26. November 2007
Wenn sich beim Sonntags-Frühstück mit dem Besuch das Gespräch um das leckere Knuspermüsli nach den 5 Elementen dreht, kann es schon mal passieren, dass mein Mann etwas in der Art sagt:
Wow, ein Lo Pan Müsli?
Das ist ja fast so gut wie die Sprüche meiner Kinder…
28. Juni 2007
Eine Fünf-Elemente-Wohltat für den Körper

4 Auberginen (E) waschen, halbieren und im Backofen bei 220° ca. 20 bis 30 Minuten backen (F). Das weiche Fruchtfleisch herauslösen. In einer Schüssel mit 1 EL Tahin (=Sesammus) (E), 1 EL gutem kretischen Olivenöl (E) (kaltgepresst!), mit Pfeffer( M), nach Belieben etwas Knoblauch (M), Cumin (M)(=Kreuzkümmel), Salz (W) und dem Saft einer halben Zitrone (H) pürieren.
Dazu gibt es einen leckeren Reis (M), eine Mischung aus Basmati und Wildreis.
60 g (roher) Reis ergeben eine reichliche Portion für eine Person. Den Reis sorgfältig waschen! Mehrmals abschwenken und dann in die doppelte Menge kochendes Wasser geben und 20 Minuten auf kleinster Hitze kochen. Ich erwähne das mit dem Waschen vom Reis, weil ich das früher auch nicht gewußt und somit nicht gemacht habe. Es macht am Geschmack einen riesigen Unterschied.
Die Mahlzeit erfordert etwa 10 Minuten tatsächliche Arbeitszeit und etwa 20 bis 30 Minuten Garzeit und ist somit ein schnell gekochtes Mittagessen.
Dieses Essen lässt eigentlich keine Wünsche offen. Ich denke, man könnte es mit Salat oder vielleicht Hähnchen ergänzen, aber ich habe kein Bedürfnis danach. Es ist meiner Erfahrung nach auch eines der wenigen Gerichte, bei denen ich hinterher kein Verlangen nach etwas Süßem habe…. ein Zeichen dafür, dass mein Erd-Element ausreichend genährt wurde
Die Buchstaben geben wie immer die Elemente an (E) ist Erde, (F) Feuer, (M) Metall, (W) Wasser und (H) Holz.
4. März 2007
Gerade ist das Buch von Daniela Herzberg erschienen und ich habe es bereits gelesen und bin sehr begeistert.
![Gesund und vital mit den Fünf Elementen. Das grosse Praxisbuch]()
Amazon hat im Moment noch gar kein Titelbild, das wird sich hoffentlich noch ändern. Einstweilen ein Foto von meinem Exemplar:

Hier meine ausführliche Meinung zu dem Buch:
Fünf-Elemente für den Alltag
Bisher waren die Fünf Elemente immer gut versteckt zwischen den Buchdeckeln einzelner Kategorien. Am ehesten konnte man noch in der 5-Elemente-Küche fündig werden, dort gibt es sehr gute Bücher zum Kochen nach den 5 Elementen. Wer wie ich von der Richtung des Feng Shui zur Lehre der Fünf Elemente gekommen ist, hat hier Informationen bisher nur in sehr allgemeiner Form in Feng Shui Büchern gefunden. Dann gibt es noch eine unüberschaubar große Zahl an Büchern zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und spätestens hier leidet die Alltagstauglichkeit dieser wunderbaren Philosophie – man kann sich eben nicht einfach mal schnell zum TCM-Therapeuten ausbilden, nur um in den Segen dieser Lebensanschauung zu gelangen.
Dieses Buch ist eine wunderbare Hilfe, um die Weisheit, die in der taoistischen Philosophie der Fünf Elemente-Lehre steckt, in den eigenen Alltag zu integrieren. Es wird ein kompetenter Einstieg in die grundsätzlichen Zusammenhänge gegeben und der Leser erfährt zahllose alltagstaugliche und umsetzbare Beispiele.
