Archiv für die Kategorie „Geld“
Der beste Moment des Tages

Heute habe ich bei “The Simple Dollar” einen schönen Artikel gefunden. Dort wird beschrieben, dass man sich am Abend den schönsten Moment des Tages notieren soll.
Dabei entsteht automatisch eine Art “Dankbarkeits-Journal”. Anders als alle bisherigen Ideen finde ich diese bestechend einfach: Nur ein Punkt pro Tag, keine Listen mit fünf oder 10 oder was weiß ich wievielen Punkte. Keine abschreckenden Regeln.
Im Artikel wird dann noch herausgearbeitet, dass alle diese Momente höchstwahrscheinlich eine Gemeinsamkeit haben werden: sie sind alle nicht für Geld zu haben.
Ich konnte nicht bis heute abend warten, habe meinen Eintrag für heute bereits im Tagebuch notiert – denn meine Tochter hat mir heute morgen bereits ein solches Highlight geschenkt
(siehe Bild oben, im Sinne der Privatsphäre etwas unscharf)
Jesus Luxus

Hier meine neueste Rezension für ein Buch, das ich trotz Budget-Stopp unbedingt lesen musste…
Ich war in meiner Heimatstadt unterwegs und dort lagen in einer Buchhandlung ziemlich viele (und ziemlich weiße und damit sehr auffällige) Exemplare dieses Buches – sehr ungewöhnlich, aber als Überbleibsel einer Autorenlesung in der Stadt immerhin zu erklären…
Ich habe darin geblättert und das Buch schlägt sich (wegen dem Verlagsprospekt) automatisch an genau der Stelle auf, an der die provokative Überschrift steht: “Gott und Geld passen nicht zusammen” – und das hat mich dann nicht mehr losgelassen. Drei Tage bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, dann habe ich es trotz aller Zweifel gekauft … und nicht bereut.
- Hier meine Rezension, wie ich sie auch bei Amazon veröffentlicht habe:
Wer braucht dieses Buch? Kann man dieses Buch auch dann lesen, wenn man beim Wort “Jesus” schon Pickel kriegt? Ist das nur was für Christen, Kirchgänger, Glaubende oder religiöse Menschen? Oder können das auch Menschen lesen, die mit der “Institution Kirche” hadern?
Die Antwort lautet: Dieses Buch ist für Jeden.
Auch bei einem problematischen persönlichen Verhältnis zu Glaubensthemen werden doch die meisten Menschen hierzulande eine Ahnung von der ein oder anderen biblischen Geschichte haben.
Das Buch nimmt dann auch anhand der Lebensgeschichte Jesu aktuelle Themen ins Visier. Wie ein roter Faden ziehen sich die Geschichten und Gleichnisse von der Krippe bis zur Kreuzigung und Auferstehung durch das Buch und geben den Rahmen vor, in dem eine ganz neue Sicht auf das Leben möglich wird.
Es lohnt sich, sich auf diese alten Geschichten einzulassen und einen ganz neuen Blickwinkel auf das Leben und aktuelle Themen zu finden. Doch das Buch leistet noch mehr: Es gibt einem eine Ahnung von den Dingen, die wirklich wichtig sind, die wirklich zählen.
Es ist alles enthalten: Die wesentlichen Textstellen sind zitiert, die unglaublich liebenswerten Zeichnungen vertiefen und ergänzen die Aussagen und machen vielschichtige Bedeutungen sichtbar, Anregungen (auf optisch besonders hervorgehobenen Seiten) geben konkrete Umsetzungstipps und die wohltuende Deutung von Werner Tiki Küstenmacher bringt neue Tiefe in alle Themen des Lebens.
Wer braucht also dieses Buch?
Haben Sie Sorgen? Können Sie angesichts der Finanzkrise nicht mehr ruhig schlafen? Haben Sie Probleme mit der Gesundheit? Streit mit den Kindern oder dem Partner? Existenzielle Sorgen? Macht Ihnen das Altern Angst? Kennen Sie depressive Verstimmungen? Sind Sie in Trauer? Fühlen Sie sich ausgebrannt? Oder haben Sie “nur” einen ganz gewöhnlichen, langweiligen Alltag? Sind Sie ein Mensch und leben Sie?
Dann ist dieses Buch etwas für Sie.
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Zum Schluss – hier meine persönliche Lieblings-Luxus-Anregung, gleichzeitig ein Beispiel für die innere Gestaltung des Buches (hier eine der orange hervorgehobenen Seiten mit den konkreten Tipps);
Das Traumkassenbuch
Die Idee zu diesem Spiel stammt aus dem Buch “Wunscherfüllung – die 22 Methoden”
- es ist Methode 5: “Das Wohlstands-Spiel” – und ich hoffe, dass sich ein paar Mitspieler finden (einfach in den Kommentaren die eigenen Ideen für Ausgaben angeben).
