Archiv für die Kategorie „making of…“
Hinter den Kulissen
In den letzten Wochen habe ich mich mit der Umgestaltung des WordPress-Themes für die Seite www.wissensagentur.net beschäftigt und bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Alexandra Graßler von der Wissensagentur bat mich, das etwas in die Jahre gekommene Outfit ihres Blogs zu überarbeiten und anzupassen. Da ich vor einiger Zeit auch das Outfit meines eigenen Blogs neu gestaltet habe, hatte ich die passende Software gleich parat.
Ich zeige jetzt einmal ein paar Stufen des Redesigns und wie wir dann letztlich zu der aktuell verwendeten Endfassung gekommen sind.
Die Ausgangssituation war das in die Jahre gekommene Design des Blogs. Brauchbar, aber nicht unbedingt sehr individuell…
Zunächst wollte ich das bisherige Headerbild – die Meereswelle – beibehalten, was aber letztlich zu einer sehr eingeschränkten Farbpalette geführt hätte.
Es hat auch so ein bisschen das *schnipp*-Erlebnis gefehlt, der Punkt an dem man durchatmet und sagt: *wow, so ist es gut* An dieser Stelle brachte auch das Probieren mehrerer Varianten einfach kein brauchbares Ergebnis.
Eine Erweiterung der Farbpalette durch einen Auberginefarbton hat auch nicht wirklich zum gewünschten Effekt geführt, zeigte dann aber doch den Schritt in die richtige Richtung – denn die Veränderungen sollten letzlich doch sehr weitreichend werden.
In Zeiten von Social Media kann so ein Entwurf sehr leicht auch über größere Entfernungen hinweg besprochen werden und eine Live-Sitzung mit dem Teamviewer brachte dann schon weitere Hinweise, was denn jetzt bereits *schön* und was weniger brauchbar war.
Den Durchbruch in Entwurfsdingen brachte dann die Entscheidung, auf das bewährte Bild der Welle zu verzichten, das bisher einen großen Raum in der Corporate Identity eingenommen hatte.
Da der Entwurfsauftrag auch einen Schwerpunkt auf die grafischen Einbindung der neu definierten Kompetenzbereiche “Wissensmanagement und Kaizen®”, “Social Media und Netzwerke” und “Frauenförderung” legte, lag es nahe, die drei Themenbereiche in einem neuen Headerbild zu verschmelzen und aus diesem Header dann die neue Farbpalette zu generieren.
Die Suche nach passenden Bildern ging flott vonstatten und die restlichen Anpassungsarbeiten erforderten dann nur noch ein wenig *Sitzfleisch*: Linkfarben wollten sortiert, Schriftfamilien ausgewählt, Zeilenabstände angepasst werden.
Was dann im technischen Hintergrund noch an Anpassung nötig war, um Plugins zum Laufen zu bekommen, Permalinkstrukturen anzupassen oder ähnliche Stolperfallen zu beseitigen, das entzieht sich meiner Kenntnis, denn für die technische Abwicklung eines WordPress-Redesigns haben wir beide grundsätzlich unseren Spezialisten Martin Unverdorben im Boot.
Am lustigsten war dann auch eine abendliche Konferenzschaltung mittels Skype. Der Wartungsarbeiten-Modus wurde für die alte Wissensagentur-Seite hochgezogen und dann konnten wir im Hintergrund zu dritt schwitzen, tippen und werkeln…
Neue Seitenstrukturen mussten angelegt werden, Menüunterpunkte definiert, Bilder hochgeladen werden und Mouseover-Titel umbenannt werden. Die Seitenleiste bekam neue und angepasste Widgets und nachdem dann die Blogbetreiberin alle Texte angepasst hatte, ging das neue Redesign vor einigen Tagen online.
Wenn ich die Seite heute besuche, dann erfüllt mich auf jeden Fall ein tiefes Zufriedenheitsgefühl. Ein fertiggestelltes Projekt zu betrachten und an die lustigen Begebenheiten im Hintergrund zu denken, Teil eines eingeschworenen Teams zu sein, Weichenstellungen und Wendepunkte zu rekapitulieren, das macht dieses Projekt für mich einfach zu einem ganz besonderen Stück meiner Arbeit.
