Archiv für die Kategorie „Entrümpeln“

Impuls und Chance

Die Loslass-Challenge bei der Wissensagentur läuft immer noch auf Hochtouren – aber einige Rahmenbedingungen haben mich etwas zurückfallen lassen. Die verpassten Aufgaben drücken auf die “müsste ich noch nachholen”-Liste und genau das ist ein Fehler.

Gestern habe ich beim Werkzeug aussortieren wieder mitgemacht, denn ich glaube, es ist am besten, die jeweilige Tagesaufgabe dann zu machen, wenn sie gerade dran ist und nicht zu versuchen, die ganze Liste aufzuarbeiten.

“Jump in wherever you are…” lautet das Motto.

Heute nun ist das Thema “Kleiderschrank entrümpeln” auch in Joannas Blog “Liebesbotschaft” drangekommen und es hat mich ergriffen und einfach gepackt und mitgenommen.

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Ich denke, wenn ich es schaffe, auf so einen Impuls gleich mit einer Handlung zu reagieren, sprich es einfach zu machen, dann habe ich die beste Möglichkeit gewählt und reite quasi wie ein Surfer auf einer Welle.

Eine Chance dann zu ergreifen, wenn sie sich bietet – das will ich üben.

Verpasste Chancen verstopfen nur dicke und wachsende ToDo-Listen. (Ich gebe zu, ein wenig spielt dabei auch eine Rolle, dass ich kürzlich Hermann Scherers Buch “Glückskinder” nahezu atemlos verschlungen habe… ;-) )

Wie schnell und kräftig so eine Entrümpelungaktion ablaufen kann, habe ich hier einmal dokumentiert: *zwinker*

  • 13.47 Uhr – Rumdaddeln am PC und Artikel im Reader lesen – dabei zum heutigen Artikel der Liebesbotschaft vorstoßen…
  • 14:00 Uhr – ich habe den Post von Joanna im Blog “Liebesbotschaft” fertig gelesen. Unbedingter Lesebefehl, falls ihr nicht sowieso schon rübergehüpft seid, ich mag ihren Schreibstil sehr!
  • 14:02 Uhr – Kleiderschrank auf – zwei Wäschekörbe bereitgestellt und alles, was ich spontan der Kategorie “kann weg” zuordnen kann wird aus dem Schrank gezogen und in die Körbe gestapelt…
  • 14:30 Uhr – Allerhöchste Eisenbahn, loszufahren – um 15 Uhr muss ich zu einem Termin in Bayreuth sein. Schnell noch die zwei Körbe plus die Schachtel voller Kleider ins Auto schleppen… zwei Treppen hinunter. Atemlos und mit Herzklopfen (bin ja nich die Fitteste, ne?) sitze ich im Auto… :shock:
  • 14.33 Uhr – Schlüssel herum drehen und losfahren…
  • 15:00 Uhr – Fast direkt vor der Tür ist ein Parkplatz frei und ich bin rechtzeitig dort…
  • 15:57 Uhr – Fertig. Jetzt noch in Richtung Kaufhaus Regenbogen fahren…
  • 16:08 Uhr – Alle Kleider gespendet, die beiden Wäschekörbe wieder leer ins Auto gestellt. Heimfahrt. Erleichtert. :!:

Wichtigstes Fazit:

Es genügt ein Impuls, eine winzige Chance, sie zu ergreifen ist die eigentliche Kunst.

Heute war es der humorvolle Artikel von Joanna, der mich zutiefst motiviert hat. Die eigentliche Arbeit ist in wenigen Minuten getan. Wenn es erst gelingt, den emotionalen Blockadefaktor auszuschalten, steht einer Befreiung von den Gewöllen ungetragener Kleidung nichts mehr im Weg!


Reflektion Fastenchallenge

Tassen 1

Okay – Eigentlich schon am Sonntag wäre die Reflektion drangewesen, aber – ähem – Unpässlichkeiten haben mich etwas ausgebremst. (“Boah, isch ´ab Rücken, ey!”)

Ich nehm mir einfach mal die Fragen vor, die Alexandra so vorgegeben hat:

  • Wie war das Ordnung machen für mich? Was wurde mir dadurch bewusst?

