Archiv für die Kategorie „Betrachtungen“
Fastenzeit
Die Passionszeit steht wieder vor der Tür, bald wird die fünfte Jahreszeit eingemottet und verschiedene Aktionen zur Fastenzeit bieten Möglichkeiten, sich endlich einmal bewußt um sich selbst zu kümmern.
Aus evangelischen Kreisen ist mir die Aktion “Sieben Wochen ohne” bereits ein Begriff, die jedes Jahr mit einem neuen und immer außergewöhnlichen Thema startet.
In diesem Jahr ist es: Sieben Wochen ohne Ausreden.
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Eine weitere bemerkenswerte Aktion startet dieses Jahr Alexandra Graßler von der Wissensagentur: Blogger goes Fastenzeit.
Im Kern geht es darum, sich einer selbstgewählten Herausforderung zu stellen – entweder eine schlechte Gewohheit abzulegen oder sich eine neue erfreuliche Gewohnheit anzugewöhnen.
Da die moderne Hirnforschung immer mehr Beweise zur Neuroplastizität und zur Formbarkeit unserer Synapsen im Oberstübchen liefert, liegt der Schlüssel zum Erfolg im kontinuierlichen Üben.
Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, welche Erfolge man beim Thema Üben oder Einüben mit dem ganz klassischen *Sternchen-in-den-Kalender-kleben* hat, denn ich nutze bereits seit Monaten eine moderne Version davon, die Tracking-Liste, die mir immer wieder meine erreichten Ziele in Sachen *gute Vorsätze* vor Augen führt.

Ich habe mir auch ein Ziel für die Fastenzeit vorgenommen, nämlich das kontinuierliche und tägliche Zeichnen bzw. Malen. Das ist einer meiner Herzenswünsche und anhand meiner Trackingliste kann ich derzeit sehr genau ablesen, dass die Abstände zwischen den Tagen, an denen ich kreativ bin gerade schleichend größer werden – und wenn ich nicht aufpasse und wirklich jeden Tag Zeit und Raum dafür schaffe, dann geht das hehre Vorhaben wieder einmal gnadenlos im Terminsumpf und Alltagstrubel unter.
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Ich möchte also glasklar folgendes zu diesem Thema sagen:
- Ich nutze bereits mit Erfolg eine Trackingliste, ähnlich der, die in der Aktion “Blogger goes Fastenzeit” verwendet werden wird.
- Ich kenne die Erfolge, die das schriftliche *tracken* mit sich bringt
- Ich werde mitmachen.
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Alle weiteren Details zur Aktion, z.B. was es mit den Amazon-Gutscheinen, die man gewinnen kann auf sich hat und warum auch ein SOS-Kinderdorf von dieser Aktion profitieren wird, sind genau bei der Initiatorin der Aktion nachzulesen – und ich hoffe doch schwer, dass sich der ein oder andere mit anschließt und keine weiteren *Ausreden* mehr hervorkramt, warum das doch keine gute Idee sein sollte…
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P.S. Die Fastenzeit dauert heutzutage weder die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat, noch sind es exakt 7 Wochen…!?
Etwas Licht in die unterschiedlichsten Regelungen bringt wie immer das umfassende Wissen der Menschheit, die Wikipedia, in einem sehr informativen Artikel zur Fastenzeit.
Jahresrückblick 2010
Eine Auswahl aus meinen Fotos – ein schönes Jahr war 2010.
Ich wünsche allen ein wundervolles neues Jahr 2011!
Das sechste Türchen
Mir gefällt der flötenspielende Hirte besonders gut. Wahrscheinlich war das Leben der Hirten sehr hart und anstrengend. Die Krippenszene spielt darauf an: ein Hackstock für Brennholz ist im Vordergrund zu sehen.
Bei aller Kargheit und Anstrengung dennoch Musik zu machen… diese Hirtenfigur symbolisiert für mich die Leichtigkeit und Freude, die man auch in der harten Arbeit und in einem schwierigen Leben finden kann.
Zu finden ist der Hirte mit seinen wunderbar geschnitzten Schafen im Schaufenster der Franken-Apotheke, Station 25.
