14. Februar 2008

Man sagt, die Hoffnung sei das Letzte, was man aufgeben sollte. Tatsächlich bietet sich uns in jeder Sekunde das Lebens die Gelegenheit, etwas zum Guten zu verändern, zum Beispiel unsere Sicht der Dinge.

Barbara Goldmuth 

17. Januar 2008

Wieviel Planung ist gesund?

Free Image Hosting at allyoucanupload.comPlanung ist was Feines. Man kann ja sein ganzes Leben mit Plänen, Wünschen und guten Vorsätzen verbringen. Im ganzen Hin und Her rund um den Jahreswechsel und im Dickicht der Blogartikel zu den guten Vorsätzen und der Zielsetzungen für 2008 habe ich darüber hinaus auch noch einen sehr radikalen Rat bekommen:

  • Entplanen! – Das bedeutet: Aufhören, sich irgendetwas vorzunehmen, irgendetwas zu planen und irgendetwas zu wünschen. Und das geht nur wenn man es von jetzt auf nachher bleiben lässt, quasi wie beim Rauchen aufhören.

Zuerst war ich verunsichert. Nichts mehr planen, sich nur noch ganz dem Augenblick hingeben, mich nur noch den Menschen um mich herum widmen, das Leben fließen lassen… Das klang für mich auch nach einem sehr weisen Rat, der im Kern möglicherweise richtig ist. Doch irgendetwas nagte in mir und sagte, dass es für mich nicht passt. Bin ich noch nicht reif für das Leben im Hier und Jetzt?

Einige gute Gespräche später wusste ich, was nicht zu mir gepasst hat: Der Ratschlag stammte von einer Person, die in ihrem Leben vermutlich sehr viele Enttäuschungen hinnehmen musste, so dass die Überlebensstrategie, die derjenige entwickelt hatte, alles Wünschen und Wollen abgeschnitten hat, um weitere Enttäuschungen zu vermeiden.

So habe ich diesen radikalen Rat guten Gewissens wieder über Bord geworfen und mich erneut dem Planen zugewendet. Die Kunst besteht ja in der richtigen Dosis der Planung, denn ein Zuviel kann einen ja buchstäblich festnageln und unflexibel machen.

Leben ist das, was dir passiert, während du andere Pläne machst.

John Lennon

Mit Lennons Spruch im Ohr habe ich mir jetzt eine neue Art der Planung ausgesucht und praktiziere seit zwei Wochen die Wochenplanung, die Stephen R. Covey in seinen Büchern empfiehlt. Und zwar in einer von der Wissensagentur abgewandelten Fassung, die Sie hier als Excel-Datei herunterladen können: covey-wochenblatt.xls
Um Coveys Prinzipien zu verstehen, können Sie sich evtl. mit seinen Büchern befassen: unter anderem mit “Der Weg zum Wesentlichen” (hier mit einer Rezension via Wissensagentur) und “Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“. Für mich war eine Hörbuchfassung ideal, das verkürzt lange Autofahrten.

Mir sind vor allem zwei Geschichten im Gedächtnis geblieben, die sehr gut illustrieren, um was es geht:

1. Die Säge schärfen

Auf einer Lichtung im Wald arbeitet ein Holzfäller, sichtlich angestrengt, der Schweiß rinnt ihm in Strömen übers Gesicht. Auf die Frage, warum er denn nicht einen Moment Pause mache, um seine Säge zu schärfen, antwortet der erschöpfte Waldarbeiter: “Keine Zeit! Ich muß sägen.”

Das “Schärfen der eigenen Säge” beinhaltet, sich um sein…

  • körperliches,
  • geistiges,
  • seelisches und
  • emotional-soziales Wohlbefinden
    …zu kümmern.

Damit ist auch auf einen Schlag klar, dass Sport, Bewegung, Meditation, Lernen oder gesunde Ernährung nicht irgendein Projekt mit der Nummer XY sein können, zu erledigen, wann auch immer vielleicht dieser eine geeignete Tag kommen mag…

Nein, diese Dinge “schärfen die Säge” und machen mich mit meinem Körper, meinem Verstand und meinen Gefühlen überhaupt erst handlungsfähig. Vernachlässige ich dies, habe ich einen hohen Preis zu zahlen.
Die gute Nachricht ist: Mit dem Wochenplan kann ich kleinste Schritte in diesen Bereichen planen und mein bisheriger Praxistest zeigt: auch umsetzen. Mehr jedenfalls als in den Zeiten, wo dieser Prozess noch ein “Projekt” war.