Die Situation: ich habe ein imaginäres Konto, auf das jeden Tag Geld eingeht.
Jeden Tag 1.000 € mehr. Also am ersten Tag sind 1.000 € auf dem virtuellen Konto, am zweiten Tag kommen 2.000 € dazu und am dritten Tag kommen 3.000 € herein. Und so weiter…
Das einzige Material, das man zum “Spielen” braucht, ist ein Kassenbuch, ein Heft oder auch eine Excel-Tabelle.
- Aufgabe des Spiels ist, dieses viele Geld möglichst sinnvoll und realitätsnah auszugeben. Also nicht einfach vier Autos einkaufen (außer, man will spielerisch ein Fuhrunternehmen gründen).
- Sinn des Spiels ist, die Vorstellungskraft zu trainieren; denn bei höheren Beträgen gerät man schnell aus der Puste (ich spiele erst seit 5 Tagen und weiß, wovon ich spreche).
Buchführung
- der Gewaltakt - gefühlte zehn Stunden am Stück (wahrscheinlich sind es effektiv weniger), aber das ist eh´ nicht mein Fall.
- Die Salamitaktik.
- Erstens wird jeden Abend der Geldbeutel ausgeleert, die kleinen Münzen kommen in die Spardose und die Kassenzettel kommen (nein – nicht auf den Berg!) an die festgelegte Sammel-Stelle, von der aus ich…
- Zweitens – einmal in der Woche (bei mir derzeit am Donnerstag vormittag) alle Ausgaben eintippe.
Der Baumsparvertrag
Nein, es ist kein Druckfehler. Es gibt eine Baumsparkasse. Beim Lesen des Buches “Swing – Lebe im Rhytmus der Schöpfung” bin ich darübergepurzelt.
Es funktioniert so:
Ein ökologisch orientiertes Projekt forstet in Panama Tropenwald auf. In Mischkultur und unter ökologischen Gesichtspunkten. Das Tropenholz wächst, nach 6 Jahren bekommt man bereits erste Ertäge aus dem Verkauf von Samen, nach 10 Jahren wird durchforstet und erstes Holz verkauft und nach 25 Jahren erfolgt die endgültige Holzernte. Der Erlös von Tropenholz verspricht recht gute Renditen, da es ein sehr wertvoller Rohstoff ist, der durch den Raubbau an den Regenwäldern eher noch im Wert steigen wird.
Durch das Forstprojekt entstehen auch vor Ort Arbeitsplätze und durch das Aufforsten von Sekundärwald wird auch ein positiver Beitrag zur CO² Bilanz erbracht. (Der Ur-Regenwald ist leider unwiederbringlich verloren, die Wälder in Deutschland sind auch fast alle Sekundärwälder und keine Urwälder mehr) – selbst wenn es also nur wäre, um das Gewissen zu beruhigen, ich finde das Projekt genial.
Zur Geldanlage: Es gibt verschiedene Größen von Anlagepaketen. Am einfachsten ist das Baumsparbuch. Jeden Monat 30 Euro, als Gegenwert wird ein Baum gepflanzt. Wer die 360 Euro in einem Paket bezahlt, erhält 30 Euro Rabatt, also 12 Bäume für 11 mal bezahlen. Der Sparvertrag läuft mit Jahresfrist und kann mit 3 Monaten Kündigungsfrist gekündigt werden. Die Renditen sollen bei 8 bis 10% p.a. liegen.
So und hier ein paar weiterführende Links zum Selber Informieren:
Futuro Forestal ist das Projekt vor Ort in Panama.
Down to Earth ist der Online-Shop der Autorin Kerstin Hack (“Swing”), dort gibt es ebenfalls das Angebot mit dem Baumsparvertrag, hier sogar mit dem besonderen Bonus: 12 Bäume bezahlen (360 Euro) und 13 bekommen! Also auch 30 Euro “Rabatt”, aber mit mehr Rendite am Ende!
Forest Finance ist das Gegenstück zu Futuro Forestal hier in Deutschland, das die finanzielle Abwicklung managt. Quasi die Baumsparkasse. (Übrigens kommt das Informationsmaterial von dieser Bank in phantastischen Direkt-Recycling-Briefumschlägen: die werden aus alten Landkarten geschnitten… schon allein dier Briefumschlag ist es wert, das Infomaterial anzufordern!)
Forest Finance bietet übrigens auch noch weitere Anlagemöglichkeiten an: Das Wald-Sparbuch und den WoodStockInvest. Bei diesen Möglichkeiten wird zusätzlich zu den Bäumen gleich noch das zugehörige Land miterworben, einmal ein Viertelhektar und bei der großen Variante sogar ein ganzer Hektar Wald! – und “Immobilien” in Form von Grundbesitz sind allemal eine gute Geldanlage (die sich auch vererben lassen!)