Schwäbisch Hall
Ein sehr intensiver Seminartag liegt hinter mir… auf Sylvias Einladung habe ich mich nach Schwäbisch Hall aufgemacht und habe damit meine wohleingerichtete Komfortzone verlassen…
Es hat sich gelohnt!
Da so ein Coaching jedoch eine höchst private Angelegenheit ist, kann ich Euch hier nur ein paar Buidln aus der bezaubernden Stadt zeigen:
Eine wirklich besondere Stelle ist der Heilige Michael, unter dem man sich im Portalvorraum der Kirche drunterstellen kann:
Hier hat mich Sylvia mal zusammen mit dem heiligen Michael abgelichtet:
Dieses Bild hat es – wie leicht zu erkennen ist – in die Sammlung meiner Bilder des Tages geschafft:
Das hier ist der Blick aus dem Seminarraum und wer ganz genau hinschaut, kann in den Spiegelungen einige Personen entdecken
Schwäbisch Hall ist definitiv eine Stadt zum Wiederkommen. Das was ich davon gesehen habe war entzückend, leider jedoch nicht genug, um guten Herzens den Punkt 33 “Eine Stadt besuchen, in der ich noch nicht gewesen bin” von der Liste zu streichen… dazu hätten es einfach noch ein paar Gassen und Entdeckungstouren mehr sein müssen.
Bild des Tages – eine Zwischenbilanz
Seit ersten Sepember fotografiere ich jeden Tag ein “Bild des Tages”. Inspiration dazu war mir vor allem Chez Larsson, wie ich in diesem Artikel etwas ausführlicher beschrieben habe.
Zwei volle Monate habe ich es bis jetzt durchgehalten.
Beobachtungen, einige wenige Highlights aus meinem Album und was sonst noch daraus entstanden ist:
- Ich gehe sehr viel mehr als früher spazieren. Früher (= vor dieser Aktion) hatte ich echt Probleme, mich zum Hinausgehen aufzuraffen. Heute denke ich nur daran, was ich alles Schönes entdecken könnte … und hab schon beinahe die Schuhe an

Es geht im besten Sinne darum, die Landschaft einzusaugen, mich nicht sattsehen zu können… - Es ist sehr knifflig, bei trübem oder regnerischem Wetter ein zufriedenstellendes Bild zu fotografieren. Die besten Ergebnisse habe ich dann erzielt, wenn ich mich auf das Wetter eingelassen habe – eine gute Übung, um das anzunehmen, was jetzt gerade ist, auch wenn Sonnenschein natürlich knuffiger und sehr viel leichter wäre.
- Ich habe meine kompakte Kamera buchstäblich besser kennengelernt und auch mit den Automatikprogrammen experimentiert. Habe endlich kapiert, wie klein der Abstand zum Motiv sein darf, damit Makroaufnahmen noch etwas werden und bin an technische Grenzen gestoßen, bei denen ich mir gewünscht hätte, jetzt sofort und per Fingerschnippen eine Spiegelreflexkamera mit sowas vom Teleobjektiv in den Fingern zu haben. Ich habe Grenzen ausgelotet und teilweise überschritten. Auf jeden Fall kenne ich jetzt meine fotografischen Möglichkeiten besser.
- Es ist ein intensiveres Erleben, wenn ich auf einem Spaziergang buchstäblich die Augen offen halten muss, um ein Motiv aufzustöbern. Automatisch nehme ich meine Umgebung intensiver wahr… sehe Frostnadeln an Rosenblüten und schwarze Katzen auf sonnenbeschienenen Mauern lauern… daran wäre ich früher achtlos vorbeigegangen.
- Dadurch, dass ich so gut wie jeden Tag mein Bild des Tages auf Twitter veröffentliche, bekomme ich auch sehr viel positive Rückmeldung meiner Freunde und Bekannten aus dem Bereich “social media” – und es ist eine großartige Gelegenheit, dort wirklich dabeizubleiben und die Kontakte auch zu halten und zu pflegen. Social eben.