Stern von Bethlehem
Ich wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen ein freudvolles, glückliches und besinnliches Weihnachtsfest.
Den folgenden Text möchte ich Ihnen in die Feiertage mitgeben, weil er mich so sehr berührt hat, als ich ihn im Vorwort eines Buches vor einigen Tagen wieder gefunden habe. Für mich hat er ganz viel mit Weihnachten und der Geburt Jesu auf der Erde -als Mensch- zu tun:
Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten. Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brilliant sein soll? Aber wer bist Du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst. Dich klein zu machen, nur damit andere um dich herum sich nicht unwohl fühlen, hat nichts Erleuchtetes.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns. Er ist in jedem Einzelnen. Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.
Nelson Mandela
Making of … (23)
Maria ist etwas Besonderes. Tagelang hatte ich die Bleistiftskizze vor mir liegen. Das Gesicht schaut bereits jetzt so zart aus, dass ich mich nicht getraut habe, irgendetwas daran zu machen. Schon gar nicht eine Grundierung mit weißem Acryl!
Also habe ich wieder mal tagelang gebrütet, derweil andere Bilder fertiggestellt und hin und her überlegt, wie ich die Maria mit dem Jesuskind dann noch soweit im Stil anpasssen kann, dass sie wenigstens gedruckt werden kann. Denn das geht ja schliesslich nicht: Alle Bilder sind bunt und nur die Maria ist eine Bleistiftzeichnung???
Maria ist wirklich etwas Besonderes, sie ist das einzige Bild, das ich wirklich direkt auf den Hintergrund mit Buntstiften gemalt habe. Ich hatte eine gehörige Portion Zweifel, ob die Buntstifte auch ohne die Acryl-Grundierung haften würden. Doch nach dem Trocknen sah alles bereits sehr gut aus.
Schritt für Schritt sind immer mehr Details dazugekommen: Die Krippe, Stroh, Vordergrund, Boden, alles ist Stück für Stück gewachsen…
Einen letzten Adrenalinstoß gab mir dann noch das Zeichnen der Konturen. Schwarzer Gelstift. Hey, wenn ich *jetzt* abrutsche. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, aber auch hier: es ist alles gut gegangen.
Was fehlt noch? Richtig. Der Stern von Bethlehem. Hier die Rohfassung: Mir sind die richtigen Worte und Zeilen aus meinem zerfledderten Losungsbüchlein in die Hände gefallen.
Meine Arbeitsskizze vom 17. Juni zeigt diesen Stern noch ganz klassisch und üblich mit den *immer.so* gezeichneten Kometenschweif-Zacken.
Das ist auch *der* Prototyp des Weihnachtssterns überhaupt. Von daher war ich selbst am meisten überrascht, als der Stern so wurde wie er wurde.
Und damit es doch noch ein allerletztes “Türchen” in meiner Making-of-Reihe gibt: Das Bild vom fertigen Weihnachtsstern gibt es dann morgen, am Ersten Weihnachtsfeiertag.
Bitte besucht Andrea Juchems Adventskalender bei Bachmichels Haus
Making of … (22)
Beim Joseph war ja klar, dass er im Bogenfenster seinen Platz findet, von daher habe ich ihn von vornherein an den rechten Bildrand gerückt, damit ihn der Bogen nicht berührt. Im Frühstadium kurz nach dem Grundieren des Hintergrundes habe ich als Erstes ein wenig der dunklen Farbe weggewischt, um schon mal einen Platz für den Heiligenschein festzulegen (damit kann man gar nicht früh genug beginnen
)
Grob skizziert kann man auch bereits das Gesicht und die Laterne in Bleistiftstrichen erkennen.
Der nächste Schritt war, den Vordergrund mit den Mustern und Stempelungen ein wenig an die 18 Motive in den “kleinen” Fenstern anzugleichen, also gab es Punkte, Blümchenstempel und graue Farbe. Dann die erste Grundierung mit verdünnter Acrylfarbe, wie ich es auch bei den Engeln gemacht habe.
Leider gibt es hierzu nur dieses unscharfe Foto, aber es zeigt ben ein wichtiges Zwischenstadium. Links schimmert noch der Tannenbaum von einem Hintergrund-Collage-Papier durch, später leuchtet hier der Lichtschein der Laterne.
