Archiv für die Kategorie „Bewegung“

*urlaubsreif*

sonnige Blume

Heute früh bin ich mit nur sehr mäßiger Stimmung aufgewacht. Ein klassischer Durchhänger nach einer schlecht geschlafenen Nacht. Das Wetter tat mit der grauen Suppe außerhalb der Fenster ein Übriges.

Die Kinder sind eine Woche in Ferien und fehlen mir schon am zweiten Tag. Für diese “freien Tage”, in denen ich nicht mit Schul- und sonstigem Alltagskram belastet bin, hatte ich mir vorgenommen, die ein oder andere Altlast aufzuarbeiten. Oder ersatzweise auch den nie endenden Papiertiger zu zähmen…

Doch meine Stimmung machte mir einen massiven Strich durch die Rechnung. “Da hat man mal ein paar Tage frei und kriegt nichts auf die Reihe” – so lauteten im Groben die Selbstvorwürfe, die mir durch den Kopf waberten.

Zerknirscht, verbissen, hartnäckig… diese Worte beschreiben nicht nur Stimmungslagen, sondern auch körperliche Symptome und das engstirnige Vorhaben, mein Leben im Hau-Ruck-Verfahren in den Griff kriegen zu wollen.

Schließlich predige ich ja hier massig über genau dieses Ziel, das ich selbst noch nicht erreicht habe: Lebe weise. Manchmal kommt mir das selbst vor wie blanker Hohn.

P1220392

Zum Glück gibt es unter anderem das Web 2.0 – diesmal hat mich der Kontakt nach “da draußen” sprichwörtlich aus dem grauen Tag gezogen.

Konkrete Begebenheiten:

  • Rausgehen. Gar nicht so einfach. Doch mit Hilfe sanfter Ermahnungen (speziell über Twitter) habe ich mich dann aufgerafft und bin vom Spaziergang tatsächlich erfrischt, belebt, durchgelüftet und mit einer Hand voll Fotos zurück gekommen. So funktionieren Freundschaften, auch über große Entfernungen.
  • Fundsachen im Reader. Jawoll. Jede Menge Blogs habe ich abonniert und der Grat zwischen “Inspiration” und “sich im Internet verirren” ist schmal. Die Stunden vor dem Computer fressen die Zeit im realen Leben. Doch heute habe ich eine sehr tröstliche Stelle gefunden- und jawoll, es ist eine Stelle in der Bibel:

    Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es … (Eph 2,8)

    Gefunden habe ich sie im Skizzenblog von Liz und Borromini – und manchmal ist es eben genau so ein Wort, das mich berührt und tröstet – und den ganzen Perfektionismus und die Gefühle der Unzulänglichkeit in die Tonne tritt. Weil ich auch nur ein Mensch bin und himmelweit davon entfernt, perfekt, ein Übermensch oder eine Übermutter zu sein.

  • Weitere Fundsachen: Einer meiner Lieblingsblogs ist Chez Larsson und Benita schreibt gerade heute über klassische Donald Duck Momente, die einem im Leben widerfahren: z.B. den Fußboden lackieren und das laufende Radio steht danach unerreichbar auf dem Regalbrett – die Nachtruhe war im Eimer…

    Solche Geschichten zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht – nicht etwa aus Schadenfreude, sondern wegen der Menschlichkeit und der Echtheit, die da durchblitzen.
    Chez Larsson zeigt mir auch im heutigen Artikel, dass es manchmal nur die allerkleinsten Dinge und Schritte sind, die einen echten Unterschied machen. Zum Beispiel ein zweiter Nagel in der Wand.

  • Die Begegnung mit einer Freundin im Tedi. Jawoll, im Ramsch-Laden. Ich hab Kräuselband in Gold in der Hand und dann sprechen wir über genau das: die kleinen machbaren Schritte. Totz Durchhänger, trotz Handicaps. Selten hab ich diesen Laden so aufgebaut verlassen :-)
  • Meine Erkenntnis, die bei diesem Gespräch gereift ist: Ich bin urlaubsreif. Ich werde die freien Tage bis zur Rückkehr meiner Kinder nutzen und *nur* etwas machen, was Spaß macht. Ich hab schon ewig nicht mehr gezeichnet. Es gibt eine Unmenge Orte in der näheren Umgebung, die ich noch nicht besucht und gesehen habe.

    Der konkrete Beschluss und die Idee lautet:

    Ich mache Urlaub.

    Der Papiertiger und das Chaos-Büro warten auf mich, da bin ich mir ganz sicher. Jetzt geht es erst mal ganz konkret ums Auftanken. Ums Anhalten der Verpflichtungsmühle und ums Herunterfahren der eigenen Ansprüche.