Die Risiken? Panama ist ein politisch relativ stabiler Staat, ob das so bleibt, weiß in Mittelamerika niemand. Naturkatastrophen können überall auf der Welt Wälder beeinträchtigen. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und entscheiden Sie selbst (wie sowieso IMMER in allen Finanzdingen!) – ich denke, das Risiko, alles Geld nur in vestverzinslichen Anlagen zu belassen, beinhaltet auch die Gefahr eines Totalverlustes… Da würde ich schon eine Risiko-Streuung bevorzugen. Mehr dazu in meinem Artikel: Finanzen sind Chefsache. Ich meine, diese Investment-Möglichkeit ist grundsätzlich eine attraktive und interessante Geldanlageform und zumindest beim Baumsparbuch ist das Risiko überschaubar.
Zum Schluß noch ein Zuckerl: Der Geschenkbaum. Ideal beispielsweise für Ihr Patenkind. Meine werden es dieses Jahr zum Geburtstag bekommen. Kostet 60 Euro, ist ein Baum, 5% Rendite. Inklusive: Besitzurkunde in Zedernholzkiste und Rosenholz-Schlüsselanhänger.
Finanzen sind Chefsache
Hier war es in den letzten Tagen sehr ruhig. Ich habe mich mit einem Überblick über meine Finanzen beschäftigt. Es kam ganz ungeplant, weil ich beim Entrümpeln im Büro über meine Bank-Ordner gestolpert bin und es mich diesmal so sehr genervt hat, dass die Verwaltung der verschiedenen Konten bis jetzt so umständlich und ohne Überblick war.
Das hat mich an das Denkmodell von simplify your life erinnert: Die Basis und erste Stufe der “Lebenspyramide” sind die Dinge - wenn dort eine Schneise im Chaos in Form von Entrümpelung oder Vereinfachung geschlagen wurde, dann sind wir in der Lage, zur nächsthöheren Ebene aufzusteigen und dort Ordnung zu schaffen.
Die zweite Ebene beinhaltet die Finanzen. Alles, was sich um das liebe Geld dreht. (Bei simplify gibt es auch ein schönes Bild dieser Pyramide). Erst, wenn auch dort ein schmaler Trampelpfad der Ordnung angelegt wurde, wird es möglich sein, meine Zeit (die dritte Stufe) zu vereinfachen und zu strukturieren.
Soweit das Denkmodell der simplify-Pyramide. Es klingt aufwendig, aber es ist sehr tröstlich, dass man wirklich nur einen ganz kleinen Bereich der jeweiligen Stufe bearbeiten und vereinfachen muss, um dann gleich zu den anderen Stufen voranschreiten zu können.
Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung – es ist nicht erforderlich, eine Stufe abschliessend und perfekt aufzuräumen und zu ordnen. Alles, was man überhaupt tut, wirkt als kleine, ansteckende Keimzelle der Ordnung
Nun zu den Finanzen. Ich habe da mal ein paar Fragen:
- Haben Sie einen Überblick über Ihre Konten?
- Wissen Sie, wo welches Geld angelegt ist und welche Rendite es erwirtschaftet?
- Wissen Sie, ob Ihre Freistellungsaufträge nach der Beinahe-Halbierung der Sparer-Freibeträge noch passen?
- Finden Sie auf Anhieb alle Zugangsdaten zu Online-Konten? PIN-Nummern, Passwörter, TAN-Listen? Sind diese an einem einzigen Ort griffbereit?
- Kennen Sie die Höhe der monatlichen Fixkosten? Wissen Sie, wieviel Geld Sie im Monat für Miete oder Kredittilgung, Nebenkosten, Versicherungen und so weiter benötigen?
- Wissen Sie, wofür Sie jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr Ihr Geld ausgeben? Gibt es in der Liste dieser Ausgaben unnötige Posten? Können Sie irgendwo einsparen? Vielleicht an überflüssigen Abonnements oder Mitgliedschaften?
- Gibt es überraschende Ausgaben, die ein immer wiederkehrendes Loch jedes Jahr zur gleichen Zeit in das Girokonto schlagen: ein Jahresbeitrag zur Kfz-Versicherung, die GEZ-Gebühr oder ein nur einmal jährlich fälliger Beitrag zu einer Lebensversicherung?
- Kennen Sie die Höhe Ihrer Schulden? Wissen Sie, wann diese abbezahlt sein werden?
- Haben Sie eine oder mehrere Kreditkarten? Haben Sie dort alles im Griff?