Joseph bekommt ein Gewand aus Buntstiftfarbe. Die wasserlöslichen Faber-Grip-Stifte ergeben eine kompakte Farbfläche und die verschiedenen Brauntöne verschwimmen schön ineinander.
Zuletzt kommen nur noch Konturen, ein paar dunklere Haare (Filzstift: Faber Castell Pitt Artist Pen) und ein Bart hinzu und natürlich der obligatorische Heiligenschein… ein paar Verzierungen und Details, fertig
Bitte besucht Andrea Juchems Adventskalender bei Bachmichels Haus
Making of … (21)
Meine Tochter spielt dieses Jahr in einem Krippenspiel für den Familiengottesdienst am Heiligen Abend mit, in dem die Tiere darüber streiten, welches von ihnen denn von den Engeln zu Maria und Josef in den Stall gestellt werden wird, um dem Jesuskind ein guter Begleiter zu sein.
Ich darf hier natürlich nicht verraten, wie die Handlung genau geht, aber es ist einfach eine wunderbare Geschichte, warum dann ausgerechntet ein Ochse und ein Esel im Stall dabei sind.
Es würde es sich bestimmt lohnen, am Heiligen Abend um 15 Uhr in der Pegnitzer St. Bartholomäuskirche mit dabei zu sein. Aus naheliegenden Gründen wird sicherlich jeder bereits andere Pläne haben – von daher bleibt mir nur übrig, einige Details aus der Entstehungszeit der beiden Tierbilder zu zeigen.
Die Figur ist wie auch bei den Engeln mit Acrylfarbe grundiert. Nach dem Trocknen habe ich die Farbschichten mit wasservermalbaren Buntstiften gemalt. Das fließt wunderschön ineinander und hat auch für mich erstaunliche Effekte erzeugt.
Die Konturen zum Schluss definieren die Darstellung dann noch mehr.
Bitte besucht Andrea Juchems Adventskalender bei Bachmichels Haus
Making of … (20)
Ich wollte die Engel eigentlich ganz klassisch im Stil der Rauschgoldengel malen. Mit vielen Rüschen, Ornamenten und ordentlichen, gefiederten Flügeln.
Mir ist auch wieder eingefallen, warum ich eine andere Technik gewählt habe, und die Figuren nicht auf bedruckten Buchseiten vorgezeichnet habe: Das Losungsbuch war zu klein, um dort die gesamten Engel vorzuskizzieren und so wie bei den anderen Bildern auszuschneiden und aufzukleben.
Also habe ich die Figur auf den dunklen Untergrund mit Bleistift vorskizziert, auch um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo dann der Bogen des Fensters entlangläuft.
Mit verdünnter Acrylfarbe in Weiß habe ich danach die Umrisse und die Flächen angelegt, nur so als grobe “Skizze” – und um eine erste Form herzustellen.
Hier sieht man sehr schön, wieviel Wasser und wie wenig Farbe aufgetragen wurden. Das hat natürlich einiges an Trockenzeit zur Folge, so dass es ganz gut ist, dass ein Adventskalender nicht nur aus einem Bild besteht…
So ging es Runde um Runde weiter, später haben die Engel dann mit Buntstift eine Andeutung von Hautfarbe bekommen, silbernes Haar und ein Gesicht…
Auch der Hintergrund erhält eine nicht gezählte Menge von einzelnen Schichten…
Hier sind die beiden Engel beinahe fertig:
Eigentlich wollte ich dann schon noch mit collagierten Elementen weitermachen, das habe ich dann zumindest bei dem Spruchband, das die beiden Engel in der Hand halten, verwirklicht. Hier noch eine Detailansicht:
Was fehlt noch? Richtig, der Heiligenschein, ein paar Konturen, ein paar Verzierungen.
Mittlerweile sahen die Engel einfach so sphärisch schön aus, dass ich mich entschlossen habe, auf das ganze Goldgerausche und Glittergesummse zu verzichten und die Engel als das zu belassen, was sie vielleicht auch den Hirten damals auf dem winterlichen Feld in der Wüste waren: Hauchzarte Wesen aus einer anderen Dimension mit einer unglaublichen Botschaft.
Bitte besucht Andrea Juchems Adventskalender bei Bachmichels Haus

