- Mein Album DreiSechsFünf in Flickr ist mir selbst zu einer Quelle der Freude geworden – eine Sammlung an Erinnerungen und schönen Momenten. Die ich im Bild festhalten konnte, weil ich mich auf den Augenblick eingelassen habe. Persönliche Momente, die ohne diese Aktion mit dem Bild des Tages vielleicht niemals fotografierenswert geworden wären, einfach, weil der Blickwinkel normalerweise eher auf Urlaub und Familienfesten liegt und nicht so sehr auf der Schönheit des Alltags.
- Eine liebe Freundin hat mir zum Geburtstag ein Fotobuch aus den Septemberbildern gemacht *Danke.danke
* – und ich muss sagen, das hat nochmal eine ganz eigene Qualität: die Bilder ausgedruckt, in Buchform, auf hochwertigem Papier in den Händen zu halten. Das ist auf jeden Fall ein Ansporn, das mit einem ganzen Jahr voller Bilder zu machen. - Ich ertappe mich zunehmend dabei, dass ich mir denke: “ach, das hast Du ja schon fotografiert, wie langweilig” – auch wenn ein und dasselbe Motiv an jedem Tag anders aussehen würde, es ist doch ein hartnäckiges inneres Stimmchen, das da meckert. Andererseits ist es auch eine gute Gelegenheit, neue Wege und unbekanntes Terrain zu begehen, zu erforschen und die Komfortzone zu verlassen. Gelegenheit zu Wachstum.
- Genau das schätze ich besonders daran, wie es sich entwickelt hat: Ein buntes Mosaik meines alltäglichen Lebens sind die Bilder geworden. Ich kann nur jeden ermuntern, ähnliches zu beginnen. Es macht wirklich Spaß!
Eine Woche (oder ein Jahr?) in Bildern
Schon seit langem begeistert mich die Aktion “365 Days” auf Chez Larssons Blog: Benita Larsson fotografiert seit Beginn des Jahres jeden Tag (mindestens) ein Bild und ihre Bilder sind wunderbar in Szene gesetzt.
Sie benützt auch digitale Datum-Overlays von Ali Edwards, die in USA wohl als die Königin der Scrapbooker-Szene gelten kann…
Die Bilder von Chez Larsson haben auch eine phantastische Qualität – sowohl was Motiv als auch technische Details angeht, man sieht einfach, dass Benita ein Profi ist. Was ich an der Idee an sich hübsch finde, ist wieder einmal ein Stück Alltagsdokumentation – jedoch nicht so heftig viel wie beim Projekt “Eine Woche in meinem Leben”.
Es ist ohnehin schon schwierig genug, sich bei den Bildern auf nur eines zu beschränken, aber das trainiert den Entscheidungsmuskel ganz gut.
Mein persönliches 365 Projekt hat ein paar Grundgedanken, Regeln will ich gar nicht dazu sagen…
- Jeden Tag wird fotografiert.
- Ziel ist, jeden Tag einen besonders schönen Moment zu dokumentieren.
- Ziel ist, zum Fotografieren möglichst rauszugehen und so frische Luft und Bewegung zu bekommen.
- Ein Foto des Tages wird ausgewählt.
- Die Schrift wird ganz easy und ohne viel zusätzliches Programmgedöns einfach in Picasa aufgepinselt.
- Die Monatsnamen werden in einheitlicher Schrift geschrieben.
- Die Zahlen werden in einer beliebigen anderen Schriftart geschrieben.
- Wenn es keine 365 Tage werden, ist es auch gut.
- Lücken sind ok.
- Mach, was machbar ist…
- Das Projekt muss nicht am 1. Januar starten, aber ein Monats-Erster ist eventuell hilfreich oder einfach nett.
Ob ich erläuternden Text zu den Bildern verfassen werde, habe ich noch nicht entschieden, wenn, dann am ehesten im Flickr-Fotostream, wo ich die Bilder primär hochladen werde. vielleicht werde ich im Blog Wochenzusammenfassungen zeigen, vielleicht auch nicht – das lasse ich erst mal offen.
Mal sehen, wohin das Projekt mich trägt und ob ich mir damit nicht wieder mal zuviel aufgebürdet habe. (obwohl – die dreieinhalb Stunden an der frischen Luft hätte ich diese Woche ohne den Anreiz “Bilder machen” sicherlich nicht verbuchen können
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