4. Juni 2007

Kirchentag in Köln

Free Image Hosting at allyoucanupload.com

Am Mittwoch geht es los: Der Deutsche Evangelische Kirchentag beginnt in Köln.

Ich freue mich auf 5 Tage voller Begegnung und Inspiration.

Da ich mit meiner Posaune in Köln zugegen sein werde, wird sich hier im Blog nix tun.

Sehen wir uns in Köln?

Free Image Hosting at allyoucanupload.com

20. Juni 2006

Was für eine wunderbare Reise!

Es war so gigantisch schön in England! Wer hätte jemals davon gehört, dass man sich auch in England einen Sonnenbrand holen kann? Nun – wir alle kamen leicht gerötet vom Strand in Brighton nach Hause…
Es war das perfekte Wetter: nicht so glühend heiß wie in Deutschland, angenehme 25 Grad, stahlblauer Himmel, Sonne, laue Abende, wunderbare Tage.
Was kann ich berichten? Die Fortführung einer alten Freundschaft, seit 20 Jahren fahren jetzt bereits die Chöre der beiden Gemeinden zu gegenseitigen Besuchen.
Unsere Freunde und Gastgeber sind so sehr lieb gewesen. Wir haben uns alle rundum wohl gefühlt und der Abschied am Sonntag ist sichtlich schwer gefallen.
Irgendwie sind mir die Einzelheiten entfallen. Ich habe nur noch so ein wohliges warmes Gefühl im Bauch, wenn ich an die Reise zurückdenke.
Auch solche unangenehmen Dinge wie die katastrophale Hauptprobe am Donnerstag erscheinen im Nachhinein in einem anderen Licht, denn diese völlig in die Hosen gegangene Probe hat dazu geführt, dass unser Chor seine Angst im Konzert vergaß und das wirklich schwierige “Das ist je gewißlich wahr” von Heinrich Schütz tatsächlich ohne Orgelbegleitung in a capella gesungen hat – so wie es eigentlich auch gedacht ist… Wir sind über uns hinausgewachsen und haben brilliert.

Ich habe auf meinen Entdeckungsreisen in dem kleinen alten Dorf, in dem wir wohnten, in einer Seitenstraße eine Künstlerin in ihrem Atelier gefunden, habe “elderflower“- Limonade getrunken und mich aufs Köstlichste mit ihr unterhalten. So viel Kreativität auf kleinstem Raum! (Denn die Häuser sind alle sehr winzig in England).
Mein Englisch habe ich mit etwas Mut gleich von Anfang an gut anwenden können, spannend war auch unsere Suche nach den diversen Bach-Blüten, die ja in England angeblich wirklich billiger sind. Da braucht man dann plötzlich mitten in London in einer pharmacy relativ spezielles Vokabular… tja, man wächst mit seinen Aufgaben.
Die Kirche am Wegesrand, die wir für eine kurze Auszeit auswählten – es war die erste Kirche in London, der wir über den Weg liefen – entpuppte sich als “St. Martin in the Fields” – für alle Nicht-Insider: da gibt es eine famous academy für klassische Musik und einen ebenso famous choir, dessen CDs hier auf dem Kontinent die Bach-Interpretationen und alle anderen klassischen Meister in den Musikgeschäften anführen.
In der dortigen Krypta ist ein zauberhaftes Café, mit preiswertem Lunch (traumhaft: Auberginensandwich mit Hoummous!) und ganz entrückter Atmosphäre.
Ach, was kann ich noch erzählen? Es waren soviele Eindrücke… So zauberhaft, so lebendig… eine Traum-Reise.
Die Pubs, die hervorragende Küche! seriously! wirklich! ich habe nicht eine Mahlzeit gehabt, die nicht wundervoll geschmeckt hätte. Ich kann mir nicht erklären, wo das Märchen mit der horrible british kitchen herstammt.
Hoffentlich kriege ich es noch gebacken, bei flickr ein paar meiner Bilder hochzuladen…

12. Juni 2006

England ruft!