Naja. Der erste Gedanke war:
“Oh nein, die Besteckschublade! Als ob es nicht Wichtigeres gäbe! Es wäre doch an allen Ecken und Enden nötig!”
Der zweite Gedanke war:
“Okay – wenn es schon an allen Ecken und Enden nötig ist, kann ich auch genauso gut hier anfangen. Was solls?”

Der Anfang war am Schwierigsten. Sich zu entscheiden, *jetzt* an *genau dieser* Stelle anzufangen und nicht alle anderen Probleme gleichzeitig zu wälzen… Das hatte bisher etwas von “Die Bälle in der Luft halten” und durch das Nachdenken konnte ich schön verhindern, dass ich etwas tue.

Zu wissen, dass andere an genau der gleichen Aufgabe arbeiten ist ein schöner Nebeneffekt und mir macht es vor allem auch Spaß, die Bilder der anderen in der Flickr-Gruppe anzuschauen ;-)

  • Wie war es diese Entscheidungen zu treffen, was ich behalten möchte und was nicht?

Eher leicht. Bei Kinderbesteck kein Thema und auch andere ungeliebte Schrankinhalte waren eher schnell identifiziert und aussortiert.

  • Wie ging es mir mit dem Entsorgen und Loslassen?

Das ist der Knackpunkt Nummer eins! Das Zeux ist jetzt ein Stapel an anderer Stelle -…- weil es bis zum nächsten Flohmarkt-Termin noch zwei Monate dauert -…- weil es noch gutes Geschirr ist, das jemand noch verwenden kann -…- weil ich es nicht einfach in die Mülltonne werfen will.
Die vorläufige Lösung lautet: Ich habe die Adressen der Gebrauchtwarenhöfe in der Umgebung recherchiert und warte jetzt auf einen geeigneten Termin in der dortigen Gegend, um das Zeux dort abgeben zu können.

Bei Dingen die offensichtlich Müll waren (öhm, das Curry aus 2002 :shock: ) war es überhaupt kein Problem, das in den Müll zu werfen

  • Wie betrachte ich nun die Dinge, für die ich mich bewusst entschieden habe, sie zu behalten?

Ich finde die neu eingeräumten Küchenschränke total schnuffig. Ich freu mich jedesmal, dass z.B. das Ausräumen der Spülmaschine dadurch viel leichter von der Hand geht und in den Schränken und Schubladen auch mehr Raum ist, das verbleibende Geschirr besser aufzuräumen.

  • Was ist der wichtigste Gedanke, den ich mir aus dieser Woche mitnehme?

Der Anfang ist schwierig – ist der jedoch gemacht, wird das Ganze eigentlich zum Selbstläufer. Jedenfalls bis zu dem Punkt, wo der Engpass mit der Weitergabe/dem Loslassen auftaucht. Diesen Engpass hab ich erkannt und ich werde einfach für jede Sorte von wiederverwendbaren Dingen ein Ziel suchen: Flohmarkt, Gebrauchtwarenhof, Second-Hand-Shop, Kleiderkammer (wir kommen sicher noch ins Schlafzimmer, oder?)

Allgemein hab ich an der Aktion nicht so konsequent mitgemacht wie ich es gerne gehabt hätte. Von den 6 Themen habe ich nur immerhin vier bearbeitet:

  • Besteckschublade
  • Gewürze
  • Tassen und Teller
  • Plastikbehälter

Die Vorräte scheiterten daran, dass in unserer Speis gerade “Baustelle” herrscht und die eine Hälfte des Regales abgebaut bleiben muss, vorerst jedenfalls … und unter der Spüle hab ich nix auszumisten…!

*gnihi*

… dazu hab ich einfach zu oft das entsprechende Mail von den flylady-Missionen geöffnet.
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[Wer es nicht kennt: flylady ist ein amerikanisches Aufräum- und Organisations-System, in erster Linie für Haushalt und Wohnung. Die Wohnung wird dabei in 5 Zonen eingeteilt und jede Woche wird eine andere Zone bearbeitet. Mittels täglicher Mails werden die einzelnen Aufgaben herausgegeben.]
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Ich hab diese Mails abonniert und übersehe sie sehr sehr oft. Aber jedesmal, wenn ich das Mail geöffnet habe, dann war die “tägliche Mission” gerade: “unter der Spüle sauber machen”. Das ist also quasi die Keimzelle der Ordnung ;-) *kicher*


Tag 1 – die Besteckschublade

Alexandra hat ja diese Fasten-Challenge mit dem Entrümpeln angestoßen und ich hab beschlossen, so viele der Aufgaben zu lösen, wie es mir möglich ist.