Das ist der Anfang. Diese Tatsachen zu kennen, verschafft ein unbezahlbar gutes Gefühl. Geld ist in unserer westlichen Gesellschaft ein Synonym für Energie. Nehmen Sie Ihre eigene Energie, Ihr eigenes Leben und Ihre Finanzen selbst in die Hand!
Nun Teil zwei:
- Haben Sie eine Vorstellung, was Sie mit Ihrem Geld machen möchten? Welche Wünsche soll es für Sie erfüllen? Möchten Sie ein Eigenheim? Eine sichere Altersvorsorge? Oder gar finanzielle Freiheit, so dass Sie von den Erträgen Ihres Vermögens leben können?
- Welches finanzielle Ziel haben Sie? Ist es erstrebenswert? Haben Sie sich auch mit den Risiken Ihrer Ziele auseinandergesetzt?
Beispielsweise könnte die derzeit gängige Form der Altersvorsorge mit Fonds und Lebensversicherungen vielleicht nur eine Blase sein, die in einer Weltwirtschaftskrise leicht platzen könnte. Auch ein Eigenheim sollte nur der anstreben, der einen innigen und tiefen Wunsch nach den eigenen vier Wänden hat – billiger und flexibler ist es, zur Miete zu wohnen. Mit dem „eigenen Häuschen“ schafft man sich über Jahrzehnte Verbindlichkeiten. - Können Sie Durststrecken oder unvorhergesehene Notfälle überstehen oder leben Sie „am Limit“? Diese Schicksalsschläge können von einer banalen Waschmaschinenreparatur über ein erforderliches neues Auto bis hin zur Arbeitslosigkeit reichen.
- Haben Sie eine finanzielle Schwimmweste oder vielleicht sogar ein Rettungsboot?
- Haben Sie einen Master-Plan für Ihre finanziellen Ziele? Können Sie beschreiben, auf welchem Konto welcher Betrag für welchen Zweck arbeitet?
Sie könnten beispielsweise mehrere Online-Tagesgeld-Konten haben, für die verschiedenen Zwecke: Notfälle oder liquide Reserve, Urlaub und Reisen, Gesundheit und Wellness, Rücklagen für die Steuer (v.a. für Selbstständige!), Weiterbildung, finanzielle Freiheit. Von jedem Einkommen wird dann ein festgelegter Prozentsatz auf diese Konten verteilt. - Haben Sie Ihre Geld-Anlage auf verschiedene Standbeine aufgeteilt? Ich habe seit längerem ein ungutes Gefühl, alles Geld nur in eine Anlageform, wie z.B. festverzinsliche Sparbriefe anzulegen. Es gibt Empfehlungen, sein Geld zu einem bestimmten Prozentsatz auch in Immobilien, Aktien oder Rohstoffen (beispielsweise Gold) anzulegen. Finden Sie eine für Sie passende Aufteilung!
Erkenntnis des Tages:
Noch nie waren Informationen so leicht zugänglich wie heute. Informieren Sie sich! Nehmen Sie Ihre Finanzen und Ihr Leben selbst in die Hand! Finanzen sind Chefsache!
Sie (und ich) tragen die Verantwortung selbst, das kann Ihnen kein Finanzmakler abnehmen. Zudem sind diese auch darauf angewiesen, eigene Interessen zu vertreten, die sich möglicherweise nicht mit Ihren Interessen decken.
- Lesen Sie, informieren Sie sich und glauben Sie nicht alles. Überprüfen Sie die Fakten und bilden Sie sich eine eigene Meinung. Vor allem: Denken Sie selbst und lassen Sie sich das NIE von jemandem abnehmen!
Ein sehr lesenswertes Buch ist beispielsweise Der Crash kommt von Max Otte. Er beschreibt sehr anschaulich und auch für wirtschaftswissenschaftliche Laien verständlich die Anzeichen, die für das Kommen einer Weltwirtschaftskrise sprechen.
Es gibt derzeit leider zu viele Parallelen zu der Zeit der „Goldenen Zwanziger Jahre“ des letzten Jahrhunderts. Trotz aller Schwarzmalerei zum Platzen der Globalisierungs-Blase gibt es im zweiten Teil des Buches auch Empfehlungen, sich eine finanzielle Schwimmweste oder ein Rettungsboot zu schaffen.
Weitere Buchempfehlungen:
- Das Konzept mit dem Masterplan stammt aus Spar Dich reich von Carol Keefe. Ein sehr lesenswertes Buch!
- George S. Clason hat Der reichste Mann von Babylon geschrieben, das anhand von Parabeln aus der reichsten Stadt des Altertums die Grundsätze des Umgangs mit Geld erklärt.
Befassen Sie sich mit diesem Thema selbst und überlassen Sie es nicht jemandem anderen, für Sie zu denken!



