Bei Zamyat Klein habe ich im Sommer im Blog “Kreative Geister wecken”[link] gelesen, dass sie via Zeit zu Leben [link] auf das “Magische Experiment” gestoßen ist. Sie hat es durchgeführt und einen beindruckenden Erfahrungsbericht veröffentlicht.
Hier gibt es die genaue Anleitung [link] - aber im Prinzip ist es ganz einfach:
Man schreibt sieben Wochen lang jeden Morgen 20 Minuten zu folgender Frage:
Wenn sich alles optimal und perfekt entwickeln würde, wie würde dann mein Leben in zwei Jahren aussehen?
Spannend ist vor allem, dass es jeden Tag neue und andere Aspekte gibt, die man mit diesen speziellen “Morgenseiten” beleuchtet.
Mein magisches Experiment dreht sich im Moment sehr viel um das Thema Kreativität und wie ich sie in mein Leben integrieren kann. Dieses Thema macht den Großteil der geschriebenen Tage aus und vielleicht kommen andere Teilbereiche erst dann ans Tageslicht, wenn dieses Thema wirklich ausgeleuchtet ist. Ich bin gespannt, was noch kommt.
Ich stehe heute aktuell bei Tag 23 – und nicht zuletzt diesem Experiment habe ich es zu verdanken, dass ich *wirklich* wieder male und zeichne. Ein lange begrabener Traum, der nun wieder ans Licht kommt.
Heute ist der 1. September und an diesem Tag habe ich vor vielen Jahren meine Lehre begonnen. Auch Schule und Studium beginnen klassisch im September und irgendwie hat dieser doch schon herbstliche Monat durchaus die Energie für einen Neuanfang.
Heute morgen las ich in meinem Lieblingsbuch “Einfachheit und Fülle”, dass im Januar oft Entschlüsse gefasst werden, die zum Scheitern verurteilt sind – weil sich im Januar eigentlich jeder danach sehnt, sich auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen.
Bei den Römern begann der Kalender noch im März – das Neujahr im Januar ist also eigentlich eher eine willkürliche Entscheidung, auch wenn ich die Aufbruchstimmung sehr mag, die da üblicherweise herrscht.
Im Prinzip ist es ja auch egal, welchen Tag man wählt, um ein neues Jahr zu beginnen, Neujahr, ein Schuljahr, ein Lebensjahr. Es sind immer wieder solche markanten Termine, die einen innehalten lassen. Sinn ist vielleicht auch nur, überhaupt einmal anzuhalten und den Kurs zu überdenken…
Heute ist ein guter Tag, um innezuhalten und vielleicht eine Viertelstunde über den Lebensweg nachzudenken. Vielleicht mögen Sie ja auch ein paar ungefilterte Gedanken dazu aufschreiben.
Gute Fragen hierzu sind vielleicht:
Würde ich am Ende meines Lebens voller Freude, Dankbarkeit und Zufriedenheit zurückschauen?
Wenn nicht, was würde ich bedauern?
Dieses Bedauern kann eine Spur sein, die in die richtige Richtung weist – auch wenn es erst einmal etwas schmerzhaft sein kann. Der Lohn für die Mühe ist Klarheit.
Ich gehöre zu den Leuten, die schon sehr lange nach ihrer “Berufung” suchen und sie nicht finden können. Auf dieser Suche habe ich bereits die anderen Bücher von Barbara Sher gelesen – jedes für sich eine Inspirationsquelle. In ihnen bin ich auch schon dem “Konzept Scanner” begegnet – Dieses Buch jedoch ist einfach nochmal eine Stufe besser. In diesem Buch finden Sie die passenden Antworten, wenn Sie sich solche Fragen stellen, wie z.B.:
Warum kann ich mich nicht für “die eine Sache” entscheiden?
Was ist meine Berufung?
Werde ich meine “Mission” auf Erden je erfüllen können?
Werde ich meine Talente, meine Begabung je nutzen können?