Das erste Kapitel erklärt die grundsätzlichen Eigenschaften der Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die in der östlichen Philosophie ja vor allem eine Metapher oder ein Symbol für weit reichende Energie- und Lebens-Qualitäten sind.
Die Philosophie der Wandlungsphasen, wie die Fünf-Elemente-Lehre auch genannt wird, beschreibt Zusammenhänge und dynamische Prozesse, die in der Natur ablaufen. Dazu gehören neben dem Lauf der Jahreszeiten auch geistige und seelische Entsprechungen, Gefühle, Emotionen und natürlich auch ein komplexes Körperbild, in dem Organsysteme und Organfunktionskreise zu den einzelnen Elementen zugeordnet werden. Wer sich selbst aufmerksam beobachtet, findet hier ein interessantes Feld für Selbsterkenntnis.
Im zweiten Kapitel können sich Leser und Leserin dann selbst überprüfen: Bin ich eher Yin oder Yang? Zu welchem der Elemente kann ich mich zuordnen? Bin ich eher ein Mischtyp? Ist eines der Elemente in meinem Körper im Ungleichgewicht? Mit Hilfe dieser Testergebnisse lassen sich dann Tipps der folgenden Kapitel umsetzen.
Das dritte Kapitel ist eine sehr anschauliche Einführung in die Prinzipien der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Hier kann man wirklich einige Zusammenhänge ganzheitlich betrachten und mir sind beim Lesen „einige Lichter aufgegangen“. Ergänzt wird das Kapitel mit Ausführungen zu den Fünf Säulen der Gesundheit: Akupunktur, Kräuterheilkunde, Ernährung, Akupressur und Qui Gong/ Tai Chi/ Meditation).
Sehr interessant ist das vierte Kapitel: Sexualität und die Fünf Elemente. Spätestens hier wird klar, dass das Buch ein sehr ungewöhnlicher Ratgeber ist. In diesem Kapitel wird der ein oder andere Leser/Leserin wohl auch mit eigenen Grenzen und Tabus konfrontiert werden. Auch hier finde ich vor allem beeindruckend, auf wie vielen verschiedenen Wegen man sich dem Ziel einer „strahlenden Gesundheit“ nähern kann.
Das fünfte Kapitel beschreibt allgemein förderliche Körper-, Atem- und Meditationsübungen und im sechsten Kapitel sind dann weitere Tipps und Tricks zur Stärkung der einzelnen Elemente aufgeführt. Das erstreckt sich nicht nur auf spezielle Elemente-Körperübungen, sondern beinhaltet auch Ernährungstipps und weitere Möglichkeiten, ein Element zu stärken, das sich im Ungleichgewicht befindet.
Einen wertvollen Abschluss bildet das siebte Kapitel, in dem nochmals ein Bogen zu den jahreszeitlichen Entsprechungen gespannt wird: Es beinhaltet ein 12-Monats-Programm „Gesund und fit durchs ganze Jahr“ – Hier können Sie sich ein Motto für jeden Monat herauspicken und gezielt die dann besonders aktiven Elemente fördern.
Witzigerweise startet das Jahresprogramm mit dem Monat Februar – lässt also auch hier seinen Bezug zur chinesischen Tradition erkennen, dort ist „Neujahr“ bekanntlich Anfang Februar.
Die einzelnen Themen sind: Februar: Frühjahrsputz für die Leber, März: Vertrauen in die eigene Intuition, April: Der gesunde Start in den Tag, Mai: Mehr Zeit für mich, Juni: Freude im Herzen wecken, Juli: Ordnung von außen und innen, August: Die heilende Bauchmassage, September: Das Atem-Qi lenken, Oktober: Über den eigenen Schatten springen, November: Die Lebenskraft schützen und bewahren, Dezember: Etwas Warmes braucht der Mensch und (abschließend) Januar: Stärkung durch die heilenden Laute.
