Archiv für die Kategorie „Kreativ“

Wandbild-Projekt

In den Sommerferien verbrachte ich ein paar Tage mit einem ziemlich großen Projekt: Das Zimmer der Tochter erhielt ein Wandbild.

Impressionen

Während im Zimmer die Vorbereitungen laufen…

Vorbereitungen

… ging es für mich an den ersten Entwurf. Ein Drache sollte es werden, fliegend und weiß…

Entwurf 1

Details:

Entwurf 1 - Detail

Für die spätere Projektion mit dem Beamer braucht es definierte klare Linien. Das Durchzeichnen finde ich immer ziemlich schwierig…

Durchzeichnen mit Filzstift

Die Reinzeichnung ist fertig:

Reinzeichnung

…und irgendiwe ist es mir *immer* ein Rätsel, wie man das Signal dann endlich auf den Beamer bekommt… :mrgreen:

Beamer_Signal

Wenn es dann endlich klappt, geht es ans geduldige Abfusseln der einzelnen Linien. Bleistift funktioniert hier perfekt. Nach der Hälfte beginne ich zu ahnen, wie sehr Michelangelo gelitten haben muss, Muskelverkrampfung pur…

Jetzt bloß keine Details vergessen…

Übertragen der Reinzeichnung 2

Nach dem Abschalten des Beamers sieht das dann so aus:

Übertragen der Reinzeichnung 4

Das Grundgerüst wird mit dem ersten Farbauftrag gefüllt:

Erster Farbauftrag mit Acrylfarbe

Farbnuancen mit wasserlöslichen Stiften:

Farbschattierungen

Das fertige Bild, verziert mit Glasmugel und Mosaik:

Das fertige Fabelwesen

41 Dinge – Die Liste

P1220775

Im letzten Freitagsfüller habe ich den vorgegebenen Satzanfang “Ich werde…” mit einer Idee vollendet, die mich schon eine Weile hartnäckig verfolgt:

Ich werde mir eine Liste anlegen, mit genau soviel Dingen, die ich tun will, wie ich Jahre an meinem nächsten Geburtstag feiere.

Andrea Jenkins schreibt in ihrem Blog Hula Seventy viele Beiträge in Listenform. Unter anderem stellt sie schon seit einigen Jahren zu jedem Geburtstag eine Liste von Dingen auf, die vor ihrem nächsten Geburtstag erleben will.

Ich finde das eine wunderbare Idee – es ist glaube ich eine ideale Art, sich immer wieder an seine Wünsche zu erinnern.

Im Jahr 2008 habe ich mir eine Liste mit 100 Dingen angelegt, die Spaß machen könnten. Die Grundidee der Liste ist richtig, doch was fehlte war die Verwirklichung. Die Ideen waren nur semi-konkret und alles war ziemlich unverbindlich. Diese Liste hätte ich ohne die Blogartikel auf Hula Seventy einfach vergessen…

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Ich denke, mit so einer Geburtstags-Aktions-Liste kann ich die Wünsche und Ideen gegenwärtig halten. Allerspätestens am Geburtstag wird mir diese Aktion wieder einfallen. Die ganz große Chance aber ist, mit der Schriftlichkeit dieser ausgewählten Punkte erstmals so richtig konkret auch über Einzelheiten und damit über die Verwirklichung der einzelnen Punkte nachzudenken.

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Und wenn ich nicht alle Dinge schaffe? Befreiend finde ich da Andreas Listen aus den Vorjahren: ganz viele Punkte sind unerledigt geblieben – aber die Mehrzahl der Vorhaben wurde auch verwirklicht.

Hier ihre Beispiele:

Es besteht also keine Notwendigkeit, unerledigte Punkte auch in Folgejahre mitzuziehen…

es hat eben nach einer guten Idee geklungen.

Einen Umsetzungszwang gibt es nicht.

