23. Februar 2007

Wo soll ich nur anfangen?

Ich habe mir lange hin und her überlegt, mit welchem Raum in der Wohnung ich denn beginnen soll. “Entrümpeln, Unordnung beseitigen und ein bisschen schöner gestalten”, das waren so schwammige Vorstellungen im Kopf. “Wenn möglich, auch ein bisschen die Feng Shui-Regeln nach den 5 Elementen beachten”, alles nur sehr vage definiert…

… das Ende vom Lied war, das ich nirgendwo angefangen habe und es überall unbefriedigend ausgeschaut hat.

Letzte Woche habe ich dann einfach mit dem kleinen Bad im Obergeschoss angefangen. Dort hat mich immer gestört, dass man möglicherweise zum Fenster hineinsehen kann – also musste eine neue Lösung für den kürzlich kaputt gegangenen Rollo her. Das war ein guter Auslöser, denn jetzt ist es richtig nett geworden: ein neuer Sichtschutz, zwei Teelichter auf der Ablage, in Kürze kommen noch schöne rote Handtücher und ein roter Badteppich. Passend zum Süden (Feuer).

Erkenntnis des Tages:
Einfach mit dem Punkt anfangen, der am meisten nervt. (hier der fehlende Sichtschutz).

    Nebenbei kann man dann noch…

    • in diesem Raum ein wenig Überflüssiges aussortieren und die Ablageflächen etwas entschlacken (15 Minuten)
    • Fenster putzen (nur diesen einen Raum, eventuell sogar nur EIN Fenster, das sind 10 Minuten)
    • und eine farbliche Grundrenovierung mit neuen Handtüchern (gibt es immer wieder mal im Set billiger – einfach mal in den Versandkatalogen blättern)

    Wenn man erst mal angefangen hat, kommen die Ideen ganz von alleine:

    • Welches Möbelstück würde noch fehlen?
    • Gibt es ein Stauraum-Problem?
    • Gibt es ein nettes Deko-Stück, das schon immer hierher gehört hätte?
    • Was ist mit ein, zwei frischen Pflanzen?
    • Haben Sie eine Duftlampe, die an anderer Stelle verkümmert?

    Das Bad ist auch aus einem weiteren Grund der ideale Anfangspunkt: Hier beginne ich morgens meinen Tag und hier pflege ich meinen Körper. Hier sollte ich mich zuallererst wohlfühlen!

    Aus diesem Grund kommt dann gleich als Nächstes das Schlafzimmer dran :-)

10. Februar 2007

Finanzen sind Chefsache

Hier war es in den letzten Tagen sehr ruhig. Ich habe mich mit einem Überblick über meine Finanzen beschäftigt. Es kam ganz ungeplant, weil ich beim Entrümpeln im Büro über meine Bank-Ordner gestolpert bin und es mich diesmal so sehr genervt hat, dass die Verwaltung der verschiedenen Konten bis jetzt so umständlich und ohne Überblick war.

Das hat mich an das Denkmodell von simplify your life erinnert: Die Basis und erste Stufe der “Lebenspyramide” sind die Dinge - wenn dort eine Schneise im Chaos in Form von Entrümpelung oder Vereinfachung geschlagen wurde, dann sind wir in der Lage, zur nächsthöheren Ebene aufzusteigen und dort Ordnung zu schaffen.

Die zweite Ebene beinhaltet die Finanzen. Alles, was sich um das liebe Geld dreht. (Bei simplify gibt es auch ein schönes Bild dieser Pyramide). Erst, wenn auch dort ein schmaler Trampelpfad der Ordnung angelegt wurde, wird es möglich sein, meine Zeit (die dritte Stufe) zu vereinfachen und zu strukturieren.

Soweit das Denkmodell der simplify-Pyramide. Es klingt aufwendig, aber es ist sehr tröstlich, dass man wirklich nur einen ganz kleinen Bereich der jeweiligen Stufe bearbeiten und vereinfachen muss, um dann gleich zu den anderen Stufen voranschreiten zu können.

Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung – es ist nicht erforderlich, eine Stufe abschliessend und perfekt aufzuräumen und zu ordnen. Alles, was man überhaupt tut, wirkt als kleine, ansteckende Keimzelle der Ordnung :-)

Simplify your life. Einfacher und glücklicher leben

Nun zu den Finanzen. Ich habe da mal ein paar Fragen:

  • Haben Sie einen Überblick über Ihre Konten?
  • Wissen Sie, wo welches Geld angelegt ist und welche Rendite es erwirtschaftet?
  • Wissen Sie, ob Ihre Freistellungsaufträge nach der Beinahe-Halbierung der Sparer-Freibeträge noch passen?
  • Finden Sie auf Anhieb alle Zugangsdaten zu Online-Konten? PIN-Nummern, Passwörter, TAN-Listen? Sind diese an einem einzigen Ort griffbereit?
  • Kennen Sie die Höhe der monatlichen Fixkosten? Wissen Sie, wieviel Geld Sie im Monat für Miete oder Kredittilgung, Nebenkosten, Versicherungen und so weiter benötigen?
  • Wissen Sie, wofür Sie jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr Ihr Geld ausgeben? Gibt es in der Liste dieser Ausgaben unnötige Posten? Können Sie irgendwo einsparen? Vielleicht an überflüssigen Abonnements oder Mitgliedschaften?
  • Gibt es überraschende Ausgaben, die ein immer wiederkehrendes Loch jedes Jahr zur gleichen Zeit in das Girokonto schlagen: ein Jahresbeitrag zur Kfz-Versicherung, die GEZ-Gebühr oder ein nur einmal jährlich fälliger Beitrag zu einer Lebensversicherung?
  • Kennen Sie die Höhe Ihrer Schulden? Wissen Sie, wann diese abbezahlt sein werden?
  • Haben Sie eine oder mehrere Kreditkarten? Haben Sie dort alles im Griff?

Das ist der Anfang. Diese Tatsachen zu kennen, verschafft ein unbezahlbar gutes Gefühl. Geld ist in unserer westlichen Gesellschaft ein Synonym für Energie. Nehmen Sie Ihre eigene Energie, Ihr eigenes Leben und Ihre Finanzen selbst in die Hand!

Nun Teil zwei:

  • Haben Sie eine Vorstellung, was Sie mit Ihrem Geld machen möchten? Welche Wünsche soll es für Sie erfüllen? Möchten Sie ein Eigenheim? Eine sichere Altersvorsorge? Oder gar finanzielle Freiheit, so dass Sie von den Erträgen Ihres Vermögens leben können?
  • Welches finanzielle Ziel haben Sie? Ist es erstrebenswert? Haben Sie sich auch mit den Risiken Ihrer Ziele auseinandergesetzt?
    Beispielsweise könnte die derzeit gängige Form der Altersvorsorge mit Fonds und Lebensversicherungen vielleicht nur eine Blase sein, die in einer Weltwirtschaftskrise leicht platzen könnte. Auch ein Eigenheim sollte nur der anstreben, der einen innigen und tiefen Wunsch nach den eigenen vier Wänden hat – billiger und flexibler ist es, zur Miete zu wohnen. Mit dem „eigenen Häuschen“ schafft man sich über Jahrzehnte Verbindlichkeiten.
  • Können Sie Durststrecken oder unvorhergesehene Notfälle überstehen oder leben Sie „am Limit“? Diese Schicksalsschläge können von einer banalen Waschmaschinenreparatur über ein erforderliches neues Auto bis hin zur Arbeitslosigkeit reichen.
  • Haben Sie eine finanzielle Schwimmweste oder vielleicht sogar ein Rettungsboot?
  • Haben Sie einen Master-Plan für Ihre finanziellen Ziele? Können Sie beschreiben, auf welchem Konto welcher Betrag für welchen Zweck arbeitet?
    Sie könnten beispielsweise mehrere Online-Tagesgeld-Konten haben, für die verschiedenen Zwecke: Notfälle oder liquide Reserve, Urlaub und Reisen, Gesundheit und Wellness, Rücklagen für die Steuer (v.a. für Selbstständige!), Weiterbildung, finanzielle Freiheit. Von jedem Einkommen wird dann ein festgelegter Prozentsatz auf diese Konten verteilt.
  • Haben Sie Ihre Geld-Anlage auf verschiedene Standbeine aufgeteilt? Ich habe seit längerem ein ungutes Gefühl, alles Geld nur in eine Anlageform, wie z.B. festverzinsliche Sparbriefe anzulegen. Es gibt Empfehlungen, sein Geld zu einem bestimmten Prozentsatz auch in Immobilien, Aktien oder Rohstoffen (beispielsweise Gold) anzulegen. Finden Sie eine für Sie passende Aufteilung!

Erkenntnis des Tages:

Noch nie waren Informationen so leicht zugänglich wie heute. Informieren Sie sich! Nehmen Sie Ihre Finanzen und Ihr Leben selbst in die Hand! Finanzen sind Chefsache!

Sie (und ich) tragen die Verantwortung selbst, das kann Ihnen kein Finanzmakler abnehmen. Zudem sind diese auch darauf angewiesen, eigene Interessen zu vertreten, die sich möglicherweise nicht mit Ihren Interessen decken.

  • Lesen Sie, informieren Sie sich und glauben Sie nicht alles. Überprüfen Sie die Fakten und bilden Sie sich eine eigene Meinung. Vor allem: Denken Sie selbst und lassen Sie sich das NIE von jemandem abnehmen!