    Jetzt geht es mal ganz konkret um pure Lebensfreude.

2010-08-03

…mit Aussicht

Schlossberg Pegnitz

Wenn man in einer Kleinstadt wohnt, gibt es nicht viele Gebäude, die mehr als 2 Sockwerke haben, somit gibt es auch kaum gesunde Treppen zu steigen. Schade, denn Treppen steigen ist echtes Herz-Kreislauf-Training. Nun habe ich jedoch eine Idee, wie ich einen sehr ordentlichen Höhenunterschied zu Trainingszwecken überwinden könnte.

Direkt neben der Innenstadt erhebt sich der Schlossberg in eindrucksvoller Silouhette und sein Gipfel wird von einem Aussichtsturm gekrönt!

Ich bin ja nun nicht wirklich die drahtige Sportlerin und Schweißausbrüche bekomme ich bereits beim Gedanken an Bewegung, quasi schon mal vorab. Trotzdem ist mir der Zweck eines jeden Trainings sehr wohl bewußt.

Meine Inspiration und Idee ist nun folgende: Ich besuche den Aussichtsturm und belohne mich mit einem Ausblick weit übers Land (bei gutem Wetter sogar bis ins Fichtelgebirge). Da ich leidenschaftlich gerne fotografiere, kann ich mir jedesmal ein wundervolles Landschaftsbild mitbringen (ähem, mehre Dutzend).

Die Bewegung ist quasi nicht mehr Selbstzweck, Antrieb ist jetzt die Motivsuche, im Sinne des Wortes Motivation. Und wenn ich dann nach einiger Zeit zurückschaue, kann ich mich an den wechselnden Jahreszeiten erfreuen.

Und ich mache ganz bewußt keine 52-Wochen-Aktion daraus. Ich freue mich über meinen Gedankenblitz – und dass ich heute früh tatsächlich dort oben war :-) 121 Höhenmeter

Pegnitz vom Aussichtsturm

Das Mini-Trampolin


Allerorten liest man ja, dass es mehr Bewegung bräuchte, damit man gesund bleibt. Ich habe auch schon von dem Konzept berichtet, jeden Tag 15 Minuten um den Block zu laufen, doch da ist der innere Schweinehund immer noch riesengroß (momentan schaue ich gerade auf ein ungemütliches Regenwetter).