Und ja: es sind auch Punkte auf meiner Liste, die mich an meine Grenzen bringen (und ich meine nicht nur den Punkt mit dem grünen Smiley)

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Tja. Jetzt ist es raus: Mein 41. Geburtstag ist in einigen Wochen, es macht für mich keinen Sinn, jetzt auf die Schnelle 40 Punkte in der kurzen Zeit abarbeiten zu wollen.

Ich will andererseits auch nicht bis zu meinem Geburtstag warten, um mit so einer Idee zu beginnen, also dehne ich die Definition einfach ein bisschen und nehme mir ein Jahr plus einige Wochen Zeit. :mrgreen:

  • Zweitens werde ich auch Andrea Jenkins Formel übernehmen: “Jahre minus eins = Punkte auf der Liste”

Hier ist sie also – meine Liste: {41 things to do before i turn 42}

  1. Die Kräuterspirale fertigstellen und bepflanzen
  2. Eine Skulptur für den Garten bauen
  3. Im Kletterwald den Gibbon-Parcours kletterndone 11.8.20101
  4. Das Stück “Andante für Posaune” von dieser CD selber auf der Posaune spielen
  5. Stockbrot backendone 21.8.2010
  6. Eine Figur aus Pappmache modellieren
  7. Alle 52 Übungen aus dem Buch Drawing Lab fertigstellen
  8. (und im Speziellen das Lab “100 Gesichter” – ein fortlaufendes Projekt)
  9. Ein Insektenhotel bauen
  10. Marshmallows am Lagerfeuer röstendone 21.8.2010
  11. Die H-Moll-Messe mitsingen
  12. Kiesel in der Isar sammeln (= ein Ausflug nach München oder an einen anderen Punkt der Isar)
  13. Am Artfest 2011 teilnehmen
  14. Fotos in einem Paßbildautomaten machen
  15. Eine Skulptur oder ein anderes Kunstwerk aus Strandgut bauen (öhem… Urlaub am Meer?)
  16. Eine Windfahne nähen und / oder bunte Bänder in den Sonnenschirm binden
  17. ein Rag-Doll-Stofftier nähen
  18. Einen Steingarten in einer Schale anlegendone 25.8.2010
  19. Einen interkulturellen Garten besuchen
  20. Meine Stempel-Alphabethe auf Holzklötze montieren (wie in diesem Video von Lisa Sonora Beam)
  21. Das Naturkundemuseum in Bamberg besuchen
  22. Ein Gedicht schreiben
  23. Brot backen
  24. Ein Kunstmuseum besuchen
  25. Ein Diorama aus Urlaubsmitbringseln bauen
  26. An einem inspirierenden Seminar teilnehmen
  27. Ein indisches Rezept nachkochen (ich denke da an Tandoori oder so…)
  28. Einen Kilometer am Stück joggen können :mrgreen:
  29. Eine Hasenvilla für unsere Hasis bauen
  30. Karamel selbermachen
  31. Löwenzahnsirup machen
  32. Eine Zine gestalten
  33. Eine Stadt besuchen, in der ich noch nicht gewesen bin
  34. Einen Fotowalk organisieren
  35. Eine Burg oder ein anderes riesiges, altes, beeindruckendes Gemäuer an den Stellen erkunden, die normalerweise nicht zugänglich sind
  36. Eine mir völlig neue Kreativ-Technik ausprobieren
  37. Wieder einmal rund um die Stadtmauer von Nördlingen gehendone 30.10.2010
  38. Einen Shop bei Dawanda eröffnen
  39. Windlicht-Gläser für Balkon und Garten gestalten (was Nettes einfallen lassen)
  40. Am ganzen Zaun entlang Sonnenblumen pflanzen
  41. Ein Buch lesen, das kein Sachbuch istdone 30.10.2010

{die Bilder sind dieses Wochenende auf einem Sommerfest entstanden}

Drawing Lab 8 – imaginäre Kreaturen

Diese Übung ist die letzte im ersten Kapitel, das sich mit Tieren beschäftigt. Mit Lab 9 startet dann das Kapitel “inspired by … people”.