Soso, Aufgabe eins ist also die Besteckschublade …hmm, irgendwie trifft es mich ja ziemlich hart, denn ich hab vier fünf solche Kruschtelschubladen. :shock: …und beim Umherschweifen des Blickes hab ich auch noch gerümpeliges Zeux an der Hakenleiste entdeckt… tststs. Hülft alles nix. Raus mit dem Zeux…

Erstaunliche Dinge habe ich gefunden – also den “Milchwächter” hab ich noch nie benutzt…
das kann weg...

…und aus diesem Alter sind meine Kinder definitiv entwachsen:
ohne Worte...

…und ein paar Dinge brauch ich nicht soo furchtbar täglich, die finden einen anderen Platz etwas weiter entfernt:
ein neuer Platz...
Hier die Vorher-Nachher-Bilder:

Schubi eins:
Schubi 1
Schubi zwei:
Schubi 2
Schubi drei:
Schubi 3
Schubi vier: :shock:
Schubi 4

Auf die Wunschliste kommen:

  • Lange Löffel, um Honig auch in der hohen Teetasse umrühren zu können – check ✔
  • eventuell mal einen neuen Sieblöffel, aber das eilt nicht

Die fünfte Schublade ist keine Besteckschublade und kommt demnächst dran. Erst mal brauch ich ne Idee, was ich mit der neu gewonnenen leeren Schublade jetzt so anstelle! :mrgreen:


Fastenaktion

Alexandra Graßler von der Wissensagentur hat wie im vergangenen Jahr auch dieses Jahr wieder eine mitmachwürdige “Blogger goes Fastenzeit” – Aktion gestartet.

Im letzten Jahr war eine selbstgewählte Herausforderung durchzuziehen: ich hatte mich für “jeden Tag zeichnen” entschieden. In diesem Album sind die Ergebnisse vom letzten Jahr zu sehen: Fastenchallenge

Dieses Jahr geht es nun um konkrete Aufräum- und “Loswerd”-Arbeiten. Perfekt für mich, denn anders als die vielen “solltest” und “müsstest” die mit den üblichen Verzichtsaktionen verbunden sind (Schokolade, Facebook…) und in mir nur ein schlechtes Gewissen und Druck erzeugen, verspreche ich mir von einer Aufräumaktion hoffentlich ein nachhaltiges Ergebnis: Mehr Freiraum zum Durchatmen.

Am Montag startet die Aktion bei der Wissensagentur und es gibt schon mal eine Aufräumaufgabe für die Ungeduldigen ;-)

.

Das Auto-Handschuhfach! :shock: wie gemein! :?

Hier mein Ergebnis:

Puh! Zum Glück ist es nicht ganz so chaotisch, wie ich befürchtet hatte:

Handschuhfach - vorher

Alles mal rausgeräumt:

alles mal raus
(peinlich, peinlich)

Die Brillenputztücher sind zahlenmäßig schon ein bisschen überlegen, das hab ich mal reduziert und ein geschmeidiger Gummiring hält diese jetzt schön zusammen und bietet außerdem eine Möglichkeit diese unsäglichen Sanifair-Coupons aufzubewahren, die man ja dann doch im Auto mitführen sollte, weil sie der Bäcker umme Ecke nicht einlöst…:

Handschuhfach - nachher

Neu hinzugefügt habe ich eine Rolle mit kleinen Müllbeuteln, denn mit den Kids auf längeren Touren gibt es dafür einfach Bedarf.

Und wie? Brillenputztücher?? :shock:

Abe´ isch `abe doch gar keine Brille! :mrgreen:

Die Lösung des Rätsels: ich verwende die Brillenputztücher, um die Windschutzscheibe innen abzuwischen.