Warum finde ich keine Leidenschaft/ keinen Beruf, der mich total ausfüllt?
Bin ich entscheidungsschwach/ undiszipliniert/ ein Versager? Bin ich dumm?
Warum kann ich nichts zu Ende bringen?
Habe ich eine Aufmerksamkeitsstörung?
Die Antwort lautet: Sie sind (möglicherweise) ein “Scanner” und es ist alles in Ordnung mit Ihnen. “Scanner” sind kluge, multitalentierte Menschen, die lediglich an einer sehr komplexen Verstrickung aus Desorganisation und Fehlbewertung durch die Umgebung leiden.
Ich kann Ihnen sagen, dass es DEN entscheidenden Unterschied macht, diese Verstrickung zu erkennen und dazu auch noch ein ganzes Paket von wirklich umsetzbaren Lösungsstrategien zu bekommen.
Der Knoten im Kopf und im Gefühl (und damit im Selbstwert) löst sich und gleichzeitig gibt es jede Menge von praktischen Übungen, die wirklich Spaß machen und dazu auch noch geeignet sind, ein neues Selbstbild von sich zu entwerfen (und aus dem Schlamassel herauszukommen).
Schon in der typischen Alltagssituation einer Scannerin im Kapitel Eins hätte man einfach nur meinen Namen einsetzen müssen… Ich habe dieses Gefühl, dass Barbara Sher mich ganz genau kennt und ich kann mir eigentlich nicht erklären, wann sie mich besucht hat und meine Situation, meine Wohnung, meine Pläne, meine Projekte und meine verzweifelten Versuche, mich zu organisieren bobachtet hat.
Es ist mir ein Rätsel, wie eine Buchautorin mein Leben so in allen Details kennen kann…
Doch darin liegt die Chance! Ich bin nicht allein und Sie sind nicht alleine und es gibt sogar eine Strategie, endlich aus dem ganzen Chaos herauszukommen!
Im ersten Teil des Buches erfahren Sie alles über “den Scanner”:
Wer ein Scanner ist und wer nicht.
das Dilemma, von der Gesellschaft verkannt zu werden…
die ganz besonderen Begabungen von “Scannern”…
das System von Aktivitätsspanne und Belohnung…
die Ängste und die Panik und die daraus resultierenden Hindernisse von “Scannern”…
die Furcht vor Verbindlichkeit, die Furcht sich festzulegen…
warum Sie möglicherweise nichts anfangen können oder…
warum Sie möglicherweise nichts zu Ende bringen können.
und vor allem: was Sie konkret unternehmen können, um diese Situation zu ändern.
Hier eine Auswahl an genialen Strategien:
Ein Projektbuch – einen Werkstattplan – eine Aktivitätenliste – ein ganz besonderer Kalender – der Mini-Nervenzusammenbruch – die Große Liste – das Scanner-Finish, und noch vieles mehr! Ich habe noch nie an den Übungen in einem Ratgeber-Buch soviel Vergnügen gehabt.
Damit nicht genug, im zweiten Teil findet sich eine sehr detaillierte Beschreibung von verschiedenen Scanner-Typen. Für jeden Typ gibt es besonders gut geeignete Werkzeuge und Techniken, einen Entwurf für ein geeignetes Lebens-Design-Modell und eine Liste mit besonders geeigneten Berufen.
Sind Sie vielleicht ein zyklischer Scanner? Ein Tellerjongleur? Ein Sequenz-Scanner? Ein Serienspezialist, ein Wanderer oder ein Universalist? Oder (sehr wahrscheinlich) eine Mischung aus mehreren Typen? Sie werden auf jeden Fall unglaublich gute Ideen für Ihren Lebensentwurf finden.
Barbara Shers Leistung liegt hier insbesondere darin, dass sie es schafft, diesem noch so unbekannten psychologischen Phänomen eine Struktur und eine Definition zu geben.