Wer sich auf Entdeckungsreise im “Land” der Fünf Elemente befindet, wird eine Lebensweise finden, die uns westliche Zivilisationsmenschen wieder näher an die Zyklen und Rhythmen der Natur bringt. Dieses Buch ist bestens dazu geeignet, mehr Lebensqualität in den Alltag zu bringen.
9. Januar 2007
Als Kind habe ich die immer und ewig gleichen gekochten Mohrrüben gehasst. Dieser ewig gleiche Geschmack nach in Butter gedünsteten Karotten war nix für mich. Worst Case war die Kombination mit Erbsen.
Heute habe ich mir ein Karottengemüse nach den 5 Elementen gekocht:
Vorbereitung:
- Karotten in die gewünschte Größe schnippeln
- Zwiebeln in Würfelchen schneiden
Dann geht es los:
- Eine trockene Pfanne erhitzen (F) – nicht überhitzen, die Pfanne soll nur warm sein wenn das Öl hineinkommt.
- etwas Öl hineingießen (E)
- die Karottenstücke im Öl anbraten (E)
- die Zwiebeln dazugeben (M) – wenn sie glasig sind, sind sie Erdelement (E)
- deswegen noch etwas Pfeffer (M), um im Kreis herum nichts zu überspringen…
- Salz - gutes natürliches Steinsalz! (W)
- ein Glas Wasser (W), dann werden die Karotten schneller weich
- ein Spritzer Zitronensaft (H)
- Kurkuma, nur eine Prise (F)
- eventuell nochmal zurück ins Holzelement mit Petersilie (H) oder einem weiteren Spritzer Zitronensaft (H)
- alles bei geschlossenem Deckel bis zur gewünschten Bißfestigkeit garen.
Dieses Karottengemüse hat mir geschmeckt. Das ist weit entfernt von eingedosten orangefarbenen Zelluloseklumpen.
Und bei so einem Gemüseteller, der alle Elemente enthält, dürfen die Beilagen dann ruhig Pommes und Leberkäse sein. Dazu gab es noch einen richtig leckeren Feldsalat (auch: Schafmäulchen, Rapunzel).
Ich finde die Idee ganz prima, einmal am Tag einen “Fünf-Elemente-Teller” zu essen. Wenn im Essen alle Geschmacksrichtungen drin sind, ist erstaunlicherweise auch der Heißhunger auf Süßes nach der Mahlzeit nicht vorhanden. (Der eine oder andere kennt diese Sucht nach dem Dessert vielleicht auch…)
4. Dezember 2006
Noch ist Kürbiszeit und ich hatte noch so ein Hokkaido-Exemplar zuhause liegen.
So geht es:
- Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und mitsamt der Schale kleinschneiden.
- Eine Zwiebel (schälen und) würfeln.
- Ein etwa daumengroßes Stück Ingwer schälen und ebenfalls würfeln und
- beides im Kochtopf in Butter andünsten.
- Jetzt die Kürbis-Stücke mit andünsten.
- Mit kochendem Wasser (Wasserkocher) aufgießen und zusammen weich kochen, das dauert etwa 20 Minuten. Dann mit dem “Zauberstab” (ESGE) pürieren. Ich liebe dieses Gerät, weil es am unteren Ende komplett aus Edelstahl ist und somit auch in kochenden Flüssigkeiten benutzt werden kann.
- Einen Schuss gutes Öl zugeben.
- Jetzt kommen die Gewürze dazu, die ich nicht mehr mitkoche, sondern nur in der heißen Suppe ziehen lasse: Rosenpaprika, Pfeffer, Oregano, Thymian, Rosmarin, Salz und Zitronensaft. Ich habe eine ganze Zitrone genommen. Die Suppe ist sehr aromatisch geworden.
Weil ich die Zitrone als letztes zugegeben habe, endet der Kochzyklus im Holzelement. Damit ist die Suppe quasi “adressiert” – es sind alle Elemente enthalten und sie stärkt besonders das zuletzt zugegebene Holzelement.