Ein Buch für mich

buch

Heute möchte ich einmal meiner Freude darüber Ausdruck verleihen, welche tolle Menschen und Ereignisse das sogenannte Web 2-0 ermöglicht.

Ich lese beinahe täglich meine Artikel, die ich von allen möglichen inspirierenden Blogs in aller Welt über den Google Reader beziehe. Natürlich kann ich da nur die wichtigsten überfliegen, es gibt ja eigentlich noch ein richtiges Leben neben dem Computer.

Letzte Woche fiel mir in diesem breiten Strom an Informationen der Artikel in Birgit Geistbecks Entrümpeln-Blog mit dem Titel “Bin wieder da” ins Auge. Neben der Kreativität ist der Clutter und der Kampf dagegen ja auch eines meiner Lieblingsthemen, wie die geneigten Stammleser sicher wissen *zwinker*.

Das machte mich neugierig, denn ein großes Manko hat das Web 2.0 – meistens fällt es nicht wirklich auf, dass jemand weg ist, es ist ein riesengroßer beständiger Strom an Informationen. Da muss man schon direkt mit den Leuten befreundet sein, um wirklich zu merken, dass ein Blog oder eine Twitter-Timeline über Tage und Wochen leer bleibt…

Zurück zum Entrümpeln-Blog mit dem schönen Untertitel “Machen Sie sich den Weg frei”: Birgit schreibt in ihrem “Bin wieder Da”-Artikel, dass sie die Prüfung zur Baubiologin abgelegt hat -und hoffentlich bestanden hat! Vorab schon mal Glück- und Segenswünsche!

Wenn man dann so ein bisschen in ihrem Blog zurückblättert, dann kann man auch ganz gut verfolgen, warum das Entrümpeln so befreiend ist.
Tja, da hab ich nun neben meinen Entscheidungsmuskeln auch noch die Entrümpelungsmuskeln zu trainieren… das klappt ja leider immer noch nicht wirklich gut.

Ich bin nun in einen kleinen Zwiespalt geraten, denn sie hat genau in eben jenem Artikel einige ausgemusterte Exemplare von Büchern und Zeitschriften zum Verschenken angeboten – und was mach ich? War ja klar. Ich schlag sofort zu.

Das schadet natürlich meinem eigenen Gerümpel-Status schon ein bisschen, denn eigentlich wäre bei mir auch eher das Ausmustern als das Einsammeln angesagt…

Es handelt sich jedoch um ein Buch, dass ich vor etwa zwei Jahren mühsam über Fernleihe bestellt habe und das offensichtlich für die entleihende Bibliothek so wertvoll war, das ich es nur im Lesesaal der Unibibliothek lesen durfte und nicht mit nach Hause nehmen konnte.
Und nun gibt es dieses Buch zu verschenken. Ganz ehrlich? Da hätte glaub jeder zugegriffen.. *grins*

Das Thema ist ein sehr spannendes, zumindest wenn man wie ich eine latente Leidenschaft für Zahlen, Symbolik, Feng Shui und I Ging hat… in dieser östlichen Lehre (Das Buch der Wandlungen) steckt soviel Weisheit und Erfahrung, dass es mich immer wieder fasziniert.

Ich freue mich jedenfalls richtig darüber, dass Birgit mir das Buch geschenkt und zugeschickt hat! Vielen Dank, liebe Birgit.

Und zum Thema Entrümpeln werde ich mir sicherlich wieder vermehrt Motivation und Anregungen auf ihrem Blog holen. Ich hab es einfach ein bisserl zu sehr schleifen lassen.

*Das* genau ist das Schöne an dem Web 2.0 mit seinem beständigen Informationsstrom – es ermöglicht neue Kontakte, die Erinnerung an alte Baustellen und auch an liegengebliebene Leidenschaften und es schafft reale Ereignisse in meinem realen Leben.


Motivationsbild: Freie Oberfläche

Räume eine Fläche frei

Mein Plan ist, mir ein Minialbum mit den erwünschten Ergebnissen zusammenzustellen. Vielleicht ist die Aufräum-Lust dann etwas größer.
Bei zwei Kids hat das immer etwas von Don Quijote und Sancho Pansa… das mit dem Kampf gegen Windmühlen…


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