Damit wird es möglich, unmittelbar die ganze Energie, die bisher für Selbstzweifel, für die Abwehr von ablehnender Kritik und für die verzweifelten Organisationsversuche draufgegangen sind, in eine neue, produktive Richtung zu lenken.
Ihre Leistung liegt überdies darin, die Scanner auch noch nach den jeweiligen Stärken und Schwachpunkten zu “typisieren”. So gelingt es ihr, für alle Facetten eines Scanner-Lebens einen Plan für einen neuen Lebens-Rhythmus mit jeweils geeigneten Lebensdesign-Modellen, “Spezialausrüstung” und Berufsvorschlägen zu entwerfen.
Sie hat ein wirklich umfassendes Handbuch zur Lebensgestaltung erschaffen.
Ein Glückstag, der mich an dieses Buch geführt hat. Ich bedauere nur, dass es nicht möglich ist, zehn Sterne zu vergeben.
Mich selbst kennen lernen – das ist die Voraussetzung dafür, dass ich mir selbst helfen kann. Es bedeutet, den Heiler in mir selbst zu entdecken.
Birgitta Meinhardt
(aus dem Buch “Jin Shin Jyutsu für die Seele”)
Es dreht sich wieder einmal alles um die eigene Klarheit.
Wer weiß, was er will, wird bei sich selbst eine große Weisheit entdecken.
Das ist in gesundheitlichen Fragen so, bei allen Themen der Kindererziehung oder in der Perspektive “Lebensweg/Karriere”. Wenn ich selbst klar weiß, was ich will, bin ich in der Lage, meinem Kind Grenzen zu setzen. Oder meine Arbeit nach Prioritäten zu sortieren. Egal, auf welchen Lebensbereich ich schaue, ich stoße immer wieder auf den (oft fehlenden) Kontakt zu meinem Selbst.
Dort finde ich auch alle anderen Begriffe: Selbstbewußtsein, Selbstwert(gefühl), Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen und Selbstheilungskräfte…
Wer die (eigene) Welt verändern will muss bei dem Selbst anfangen, denn dort liegt die Landkarte, die Marschroute. Und die unbequemste aller Fragen lautet: “was will ich wirklich?”
Das Buch, aus dem ich das Zitat entnommen habe, ist ein schöner Leitfaden durch die Welt der Emotionen. Jin Shin Jyutsu ist eine japanische Heilkunst, die dem Shiatsu eigentlich nicht unähnlich ist, insofern sie sich ebenfalls der Meridiane und Körperströme bedient.Anders als im Shiatsu ist hier jedoch eine Selbstanwendung sehr leicht möglich, denn es werden die Körperströme durch einfaches Auflegen der Hände auf bestimte Schlüsselpositionen entlang der Meridiane harmonisiert.
Das erleichtert eine Selbsthilfe sehr – man ist von keinem Therapeuten und von Terminen abhängig, die Termine sind lediglich mit einem selbst zu vereinbaren
Ein weiteres empfehlenswertes Buch zum Thema Jin Shin Jyutsu ist (für die körperlichen “Projekte”): “Heilende Berührung” von Alice Burmeister und Tom Monte. Beide Bücher zusammen ergänzen sich hervorragend, das eine hat die körperliche Ebene zum Thema, das andere die emotional-seelische Ebene.
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1. August 2007
Die große Frage ist nicht, wie ich bekomme, was ich will, sondern zu wissen, was ich wirklich will. Der Weg dorthin ist dann im Vergleich dazu ein Klacks.
Derzeit schreibe ich jeden Morgen für 15 Minuten die sogenannten “Morgenseiten”. Die Idee ist ja schon bekannt, die stammt aus dem Buch “Der Weg des Künstlers”. Weil es dort relativ starre Regeln gibt, ist es wieder in der Versenkung verschwunden und erst durch das Buch “Geniale Momente” habe ich selbst die Freiheit wiedergefunden, jeden Morgen für “nur 15 Minuten” zu schreiben.
Das Schreiben selbst ist eine gute Inspirationsquelle und auch viele unausgegorene Themen kann man dadurch gut “verdauen”.
