Archiv für die Kategorie „flylady“
15 Minuten Bewegung

Wie so viele gute Vorsätze sind mir auch die 15 Minuten Bewegung jeden Tag bereits wieder abhanden gekommen.
Ich habe es nicht mal bemerkt.
Erst als ich mich gewundert habe, warum Flylady seit ein paar Tagen keine “Your new habit for may” mehr in ihren täglichen Mails auflistet und ich mich auf ihrer Homepage auf die Suche gemacht habe, ist mir plötzlich mein “Schlendrian” bewußt geworden – ich habe folgenden kleinen Artikel gefunden, der mich wieder aufgerüttelt hat:
Reinforce your habits!
Its time for a new month and a new habit. Its time for Moving in May! This month, we are going to Bless our Hearts by doing 15 minutes of Loving Movements each day. [...und diese Erinnerung taucht ja jeden Tag in den FlyladyMails auf...]
I know you can do it and will be cheering for you along the way. Our goal is for everyone to start moving 15 minutes a day. That is only 7 minutes in one direction and 7 minutes back. If that is too much then do this in 5 minute increments. Add just a little bit of loving movement to your day. Make this a habit for every day.
Are you ready to FLY into this new habit of Loving Movement?
Das Schöne ist, auf die wirklich wichtigen Dinge kommt man immer wieder zurück.
Tja. Seit vorgestern bin ich wieder jeden Tag auf meiner Runde um die Stadt. Heute früh habe ich eine Bachstelze auf einem Wasserpflanzenbündel im niedrigen Wasser der Pegnitz gesehen.
Erkenntnis des Tages: Raus ins Grüne! Der Mai duftet!
![]()
Zeit nehmen
Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.
Ernst Ferstl
Wofür können Sie sich heute Zeit nehmen?
Ich habe mir heute seit langem wieder Zeit genommen für zwei Flylady-Schritte.
- Den Timer auf 5 Minuten gestellt und ein Five-minute-room-rescue durchgeführt.
- Dann den Timer auf 15 Minuten und genauso lange “decluttert” – ausgemistet. Am dringendsten nötig war es beim Papierberg im Büro-Eingangskorb. Und siehe da: er ist nur noch halb so hoch.
Ich habe jetzt in nur 20 Minuten ein fast ordentliches Wohnzimmer (ich sage nur: Lego!) und das Gefühl, dass sich mit dem Papierkram wirklich was vorwärts bewegt hat. In 15 Minuten kann man ungalublich viel erledigen oder einen Schritt vorwärts bringen oder endgültig ablegen bzw. abhaken.
![]()
You can do anything…
… for 15 minutes!
Ja, ich weiß. Ich wiederhole mich.
Ich habe so ein ungeliebtes Projekt vor mir hergeschoben: die völlig überfüllte und gerümpelte Speisekammer. Es hat nur eines winzigen Funkens bedurft, um die Initialzündung auszulösen. Mein Partner stand in der Speis und guckte so herum, wo er denn anfangen könnte, mit dem Aufräumen – *zisch* – schon war ich mittendrin:
- Selten Benötigtes in die allerobersten Regale.
- Die Umzugskartons mit zu Sortierendem in das Büro (DAS ist jetzt der allerletzte ungeordnete Ort in unserer Wohnung).
- Weiter im Text: Vorräte nach Gruppen sortiert in die Regale.
- Ein Packerl Reis war mit diesen winzigen Tierchen versetzt. Weg damit.
- Und noch ein paar andere Dinge in die Tonne…
Es hat alles in allem natürlich ein wenig länger gedauert als nur 15 Minuten.
Aber es hat wesentlich weniger lange gedauert, als ich mir immer vorgestellt habe…
- Erkenntnis des Tages:
Anfangen hilft. Nach 15 Minuten darf ich aufhören, wenn es absolut keinen Spaß macht. In 15 Minuten komme ich überraschend weit.
