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Selbstorganisation kann funktionieren

Im Blog Wohlfühlen von Nati bin ich auf den Beitrag “Mein Prinzip der Selbstorganisation” gestoßen – ein willkommener Anlass, wieder einmal Bilanz zu ziehen bei den Dingen, die bei mir funktionieren:

Ich gehöre auch zu denen, die alles Mögliche ausprobiert haben – den größten Fehlgriff habe ich mit dem “Super-Buch” getan: In einer gebundenen Kladde wird einfach alles gesammelt, was so anfällt. Das schaut dann nach einiger Zeit richtig gruselig aus. Auf jeder Seite drei Viertel Durchgestrichenes, restliche wichtige Infos eingekringelt oder angemarkert – letztlich funktioniert es nicht.

Ein Zeitplanbuch ist schon besser, jedoch ist es ebenfalls schwierig, die Übersicht über die nicht-termingebundenen Dinge zu behalten, weil die abseits vom Termin-Kalender wieder in irgendeiner Listen-Kategorie am Rande landen und dort nicht regelmäßig aktualisiert werden.

Jedes der beiden Systeme hat einen gewissen Charme – beim Superbuch sind endlich alle Informationen an einem Ort und das “ver-ZETTEL-n” hat ein Ende. Letztlich scheitert es an der statischen Struktur einer gebundenen Kladde.
Das Zeitplanbuch ist hochflexibel und mobil - es scheitert an den fehlenden Routinen zur Überprüfung.

Damit bin ich bei dem, was bei mir zur Zeit am besten funktioniert: Tatsächlich ist es das GTD-Konzept von David Allen – in Verbindung mit Konzepten von Flylady.

  • Ich habe eine Unterscheidung getroffen (mit externer Hilfe von Alexandra/ Wissensagentur) in berufliche und private Projekte. Projekt ist alles, was mehr als zwei Schritte zur Erledigung bedarf. Beruflich ist ein Projekt, wenn ich damit Geld verdiene oder Einkommen vorbereite. Das ist eine ganz wesentliche Unterscheidung gewesen! Damit habe ich nämlich viele private Projekte als Wunschdenken und “Ich-sollte-mals” überhaupt erst erkannt und konnte sie dann ruhigen Gewissens in eine Vielleicht-Irgendwann- Kategorie stecken.
  • Also ergibt sich eine klare Dreiteilung: Berufliche Projekte – wichtige Privatprojekte – Vielleicht-Projekte (oder auch Themenspeicher). Damit habe ich eine Liste meiner Projekte und die Unterlagen dazu in jeweils einer Hängemappe. P01 bis P18 sind die Berufsprojekte, A01 bis A11 die Privaten Projekte. Beleibig erweiterbar.
  • Wenn ein Projekt fertig ist, wird die Mappe geleert, Nötiges archiviert, ein Projektfest gefeiert und es ist Platz für Neues :-)
  • Für jedes Projekt habe ich einen oder mehrere “Nächste Schritte” und die werden nach Kategorien gesammelt: Telefonieren, Briefpost, Mail, Internet-Recherche, Besorgung in der Stadt, Besprechen mit B.
  • Aus dieser Projekt-Sammlung ergibt sich eine Reihenfolge der Wichtigkeit und Dringlichkeit. Es gibt einfach drei, vier besonders wichtige, ergiebige oder vielversprechende Projekte – und so kann ich einen festen Termin im Kalender eintragen: Montag, 9 Uhr Termin mit Projekt P05, Dauer 1 Stunde. Dann ist sichergestellt, dass ich auf jeden Fall an diesem Projekt weiterarbeite. Wenn dieser Termin verstrichen ist, kommt gleich ein Nachfolge-Termin in den Kalender. Damit sind jetzt nicht nur Termine mit Personen, sondern auch Termine mit der eigentlichen Arbeit im Kalender verankert – und diesen schaut man ja noch am ehesten jeden Tag an.
    Jetzt kommt Flylady ins Spiel.

