Artikel-Schlagworte: „Advent“
Making of … (23)
Maria ist etwas Besonderes. Tagelang hatte ich die Bleistiftskizze vor mir liegen. Das Gesicht schaut bereits jetzt so zart aus, dass ich mich nicht getraut habe, irgendetwas daran zu machen. Schon gar nicht eine Grundierung mit weißem Acryl!
Also habe ich wieder mal tagelang gebrütet, derweil andere Bilder fertiggestellt und hin und her überlegt, wie ich die Maria mit dem Jesuskind dann noch soweit im Stil anpasssen kann, dass sie wenigstens gedruckt werden kann. Denn das geht ja schliesslich nicht: Alle Bilder sind bunt und nur die Maria ist eine Bleistiftzeichnung???
Maria ist wirklich etwas Besonderes, sie ist das einzige Bild, das ich wirklich direkt auf den Hintergrund mit Buntstiften gemalt habe. Ich hatte eine gehörige Portion Zweifel, ob die Buntstifte auch ohne die Acryl-Grundierung haften würden. Doch nach dem Trocknen sah alles bereits sehr gut aus.
Schritt für Schritt sind immer mehr Details dazugekommen: Die Krippe, Stroh, Vordergrund, Boden, alles ist Stück für Stück gewachsen…
Einen letzten Adrenalinstoß gab mir dann noch das Zeichnen der Konturen. Schwarzer Gelstift. Hey, wenn ich *jetzt* abrutsche. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, aber auch hier: es ist alles gut gegangen.
Was fehlt noch? Richtig. Der Stern von Bethlehem. Hier die Rohfassung: Mir sind die richtigen Worte und Zeilen aus meinem zerfledderten Losungsbüchlein in die Hände gefallen.
Meine Arbeitsskizze vom 17. Juni zeigt diesen Stern noch ganz klassisch und üblich mit den *immer.so* gezeichneten Kometenschweif-Zacken.
Das ist auch *der* Prototyp des Weihnachtssterns überhaupt. Von daher war ich selbst am meisten überrascht, als der Stern so wurde wie er wurde.
Und damit es doch noch ein allerletztes “Türchen” in meiner Making-of-Reihe gibt: Das Bild vom fertigen Weihnachtsstern gibt es dann morgen, am Ersten Weihnachtsfeiertag.
Bitte besucht Andrea Juchems Adventskalender bei Bachmichels Haus
Making of … (22)
Beim Joseph war ja klar, dass er im Bogenfenster seinen Platz findet, von daher habe ich ihn von vornherein an den rechten Bildrand gerückt, damit ihn der Bogen nicht berührt. Im Frühstadium kurz nach dem Grundieren des Hintergrundes habe ich als Erstes ein wenig der dunklen Farbe weggewischt, um schon mal einen Platz für den Heiligenschein festzulegen (damit kann man gar nicht früh genug beginnen
)
Grob skizziert kann man auch bereits das Gesicht und die Laterne in Bleistiftstrichen erkennen.
Der nächste Schritt war, den Vordergrund mit den Mustern und Stempelungen ein wenig an die 18 Motive in den “kleinen” Fenstern anzugleichen, also gab es Punkte, Blümchenstempel und graue Farbe. Dann die erste Grundierung mit verdünnter Acrylfarbe, wie ich es auch bei den Engeln gemacht habe.
Leider gibt es hierzu nur dieses unscharfe Foto, aber es zeigt ben ein wichtiges Zwischenstadium. Links schimmert noch der Tannenbaum von einem Hintergrund-Collage-Papier durch, später leuchtet hier der Lichtschein der Laterne.
Joseph bekommt ein Gewand aus Buntstiftfarbe. Die wasserlöslichen Faber-Grip-Stifte ergeben eine kompakte Farbfläche und die verschiedenen Brauntöne verschwimmen schön ineinander.
Zuletzt kommen nur noch Konturen, ein paar dunklere Haare (Filzstift: Faber Castell Pitt Artist Pen) und ein Bart hinzu und natürlich der obligatorische Heiligenschein… ein paar Verzierungen und Details, fertig
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Making of … (21)
Meine Tochter spielt dieses Jahr in einem Krippenspiel für den Familiengottesdienst am Heiligen Abend mit, in dem die Tiere darüber streiten, welches von ihnen denn von den Engeln zu Maria und Josef in den Stall gestellt werden wird, um dem Jesuskind ein guter Begleiter zu sein.
Ich darf hier natürlich nicht verraten, wie die Handlung genau geht, aber es ist einfach eine wunderbare Geschichte, warum dann ausgerechntet ein Ochse und ein Esel im Stall dabei sind.
Es würde es sich bestimmt lohnen, am Heiligen Abend um 15 Uhr in der Pegnitzer St. Bartholomäuskirche mit dabei zu sein. Aus naheliegenden Gründen wird sicherlich jeder bereits andere Pläne haben – von daher bleibt mir nur übrig, einige Details aus der Entstehungszeit der beiden Tierbilder zu zeigen.
Die Figur ist wie auch bei den Engeln mit Acrylfarbe grundiert. Nach dem Trocknen habe ich die Farbschichten mit wasservermalbaren Buntstiften gemalt. Das fließt wunderschön ineinander und hat auch für mich erstaunliche Effekte erzeugt.
Die Konturen zum Schluss definieren die Darstellung dann noch mehr.
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Making of … (20)
Ich wollte die Engel eigentlich ganz klassisch im Stil der Rauschgoldengel malen. Mit vielen Rüschen, Ornamenten und ordentlichen, gefiederten Flügeln.
Mir ist auch wieder eingefallen, warum ich eine andere Technik gewählt habe, und die Figuren nicht auf bedruckten Buchseiten vorgezeichnet habe: Das Losungsbuch war zu klein, um dort die gesamten Engel vorzuskizzieren und so wie bei den anderen Bildern auszuschneiden und aufzukleben.
