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Rückblick auf Karfreitag

Ich habe mit dem Dienst Storify eine Rückschau auf die Ereignisse des Karfreitags zusammengestellt. Um die ganze Geschichte zu lesen, muss man hin und wieder auf *Load more* am unteren Ende drücken ;-)

Was für eine wunderbare Reise!

Es war so gigantisch schön in England! Wer hätte jemals davon gehört, dass man sich auch in England einen Sonnenbrand holen kann? Nun – wir alle kamen leicht gerötet vom Strand in Brighton nach Hause…
Es war das perfekte Wetter: nicht so glühend heiß wie in Deutschland, angenehme 25 Grad, stahlblauer Himmel, Sonne, laue Abende, wunderbare Tage.
Was kann ich berichten? Die Fortführung einer alten Freundschaft, seit 20 Jahren fahren jetzt bereits die Chöre der beiden Gemeinden zu gegenseitigen Besuchen.
Unsere Freunde und Gastgeber sind so sehr lieb gewesen. Wir haben uns alle rundum wohl gefühlt und der Abschied am Sonntag ist sichtlich schwer gefallen.
Irgendwie sind mir die Einzelheiten entfallen. Ich habe nur noch so ein wohliges warmes Gefühl im Bauch, wenn ich an die Reise zurückdenke.
Auch solche unangenehmen Dinge wie die katastrophale Hauptprobe am Donnerstag erscheinen im Nachhinein in einem anderen Licht, denn diese völlig in die Hosen gegangene Probe hat dazu geführt, dass unser Chor seine Angst im Konzert vergaß und das wirklich schwierige “Das ist je gewißlich wahr” von Heinrich Schütz tatsächlich ohne Orgelbegleitung in a capella gesungen hat – so wie es eigentlich auch gedacht ist… Wir sind über uns hinausgewachsen und haben brilliert.

Ich habe auf meinen Entdeckungsreisen in dem kleinen alten Dorf, in dem wir wohnten, in einer Seitenstraße eine Künstlerin in ihrem Atelier gefunden, habe “elderflower“- Limonade getrunken und mich aufs Köstlichste mit ihr unterhalten. So viel Kreativität auf kleinstem Raum! (Denn die Häuser sind alle sehr winzig in England).
Mein Englisch habe ich mit etwas Mut gleich von Anfang an gut anwenden können, spannend war auch unsere Suche nach den diversen Bach-Blüten, die ja in England angeblich wirklich billiger sind. Da braucht man dann plötzlich mitten in London in einer pharmacy relativ spezielles Vokabular… tja, man wächst mit seinen Aufgaben.
Die Kirche am Wegesrand, die wir für eine kurze Auszeit auswählten – es war die erste Kirche in London, der wir über den Weg liefen – entpuppte sich als “St. Martin in the Fields” – für alle Nicht-Insider: da gibt es eine famous academy für klassische Musik und einen ebenso famous choir, dessen CDs hier auf dem Kontinent die Bach-Interpretationen und alle anderen klassischen Meister in den Musikgeschäften anführen.
In der dortigen Krypta ist ein zauberhaftes Café, mit preiswertem Lunch (traumhaft: Auberginensandwich mit Hoummous!) und ganz entrückter Atmosphäre.
Ach, was kann ich noch erzählen? Es waren soviele Eindrücke… So zauberhaft, so lebendig… eine Traum-Reise.
Die Pubs, die hervorragende Küche! seriously! wirklich! ich habe nicht eine Mahlzeit gehabt, die nicht wundervoll geschmeckt hätte. Ich kann mir nicht erklären, wo das Märchen mit der horrible british kitchen herstammt.
Hoffentlich kriege ich es noch gebacken, bei flickr ein paar meiner Bilder hochzuladen…

England ruft!

Nein, nicht “goal, goal” – oder doch? ich bin in Sachen WM leider so gänzlich uninformiert.
Meinereiner jedenfalls fliegt am Mittwoch früh nach London (sehr früh! Der Flieger startet um 6, um 4 ist hier Abfahrt, d.h. fünf vor vier müssen wir aufstehehn *grins*), kleiner Stadtbummel, danach Weiterfahrt zu unserem Partner-Chor in Crowbourough, East Sussex. Donnerstag zwei Proben, Freitag “Lunch Time Concert” in der Kathedrale von Chichester. Wir singen gemeinsam mit unserem Partnerchor “All Saints” das “Dettinger Te Deum” von Händel. Auf Deutsch! Das lassen sich unsere Freunde nicht nehmen…
Am Samstag Ausflug nach Brighton, abends Feier der 20jährigen Partnerschaft, Sonntag gemeinsamer Gottesdienst. Spätabends dann irgendwann der Rückflug.
Diesmal werde ich nix vorbloggen, bin nämlich jetzt gerade vorhin und nachher wieder beim Kofferpacken für die Kids..
Ciao bis nächste Woche!

Konzertkritik

Bereits gestern ist in unserer lokalen Zeitung die Kritik zur Aufführung des “Messias” am Palmsonntag erschienen – und die Passage über den Chor hat mir sehr, sehr gut gefallen:

(…) Analog dazu agiert der Chor sonor, aber nicht übermäßig virtuos, bleibt ein – gleichwohl ausgezeichnet vorbereitetes – Ensemble singender Laien. Die letzte Glättung des Stimmmaterials fehlt hier ebenso wie die manchmal schon Furcht einflößende Hyperpräzision der Konzert-Profis. Was letztendlich anrührender, echter und wahrhaftiger wirkt.

In den ersten Momenten dieses Abschnittes hab ich schon erst mal Luft geholt und ein paar Mal geschluckt. Das klingt ja nicht gerade nach positiver Kritik, jedoch der letzte Satz hat mich dermaßen gefreut: das ist es, warum ich singe – schöner kann es der Rezensent nicht mehr ausdrücken.

Probenarbeit

Für das Pressegespräch, das der Öffentlichkeitsausschuss unserer Gemeinde heute mit den beiden ortsansässigen Zeitungen geführt hat, habe ich eine Statistik zur Probenarbeit der Kantorei für den Messias aufgestellt:
Seit Mitte Dezember proben wir an dem Werk, wöchentlich 1,5 Stunden. Zusammen mit dem bevorstehenden Chorwochenende, der Hauptprobe und der Aufführung ergeben sich für jeden einzelnen Sänger 39,5 “Arbeits”-Stunden (also eine komplette Arbeitswoche!), die er/sie im letzten Vierteljahr alleine für die Erarbeitung des Werkes “geopfert” hat. Mit durchschnittlich 65 SängerInnen multipliziert ergibt das 2567,5 Mannstunden. Stolze Summe. Und ich denke, die Zeitungen schreiben sowas gerne ;-) So ein Pressegespräch soll ja der Anfütterung der Redaktionen dienen – ganz im Sinne einer guten Zusammenarbeit.

Noch nicht eingerechnet sind da übrigens die ganzen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Stunden von Orchester, Solisten, Chorleiter und die Helfer am Rande (Podestaufbau, Abendkasse, Sitzplatz-Nummerierung,…)

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Entrümpeln: Bücher
Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

Die sonstigen Möglichkeiten mit Versteigern oder auf Online-Marktplätzen anbieten... das finde ich alles so aufwendig.

Bücher, die ich nicht mehr behalten will, wandern jetzt zu momox.

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