    “You can do anything for 15 Minutes”

    Ich kann alles für 15 Minuten tun. Walking, Staubsaugen, eine Unlust-Aufgabe oder einen unangenehmen Schritt eines Projektes, der ansonsten liegen bleiben würde, erledigen – oder zumindest anfangen. Ein sehr guter Schweinehund-Überlister.

    15 minutes

    Das eigentlich Wesentliche beim “Dinge erledigen” ist, eine Routine zu haben: Jede Woche einmal in den Eingangskorb zu schauen, diesen abzuarbeiten dann quillt er nicht mehr so leicht über (und es sind doch alle wichtigen Dinge an einem Platz!). Jeden Freitag 5 Minuten Ablage, jeden Montag Blumen gießen, Jeden Abend die Klamotten für Morgen herauslegen.

    Das ist das Konzept von Flylady. Routinen etablieren und “you can do ANYTHING for 15 minutes!”. Seit ich es anwende, habe ich eine sprichwörtliche Explosion der erledigten Dinge. Diese beiden Konzepte GTD und Flylady in Kombination sind die wirksamen Werkzeuge, die genau meine Schwachpunkte überlisten.

    Und mit deren Hilfe kann ich die “Sparschweinchen-Zeiten” nutzen, die einfach so irgendwo dazwischen liegen. Noch 20 Minuten bis zum Kindergarten-Abholen? Das sind fünf zusammengelegte T-Shirts. Nicht der ganze Wäschekorb, aber fünf Teile mehr, die in Ordnung sind. Baby-Steps. Die Philosophie der kleinen Schritte – oder wie Alexandra sagt:

    • Free Image Hosting at allyoucanupload.com Auch Elefanten isst man scheibchenweise.

    Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag.


Mini-Schritte für Bewegung

Heute morgen hatte ich die Idee, mein halbstündiges Krankengymnastikprogramm in 5-Minuten-Blöcke zu zerlegen, dann komme ich innerhalb einer Woche mit allen Übungen durch.

Und das ist für meine Schulter allemal besser, als gar nix zu machen. So läuft es nämlich mit allen diesen Kranken- und sonstigen Gymnastikprogrammen. Auch wenn die Regel heißt, dass zur Muskelkräftigung mindestens zweimal pro Woche trainiert werden muß, andernfalls droht Abbau der Muskelkraft…. Etwas ist besser als Nichts.
Diese Fünf Minuten habe ich morgens im Bad. Heute habe ich mal das klassische “Nach dem Walken-Stretching” gemacht, da wachen die Muskeln auch besser auf. Zur Zeit ist es echt richtig schlimm, morgens bin ich so richtig schmerzhaft verspannt, v.a. im Bereich der Brustwirbelsäule und da gerät dann das Projekt Bewegung wieder verstärkt in den Focus.
Mein Ziel ist, kleine Alltagsroutinen zu installieren.


Bewegungs-Puzzle

Heute war ich wieder bei der Heilpraktikerin. Die osteopathische Behandlung ergab, dass ich mittlerweile ein ziemlich gutes Gestell beieinander habe, nur ganz minimale Wirbelverschiebungen, kein Beckenschiefstand mehr, auch die Schulteverspannungen werden langsam besser. Meine Halswirbelsäule knackt jetzt öfters mal bei relativ normalen Bewegungen und meine HP sagt dazu ganz lapidar: “Das Ding heisst ja auch Bewegungsapparat
Also – der Körper will bewegt werden. Mir fallen in letzter Zeit auch immer mehr Möglichkeiten ein, die ich in die begrenzte Freizeit der Alltage mit Kindern einbauen kann.
- Kurztraining mit dem Flexibar
- Minutentraining, z.B. beim Zähneputzen oder Duschen
- Spaziergang
- …
Heute früh hatte ich sogar den verwegenen Gedanken: ich könnte ja mal ins Hallenbad gehen, wenn Sohnemann in der Kinderbetreuung ist…
mit dem Denken fängt es an.