Nein, nicht “goal, goal” – oder doch? ich bin in Sachen WM leider so gänzlich uninformiert.
Meinereiner jedenfalls fliegt am Mittwoch früh nach London (sehr früh! Der Flieger startet um 6, um 4 ist hier Abfahrt, d.h. fünf vor vier müssen wir aufstehehn *grins*), kleiner Stadtbummel, danach Weiterfahrt zu unserem Partner-Chor in Crowbourough, East Sussex. Donnerstag zwei Proben, Freitag “Lunch Time Concert” in der Kathedrale von Chichester. Wir singen gemeinsam mit unserem Partnerchor “All Saints” das “Dettinger Te Deum” von Händel. Auf Deutsch! Das lassen sich unsere Freunde nicht nehmen…
Am Samstag Ausflug nach Brighton, abends Feier der 20jährigen Partnerschaft, Sonntag gemeinsamer Gottesdienst. Spätabends dann irgendwann der Rückflug.
Diesmal werde ich nix vorbloggen, bin nämlich jetzt gerade vorhin und nachher wieder beim Kofferpacken für die Kids..
Ciao bis nächste Woche!

Tags:,
12. April 2006

Konzertkritik

Bereits gestern ist in unserer lokalen Zeitung die Kritik zur Aufführung des “Messias” am Palmsonntag erschienen – und die Passage über den Chor hat mir sehr, sehr gut gefallen:

(…) Analog dazu agiert der Chor sonor, aber nicht übermäßig virtuos, bleibt ein – gleichwohl ausgezeichnet vorbereitetes – Ensemble singender Laien. Die letzte Glättung des Stimmmaterials fehlt hier ebenso wie die manchmal schon Furcht einflößende Hyperpräzision der Konzert-Profis. Was letztendlich anrührender, echter und wahrhaftiger wirkt.

In den ersten Momenten dieses Abschnittes hab ich schon erst mal Luft geholt und ein paar Mal geschluckt. Das klingt ja nicht gerade nach positiver Kritik, jedoch der letzte Satz hat mich dermaßen gefreut: das ist es, warum ich singe – schöner kann es der Rezensent nicht mehr ausdrücken.

Tags:,
23. März 2006

Probenarbeit

Für das Pressegespräch, das der Öffentlichkeitsausschuss unserer Gemeinde heute mit den beiden ortsansässigen Zeitungen geführt hat, habe ich eine Statistik zur Probenarbeit der Kantorei für den Messias aufgestellt:
Seit Mitte Dezember proben wir an dem Werk, wöchentlich 1,5 Stunden. Zusammen mit dem bevorstehenden Chorwochenende, der Hauptprobe und der Aufführung ergeben sich für jeden einzelnen Sänger 39,5 “Arbeits”-Stunden (also eine komplette Arbeitswoche!), die er/sie im letzten Vierteljahr alleine für die Erarbeitung des Werkes “geopfert” hat. Mit durchschnittlich 65 SängerInnen multipliziert ergibt das 2567,5 Mannstunden. Stolze Summe. Und ich denke, die Zeitungen schreiben sowas gerne ;-) So ein Pressegespräch soll ja der Anfütterung der Redaktionen dienen – ganz im Sinne einer guten Zusammenarbeit.

Noch nicht eingerechnet sind da übrigens die ganzen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Stunden von Orchester, Solisten, Chorleiter und die Helfer am Rande (Podestaufbau, Abendkasse, Sitzplatz-Nummerierung,…)

11. März 2006

schöne Symbole

MUSIK
LASS DIE MUSIK
DIE WIR TEILEN
IHRE FLÜGEL AUSBREITEN
DURCH DIE LÜFTE SCHWEBEN
UND JEDER SEELE FREUDE BRINGEN

MÖGEN ALLE WESEN GLÜCKLICH SEIN

Quelle: http://www.amo-international.net/main.php

8. Februar 2006

ich hab Posaune geübt…

…Posaune geübt. Mann ist das schön, wenn endlich die wichtigen Dinge in meinem Leben Platz finden. Gestern, 7. Februar, der Tag an dem ich begann Posaune zu ÜBEN.
Es liegt an zwei Denkweisen:

  • ich kann ALLES für fünfzehn Minuten tun.
  • Und die Posaune kann ausgepackt daliegen.

Mit aufgeschlagenen Noten. Dann ist es nur ein Blinzeln, eine Reflektion auf ihrem Schalltrichter, die mir sagt: “Spiel mich”.
Ich wage gar nicht daran zu denken, was ich jetzt alles erreichen kann! Traumstücke, die seit Jahren in meinem Herzen schlummern, werden spielbar. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Vielleicht ergibt sich ja unter den Mamis und Rentnern im Posaunenchor sogar eine “Vormittags-Probengruppe”…
Ich bin jedenfalls nur begeistert, was dieser Unterschied im Denken ausmacht: Nicht immer nur über Werte nachdenken und lesen und schreiben. Die Werte (hier Musik/Posaune) wollen vor allem gelebt werden.

