Archiv für die Kategorie „Bewegung“
Beweglichkeit
Eine kleine Bemerkung meines Schwagers vom Sonntag geht mir noch heute im Kopf herum. Wir waren mit den Kids beim Schlittenfahren und notgedrungen hat sich die Elterngeneration 30+ etwas schwer getan beim Besteigen der UFO-Schüssel oder wie auch immer diese flachen runden Schlitten sonst heißen…
Ich sagte: “Schade, dass so ab 30 die Beweglichkeit nachlässt” und er meinte: “Tja, das liegt halt daran, dass man sich nicht mehr so viel bewegt.”
Dieser glasklare Zusammenhang war mir die ganze Zeit nicht bewußt, kann man sich sowas vorstellen? Da habe ich auf einer meiner vielen Wunschlisten “mehr Beweglichkeit” (Zur Wort-Falle “mehr“ ) und erwarte tatsächlich, dass sich “Mehr Beweglichkeit” irgendwann von alleine einstellt. Schon witzig.
Ja, natürlich ist mir bewußt, dass dazu irgendeine Form von Gymnastik gehört, das hab ich alles auf “Irgendwann” verschoben und mir gedacht, es reicht, wenn ich im Moment Nordic Walking betreibe…
Durch diese Bemerkung meines Schwagers ist mir die Bedeutung meiner Wünsche in punkto Bewegung und Beweglichkeit wieder bewußt geworden. Sehr gut.
T. U. N.
im Coaching-eMail von simplify habe ich heute folgendes gelesen:
Nicht unnötig trödeln!
Glück – das wussten schon die Griechen – ist die Folge einer Tätigkeit. Wer nur zu Hause sitzt und auf das Glück wartet, muss lange warten. Und auch Ihre Gesundheit ist die Folge einer Tätigkeit: Sie ist die Summe aus richtiger Bewegung, cleverer Ernährung und einem entspannten Geist. (…) Sie müssen jedoch etwas dafür tun. Und t-u-n steht für Tag Und Nacht,
oder anders herum gelesen, für Nicht Unnötig Trödeln.
Ich wollte mit dem Hund raus…
… mit dem inneren Schweinehund. Leider gibt es real existierend Hindernisse.
Der Waldweg auf meiner Nordic Walking Strecke ist komplett mit Glatteis bedeckt und so hab ich meinen Schweinehund wieder an die gedachte Leine genommen und bin im Sinne meiner heilen Knochen wieder nach Hause gefahren.
Immerhin: ich war dort. Ich wollte laufen. Ich hatte mich bereits überwunden und bin Opfer der Umstände (schönes Lied im Ohr: Victims of circumstances) geworden ![]()
An einem anderen Tag, auf einer anderen Strecke. Das Laufen ist nicht mehr wegzudenken. Und es gibt auch geräumte und gestreute und eisfreie – andere – Wege.
Winter ist einfach schwierig.
Sich einmal am Tag mit der Sonne verbinden
Das ist eine schöne Anregung, die ich von Alexandra bekommen habe. Dieser Tage (wo ja die Sonne Mangelware ist) kam im “simplify daily” folgender Vorschlag:
Erleben Sie Weite
Gehen Sie jeden Tag ins Freie, und entdecken Sie Natur. Ein paar Minuten reichen, und Sie haben etwas von der einfachen Energie des Lebens getankt. Sehen Sie in die unendliche Weite des Himmels, und nehmen Sie ein Stück davon in Ihrem Inneren mit. Das hilft Ihnen, auch in der Wohnung freie Räume zu schaffen.
Walking im Winter
Bei der Kälte reicht trotzdem ein Sweatshirt. Vielleicht noch eine Weste oder wenn es sehr windig ist, eine dünne Trainingsjacke. Handschuhe, Stirnband und Schal sind angenehm und werden nicht zu warm. Wenn es noch kälter als 0°C wird, brauche ich eine Skiunterhose. Sonst würde vielleicht eine Radlerhose unter der Jogginghose ausreichen. Gibt es Goretex-Walking-Schuhe? Bestimmt. Ich werde sie auf den Wunschzettel setzen.
knirschende Wirbel
Jaja, die Überkopfarbeit….
Da knackst es schon wieder ganz gewaltig in der Halswirbelsäule. Meine Heilpraktikerin sagt, es ist gut, wenn es knackt, denn dann bewegt sich wenigstens noch was. Zugegeben, sie hat manchmal etwas schwarzen Humor, jedoch ist bei mir (seit unserem Ostseeurlaub Anfang September) das Thema ausgeflutschte Wirbel nur noch Nebensache.
Was ist passiert? Eineinhalb Jahre lang hat sie mich mehr oder weniger oft eingerenkt, oft durfte ich mir von einer Freundin anhören “Man darf nicht einrenken. Die Wirbel sind viel zu empfindlich, da leiert dadurch alles aus und irgendwann geht gar nix mehr.”
Fakt ist: es geht mir besser als je zuvor. Und meine HP sagt, wenn durch die verdrehten Wirbel die kleine Haltemuskulatur überdehnt ist und krampft und verzweifelt versucht, die Wirbel wieder an Ort und Stelle zu schieben, dann verursacht das Schmerzen und Steifheit. Wenn dann durch das Einrenken die kleinen Muskeln plötzlich wieder “normal” werden dürfen, dann kann das schon noch ein paar Tage dauern, aber dann hält das wieder von alleine.
Also: Wenn die kleinen Muskeln seitlich der Wirbelsäule einigermaßen trainiert sind (Balancieren, Waldwege, Flexibar) dann schaffen die es auch alleine, kleinere Wirbelverschiebungen auszugleichen.
Was ich seit unserem Urlaub auch regelmäßig praktiziere – und darauf führe ich die signifikante Verbesserung zurück: Morgens beim Zähneputzen (alte Gewohnheit dient als Anker für neue Gewohnheit) also beim Zähneputzen zwei Minuten Mini-Aerobic: Sidesteps und LegCurls. Das macht die Muskeln warm, die Bänder weich und bringt schon in aller früh den Kreislauf in Schwung. Und wer schon mal nicht mehr so eingerostet aus dem Bad schleicht, ist einfach beweglicher.
Freilich ist das nicht eine umfassende Gymnastik, aber wer von uns hat das schon jemals geschafft, zu sagen: So, ab heute jeden Tag 15 Minuten Gymnastik – und es dann einfach so durchgezogen??
Das hab ich nicht mal mit der Krankengymnastik für meinen Sehnenanriss in der Schulter geschafft – und da wurde ich täglich durch die Schmerzen an das Training erinnert…
Was ich brauche, ist eine alltagstaugliche und umsetzbare Bewegung.