Also habe ich die Figur auf den dunklen Untergrund mit Bleistift vorskizziert, auch um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo dann der Bogen des Fensters entlangläuft.
Mit verdünnter Acrylfarbe in Weiß habe ich danach die Umrisse und die Flächen angelegt, nur so als grobe “Skizze” – und um eine erste Form herzustellen.
Hier sieht man sehr schön, wieviel Wasser und wie wenig Farbe aufgetragen wurden. Das hat natürlich einiges an Trockenzeit zur Folge, so dass es ganz gut ist, dass ein Adventskalender nicht nur aus einem Bild besteht…
So ging es Runde um Runde weiter, später haben die Engel dann mit Buntstift eine Andeutung von Hautfarbe bekommen, silbernes Haar und ein Gesicht…
Auch der Hintergrund erhält eine nicht gezählte Menge von einzelnen Schichten…
Hier sind die beiden Engel beinahe fertig:
Eigentlich wollte ich dann schon noch mit collagierten Elementen weitermachen, das habe ich dann zumindest bei dem Spruchband, das die beiden Engel in der Hand halten, verwirklicht. Hier noch eine Detailansicht:
Was fehlt noch? Richtig, der Heiligenschein, ein paar Konturen, ein paar Verzierungen.
Mittlerweile sahen die Engel einfach so sphärisch schön aus, dass ich mich entschlossen habe, auf das ganze Goldgerausche und Glittergesummse zu verzichten und die Engel als das zu belassen, was sie vielleicht auch den Hirten damals auf dem winterlichen Feld in der Wüste waren: Hauchzarte Wesen aus einer anderen Dimension mit einer unglaublichen Botschaft.
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Making of … (19)
Die Bilder im Bogenfenster sind in einer etwas anderen Technik gemalt, als die 18 hochformatigen Bilder für die Fensterscheiben am Haus.
Ich weiß gar nicht so genau, warum ich hier auf das Ausschneiden und Aufkleben von vorgezeichneten Figuren aus Buchseiten verzichtet habe – es hat sich einfach so ergeben…
Auch der Hintergrund ist anders hergestellt. Ich habe zwar wie bei den anderen Bildern mit Collagepapieren als Grundlage begonnen, doch eines meiner inspirierenden Bücher muss gerade an dem Tag gekommen sein, als ich diese Paneele grundiert habe:

Claudine Hellmuth: Collage Discovery Workshop
Also habe ich gleich eine von Claudine Hellmuths Hintergrund-Techniken ausprobiert: “masking tape” (das wir hierzulande als Malerkrepp kennen) wird in Streifen kreuz und quer über den Hintergrund geklebt, naja zumindest einigermaßen rechtwinklig.
Ich hatte ja schon einige Papierschnipsel als Hintergrund aufgeklebt (zu schade, dass es hiervon keine Fotos gibt), also habe ich die Kreppstreifen mehr am Rand angebracht (*Glucks*…. bis auf die natürlich, die man hier mitten im Bild sehen kann
)

Dieses Foto ist eines der wenigen, auf dem man die plastische Wirkung der übereinandergeschichteten Kreppbänder erahnen kann.
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Making of … (18)
An dieser Stelle möchte ich einfach mal meiner Haus- und Hof-Druckerei, dem Juristischen Verlag in Pegnitz ein ganz dickes Dankeschön sagen. Immer ein offenes Ohr bei Schwierigkeiten aller Art, technische Probleme werden sofort mit der Druckerei geklärt, und ich bekomme für alle meine vogelwilden und ungewöhnlichen Projektanfragen immer ein schnelles, reales Angebot. Zudem sind Preis und Qualität in absoluter Toplage! *Danke*Danke*Danke*
Dies hier ist ein Screenshot meiner Druckdateien in Picasa. Die Falschfarben entstehen dadurch, dass Picasa nur Bilder im Farbmodus RGB (den Fotos üblicherweise haben) in korrekter Weise anzeigt. Für die Druckerei muss ich aber im Farbmodus CMYK arbeiten, da dies die Farben sind, die die Drucker in ihre Maschinen füllen. C = Cyan/Blau, M = Magenta/Pink, Y = Yellow/Gelb und K = Schwarz. Dadurch ergeben sich in der Bildvorschau von Picasa so nette Negativ-Effekte.
Dieses Wissen über die verschiedenen Farbräume habe ich mir über die Jahre mit viel Lehrgeld erkauft, aus den Zeiten, wo die Plakate aus meiner Computergrafik-Werkstatt am Bildschirm brilliant aussahen und das gedruckte Ergebnis in matschigen Farben an den Hauswänden hing. Das hat teilweise sehr geschmerzt. Doch zum Glück weiß ich das ja nun, dass der Farbmodus umgewandelt werden muss – denn meistens lag es bei mir an den Daten und nicht an der Druckerei, wenn das Ergebnis nicht gepasst hat.
Von daher kamen die Drucke nun wirklich in Spitzenqualität an und ich konnte mit dem Zuschnitt beginnen. Ich habe genau einen halben Meter per Hand mit der Schere geschnitten, dann hab ich alles wieder zusammengerollt, bin zu meinem ehemaligen Arbeitgeber gefahren und habe die riesigen Papiere auf die A0-Schneidemaschine gewuchtet. Nein, mit der Schere wird das nix. Nur die Schneidemaschine *rockt*…
Glücklicherweise gibt es von überall her Hilfe, Unterstützung und alte Kontakte
Auch hier ein dickes Dankeschön an BaurConsult in Pegnitz!





