Ein sehr lesenswertes Buch ist beispielsweise Der Crash kommt von Max Otte. Er beschreibt sehr anschaulich und auch für wirtschaftswissenschaftliche Laien verständlich die Anzeichen, die für das Kommen einer Weltwirtschaftskrise sprechen.
Es gibt derzeit leider zu viele Parallelen zu der Zeit der „Goldenen Zwanziger Jahre“ des letzten Jahrhunderts. Trotz aller Schwarzmalerei zum Platzen der Globalisierungs-Blase gibt es im zweiten Teil des Buches auch Empfehlungen, sich eine finanzielle Schwimmweste oder ein Rettungsboot zu schaffen.

Weitere Buchempfehlungen:

  • Das Konzept mit dem Masterplan stammt aus Spar Dich reich von Carol Keefe. Ein sehr lesenswertes Buch!
  • George S. Clason hat Der reichste Mann von Babylon geschrieben, das anhand von Parabeln aus der reichsten Stadt des Altertums die Grundsätze des Umgangs mit Geld erklärt.

Befassen Sie sich mit diesem Thema selbst und überlassen Sie es nicht jemandem anderen, für Sie zu denken!

Der Crash kommt

Der reichste Mann von Babylon. Der erste Schritt in die finanzielle Freiheit

Spar dich reich. Sie können sich alles leisten, was sie wollen.



15. Januar 2007

neue Freunde

Manchmal wünsche ich mir, ich hätte mehr Freunde, mit denen ich mich austauschen kann und den ein oder anderen Abend am Küchentisch versacken könnte, vertieft in gute Gespräche, eine Spiele-Abend oder …

Was kann man tun, um neue Freunde zu gewinnen?

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Heute habe ich genau 70 Elemente aus meiner Outlook-Kontakt Datenbank gelöscht. – Das ist schon verrückt. Erst mache ich mir eine Riesen-Mühe, die Adressen überhaupt ins Outlook einzutragen, dann lösche ich ein gutes Drittel wieder.

Ich denke, von Zeit zu Zeit lohnt es sich, alte und nicht mehr benötigte Kontakt-Daten zu löschen. Ehemalige Geschäftspartner, Freunde aus Zeiten, die schon lange vorbei sind und Menschen, die man mal gemocht hat, zu denen die Beziehung jedoch leider eingeschlafen ist und nur mit erheblichem Aufwand wieder belebt werden könnte.

Manchmal ist es ganz gut, sich dieser vergangenen Beziehungen klar zu werden. Es hilft, sich nochmal an die positiven Momente mit diesem Menschen zu erinnern und dann kann man ihn loslassen. Eine schwierige Aufgabe.

Doch die vergangenen Zeiten sind vorbei und solche Adressen und ehemalige Beziehungen sollte man ganz bewusst “abschneiden”.

Ein paar Fäden weniger in die Vergangenheit – und schon ist mehr Energie und Zeit und Raum, um in der Gegenwart neue Kontakte zu knüpfen. Dann können gerne neue Kontakte entstehen – der Platz im Adressbuch ist jedenfalls schon mal frei geräumt.

Bleibt noch der Küchentisch. Wie viele Personen haben an ihm Platz? Gibt es am Ende vielleicht nur den einen Stuhl für den Ein-Zimmer-Single-Wohnungs-Inhaber? Wo sollen denn dann die Freunde sitzen? Auch hier gilt: (Sitz-)Platz schaffen. Raum für neue Freunde.

  • Erkenntnis des Tages: Schön, wenn man viele Freunde (gehabt) hat und schön, wenn man die Gegenwart von Altlasten befreien kann.
27. November 2005

Ordnung

Ich geniesse in der neuen Wohnung sehr, dass endlich zusammengehörige Topics auch zusammen stehen können.

  • Der Trockner steht neben der Waschmaschine und nicht mehr ein Stockwerk höher….
  • Die Putzmittel sind alle in einer kleinen Abstellkammer…
  • Auch meine großen Teller haben jetzt im Küchenschrank Platz und müssen nicht mehr ins Wohnzimmer ausgelagert werden…
  • neben dem Herd habe ich meine Pfannenwender und nicht mehr am anderen Ende der Küche…
  • Vorräte und Hausapotheke wird alles in der Speis Platz finden.

Gleichartige Dinge werden zusammen gelagert.

Ich habe beispielsweise auch in meinem “Minipostamt” nicht nur Briefumschläge und Briefmarken, sondern in dieser Box sind auch: Paketband, Schere, Tesa, Paketschnur, Musterklammern und Adress-Stempel.

Und gegen die ungeordneten Häufen, die so ein Umzug mit sich bringt, hilft nur eines: BEHARRLICH eine Einheit nach der anderen in Ordnung bringen. Ich werde nicht auf einmal alles an seinen Platz bringen können, jetzt habe ich jedoch Zeit, mir ein funktionierendes System für alle Bereiche des Alltags auszudenken und es auszuprobieren. Erst jetzt ahne ich, wie klein die bisherige Wohnung überhaupt war. Und auch für den ungeordneten Keller gilt: Beharrlichkeit im Kleinen !