Nur, was mache ich mit den Perlen der Erkenntnis?
Es ergeben sich ja beim Schreiben immer wieder tolle Ideen oder wertvolle Erkenntnisse, sie ja auch für eine gewisse Lebens-Strategie nützlich sind (oder auch für eine Berufs-Strategie).
Bewährt hat sich bei mir im Moment folgendes Prozedere:
15 Minuten Schreiben
Den Text nochmal durchlesen -
und die drei oder vier wichtigsten To Dos oder Erkenntnisse sofort als Stichpunktliste oder in knappen Sätzen hintendran hängen. So besteht die Chance, die Perlen der Erkenntnis auch später wiederzufinden – sie sind dann optisch schon mal als Zusammenfassung zu erkennen.
Weil sich aber im chronologischen Verlauf des täglichen Schreibens die Notizbücher oder College-Blocks schnell füllen, verschwinden viele Ideen einfach in den Untiefen der beschrifteten Seiten. Was also tun?
Ich schreibe mir also diese Stichworte/Sätze noch in mein Evernote, dort gibt es eine Rubrik “Ergebnisse von Genialen Momenten” und diese einzelnen Notizen kann ich dann den weiteren Rubriken aus GTD zuordnen, so kommen die guten Ideen, für die eine schnelle Umsetzung wünschenswert ist, automatisch schon mal auf die “Schritte-Listen”.
Je nach “Fachbereich” kann so eine einzelne Notiz auch noch mit einem weiteren Etikett versehen werden, z.B flylady, simplify, Business-Strategie, Marketing-Idee, Web-Recherche, und, und, und,…
Das erhöht die Chance, die Idee a) wiederzufinden und b) auch zu verwirklichen.
Vielleicht ist das eine Anregung, um die “Morgenseiten” erst mal überhaupt auszuprobieren oder wieder aufzunehmen und die dann entstehenden verwertbaren Ideen auch gleich in ein GTD-System einzupflegen.
Erkenntnis des Tages: Ich finde, die Verbindung der beiden Ideen Morgenseiten und GTD macht sehr viel Sinn. Könnte zu Synergie-Effekten führen
… ist der Titel eines besonders feinen Fundstücks, das ich via Wissensagentur empfohlen bekommen habe. Es ist schlichtweg genial, was dieses kleine Buch zum Thema Schreiben bewirkt.
Ich habe einige Bücher zum Thema Schreiben, kreativem Schreiben und Tagebuchschreiben gelesen und eine gute Mischung der Techniken auch immer wieder mal gut und gerne angewendet.
Letztes Jahr habe ich mir dann eine Schreib-Pause verordnet, aus der ich nicht mehr so richtig herausgefunden habe und so ist dieses geniale Denk-Werkzeug einfach brachgelegen. Bis zu diesem Buch: Geniale Momente. Schon der Titel ist unwiderstehlich.
Als ich dann angefangen habe, die höchst einfache Schreibtechnik anzuwenden (man kennt es eigentlich ja bereits von den “Morgenseiten” einer Julia Cameron oder von der “Geistigen Kläranlage” einer Vera F. Birkenbihl), sind die Ergebnisse prompt und durchschlagend gefolgt.
Nur bisher waren mir die Regeln zum Schreiben immer zu starr. “Wer nicht gleich morgens mindestens 30 Minuten schreibt, hat für den Rest des Tages…” – na Sie wissen schon.
Geniale Momente ist anders. Kein Druck, nichts ist Zwang. Marc Levy hat einen überaus angenehmen Schreibstil, der sich in einem Rutsch durchliest und an einigen Stellen ein herzhaftes Lachen produziert.
Schreiben ist in 30-Minuten- aber auch in 3-Minuten-Einheiten sinnvoll. Das finde ich so erleichternd. Wann immer ich will, wo immer ich auch bin und die Zeit, die mir gerade zur Verfügung steht. Mit den wichtigsten Werkzeugen: Papier, Stift und ein Küchenwecker (!) – Das kommt mir doch bekannt vor? Es ist so erleichternd, dass es so einfach gehen kann: gerade so, wie es gerade passt.