you can do everything in 15 minutes

Wie kraftvoll doch 15 Minuten sein können. Ich hab das heute früh in meinem Flylady-Mail gelesen und mir gedacht, na gut, 15 Minuten, es ist ja egal, ob ich jetzt 15 Minuten hernehme (diese wertvolle Zeit, wo Sohnemann in der Kinderbetreuung ist) oder später, denn die Wäsche muss ja so oder so in den Schrank geräumt werden.
Also. Wäsche war verräumt, dann hab ich noch grob in Töchterchens Zimmer Ordnung gemacht. Eine Waschmaschine dunkle Wäsche eingeschalten. Als ich dann auf dem Klo saß, dachte ich mir, ich habe bestimmt vergessen, den Timer einzuschalten. Dann noch den Frühstückstisch abgeräumt und abgeputzt und die herumliegenden Spielsachen in die Kisten geworfen, so dass das Wohnzimmer auch “blessed” aussieht, zumindest andeutungsweise. Und just, als ich den Besen nehmen wollte und die Brösel in der Küche zusammenkehren wollte, hat doch tatsächlich der Timer gepiept. Ich fass` es nicht.
Sooooo viel passt in 15 Minuten. Na, das war einfach. Diese 15 Minuten habe ich jetzt jeden Tag übrig. Home-Blessing.

You can do everything in 15 minutes.

Kraftvoll. Und ein Unterschied, es auszuprobieren und nicht nur zu lesen.


Wäsche neu getrocknet

Im Buch “Besser einfach – einfach besser. Das Haushalts-Survival Buch” gibt es einen genialen Tipp:

Die frisch gewaschene Wäsche raus aus der Waschmaschine, rein in den Trockner. Hier jedoch nicht auf “Schranktrocken” totwärmen, sondern nach 20 Minuten den Trockner ausschalten und jetzt sofort die absolut glatte und noch feuchte Wäsche aufhängen.

Das spart das Bügeln komplett ein. Es funktioniert auch bei Hemden (allerdings gibt es ein paar, die auch zerknittert aus dem Trockner kommen). Hemden hänge ich dann trocknerglattfeucht auf Bügel.

Schön ist auch, dass alle Socken automatisch entkrümpfelt werden. Also ich spare mir bei den allermeisten Teilen das Bügeln, ein paar “feine” Klamotten werden dann schon noch geplättet. Das wichtigste und mengenmäßig meiste sind ja eh die Kinderklamotten.
Die Bilanz mit dem Strom fällt (denke ich) insofern ganz positiv aus, weil ja die Dampfbügelstation weniger lange an ist.

Der Knackpunkt ist, dass man den Trockner nur anschalten kann, wenn man auch zuverlässig nach 30 Minuten zum Wäsche aufhängen daheim ist, denn warme Wäsche, die im Trockner zusammensackt und noch Stunden drin liegt ist leider auch wieder zerknittert.


Fieber kommt immer ungeplant

Gestern mittag ruft mich die Erzieherin aus dem Kindergarten an, meine Große hat Fieber und Schüttelfrost. 20 Minuten später bin ich dort (erst musste ich noch Sohnemann aus dem Mittagsschlaf zerren) und meine Tochter schläft ganz blaß in der Kuschelecke, eingewickelt in zwei Decken. Den Nachmittag hat sie auf dem Sofa verbracht, nochmal eine Stunde geschlafen und ist dann ganz brav um Acht ins Bett. Sie hat über Kopfweh geklagt und zusammen mit dem stark geröteten Gesicht habe ich ihr Belladonna D12 verabreicht, woraufhin es spontan besser wurde. Heute ist sie auch mit einer warmen Stirn aufgewacht, ist aber ausgeglichen, spielt hinreissend und ist sehr happy, dass sie heute vom Kindergarten zuhause bleiben darf :-) Fieber kommt zwar immer ungeplant, jedoch ist der Tag so auch ganz schön und ich habe mein Programm eben leicht abgeändert. Sohnemann ist da – fieberlos – viel quengeliger und unausstehlicher. Tja, der Trotz….


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