Archiv für die Kategorie „Musik“
schöne Symbole

MUSIK
LASS DIE MUSIK
DIE WIR TEILEN
IHRE FLÜGEL AUSBREITEN
DURCH DIE LÜFTE SCHWEBEN
UND JEDER SEELE FREUDE BRINGEN
MÖGEN ALLE WESEN GLÜCKLICH SEIN
Quelle: http://www.amo-international.net/main.php
ich hab Posaune geübt…
…Posaune geübt. Mann ist das schön, wenn endlich die wichtigen Dinge in meinem Leben Platz finden. Gestern, 7. Februar, der Tag an dem ich begann Posaune zu ÜBEN.
Es liegt an zwei Denkweisen:
- ich kann ALLES für fünfzehn Minuten tun.
- Und die Posaune kann ausgepackt daliegen.
Mit aufgeschlagenen Noten. Dann ist es nur ein Blinzeln, eine Reflektion auf ihrem Schalltrichter, die mir sagt: “Spiel mich”.
Ich wage gar nicht daran zu denken, was ich jetzt alles erreichen kann! Traumstücke, die seit Jahren in meinem Herzen schlummern, werden spielbar. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Vielleicht ergibt sich ja unter den Mamis und Rentnern im Posaunenchor sogar eine “Vormittags-Probengruppe”…
Ich bin jedenfalls nur begeistert, was dieser Unterschied im Denken ausmacht: Nicht immer nur über Werte nachdenken und lesen und schreiben. Die Werte (hier Musik/Posaune) wollen vor allem gelebt werden.
Stundenplan
Ich möchte mir eine Idee aus Flylady zur Anregung nehmen und mir -in Babysteps – einen eigenen Stundenplan basteln. (Basic Weekly Plan). So wie damals in der Schule. Montag, Dienstag, …
Flylady hat gewisse Themen-Tage: Dienstags ist beispielsweise “Plan and Play” (Planung und Vergnügen), Donnerstag ist “Errand-Day” (Besorgungen). Es macht Sinn, sich solche wiederkehrenden Tätigkeiten als Routine in der Woche vorzunehmen. Wenn nichts zu tun ist: prima! – Zeit zum Lesen, Faulenzen und so weiter…
Wichtiger Punkt: Einmal in der Woche das “Home-Office” aufsuchen und den Eingangskorb (ein Hilfsmittel aus dem Konzept Getting Things Done – GTD) sichten. So werden die verschiedenen Systeme zur Selbstorganisation zusammengeführt.
Und nach diesem Traum-Wochenende voller Musik werde ich es diesmal auf meine Liste setzen: Wenigstens einmal pro Woche zusätzlich 15 Minuten Posaune üben, nicht nur die wöchentliche Probe besuchen.
Woran lag es bisher? Die Posaune ist nicht ausgepackt, die Noten liegen nicht bereit. Jetzt habe ich jedoch ein abschließbares Büro und somit auch eine Kindersicherung *breitgrins*
Ich bin zuversichtlich. Stundenplan oder Wochenplan ist eine gute Idee.
So und jetzt gehe ich meine sink shinen.
Posaunenchor-Wochenende
Ja, das war ein Traum. G. war als einziger weiterer Tenor bei der Posaunenchor-Schulung in Haidenaab dabei und so wurden wir erstmals ein wenig “warm” miteinander – ohne die sonst üblichen Kumpels, Fotzeleien und Rituale mit den anderen alten Männerfreundschaften. Auch unser “neuer” Chorleiter, der jetzt seit zwei Jahren seinen Dienst bei uns versieht, hat einen gänzlich anderen Stil und ohne, dass die Bläser es bemerken, ändert sich der Umgangston und der Zusammenhalt untereinander. Spannend, was da so gruppenintern abläuft. Nicht zu vergessen, dass ICH(!) Freitag und Samstag abend bis nachts halb eins und durchaus mit einem Gläschen Wein bei den anderen gesessen bin und das absolut Oberharte war ja die “Mäxle”-Session.. wer noch nie Mäxle gewürfelt hat, weiss nicht, wovon ich spreche. “Dreiundsechzig – Zweierpasch – Fünferpasch – Mäxle…”
Ja – besonders schön war das Konzert am Sonntag abend. Von den verschiedensten Persönlichkeiten der Gemeinde wurde unserem Posaunenchor ein deutlicher Qualitätssprung bescheinigt. Und auch, dass uns die “Neuen” Lieder (Swing, Pop, Gospel, Rock) gut zu Gesicht stehen. Mir hat die bisher unerreichte Präzision im Zusammenspiel gefallen. Da macht Musik Spass. Vorbei der “graue Alltag” und dadurch ist mir wieder einmal bewußt geworden, welchen großen Stellenwert die Posaune und die Musik für mich haben.
Heute bin ich glücklich.
Meine Pappenheimer
Immer vom 2. bis 6. Januar findet in Pappenheim eine Schulung für Bläser der Posaunenchöre statt. Da treffen sich Bläser aus allen Regionen Bayerns. Ich bin da auch immer wieder mal – mittlerweile schon seit 1990…
Heute war ich zumindest mal als Tagesgast dort und habe eine Handvoll gute Freunde getroffen. Schön, wenn man so freudig begrüßt wird, schön, einen ganzen Tag nur Posaune spielen, Musik allerorten. Schön, im Speisesaal dann ein paar Gespräche, ein paar Geschichten. So ein warmes rundes Gefühl im Bauch.
Diese Menschen sind in meinem Leben wichtig. Nicht jeden Tag, manchmal nicht einmal jedes Jahr – doch immer, wenn wir uns treffen haben wir dieses verbindende Gefühl und die verbindende Musik. Zauberhafter Ort Posaunenchor. Schmelztiegel der Generationen.
Konzert
Ja, gestern war unser großes Weihnachtskonzert. Gelungen, ja. Ich habe die emotionale Tiefe vermisst, die ich sonst immer am Ende spüre, wenn ich auf diesem Podium stehe und in die Gesichter von 600 Besuchern blicke. Das Magnificat – unser Hauptstück – war für mein Empfinden unsauber, zu schnell. Ich hab mich teilweise von den Achtelketten der Anderen aus dem Konzept bringen lassen. Schwierig.
Umso erfreulicher das “Dettinger Te Deum” – allen Unkenrufen im Vorfeld zum Trotz (“so ein Geschrei”): in allen Punkten präzise, schön sauber gesungen. Das gibt Sicherheit und führt dann zur Kür: Ausdruck und Gefühl in die Musik legen. Auch alle Angststellen gingen problemlos über die Bühne und bei diesem Stück habe ich gespürt, worum es geht: Das Herz vor den Zuhörern ausbreiten. Es hat sich gelohnt. Wochenlange Probenarbeit, Chorwochenende, Hauptprobe extra in Hof, bei den Hofer Symphonikern (um einmal die Anreise des Orchesters zu sparen), ist schon ein irrer Aufwand – der sich aber noch immer gelohnt hat.