Also, das war mit Abstand die leckerste Suppe, die ich diesen Herbst gezaubert habe.
3. Dezember 2006

Im Feng Shui dreht sich ja vieles alles um die Frage, welchem Element man selbst zugeordnet wird. Darauf gründen sich die ganzen folgenden Maßnahmen, die auf das förderliche Element nach den Wandlungsphasen setzen.
Wer sich mit dieser Lehre näher beschäftigt, wird zwangsläufig auf Widersprüche in der Zuordnung zum persönlichen Element stoßen. Es gibt nicht nur die verschiedenen Feng Shui-Schulen, die das unterschiedlich handhaben – nein, zu allem Überfluss stößt man unweigerlich auch auf die Lehren der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und damit auch auf die Ernährung nach den Fünf Elementen.
Zusätzlich kann man sich noch die verschiedensten psychologischen und astrologischen Richtungen in der Elementelehre aussuchen. Die Schwierigkeit ist, dass jedem der Fünf Elemente so unglaublich viele Entsprechungen auf allen Ebenen des Daseins zugeordnet werden – da kann man schon den Überblick verlieren. Jetzt wird es erst richtig kompliziert.
Auf der Suche, welches Element ich denn nun eigentlich bin, habe ich mich durch die verschiedensten Bücher und Methoden gearbeitet und einige viele Tests gemacht. Ich habe auch mehrere Testpersonen nach diesen Facetten analysiert und bin fast verzweifelt. Je nach Blickrichtung war ein eindeutiger “Erd-Mensch” plötzlich dem Holz zugehörig und ein nach Feng-Shui eindeutiger “Metall-Mensch” war plötzlich Feuer. Mich hat auch die Frage getrieben, wie es denn eigentlich sein kann, dass alle Menschen eines Jahrgangs einem einzigen Element zugeordnet werden können – wo bleibt denn da die Vielfalt? Wo bleibt die Persönlichkeit?
Darüberhinaus geht es ja in der östlichen Weisheit immer um die Harmonie der Elemente. Es soll ja ein Fließen der Fünf Elemente erreicht werden, also sind immer alle Elemente erforderlich.
Wer sich ein wenig in die TCM einliest und das geht ganz leicht, wenn man sich für die Ernährung nach den Fünf Elementen interessiert, der stößt irgendwann auf die Tatsache, dass es ein “angespanntes Holzelement” und eine “Yin-Fülle” und “trockene Hitze” und “Feuchtigkeit” gibt – und noch verwirrend viel mehr.
So. Und was mache ich jetzt?
Immer dann, wenn es um die Persönlichkeit und um den Menschen selbst geht, nehme ich einen Test, der das momentane Zustandsbild nach den Fünf Elementen abbildet. Jetzt fällt die Interaktion mit der Wohnung zunächst mal weg und es geht um das Gleichgewicht der Elemente im Menschen selbst.
Jetzt sind zum Beispiel die Zuordnungen der Elemente zu verschiedenen Symptomen oder eben auch Tests über die Persönlichkeit hilfreich, weil sie helfen ein Ungleichgewicht im Körper oder in der Seele zu erkennen. Hier kann ich mit Hilfe der Nahrung oder mit Hilfe von Aktivitäten ganz gezielt in das Ungleichgewicht regulierend eingreifen.
Beispiel: Atemübungen werden dem Metall-Element zugeordnet. Metall ist das Sinnbild für Struktur. Nichts ist strukturierter und geordneter als die Atmung. Auch Musik und Mathematik gehören meiner Meinung nach zum Metall-Element.
Weiteres Beispiel: Der saure Geschmack (Zitronen etc.) wird dem Holz zugeordnet. Er hilft, die Leber (ebenfalls dem Holz zugeordnet) zu entspannen. Ob man eine angespannte Leber oder ein angespanntes Holzelement hat, sieht man häufig an einem emotionalen Ungleichgewicht: man ist möglicherweise aggressiv, reizbar oder jähzornig. Hier kann mit der Ernährung nach den Fünf Elementen viel ausgeglichen werden. Schon der Volksmund kennt die Redensart: “Sauer macht lustig.”