farbschichten

Zunächst sollen mit Wasserfarben beliebige Farbtupfer, Kleckse und Spuren auf das Papier gebracht werden. In der Reihenfolge: Rote Farbe – trocknen lassen – blaue Farbe – trocknen lassen – gelbe Farbe – trocknen lassen.

farbschichten-5 farbschichten-6

Hier ist echte Geduld gefragt, denn den Lasureffekt gibt es *nur* auf absolut trockenem Papier. Nur dann bleiben die Ränder der vorher aufgetragenen Farbe auch randscharf erhalten und die Farben verlaufen nicht ineinander.

drache-3 drache-5

Aus den erhaltenen Farbstrukturen lassen sich nun Kreaturen entwickeln – hier sind eben die Farbränder so wichtig, die Körper und Gesichter erzeugen… juhu, hier wird die Phantasie angekurbelt. Mit einem schwarzen Stift (ich habe schwarzen Kugelschreiber verwendet) werden Konturen nachgefahren, Augen platziert, Gesichter und Körper geformt.

greif greif-2

Manchmal muss man die Blätter hin und herdrehen, bis man wirklich etwas in den Klecksen *sehen* kann (und irgendwie fühlt man sich an einen gewissen Psychologie-Test erinnert, nur mit mehr Spaß ;-) )

greif-3

Die weitere Bearbeitung der Bilder soll laut Buch wieder mit Wasserfarben erfolgen, mir liegen aber Buntstifte mehr…

schwan-2 schwan-3

Als letzten Arbeitsschritt noch mit der Zeichenkohle Schatten hinzufügen.

seepferd-3

Beobachtungen:

  • Geduld beim Lasieren der Farbschichten – sorgfältiges Trocknen erforderlich. Am besten zwischendurch etwas Lesen oder… Abspülen *gnihihi*
  • Die Mischung der Techniken bereichert die Zeichnungen.
  • Die Übung macht Lust, die ungewohnte Zeichenkohle öfters zu verwenden.
  • Interessanterweise waren bei mir heute ein bisschen die Fabelwesen dran…

…passend zur Affenhitze

Gestern hatte ich abends noch Gelegenheit, Lab 7 zu zeichnen. Passend zum Wetter (eine Affenhitze war das!) heißt das Thema: Monkey faces.

Ich habe mir bei Flickr eine Fotogalerie mit einigen richtig schönen Portraits verschiedener Affen zusammengestellt.

Die Übung soll auch mit vier vorab ausgesuchten Stiften gemacht werden: ein dickerer Filzstift, ein Marker, ein dünner Fineliner und eine Pastellkreide. Pastell hab ich nicht (öh ja, ich gebs zu: ich hab Pastell, weiß aber nicht wo…) Anstelle der Pastellkreide habe ich eine Wachsmalkreide ausgewählt.

P1210417

Besonders spaßig ist, dass man eigentlich *blind* in seine Vorräte greift und dann die Farben verwendet, die man herausgegriffen hat.
Das sind in den allermeisten Fällen Farben, die man NIEMALS selbst so zusammengestellt hätte. Wunderbar!

Wegen der knappen Zeit sind in der Viertelstunde auch nur vier Zeichnungen entstanden, ich stell hier mal Original und “Fälschung” (*gnihi*) nebeneinander:

Monkey Face P1210425

Baboon monkey face P1210427

P1210424

und mein Lieblingsäffchen:

P1210422

Leider kann ich das Original nicht verlinken, von daher müsst Ihr den süßen Kerl in der Galerie besuchen…

Und dass gerade durch die verschiedenartigkeit der Stifte ganz bezaubernde Effekte entstehen, hat mich selbst am allermeisten verblüfft. Herrlich, dieses Buch… ich erwähne jetzt mal ausnahmsweise nicht, dass es mein aktuelles Lieblingsbuch ist.

Gruppe “Drawing Lab” bei Flickr

Book: Drawing Lab

Zu dem Buch “Drawing Lab” von Carla Sonheim gibt es auch eine Gruppe bei Flickr, in der die Ergebnisse vieler begeisterter Leser zu sehen sind.

