Archiv für die Kategorie „Selbstorganisation“

Ein (Mini-) Journal für strategische Planung

Ich habe zusätzlich zu dem bereits gezeigten Journal noch ein zweites selbstgemachtes Journal am Start, in das ich meine “Projektstrategien” eintragen will. Angeregt hatte mich dazu ein Artikel im Blog von Lisa Sonora Beam – eine Inspirationsquelle in der englischsprachigen Journaling-Szene.

Im Moment ist es noch nicht so ganz leicht, wie ich mir das vorgestellt habe, weil die blanken Seiten eine ziemliche Hürde sind, auch wenn sie bereits aus farbigem Papier bestehen.

Die Herstellung des Journals habe ich jetzt noch nicht extra beschrieben, in meinem Flickr-Album Journal#2 finden sich dazu aber einige zusätzliche Bilder aus der Entstehungsphase.

Heute habe ich die noch leeren Seiten mit Collage-Elementen beklebt, um die Dinge wieder ins Rollen zu bringen. Aus den dazu entstandenen Fotos habe ich wieder ein kleines Video geschnitzt ->

Die Idee dahinter ist, die Ziele der nächsten Zeit (ich denke da so an ein Quartal oder Halbjahr) auf eine an*schau*liche Art und Weise in so ein kleines Büchlein zu bannen, denn so wertvoll auch das tägliche Schreiben von Morgenseiten ist und soviel Klärung von verstrickten Gedankenmühlen darin auch stattfindet – sie haben einen entscheidenden Nachteil: Chronologie. Oder anders übersetzt: die Vergangenheitsfalle.

Jede Idee, die ich mitunter mit einigem Staunen auf das Papier der Morgenseiten setze, wird bereits am nächsten Morgen durch eine neue Schicht überlagert. Geschichten werden übereinandergeschichtet. Und ich habe da nach einigen Tagen und Wochen bereits den Überblick verloren.

Journale für die Morgenseiten

Nun mache ich das ja nicht erst seit gestern, sondern schon seit einigen Jahren – und speziell in den letzten paar Monaten haben sich Gedanken, Lösungen, Ideen und Erkenntnisse ganz schön verdichtet und vermehrt.

Es bleibt also weiter spannend, denn ich habe für mich bereits herausgefunden, dass ein Überblick und eine sichtbare visuelle Gedankenstütze unabdingbar notwendig sind, wenn ich nicht ständig zwischen gefühlten dreihundert Ideen hin- und her taumeln will.

Leider habe ich noch nicht so ganz herausgefunden, *wie* ich genau diese visuelle Stütze umsetzen kann, aber ich bleibe dran. Ich werde weiter berichten.


Motivationsbild: Freie Oberfläche

Räume eine Fläche frei

Mein Plan ist, mir ein Minialbum mit den erwünschten Ergebnissen zusammenzustellen. Vielleicht ist die Aufräum-Lust dann etwas größer.
Bei zwei Kids hat das immer etwas von Don Quijote und Sancho Pansa… das mit dem Kampf gegen Windmühlen…


Ein bunter Kalender

Gestern habe ich mich hingesetzt und in meinem Jahreskalender die anstehenden Termine der nächsten Zeit markiert. Farblich sortiert nach Rubriken: Kinder, Gesundheit, Ehrenamt etc.

In unserer Zeitung gibt es da jedes Jahr im November als Beilage ein A4 großes Teil, das den unschätzbaren Vorteil hat, das die für uns relevanten Schulferien bereits grau hinterlegt sind und nicht mehr mühsam angemalt werden müssen.

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Bei der ganzen Aktion ist mir aufgefallen, dass eine bestimmte Farbe derzeit sehr stark überhand nimmt, was bedeutet, dass ich sehr viel Zeit und Aufwand in dieses Thema gesteckt habe und noch hineinstecke… Das ist ja erst mal weiter nicht schlimm.

Dann habe ich aber in meinem Taschenkalender am 17. Dezember den Termin “Jahresrückblick” entdeckt, den ich mir deutlich vor den diesjährigen Weihnachtsferien eingetragen habe, damit er nicht schon wieder unter den Tisch fällt. Plötzlich brauchte ich noch eine neue Buntstiftfarbe für diesen persönlichen Bereich. Warum gibt es erst diesen einen Termin? Und warum NUR diesen einen Termin?

Ich habe mir jetzt in jedem Quartal noch persönliche Termine nachgetragen, für einen Rückblick, für ein Überdenken meiner Richtung und zum Nachdenken über Ziele und Wünsche – denn ohne diese Zeit habe ich nur die Möglichkeit, auf den Alltag zu re-agieren.

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Ich merke, dass mir viele gute Vorsätze aus der Kur schon wieder abhanden gekommen sind und letzte Woche habe ich einfach ein paar externe Dinge zu viel gehabt. Zahnarzt, Kieferchirurgie, Nachkontrolle, Fäden ziehen… ja, klar muss das sein, doch wenn ich dabei jedesmal einen ganzen Vormittag drangeben muss, für die Fahrt nach Bayreuth und zurück, dann passiert eben sonst nicht viel in so einer Woche…

Eigentlich alles banale Erkenntnisse. Mir hat es sehr geholfen, die Termine mal nach Bereichen farbig aufzuschlüsseln, das entlarvt ein eventuelles “Übergewicht” sehr leicht.