Tags:, ,
6. Februar 2006

Stundenplan

Ich möchte mir eine Idee aus Flylady zur Anregung nehmen und mir -in Babysteps – einen eigenen Stundenplan basteln. (Basic Weekly Plan). So wie damals in der Schule. Montag, Dienstag, …

Flylady hat gewisse Themen-Tage: Dienstags ist beispielsweise “Plan and Play” (Planung und Vergnügen), Donnerstag ist “Errand-Day” (Besorgungen). Es macht Sinn, sich solche wiederkehrenden Tätigkeiten als Routine in der Woche vorzunehmen. Wenn nichts zu tun ist: prima! – Zeit zum Lesen, Faulenzen und so weiter…

Wichtiger Punkt: Einmal in der Woche das “Home-Office” aufsuchen und den Eingangskorb (ein Hilfsmittel aus dem Konzept Getting Things Done – GTD) sichten. So werden die verschiedenen Systeme zur Selbstorganisation zusammengeführt.

Und nach diesem Traum-Wochenende voller Musik werde ich es diesmal auf meine Liste setzen: Wenigstens einmal pro Woche zusätzlich 15 Minuten Posaune üben, nicht nur die wöchentliche Probe besuchen.
Woran lag es bisher? Die Posaune ist nicht ausgepackt, die Noten liegen nicht bereit. Jetzt habe ich jedoch ein abschließbares Büro und somit auch eine Kindersicherung *breitgrins*
Ich bin zuversichtlich. Stundenplan oder Wochenplan ist eine gute Idee.

So und jetzt gehe ich meine sink shinen. ;-)

Posaunenchor-Wochenende

Ja, das war ein Traum. G. war als einziger weiterer Tenor bei der Posaunenchor-Schulung in Haidenaab dabei und so wurden wir erstmals ein wenig “warm” miteinander – ohne die sonst üblichen Kumpels, Fotzeleien und Rituale mit den anderen alten Männerfreundschaften. Auch unser “neuer” Chorleiter, der jetzt seit zwei Jahren seinen Dienst bei uns versieht, hat einen gänzlich anderen Stil und ohne, dass die Bläser es bemerken, ändert sich der Umgangston und der Zusammenhalt untereinander. Spannend, was da so gruppenintern abläuft. Nicht zu vergessen, dass ICH(!) Freitag und Samstag abend bis nachts halb eins und durchaus mit einem Gläschen Wein bei den anderen gesessen bin und das absolut Oberharte war ja die “Mäxle”-Session.. wer noch nie Mäxle gewürfelt hat, weiss nicht, wovon ich spreche. “Dreiundsechzig – Zweierpasch – Fünferpasch – Mäxle…”
Ja – besonders schön war das Konzert am Sonntag abend. Von den verschiedensten Persönlichkeiten der Gemeinde wurde unserem Posaunenchor ein deutlicher Qualitätssprung bescheinigt. Und auch, dass uns die “Neuen” Lieder (Swing, Pop, Gospel, Rock) gut zu Gesicht stehen. Mir hat die bisher unerreichte Präzision im Zusammenspiel gefallen. Da macht Musik Spass. Vorbei der “graue Alltag” und dadurch ist mir wieder einmal bewußt geworden, welchen großen Stellenwert die Posaune und die Musik für mich haben.
Heute bin ich glücklich.

4. Januar 2006

Meine Pappenheimer

Immer vom 2. bis 6. Januar findet in Pappenheim eine Schulung für Bläser der Posaunenchöre statt. Da treffen sich Bläser aus allen Regionen Bayerns. Ich bin da auch immer wieder mal – mittlerweile schon seit 1990…
Heute war ich zumindest mal als Tagesgast dort und habe eine Handvoll gute Freunde getroffen. Schön, wenn man so freudig begrüßt wird, schön, einen ganzen Tag nur Posaune spielen, Musik allerorten. Schön, im Speisesaal dann ein paar Gespräche, ein paar Geschichten. So ein warmes rundes Gefühl im Bauch.

Diese Menschen sind in meinem Leben wichtig. Nicht jeden Tag, manchmal nicht einmal jedes Jahr – doch immer, wenn wir uns treffen haben wir dieses verbindende Gefühl und die verbindende Musik. Zauberhafter Ort Posaunenchor. Schmelztiegel der Generationen.

Tags:,