Drawing Lab "flickr"

Die Bilder oben stammen aus dem Fotostream von Carla Sonheim.

Die Flickr-Gruppe ist hier zu finden.

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39 Hunde

Tja, der Sonntag war sehr heiß und da wir nur ein Auto haben, ist die Restfamilie ins Freibad abgedüst während ich zu Hause geblieben bin – Terminüberschneidung mit meinem musikalisch-ehrenamtlichen Engagement.

Balkon - mein Zeichenplatz

Da hab ich erst ein bisschen gegrummelt, mir aber dann doch noch mein Lieblingsbuch geschnappt, mich auf den Balkon verkrümelt und wollte mit den Übungen weitermachen…

… Lab 3 hatte ich ja schon frühmorgens absolviert, weil es sonst einfach nur unerträglich heiß gewesen wäre.

Also ist Lab 4 ist als nächstes dran – aber, welche Enttäuschung! Ein Tag im Zoo. :-( Nein, bei der Hitze definitiv nicht! Und weil Lab 5 der zweite Teil vom Tag im Zoo ist, geht es mit Lab 6 weiter. Ich bin ja flexibel.

Karteikarten und ein dicker Marker mit breiter Spitze hat sind das geforderte Material.

Karteikarten hab ich in A7 da, sogar blanko. Ich habe keine Ahnung, ob die amerikanischen Index Cards eher unsere Postkartengröße haben (also A6), aber das ist wurscht. Ich nehme, was da ist.

Auftrag der Übung: einen Hund zu zeichnen und diesen als Vorlage verwenden und dann 20 weitere Hunde zu zeichnen. Natürlich mit dem dicken Marker.

Beobachtungen:

  • Der Marker stinkt furchtbar, also am besten im Freien arbeiten.
  • Das kleine Format und der dicke Stift befreien einen von allzugroßer Detailtreue :-) Das ist ein Vorteil.
  • Immer was zu trinken dahaben. Es ist viel zu heiß dieser Tage!

Meine Empfehlung: Auf jeden Fall mehr als die vorgeschlagenen 20 Zeichnungen machen! Ich hatte einen Stapel von zufällig 39 Karteikarten und am Anfang war es wirklich etwas zäh.

Vor der Übung dachte ich noch, naja, das kann ja nicht so schwer sein, den Hund ein paar mal abzuzeichnen, das wird eh immer gleich ausschauen. Weit gefehlt!

  • Erstens ist es nicht eintönig, auch wenn die ersten Hunde sehr ähnlich sind.
  • Zweitens unterscheiden sie sich in Nuancen und nach zehn oder fünfzehn Zeichnungen kommt plötzlich so etwas wie Langeweile auf.
  • Wenn man dann weitermacht, wird man dazu gebracht, das Motiv zu variieren. Bei mir habe ich das exakt bei Hund 19 beobachtet, von daher meine Empfehlung, mehr als 20 Zeichnungen zu machen. Die Bilder, die mir Spaß gemacht haben und die mir selbst auch gut gefallen, sind alle jenseits des neunzehnten Hundes entstanden ;-)

drawing lab #6

Alle 39 Hunde sind in der Reihenfolge des Entstehens in diesem kleinen Video zu sehen:

Fazit:

  • Es lohnt sich, eine große Menge an Zeichnungen zu einem Thema zu machen (Scribbles).
  • Es entstehen Variationen, die Überraschungen bieten.
  • Ich finde in den persönlichen Favoriten auch die Zeichnungs-Elemente, die mir selber gut gefallen (z.B. doppelte Linien, Punkte außerhalb…) – das ist ein weiterer Schritt, um meinen eigenen Stil zu entdecken und vom bloßen Kopieren anderer wegzukommen.
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Entrümpeln: Bücher
Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

Die sonstigen Möglichkeiten mit Versteigern oder auf Online-Marktplätzen anbieten... das finde ich alles so aufwendig.

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