Das ist die Faszination an den Fünf Elementen. Es ergibt eine höhere Ordnung und man erhält Einblicke in die Zusammenhänge des Lebens, wenn man sich mit dieser sehr ausgereiften Lehre beschäftigt. Es passt einfach so gut.
Welches Element bin ich denn nun? Was nehme ich? Woran orientiere ich mich? Die Antwort sieht vielleicht so aus:
- Im Feng-Shui wird die Zuordnung nach den Geburtsjahren vorgenommen. Alle Menschen eines Jahrgangs haben dann das gleiche Geburtselement. Auch wenn das eine sehr sehr grobe Einteilung ist – für die Feng-Shui Maßnahmen passt diese Einteilung. Hier geht es um die Interaktion des Menschen mit seiner Wohnung. Metall-Menschen sollen Erde-Farben zur Förderung ihrer Energie einsetzen. Nur als Beispiel. Ich nehme nach wie vor mein Geburtselement – wenn es z.B. um die Beziehungen zwischen mir und meiner Wohnung geht. Dazu gehört beispielsweise schon nicht mehr die Auswahl der Kleidungsfarben.
- Dann gibt es für mich den auf den Menschen allein (ohne Wohnung) bezogenen Aspekt, der emotionale Anteile enthält, sprich die psychologische Persönlichkeit und eventuell auch körperliche Krankheitsbilder beinhaltet. Hier gibt es nur ein eventuelles Ungleichgewicht – es müssen alle Elemente enthalten sein, ich kann nur versuchen, eine eventuelle Disharmonie auszugleichen.
Hier ist der Rat eines Fachmanns empfehlenswert – Bei Krankheiten ein Mediziner, der sich mit Traditioneller chinesischer Medizin auskennt und bei Ernährungsfragen ein Fünf-Elemente-Ernährungsberater.
Wer jedoch gerne in den Spiegel seiner Seele blickt und Vergnügen an Typologien hat, die den Menschen in verschiedene Klassifizierungen (hier eben die 5 Elemente) einteilen, dem sei das oben abgebildete Buch ans Herz gelegt. Es beinhaltet einen Test, um herauszufinden, welchem Persönlichkeitstyp man zuzuordnen ist und behandelt also mehr den psychologischen Aspekt der Fünf-Elemente-Lehre.
Ich halte übrigens die Zuordnung zu verschiedenen Klassifizierungen schon für hilfreich – es beinhaltet ja immer einen Lösungsansatz… Auch ein Choleriker muss versuchen, ruhiger zu werden und sich zu entspannen und der Abenteurer handelt so ganz gegen sein Holz-Element, wenn er die Freiheit und das Abenteuer nicht auslebt.
Viel Vergnügen bei eigenen Entdeckungsreisen im Universum der Fünf Elemente!
2. November 2006
Es ist ja erstaunlich, dass Flylady genau weiß, welche Dinge bei mir absolut im Argen liegen: Ein funktionierender Plan, was an welchen Tagen gegessen wird, wäre nicht schlecht. Das schiebe ich schon eine ganze Weile vor mir her.
Jetzt gibt es die neue Gewohnheit für November. Erstellen eines Menü-Plans oder Mahlzeiten-Plans. Prima. Ein ganzer Monat voller kleiner Baby-steps, um sich so einen Plan zu erstellen. Nach 21 Tagen geht sowas Neues dann ja in Fleisch und Blut über…
Die erste Mission lautet: Lege Papier und Bleistift bereit, nimm Deinen Timer, stelle ihn auf 15 Minuten und fang an. Ich sage nicht, dass Du alle Deine Kochbücher herausziehen sollst. Wir arbeiten nur an einem Plan. Mach einen Wochen-Basis-Plan.