Kein Thema ist zu klein, um nicht be-schrieben werden zu können. Folgen auch Sie den Gedanken, die in Ihrem Kopf sind und schütten Sie sie aufs Papier und die genialen Momente werden nicht ausbleiben!
Natürlich beschreibt Marc Levy auch noch weiterführende Techniken, um das Ganze dann zu verfeinern… das ist die Kür. Ich freue mich darauf und habe meine Schreib-Blockade endlich überwunden. Es kommt nicht darauf an, das perfekte Tagebuch zu führen. Es kommt darauf an, den Gedanken mit dem Stift zu folgen.
In verschiedenen Seminaren habe ich einige sehr schöne Meditationen erlebt. Grundsätzlich finde ich die Idee sehr gut und sinnvoll, jeden Tag zu meditieren, jedoch habe ich es bis heute noch nicht geschafft, mich jeden Tag eine halbe Stunde hinzusetzen und zu meditieren.
Ich habe auch noch nicht herausgefunden, wo der eigentliche Engpass ist: Liegt es an einem fehlenden Platz oder daran, dass ich erst CD-Player, Musik und einen bequemen Teppich zusammentragen müsste? Ist es die “fehlende” Zeit?
Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass die wirklich wichtigen Dinge immer Platz und Raum und Zeit bekommen.
Der erste und kleinste mir jetzt mögliche Schritt ist hier ein Satz aus Louise HaysErfahrungs-Schatz:
Ich geniesse meine täglichen Meditationszeiten.
Die selbstsichere Gelassenheit, nach der ich suche, ist bereits in mir.
Das werde ich mir, so oft ich daran denke, vorsagen.
Vielleicht ist ja dann bereits in Kürze der nächste Schritt, jeden Tag eine kurze Fünf-Minuten-Atemübung zu machen. Und dann wird demnächst diese kleine Routine bereits so wertvoll sein, dass sie einen eigenen Platz in der Wohnung verdient… und schon ist das Rad in Gang gesetzt!
Ich habe nicht mehr vor, an meinem Perfektionismus zu scheitern. Ich suche nach dem kleinsten mir möglichen Schritt. Wenn die tägliche halbe Stunde nicht funktioniert, dann eben nur eine tägliche Minute.
Welcher kleinste mögliche Schritt ist Ihnen heute möglich?
Ich komme gerade von meiner zweiten Shiatsu-Behandlung. Shiatsu ist eine Massagetechnik, die durch Drücken und Dehnen entlang der Körpermeridiane Energieblockaden aufspürt und auflösen kann. Und das Beste: Shiatsu beruht ganz und gar auf der Weisheit der Fünf-Elemente-Lehre, bzw. natürlich ursächlich auf den komplexen Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Jeder Körpermeridian wird in der TCM einem Organfunktionskreis und einem der Elemente zugeordnet, so ist z.B. der Lunge-Dickdarm-Funktionskreis dem Metallelement zugeordnet. Das ist quasi angewandtes Feng Shui für den Körper. Oder eben eine weitere Möglichkeit, die komplexen Zusammenhänge zwischen den fünf Elementen zum eigenen Wohl zu nutzen.
Ich habe heute am eigenen Leib erfahren, wie sich Blockaden des Blase-Nieren-Meridians anfühlen können, einige der Druckpunkte waren verflixt schmerzhaft. Jedoch ist das Wohlgefühl danach unbeschreiblich gut.
Der Blase-Niere Meridian wird dem Wasserelement zugeordnet und ein seelisches oder mentales Thema, das hier unmittelbar dazugehört, ist das Loslassen.
Loslassen von alten Angewohnheiten oder auch ganz banal: Loslassen von allem Zuviel in der Wohnung, im Leben.