  • Was also tun, um endlich mehr Bewegung in meinen Alltag und in mein Leben zu integrieren?
Die Lösung kam in Form einer begeisterten Empfehlung: Meine Freundin erzählte mir, dass sie sich ein Mini-Trampolin gekauft habe – und zwar ein medizinisches. Wegen der Rückenschmerzen.
Umbruch-grafik weiß
Zunächst habe ich das nur am Rande registriert und die innere Stimme flüsterte: “Naja, das hatten wir ja auch schon, so ein Trampolin. Das war damals vom Sportgeschäft. Stand auch nur in der Ecke. Dieses Trampolin hast du dann irgendwann verschenkt. Du hast es eh` so gut wie nie benutzt. Und überhaupt weiß man ja, was mit diesen ganzen tollen Fitnessgeräten so passiert, die man sich so anschafft… in der Regel nichts.”
Umbruch-grafik weiß
Jedoch, es gibt einen Unterschied: die Aussage über das Trampolin nistete hartnäckig in meinem Hinterkopf und irgendwann habe ich dann nochmal nachgehakt. Hab meine Freundin nochmal gefragt: “Du sag mal, wie war das mit dem Trampolin? Ist das was?” Und die begeisterte Anwenderin hat mich durch ihr Schwärmen dazu gebracht, mir die Infos ganz gezielt im Internet nachzuschlagen.
Umbruch-grafik weiß
Ich surfe also los und besuche die Internetpräsenz von Bellicon. Sieht alles sehr nett aus, und dann finde ich diesen Artikel: “Besser falsche Ernährung als zuwenig Bewegung” – und darin eine Aussage, die mich elektrisiert hat:
„Es ist besser sich falsch zu ernähren als sich zu wenig zu bewegen”. Die Ernährung liefere zwar die Chemie für den Stoffwechsel, aber ohne Bewegung gebe es keinen Stoffwechsel. „Da nützt dann auch die beste Ernährung nichts.”
Meine mehrjährige Erfahrung mit Heilpraktikern hat mir im Lauf der Zeit schon meine Basisprobleme aufgezeigt: Übersäuerung, mangelnder Fluß der Lymphe, Stoffwechselstörung, Allergien. Nichts Ungewöhnliches für einen westlichen Menschen mit ausgeprägtem Hang, sich am Computer aufzuhalten.
Umbruch-grafik weißUmbruch-grafik weiß
Sollte hier der Hund begraben sein? Ich habe viele Jahre von der falschen Seite her versucht, die Tür zu öffnen. Alle möglichen Ernährungskonzepte habe ich ausprobiert. Ein geschlagenes dreiviertel Jahr habe ich mich sogar streng vegan ernährt und gebessert hat sich NIX! Die vielen einzelnen Schritte haben sicher meine Gesundheit sehr verbessert, meine Wahrnehmung von Ernährungs- und Gesundheits-Themen hat sich geschärft und eine Basis-Entsäuerung ist immer eine gute Idee, doch das alles ist nichts, wenn nach wie vor die Bewegung fehlt. Ohne Bewegung keinen Stoffwechsel.
Umbruch-grafik weiß
Das war Anfang Januar. Ich habe mir das Belli-Swing bestellt und seitdem bin ich beinahe jeden Tag mindestens 10 Minuten auf dem Trampolin. Und was das Wichtigste ist: ES MACHT SPASS!
Umbruch-grafik weiß
Das weiche Trampolin hat eine harmonische Schwingung und anders als bei den landauf, landab verbreiteten Exemplaren bekommt der Körper nicht auch noch einen Schlag in die Wirbelsäule, wenn er auf der Matte nach unten schwingt.
  • Das Belliswing macht einfach nur gute Laune, lockert Verspannungen und macht wach.
Umbruch-grafik weiß
Es gibt ein Begleitbüchlein, in dem die vielen Vorzüge des Trampolin-Schwingens ausführlich dargestellt sind: “Kleiner Aufwand – große Wirkung”. So trainieren z.B. die Astronauten der NASA auf dem Trampolin und interessanterweise haben die Sportler mit Trampolintraining signifikant bessere Trainingsergebnisse als eine Vergleichsgruppe ohne Trampolintraining.
Umbruch-grafik weiß
Ein bisschen schwierig ist es für Perfektionisten wie mich, zu akzeptieren, dass diese Form der Bewegung, die Kunhardt als “subjektive Unterforderung” bezeichnet, wirklich wirken soll, doch auf der Bellicon-Seite gab gibt es ein sehr überzeugendes Video, in dem man einen kleinen Test sehen kann, der beweist, dass durch das Trampolin-Schwingen wirklich jeder Muskel im Körper bewegt wird. Ich habe diesen Test selbst durchgeführt – es stimmt!
Umbruch-grafik weiß
Na, genug der Worte, ich habe endlich eine Bewegungsform gefunden, die mir Spaß macht (das scheint der entscheidende Faktor zu sein!) und die ich durchhalten kann. Und die darüberhinaus noch hocheffektiv ist! Ich habe das Trampolin sogar mit auf die Reise genommen, denn mit einem Meter Durchmesser passt es gut in den Kofferraum und ich muss nicht tagelang ohne mein Belliswing darben…
Umbruch-grafik weiß
Der Anschaffungspreis von 309,00 €, der im ersten Moment eine Hürde darstellen könnte, hat sich bereits mehr als bezahlt gemacht, denn nichts ist so teuer als ein Gerät, das nicht benutzt wird.
Umbruch-grafik weiß
Wenn Sie das Trampolin erst mal ausprobieren wollen, dann schauen Sie doch mal, ob es einen Trampolin-Laden in der nächsten größeren Stadt gibt – die sind mittlerweile schon relativ verbreitet. Ich verspreche Ihnen, dass Sie den Unterschied sofort merken werden und nie wieder so ein anderes Dingens anrühren wollen!
Umbruch-grafik weiß
In meinem Wochenplan habe ich meine täglichen Übungen verankert und mein derzeitiges Ziel ist, die Übungseinheiten von einmal täglich auf zweimal täglich auszudehnen. Ich bewege mich in kleinen Schritten in die richtige Richtung, das minimiert die Gefahr, mit allzu großen Vorsätzen zu scheitern.
Umbruch-grafik weiß
Sollten Sie sich auch die Anschaffung eines Trampolins überlegen, würde ich mich freuen, wenn Sie in der Rubrik “empfohlen durch…” meinen Namen nennen würden :-)
Umbruch-grafik weißUmbruch-grafik weiß
Ich gönne Ihnen von Herzen, dass Sie auch endlich den Spass an der Bewegung entdecken!
Umbruch-grafik weiß
Bildquelle: Trampolin “Belliswing” – mit freundlicher Genehmigung durch Bellicon.de
Umbruch-grafik weiß
15 minutes

Sonnenlicht – auch bei trübem Wetter

Free Image Hosting at allyoucanupload.com

Mein tägliches simplify-Mail* ist gerade hereingeflattert und heute erinnert es mich wieder an eine Tatsache, die sich in der dunkleren Jahreszeit besonders stark bemerkbar macht: der Lichtmangel.