Es könnte ein “Ethno-Thema” sein: Montags Italienisch, Dienstags Mexikanisch, Mittwochs Chinesische Küche…
oder Du nimmst ein anderes Thema: Montags Huhn, Dienstags Rind, Mittwochs Schwein… Donnerstags Reste, Freitags Kinder-Koch-Tag, Samstags Picknick und Sonntags das Festessen.
Ich werde versuchen, einen Ess-Plan mit Fünf-Elemente-Rezepten zu erstellen.
Ich bin es so leid, mich jeden Tag aufs Neue zu fragen: “und was koche ich heute?” Dieses Thema ist ganz eng mit der gesunden Ernährung verknüpft. Ich kann nur essen, was ich im Haus habe. Ansonsten ist nur noch die Fast-Food-Falle offen. Und nur, wenn ich vernünftige Dinge im Haus habe, kann ich vernünftige Dinge essen. Banale Weisheit.
So ganz nebenbei wird so ein Plan auch jede Menge Geld sparen, weil nicht immer wieder Verdorbenes weggeworfen wird. Und Zeit sparen, weil man nicht jeden Tag zum Einkaufen rennen muss.
19. Oktober 2006
Ich habe in der letzten Zeit ein paar verschiedene Möglichkeiten ausprobiert. Mir behagt die Kompott-Variante, weil sie superschnell geht und ich mag Grießbrei und Haferschleim nicht so sehr.
Also:
- Ein Stück Obst klein schnippeln. Ich liebe Nektarinen und Pfirsiche, da die Saison jedoch vorbei ist, gibt es jetzt eben eine Handvoll Zwetschgen (Pflaumen) oder einen Apfel oder eine Birne.
- Im Topf mit wenig Wasser ein paar Minuten bei geschlossenem Deckel dünsten. In die Müslischale geben.
- Ich nehme noch eine Handvoll meiner Lieblings-Nuss-Mischung (selbstgemachtes Studentenfutter): Walnüsse, Mandeln, Cashew, Pistatien und eine ordentliche Portion ungeschwefelte Rosinen (idealerweise alle Zutaten aus dem Bio-Laden).
- Dann noch ein gehäufter Löffel Haferflocken, fertig. Sehr lecker.
Warmes Frühstück, an besonders kalten Tagen noch wärmender mit einer Prise Zimt. Da kommt fast schon Weihnachts-Stimmung auf
Die Zutaten können nach Gusto variiert werden, dann ist es niemals so eintönig wie ein Marmeladenbrötchen.
Zur Nachahmung sehr ans Herz gelegt…einfach mal ein paar Tage ausprobieren!
12. Oktober 2006
Link: g5e – Gesellschaft für Ernährung nach den Fünf Elementen, Fünf Elemente Ernährung Wien
Diese Seite zur Ernährung nach den 5 Elementen habe ich gerade beim Stöbern im Netz gefunden und was mir ganz besonders gut gefallen hat ist die Zuordnung der einzelnen Phasen der Ernährungsumstellung zu den Fünf Elementen:
Holz: Aller Anfang ist schwer. Die Idee und der Wille, sich gesund zu ernähren sind wie ein kleiner Keimling im Frühjahr.
Feuer: Die Begeisterung wächst, man sollte der Flamme nur genügend Nährstoff zuführen, sich Literatur zum Thema besorgen oder sogar eine Beratung mitmachen.
Erde: Ausprobieren. Beobachten und in der Praxis wachsen. Wie fühle ich mich nach einem 5-Elemente-Rezept? Wie fühle ich mich mit der “bisherigen Ernährung”? Die Pflanze wächst und nimmt gierig alle Nährstoffe auf.
Metall: Habe ich eine Form gefunden, die Ernährungsweise im Alltag umzusetzen? Nimmt es Struktur an? Eine gewisse Regelmäßigkeit wird den Erfolg bringen.
Wasser: Steter Tropfen höhlt den Stein. Dranbleiben und beharrlich die neu gewonnenen Erkenntnisse umsetzen.