Miriam Weber, die Shiatsu-Therapeutin hatte in ihrer Praxis auch ein wunderschönes Buch von Louise Hay stehen, in dem sich ganz viele schöne Texte und Affirmationen zu diesem Thema finden: Meditation für Körper & Seele
Hier die Seite zum Thema Loslassen:
Wie man sieht, sind die elementaren Stichworte des Lebens hier versammelt. Ich denke, wenn man es schafft, sich mit diesen Texten zu beschäftigen, gerade bei den Themen, die bei einem selbst gerade “anbrennen”, dann erreicht man eine positive Sicht auf die Dinge und diese “Saat” wird einen Wandel im Leben, eine Entwicklung hin zu mehr Lebensqualität bewirken.
Mit diesen Worten endet jedes Kapitel auf dem Hörbuch “Ich bin dann mal weg” von Hape Kerkeling. Jeden Tag gibt es so ein kurz gefasstes Resumée seiner Erlebnisse und Erfahrungen.
Hape Kerkeling hat jede Menge von “Erkenntnissen des Tages”. Es sind ja auch einige Tagesetappen nötig, um nach Santiago de Compostela zu gelangen. Seine lustige und gleichzeitig auch beeindruckende Reisebeschreibung des Jakobsweges macht mir Lust, diesen camino auch einmal zu gehen. Zumindest habe ich jetzt endlich mal im Internet nachgeforscht und kenne jetzt endlich die Lage des Weges in Nordspanien. Ich hatte immer gedacht, der Jakobsweg liegt viel weiter südlich.
Ein phantastisches Weihnachtsgeschenk habe ich da bekommen. Es hat mich so gefesselt, dass ich die sechs CDs in nur zwei Tagen aufgesogen habe… Ein Hörbuch zum “immer wieder hören”.
Mein persönliches “Jakobsweg-Erlebnis” hatte ich irgendwo auf der CD 5. Ich war gerade dabei, im Wohnzimmer eine Runde Überflüssiges zu “decluttern” (flylady), als mich wieder mal die totale Unlust überkommen hat. Ich wandere also ziellos durch die Wohnung, auf der Suche nach irgendeiner interessanteren Tätigkeit.
Da stoppe ich plötzlich und denke:
Hape Kerkeling war auf dem Camino auch gezwungen, genau den Weg zu gehen, der jetzt in diesem Moment vor ihm lag. Er konnte auch nicht die übernächste Etappe gehen oder die vorletzte wiederholen, nur weil sie so schön war oder ihm der aktuelle Weg des Tages gerade nicht gefiel.
Genauso kann ich jetzt in diesem Moment genau die Tätigkeit fertigmachen, die ich angefangen habe, ohne mich ablenken zu lassen. Das ist mein ganz privater “Camino”. An dieser Stelle bin ich an die ungeliebte Tätigkeit zurückgekehrt und habe sie beendet.
Ich muss nicht nach Spanien fahren (obwohl ich den Jakobsweg auf meine Vielleicht/irgendwann-Liste gesetzt habe). Der Alltag bietet jede Menge Möglichkeiten, meine ganz persönlichen Herausforderungen zu meistern.
So bekommt ein Ausspruch von Alexandra zum Thema Durchhalten plötzlich auch für mich Sinn:
“Sitzenbleiben“.
Nicht aufspringen, wegrennen, etwas anderes anfangen. Dranbleiben. Weitermachen. Disziplin. Durchhaltevermögen.
Das sind alles so kühle Worte ohne Leben. Wohl bekannt, oft gehört und nie so richtig in die Praxis umgesetzt, weil sie nicht verinnerlicht wurden.
Das Bild vom Jakobsweg mit seinen schwerigen Etappen hat diese Worte jetzt belebt. Eine Methapher für den Weg im Alltag.
Meine Erkenntnis des Tages: Der Camino ist überall. Vor allem direkt vor mir.
P.S: Ich finde die Idee mit der “Erkenntnis des Tages” superschön. Das möchte ich mir gerne beibehalten.