Die folgende Geschichte kenne ich schon sehr lange und sie ist mir in Coveys Hörbuch erneut begegnet:

2. Das Wichtige zuerst

Der alte Professor nahm unter dem Tisch, der ihn von den Studenten trennte, ein riesiges Glas hervor und stellte es auf den Tisch. Danach nahm er ein Dutzend Steine, ungefähr so groß wie Tennisbälle, und legte sie vorsichtig einer nach dem anderen in das große Glas. Als das Glas gefüllt war und es unmöglich war, noch einen zusätzlichen Stein hinzuzufügen, blickte der alte Professor zu seinem Publikum und fragte: „Ist das Glas voll?”

Alle antworteten: „Ja!” Er wartete noch ein paar Sekunden und fügte hinzu: „Wirklich?”
Er beugte sich dann nochmals und nahm unter dem Tisch einen Behälter voll Kies hervor. Mit Sorgfalt kippte er diesen Kies auf die großen Steine und schüttelte dabei leicht sein Glas. Der Kies rieselte zwischen den Steinen bis zum Glasboden.

Der alte Professor blickte nochmals auf sein Publikum und fragte wieder: „Ist dieses Glas voll?” Dieses Mal durchschauten die Schüler sein Spielchen. Einer davon antwortete: „Sehr wahrscheinlich nicht!” „Gut” antwortete der alte Professor.

Er beugte sich wieder und dieses Mal nahm er unter dem Tisch einen Kessel voll Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in das Glas. Der Sand füllte die Löcher zwischen den Steinen und dem Kies. Er fragte noch einmal: „Ist das Glas jetzt voll?”
Jetzt hatten die Studenten begriffen und ohne zu zögern riefen sie: „Nein!”

„Gut!” antwortete der alte Professor. Und wie es zu erwarten war, nahm der alte Professor einen Wasserkrug und füllte das Glas bis zum oberen Rand. Er blickte dann auf seine Gruppe und fragte: “Was lernen wir daraus?”

Ein Teilnehmer antwortete: „Das beweist, dass wenn man auch glaubt, der Tagesplan sei vollständig voll, man immer noch etwas in die Lücken quetschen kann, wenn man wirklich will.”

„Nein!” antwortete der alte Professor. „Es ist nicht das. Es beweist, dass wir die großen Steine nicht untergebracht hätten, wenn wir sie nicht als erstes hineingelegt hätten.”

Die großen Steine sind natürlich eine Methapher für die wirklich wichtigen “Dinge” im Leben: die Menschen, die man liebt, die Familie, die Freunde, die eigene Gesundheit, die Lebensfreude, der Lebenssinn.

Einen Teil dieser wichtigen Dinge kann man bereits in das gedachte Glas legen, wenn man sich um das Schärfen der eigenen Säge kümmert.
Die weiteren wichtigen und großen Steine findet man, wenn man sich mit den Rollen auseinandersetzt, die man so im Laufe der Zeit angenommen hat: Vater/Mutter, Ehemann/Ehefrau, Familienmitglied, Kind, Schüler, Student, Ehrenamt, Beruf, Karriere, Verein, Freunde… und, und, und.

In Coveys Wochenplanung ist eine Liste mit den 7 wesentlichen Rollen vorgesehen und daraus entwickelt man eine Liste mit den wichtigsten Zielen für diese Rollen in dieser Woche. Es müssen auch nicht in jeder Woche alle Rollen mit Zielen versehen werden, über die Zeit merkt man dann schon, in welcher Rolle es hakt…

Der wichtigste Schritt neben dem Aufstellen des Wochenplans ist die Überprüfung der Ergebnisse. In der letzten Spalte können die erledigten Dinge abgehakt werden.

Ganz wichtig: man notiert sich, warum man etwas eben nicht erledigt hat, wenn es unerledigt blieb. Das fördert Blockaden und Hindernisse zutage: Liegt es an fehlender Motivation? Fehlt eine Information? Fehlt ein vorangehender notwendiger Schritt? Oder ist es etwa ein Ziel, das nicht mein eigenes ist – ein “Ich-sollte-mal-Ziel”?

In der überarbeiteten Fassung des Wochenplan-Formulars fehlt die detaillierte Liste mit Tagen und Uhrzeiten, die bei Covey noch Bestandteil ist. Das würde schon wieder eine Fixierung auf Termine bedeuten und gerade die Freiheit, eine wichtige Aufgabe dann zu erledigen, wenn es gerade hineinpasst, finde ich sehr reizvoll. Es ist ja doch der Plan da – und wenn etwas unerledigt bleibt, merke ich das in der Überprüfung und dann kann ich für die Folgewoche einen realen Termin im Kalender freischaufeln… wenn es denn WIRKLICH wichtig ist.

Kurzanleitung:

  • Säge schärfen
  • Rollen identifizieren
  • Ziele für jede Rolle definieren
  • die Woche laufen lassen
  • Überprüfung

Ich schreibe in den freien Raum unten auf der Seite auch noch ein Wochenfazit und für die Überprüfung nehme ich die Farben der Ampel: Grün für “hochzufrieden”, Gelb für “verbesserungswürdig” und Rot für “Auweia! – hier hakt es”.