Gerade auch in unserer nach Norden orientierten Wohnung, die zwar relativ hell ist, wo sich aber ab Oktober kaum noch ein Sonnenstrahl hineinverirrt, bemerke ich diese gewisse Schlappheit, die sich wegen dem Lichtmangel einstellt.

Das Gegenmittel heißt Licht, im Idealfall Sonne; ein 15-minütiger Spaziergang reicht völlig aus, um die Produktion des Hormons Serotonin wieder anzukurbeln und den “Winterschlaf-Modus” zu unterbrechen.

Auch die bekannte Winter-Depression hat ihre Ursache im saisonalen Lichtmangel. Auf der Seite “Depression-Therapie-Forschung” ist der Zusammenhang zwischen Hormonhaushalt, Lichtmenge, Ernährung und Bewegung sehr informativ beschrieben.

(Ich finde dort lediglich die Empfehlung von Antidepressiva sehr leicht ausgesprochen und damit etwas fragwürdig – das gehört unbedingt in fachliche Hände und ist nix zum selber mal rumprobieren! Und meiner Meinung nach sollte man zuerst ALLE anderen Möglichkeiten ausschöpfen, aber das ist wieder mal ein weiteres großes Kapitel, das da angeschnitten wird…)

  • Erkenntnis des Tages: Raus!

15 minutes

*P.S. Den täglichen Newsletter können Sie bei www.simplifyyourlife.de abonnieren, dazu in der linken Spalte den zweiten Menüpunkt “weitere E-Mail-NL” auswählen und dort den Newsletter “simplify-daily” auswählen. Es gibt dort auch ein Archiv und unter dem 20.November finden Sie den genauen Wortlaut inklusive der immer sehr netten Zeichnungen von Tiki…

15 Minuten Bewegung

P1080741

Wie so viele gute Vorsätze sind mir auch die 15 Minuten Bewegung jeden Tag bereits wieder abhanden gekommen.

Ich habe es nicht mal bemerkt.

Erst als ich mich gewundert habe, warum Flylady seit ein paar Tagen keine “Your new habit for may” mehr in ihren täglichen Mails auflistet und ich mich auf ihrer Homepage auf die Suche gemacht habe, ist mir plötzlich mein “Schlendrian” bewußt geworden – ich habe folgenden kleinen Artikel gefunden, der mich wieder aufgerüttelt hat:

Reinforce your habits!

Its time for a new month and a new habit. Its time for Moving in May! This month, we are going to Bless our Hearts by doing 15 minutes of Loving Movements each day. [...und diese Erinnerung taucht ja jeden Tag in den FlyladyMails auf...]

I know you can do it and will be cheering for you along the way. Our goal is for everyone to start moving 15 minutes a day. That is only 7 minutes in one direction and 7 minutes back. If that is too much then do this in 5 minute increments. Add just a little bit of loving movement to your day. Make this a habit for every day.

Are you ready to FLY into this new habit of Loving Movement?

Das Schöne ist, auf die wirklich wichtigen Dinge kommt man immer wieder zurück.

Tja. Seit vorgestern bin ich wieder jeden Tag auf meiner Runde um die Stadt. Heute früh habe ich eine Bachstelze auf einem Wasserpflanzenbündel im niedrigen Wasser der Pegnitz gesehen.

Erkenntnis des Tages: Raus ins Grüne! Der Mai duftet!

15 minutes

Meine Morgenroutine…

P1070692

So schöne Stimmungsbilder sieht nur, wer jeden Tag 15 Minuten spazieren geht. Zu jeder Tageszeit etwas anderes… Entdeckungsreisen lohnen sich!

(Glücklicherweise habe ich zu 98 % meine Kamera bei mir – weitere Bilder hiervon gibt es bei flickr.)

Kategorien
Archive
Mein Dawanda
Mein Flickr

By Erik Rasmussen
Mein Twitter

follow me: indivisuell

Ich lese gerade…
my clock
Letzte Kommentare
Entrümpeln: Bücher
Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

Die sonstigen Möglichkeiten mit Versteigern oder auf Online-Marktplätzen anbieten... das finde ich alles so aufwendig.

Bücher, die ich nicht mehr behalten will, wandern jetzt zu momox.

Momox.de - Einfach verkaufen.

Eine Komplettlösung mit kostenlosem Versand und fairer Erstattung.

Hier testen, ob das Buch angekauft werden kann: einfach die ISBN-Nummer eingeben und Preisangebot ermitteln:

(Affiliate-Link)