Das ist so tröstlich, denn eines kann ich nicht: “Ab heute esse ich nur noch gesund”. Und die Rückfälle sind schmerzlich und von der Sorte “eh alles egal….”
So kann ich mir aber vor Augen halten, dass es ein Prozess ist, die Ernährung umzustellen, ich kann jeden Tag die richtigen Entscheidungen treffen, jeden Tag wieder neu anfangen und einfach immer öfter so essen. Nicht so streng mit mir sein und mehr Graustufen zulassen, nicht so viel in Schwarz und Weiß einteilen.
10. Oktober 2006
Heute gibt es bei uns eine lang gekochte, wärmende und Qi aufbauende Rinderkraftbrühe. Gestern lag nämlich meine Tochter mit Fieber darnieder und da kann alles Aufbauende und Stärkende nur gut sein. Ich finde auch, bei diesem nebligen Wetter mit seinen kuscheligen 5 Grad Celsius ist etwas Wärmendes durchaus auch für Gesunde angebracht.
Rezept (keine Angst, es geht ganz flugs, ich hab grad mal eine Viertelstunde gebraucht – ohne Einkauf):
Die Buchstaben in Klammern bezeichnen das Element
Vorbereitung: Suppenfleisch/ Suppenknochen vom Rind (E) in einem Topf mit kaltem Wasser aufsetzen, kochen, bis sich Schaum bildet und dann die Brühe samt Schaum durch ein Sieb weggießen, das Fleisch/ die Knochen abspülen. Erspart später das Abschäumen der Suppe.
In einem (anderen) großen Topf heißes Wasser (F) aufsetzen, eine Prise Kurkuma (F) dazugeben. Nun alles Erd-Gemüse in den Topf geben: Karotte (E), Sellerie (E), Petersilienwurzel (E), auch das Rind (E) gehört zur Erde, also kommen jetzt die Knochen und das Fleisch wieder in den Topf.
Weiter geht es im Metallelement: Zwiebel (M), Lorbeerblätter (M), Koriander (M), ein Stück frischen Ingwer (M), in Scheiben geschnitten.
Zum Wasserelement gehört dann ein Spritzer Sojasauce (W) oder alternativ ein wenig Salz (W) und für das Holzelement folgt noch ein Stängel frische Petersilie (H).
Alles zusammen aufkochen lassen und dann zurückschalten und auf kleinster Stufe 2 bis 6 Stunden köcheln.
Ergänzung: Ich hab die Brühe gerade probiert, da muß unbedingt Salz (W) hin! – ist aber kein Problem mit dem zyklischen Kochen, denn wir hatten ja mit (H) aufgehört… ein Schritt davor ist ja das (W) angesiedelt.
Danach die Brühe durch ein Sieb gießen, das Gemüse, Fleisch und Knochen wegwerfen. Wer das Fleisch essen will, muss es rechtzeitig aus der Brühe fischen, wenn es gar ist.
- Je länger die Brühe kocht, um so wärmender und nährender ist sie.
- Im Kühlschrank kann die Brühe mehere Tage aufbewahrt werden.
- Bitte NICHT in der Mikrowelle aufwärmen, sonst ist alles Qi futsch.
- Die Brühe kann man heiß trinken oder als Basis für Suppen verwenden
Wirkung:
- erwärmend und nährend
- baut Qi, Blut und Säfte auf
- stärkt die Mitte
- stärkt die Knochen
Achtung: Anderes Fleisch gehört zu anderen Elementen: Huhn ist (H), Lamm ist (F) und Schwein ist (W), aber Lamm und Schwein sind für Kraftbrühen eher untypisch.
Beim Kochen “im Kreis herum” muss man z.B. das Huhn dann direkt als erstes ins heiße Wasser (F) geben, dadurch geht man zurück ins Holzelement und die Prise Kurkuma (F) ist dann der nächste Schritt, bevor es weiter ins Erdelement weitergeht…