Paperclutter

Have fun and get more done with simplify 101

Ich nehme aktuell am “Paperclutter”-Workshop von Aby Gravey teil – ja, ich hab es wirklich getan und einen englischsprachigen Workshop in Amerika gebucht! – und einen Workshop zu machen, ist ein immenser Unterschied.

Paperclutter. Ich beantrage, dieses Wort in die deutsche Sprache aufzunehmen, denn nur dieser Klang sagt adäquat, was sich hinter dem “Papierkram” wirklich verbirgt.

Welche Last und welches Gerümpel, welche Blockaden und welche Schuld- und Schamgefühle wie “clutter”, wie Kletten an einem kleben. Da hat die deutsche Sprache glaub ich gar keinen vergleichbaren Ausdruck dafür. “Kletten” ist auch nur klanglich ähnlich, clutter bedeutet “Durcheinander, Wirrwarr”.

Ich hatte genügend Zweifel, ob ich mit meinen Englischkenntnissen an einem amerikanischen Workshop mithalten kann, oder ob ich die erforderliche Zeit aktuell in meinen vollgefüllten Teminkalender unterbringen kann.

Vor einiger Zeit habe ich über das “Magische Experiment” berichtet. Ich habe sieben Wochen lang (fast) jeden Morgen über die Frage nachgedacht, wie mein ideales Leben den aussehen würde, wenn sich alles optimal entwickeln würde.
Eines Morgens habe ich mir selbst in den Füller diktiert, dass dieser Workshop den entscheidenden Unterschied ausmachen wird. Da war es dann nur noch Formsache, mich anzumelden.

Nun ist der Workshop fast vorbei und ich habe unglaublich viel gelernt. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland irgendetwas Vergleichbares gibt, ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Ich kann Abys Workshops nur empfehlen. Ich bin aufs Wärmste empfangen worden und das Forum dort ist voll von hilfsbereiten und freundlichen “Klassenkameraden”. Ein bisschen bin ich traurig, dass der Workshop am 24.11. seine virtuellen Türen schliesst, auch weil ich wegen Erkältung, gezogenem Zahn und einem Totalabsturz meines Computers nicht ganz Schritt halten konnte.

Doch ganz besonders zuversichtlich macht mich Abys Satz: “Jeder Schritt, den Du machst ist ein Fortschritt.” (in Englisch klingt das alles noch viel, viel schöner!). Ich werde einfach nach jedem Rückschlag, nach jedem Hindernis die Gangart wieder aufnehmen und meine Mini-mini-Schritte in die richtige Richtung machen, mich um meine “action-systems” kümmern und die aufgeschobenen Entscheidungen Stück für Stück fällen.

Vielleicht werde ich ja auch hier ein bisschen über meine Fortschritte berichten, denn trotz aller Vor-Kenntnisse von GTD und Kaizen und simplify und was-weiß-ich-nicht-alles und trotz aller bisherigen Versuche, mich selbst zu organisieren, haben mir erst einige Informationen in *diesem* Workshop die Augen richtig geöffnet.

edit: Gerade eben habe ich noch einen Bonus-Zusatzservice entdeckt. Wir bekommen das komplette Forum als PDF nach Hause geliefert. Ist das nicht toll? Also, ein Rundum-zufrieden-und-sorglos-Paket. Great!
(ich hatte schon überlegt, am letzten Workshop-Tag alle Inhalte in meine Evernote zu kopieren, aber der Computerabsturz vom Samstag hat mich eines Besseren belehrt: Alle Evernotes seit Juli sind mit abgestürzt…)

simplify 101 -forum content


Das Autofocus-System

gefunden bei Mark Forster.

Für alle GTD-Junkies und für alle, die (wie ich) immer noch mit einer funktionierenden Selbstorganisation kämpfen (weil es immer noch nicht geklappt hat, GTD wirklich zum Laufen zu bringen…) habe ich hier ein Fundstück, das eine komplett andere Herangehensweise propagiert.

Es ist im Prinzip eine Super-Liste, wie dies auch aus dem Ansatz “Superbuch” bekannt ist. Genial finde ich aber hier den Ansatz, das Unbewusste oder die eher kreative rechte Gehirnhälfte oder die Intuition oder wie man es auch immer nennen will, in die Bewertung und Auswahl der Aufgaben einzubeziehen.

Eine deutschsprachige (!) Anleitung, wie es funktioniert findet sich HIER.


Der beste Moment des Tages

Heute habe ich bei “The Simple Dollar” einen schönen Artikel gefunden. Dort wird beschrieben, dass man sich am Abend den schönsten Moment des Tages notieren soll.

Dabei entsteht automatisch eine Art “Dankbarkeits-Journal”. Anders als alle bisherigen Ideen finde ich diese bestechend einfach: Nur ein Punkt pro Tag, keine Listen mit fünf oder 10 oder was weiß ich wievielen Punkte. Keine abschreckenden Regeln.

Im Artikel wird dann noch herausgearbeitet, dass alle diese Momente höchstwahrscheinlich eine Gemeinsamkeit haben werden: sie sind alle nicht für Geld zu haben.

Ich konnte nicht bis heute abend warten, habe meinen Eintrag für heute bereits im Tagebuch notiert – denn meine Tochter hat mir heute morgen bereits ein solches Highlight geschenkt :-)

(siehe Bild oben, im Sinne der Privatsphäre etwas unscharf)


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