Artikel-Schlagworte: „auftanken“

Wo fange ich nur (wieder) an?

Ein Blog-Neustart. Kann das gehen?

Ich habe ein fürchterlich schlechtes Gewissen, meinen Blog so lange links liegen gelassen zu haben und mit jedem Tag, der verstreicht, fällt es zunehmend schwerer, wieder einzusteigen. Welches Thema, was für ein Artikel sollte geeignet sein, um die schmerzhafte Lücke zu überbrücken? Wie soll ich nur jemals wieder anfangen, zu schreiben? Ich mach es einfach mit einem Sprung mitten ins Jetzt. Das was gerade dran ist.

Was soll auch ein quälend langer Rückblick nutzen? Es war wie es war – eine Zeit mit Höhen und Tiefen – und auf jeden Fall eine Zeit, in der ich nicht die Kraft und Reserve gefunden habe, mich schreibend zu betätigen.

Irgendwo ist mir heute ein Artikel untergekommen, in dem steht, dass man bloggen sollte, auch wenn man keine Leser hat. Weil es einen zu einem besseren Leser macht und zu einem besseren Schreiber. Vielleicht ist genau diese Artikel das Quäntchen gewesen, das mich heute zum Schreiben bewogen hat.

Anstatt nun den Perfektionismus sich zu einem völlig unübersichtlichen Monster aufblähen zu lassen oder noch mehr über Sinn und Unsinn von Blogs nachzugrübeln, erzähle ich einfach, was gerade dran ist.

2013-04-15

Ich lese aktuell das Buch “Das Happiness-Projekt” – ein wirklich gelungener Blick von Gretchen Rubin auf ihr eigenes Glücks-Projekt, eine sehr lesenswerte Beschreibung, wie es ihr damit ergangen ist und auch wenn ich gerade erst bei “Mai” bin und mir die Themen des restlichen Jahres noch fehlen, so kann ich zumindest für den Moment schon sagen, dass das vollmundige Versprechen auf dem Buchrücken nicht ganz aus der Luft gegriffen ist:

Happines-Projekt

Gretchen Rubin erzählt einfach nur, was sie in diesem einjährigen Projekt gemacht hat. Angenehm kommt ihre Beschreibung daher, ihre Zweifel, ihre Fragen, ihre Maßnahmen und Veränderungen und ihre kompetente, fast perfektionistisch anmutende Recherche in der Glücksforschung. Dabei vermeidet sie den erhobenen Zeigefinger, es gibt kein Zwölf-Schritte-Programm und keine Versprechungen, dass man glücklicher würde, wenn man nur endlich dieses oder jenes in sein Leben integrieren würde.

Natürlich bieten sich die Themen der einzelnen Monate an, auch auf die eigenen Themen zu schauen … Vitalität, Ehe, Arbeit, Elternschaft, Freundschaft … doch am meisten nehme ich gerade aus der simplen Tatsache mit, dass ich mich in Gretchen Rubin so sehr wiedererkenne. Ein bisschen (zuviel) Perfektionismus, hohe Ziele und oft unerfüllbare Ideale, den Wunsch, mich zu verändern, wo Umstände unveränderlich scheinen, diese gesamte “Arbeit” an mir selbst…

Die vorläufige Essenz aus dem Buch: Glücklich ist, wer vor allem lernt, er selbst zu sein.

Mir gefällt das Buch sehr und es hat geschafft, was kaum ein Buch vorher geschafft hat: ich bin mit ihm auf eine sonnige Bank mit Aussicht gezogen und habe mir lesend ein halbes Stündchen Auszeit gegönnt. Ganz im Sinne des ersten Kapitels: Energiereserven wieder auffüllen.

So leicht war es, den Wiedereinstieg zu finden – ins Schreiben, ins Bloggen. Einfach das, was gerade dran ist. Könnte gut sein, dass auch die nächsten  Artikel sich wieder mehr ums “weise leben” drehen werden – oder darum, wie ich es schaffe, meine Energiereserven wieder aufzuladen.


ein magischer Ort

ein magischer Ort

Das Projekt, eine Woche in meinem Leben zu dokumentieren ist zwar zu Ende, nicht jedoch meine Begeisterung fürs Fotografieren. Heute habe ich mir eine Stunde Auszeit genommen und habe einen Lieblingsplatz besucht. Es ist ein wahrhaft magischer Ort… da kann die Seele auftanken.


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