Es ist wesentlich hilfreicher, mir vorzustellen, wie es (das Projekt) fertig aussehen wird, als mir vorzustellen, wie lange ich wohl dazu brauchen werde…
Erkenntnis des Tages
Mit diesen Worten endet jedes Kapitel auf dem Hörbuch “Ich bin dann mal weg” von Hape Kerkeling. Jeden Tag gibt es so ein kurz gefasstes Resumée seiner Erlebnisse und Erfahrungen.

Hape Kerkeling hat jede Menge von “Erkenntnissen des Tages”. Es sind ja auch einige Tagesetappen nötig, um nach Santiago de Compostela zu gelangen. Seine lustige und gleichzeitig auch beeindruckende Reisebeschreibung des Jakobsweges macht mir Lust, diesen camino auch einmal zu gehen. Zumindest habe ich jetzt endlich mal im Internet nachgeforscht und kenne jetzt endlich die Lage des Weges in Nordspanien. Ich hatte immer gedacht, der Jakobsweg liegt viel weiter südlich.
Ein phantastisches Weihnachtsgeschenk habe ich da bekommen. Es hat mich so gefesselt, dass ich die sechs CDs in nur zwei Tagen aufgesogen habe… Ein Hörbuch zum “immer wieder hören”.
Mein persönliches “Jakobsweg-Erlebnis” hatte ich irgendwo auf der CD 5. Ich war gerade dabei, im Wohnzimmer eine Runde Überflüssiges zu “decluttern” (flylady), als mich wieder mal die totale Unlust überkommen hat. Ich wandere also ziellos durch die Wohnung, auf der Suche nach irgendeiner interessanteren Tätigkeit.
Da stoppe ich plötzlich und denke:
Hape Kerkeling war auf dem Camino auch gezwungen, genau den Weg zu gehen, der jetzt in diesem Moment vor ihm lag. Er konnte auch nicht die übernächste Etappe gehen oder die vorletzte wiederholen, nur weil sie so schön war oder ihm der aktuelle Weg des Tages gerade nicht gefiel.
Genauso kann ich jetzt in diesem Moment genau die Tätigkeit fertigmachen, die ich angefangen habe, ohne mich ablenken zu lassen. Das ist mein ganz privater “Camino”. An dieser Stelle bin ich an die ungeliebte Tätigkeit zurückgekehrt und habe sie beendet.
Ich muss nicht nach Spanien fahren (obwohl ich den Jakobsweg auf meine Vielleicht/irgendwann-Liste gesetzt habe). Der Alltag bietet jede Menge Möglichkeiten, meine ganz persönlichen Herausforderungen zu meistern.
So bekommt ein Ausspruch von Alexandra zum Thema Durchhalten plötzlich auch für mich Sinn:
- “Sitzenbleiben“.
Nicht aufspringen, wegrennen, etwas anderes anfangen. Dranbleiben. Weitermachen. Disziplin. Durchhaltevermögen.
Das sind alles so kühle Worte ohne Leben. Wohl bekannt, oft gehört und nie so richtig in die Praxis umgesetzt, weil sie nicht verinnerlicht wurden.
Das Bild vom Jakobsweg mit seinen schwerigen Etappen hat diese Worte jetzt belebt. Eine Methapher für den Weg im Alltag.
Meine Erkenntnis des Tages:
Der Camino ist überall. Vor allem direkt vor mir.
P.S: Ich finde die Idee mit der “Erkenntnis des Tages” superschön. Das möchte ich mir gerne beibehalten.
Weihnachts-Kontroll-Journal
Geht es Ihnen auch so: “Alles ein wenig hektisch grad?”
Bereits im Oktober hatte ich über das Weihnachts-Kontroll-Journal geschrieben.
Wie so oft setze ich solche guten Ideen auch nicht immer um. Dieses Mal habe ich es getan. Zwar nicht im Oktober, wo es richtig sinnvoll gewesen wäre – aber immerhin jetzt im Dezember.
