

Eine Ort einrichten, um das Material zu sammeln

Sammle in einem Briefumschlag die Schnipsel des Tages. Ein Briefumschlag pro Tag ist praktisch. Kassenzettel, handschriftliche Notizen usw. Das sind dann die Kompagnions für Deine Fotos und Geschichten.

Mögliche Foto-Themen:

das absolut Alltägliche, das was Du normalerweise ausblenden würdest:
lästige (Haus-) Arbeit
Deine Liebsten
Geschirrspülen
Essen, das Du kochst
Essen, das Du isst
die Fahrt zur Arbeit
Die Kinder zur Schule bringen
Computer
Deine Arbeit
Den Blick zu Deinen Schuhen
Deine Haustür
Das Thermometer draußen
Benzinpreise
Aldi, Edeka, Kaufland und alle anderen Läden, in denen Du einkaufst
Das Chaos zu Hause
Stapel
die lustigen Gesichter Deiner Kinder
lustige Sachen, die sie sagen
Wäsche
Kinderzimmer, Spielzeug
Favorisierte Bücher
Dokumentiere die unperfekte Normalität Deiner Existenz!
Kategorien

Zur Vorbereitung kann man auch Kategorien einrichten: Personen, Essen, Dankbarkeit, Arbeit, Dinge – das kann hilfreich sein, um den Fokus auf die Dinge zu richten, die man dokumentieren möchte.

Anmerkungen

(1) Kein Kurs

Es gibt kein Kursmaterial, keine Anleitung, kein zu bewertendes Endprodukt. Es gibt nur die Möglichkeit, es gemeinsam mit Ali Edwards auf ihrem Blog zu machen, eine Art gemeinsame Reise von Montag bis Sonntag. Ein Grund für den festen Termin ist die Zählbarkeit, die Messbarkeit und das Bewußtsein, mit vielen gemeinsam dieses Projekt zu machen (und der Trick, den Schweinehund zu überlisten).

Sie schreibt: Dieses Projekt ist alle Anstrengung wert, aber es bedeutet Arbeit.

(2) Es muss kein 12×12 Album sein.

12×12 ist in Amerika ein klassisches Albumformat, gemeint sind natürlich Zoll/ Inch und dieses Format wird in der Scrapbooking (=kreative Erinnerungsalben) -Szene überwiegend verwendet.

Es kann größer oder kleiner sein, es kann tonnenweise Material enthalten, oder nur Fotos und ein bisschen Text. Es werden total verschiedene Alben bei diesem Projekt entstehen und der Vergleich mit Anderen macht es zusätzlich reizvoll.

(3) Ein Tag nach dem anderen. Jeden für sich.

Wenn man am Montag haufenweise Fotos hat und am Dienstag nur ein paar, was soll´s? Es ist ja kein Druck dahinter. Kein Zeugnis. Alles ist erlaubt.

(4) Fang mit dem Ergebnis im Kopf an.

Man kann sich die Beispiele anschauen, damit man eine ungefähre Vorstellung davon hat, wie ein Endergebnis aussehen könnte. Das erleichtert es vielleicht, die Fotos und Notizen zu organisieren.

Hier gibt es auch eine komplette Übersicht aller zu dem Projekt gehörenden Artikel von Ali Edwards. In Englisch.

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