Probieren Sie die Wochenplanung und staunen Sie bereits in der ersten Woche über die Ergebnisse.

edit: Die Excel-Datei passt bei mir auf eine DinA4-Seite. Bitte passen Sie die Seitenränder in der Seitenansicht oder mittels der Seitenumbruch-Vorschau passend für Ihren Drucker an.
Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg Der Weg zum Wesentlichen. CD . Der Klassiker des Zeitmanagements

29. November 2007

Sie selbst sind die Quelle Ihrer Reichtümer, nicht Ihr Job, Ihre Investitionen, Ihr Ehemann, Ihre Ehefrau oder Ihre Eltern.

Sanaya Roman

26. November 2007

Müsli?

Wenn sich beim Sonntags-Frühstück mit dem Besuch das Gespräch um das leckere Knuspermüsli nach den 5 Elementen dreht, kann es schon mal passieren, dass mein Mann etwas in der Art sagt:

Wow, ein Lo Pan Müsli?

Das ist ja fast so gut wie die Sprüche meiner Kinder…

:-)

30. September 2007

Chancen sind selten als solche gekennzeichnet.

Unbekannter Verfasser 

18. September 2007

Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.

Sophokles

9. August 2007

Wenn Du das Leben begreifen willst, glaube nicht, was man sagt und was man schreibt, sondern beobachte selbst und denke nach.

Anton Tschechow

2. August 2007

Die eigene Welt verändern

Mich selbst kennen lernen – das ist die Voraussetzung dafür, dass ich mir selbst helfen kann. Es bedeutet, den Heiler in mir selbst zu entdecken.

Birgitta Meinhardt

(aus dem Buch “Jin Shin Jyutsu für die Seele”)

Jin Shin Jyutsu für die Seele

Es dreht sich wieder einmal alles um die eigene Klarheit.

Wer weiß, was er will, wird bei sich selbst eine große Weisheit entdecken.

Das ist in gesundheitlichen Fragen so, bei allen Themen der Kindererziehung oder in der Perspektive “Lebensweg/Karriere”. Wenn ich selbst klar weiß, was ich will, bin ich in der Lage, meinem Kind Grenzen zu setzen. Oder meine Arbeit nach Prioritäten zu sortieren. Egal, auf welchen Lebensbereich ich schaue, ich stoße immer wieder auf den (oft fehlenden) Kontakt zu meinem Selbst.

Dort finde ich auch alle anderen Begriffe: Selbstbewußtsein, Selbstwert(gefühl), Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen und Selbstheilungskräfte…

  • Wer die (eigene) Welt verändern will muss bei dem Selbst anfangen, denn dort liegt die Landkarte, die Marschroute. Und die unbequemste aller Fragen lautet: “was will ich wirklich?”

Das Buch, aus dem ich das Zitat entnommen habe, ist ein schöner Leitfaden durch die Welt der Emotionen. Jin Shin Jyutsu ist eine japanische Heilkunst, die dem Shiatsu eigentlich nicht unähnlich ist, insofern sie sich ebenfalls der Meridiane und Körperströme bedient.Anders als im Shiatsu ist hier jedoch eine Selbstanwendung sehr leicht möglich, denn es werden die Körperströme durch einfaches Auflegen der Hände auf bestimte Schlüsselpositionen entlang der Meridiane harmonisiert.

Heilende Berührung. Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln.Das erleichtert eine Selbsthilfe sehr – man ist von keinem Therapeuten und von Terminen abhängig, die Termine sind lediglich mit einem selbst zu vereinbaren ;-)

Ein weiteres empfehlenswertes Buch zum Thema Jin Shin Jyutsu ist (für die körperlichen “Projekte”): “Heilende Berührung” von Alice Burmeister und Tom Monte. Beide Bücher zusammen ergänzen sich hervorragend, das eine hat die körperliche Ebene zum Thema, das andere die emotional-seelische Ebene.

1. August 2007

Die große Frage ist nicht, wie ich bekomme, was ich will, sondern zu wissen, was ich wirklich will. Der Weg dorthin ist dann im Vergleich dazu ein Klacks.

Michael H. Buchholz 

1. Juli 2007

Wer aber nicht an sich selbst arbeitet, an dem wird gearbeitet.
Wer dauernd Unüberhörbares überhört und Unübersehbares übersieht, der darf sich nicht wundern, wenn ihm eines Tages Hören und Sehen vergehen.

Kurt Tepperwein

  • Weiter im alten Trott? Alles wie gehabt? Das haben wir doch schon immer so gemacht!
  • oder die Chance nutzen?

Nur einmal für 10 Minuten Gedanken auf das Papier schütten und über das innere Wissen staunen. Einen ersten Schritt machen, um sich selbst weiter zu entwickeln. Und weitere Schritte folgen lassen. Erfolg ist eine Folge…