Immer dann, wenn mich in dieser Adventszeit Ereignisse überrascht haben (“Waaas? am 6. Dezember kommt der Nikolaus?”) habe ich mir meinen Block geschnappt und notiert:
- Anfang Dezember kommt dieses,
- dann kommt jenes und
- es haben folgende Personen auch noch im Dezember Geburtstag…
- und, und, und.
Auch die Liste mit den Weihnachtsgeschenken habe ich angelegt. Nachdem ich sie alle gekauft hatte. Sinnvoller ist es freilich, sie vorher anzulegen
Immerhin habe ich sie jetzt und das Beste ist: ich habe sie nächstes Jahr immer noch.
Eine vollständige Liste mit allen Neffen und Nichten und Patenkindern, dann überrascht es mich nicht mehr, dass meine Schwester immer noch ihre Söhne hat *grins*.
Jetzt der Praxistipp: Schreiben Sie doch jetzt noch vor oder an Weihnachten auf, was sie dieses Jahr gut gelöst haben, was Sie nächstes Jahr wieder so oder anders machen möchten.
Darauf können Sie im nächsten Jahr aufbauen. Vielleicht bereits im Oktober, wenn Weihnachten wieder vor der Tür steht.
Ich werde nächstes Jahr den Christbaum für unsere Familie bereits Anfang Dezember kaufen. Ich habe mir nämlich eine gute Idee bei meinem Schwager abgeschaut: Der Christbaum kann drei oder vier Wochen mit einer Außen-Lichterkette auf der Terrasse stehen und dort schon ein bisschen Weihnachtszauber verbreiten. Dann sind es nicht nur die paar Tage im Wohnzimmer, bis dann wieder das schwedische “Knut-Fest” kommt. (Hier gibt es übrigens auch einen schwedischen Wikipedia-Eintrag dazu *grins*)
Kommen Sie gut durch die Feiertage und ins neue Jahr hinüber
Freie Startbahn
Irgendwie bedrückt mich das vorweihnachtliche Chaos ein wenig. In meinem Büro schaut es ziemlich furchtbar aus und die Chancen, dass alles Entrümpeln und Aufräumen wieder mal zu einem Silvester-Vorsatz wird, stehen gut. Warum nur ist es so schwer, Überflüssiges los zu lassen?
Gerade vor Weihnachten vervielfacht sich der Stress und es steht 1 zu 12, dass auch noch irgendein lieber Mensch ausgerechnet im Advent Geburtstag hat. Chaos, fehlender Überblick, Druck und Streß prägen (bei mir) die “stade” Zeit.
Ein Telefonat mit der Wissensagentur hat mir wieder einmal eine Tatsache von “Getting Things Done” ins Gedächtnis gerufen, die ich schon seit einiger Zeit verdrängt hatte. David Allen schreibt in “Wie ich die Dinge geregelt kriege”, das die Startbahn frei sein muss, wenn man mit dem Flugzeug fliegen will.
Schon damals habe ich beim Lesen des Buches eine Zeichnung dazu angefertigt… die habe ich mir jetzt wieder herausgesucht.
Außerdem habe ich gestern meinen Schreibtisch b l i t z e b l a n k aufgeräumt. Es ist NIX mehr drauf.
Und jetzt stellt sich so langsam das Gefühl ein, ich könnte ja diese eine Mappe auf den Schreibtisch legen und durchsehen und verschlanken… oder diese Kiste mit den CD`s für den Computer… mal gucken, welche Datensicherung noch wichtig ist….
Mit der freien Startbahn habe ich endlich Platz, um so ein Projekt zu starten. Dann finde ich auch die nötigen 15 Minuten.
Ich war zu lange gedanklich auf der Ebene 2, ohne mich um den Zustand meines Rollfeldes zu kümmern.
![]()



