25. Mai 2006

Die Feng-Shui-Analyse

Ich habe eine Arbeit gefunden, die mir so richtig Spass macht. Ich stehe um kurz vor 6 auf, weil ich die Stunde bevor die Kinder aufwachen nutzen will, um die Auswertung in Word zu schreiben… oder einen Grundriss in seine Sektoren aufzuteilen… oder die Fliegenden Sterne auszuwerten… und ich hänge abends noch zwei, drei Stunden an… Das nenne ich einen motivierenden Job!Was mir daran gefällt?
Schrittweise eine Vorstellung zu bekommen, wie schön das jeweilige Haus oder die Wohnung werden kann und was für eine Lebensqualität durch diese Umgestaltungsempfehlungen entstehen könnte…

Warum ich mich an diese “esoterischen” Regeln des Feng Shui halte?
Nur weil sie nicht bewiesen sind, heißt das ja nicht, dass sie nicht trotzdem gelten. Die Schwerkraft oder die Jahreszeiten werden im Allgemeinen auch nicht hinterfragt, auch wenn sie nicht hundertprozentig wissenschaftlich nachvollziehbar sind.
Ich denke, es ist ein Glück, dass es tausende von Jahren chinesische Meister gegeben hat, die diese Regeln erstellt und weitergegeben haben. Und ein Glück, dass heute dieses Wissen so einfach zugänglich ist.
Es könnte ja sein, dass solche Regeln wirklich wirken… ich werde über meine Erfahrungen damit berichten.
Vorerst ist es Beruf.ung

22. Dezember 2005

Wishcraft – Der Mentor

Ich habe gestern unendlich wertvolle 80 Minuten (ich hatte den Küchenwecker gestellt) Zeit, um mich wieder dem Buch “Wishcraft” zu widmen.

Mir leuchtet besonders gut ein, dass die fördernde Umgebung ganz arg wichtig ist. Wenn ich so zurückdenke, dann sehe ich, dass sich mein Weg im Studium vor allem deshalb in Richtung Stadtsanierung und Städtebau entwickelt hat, weil ich mit meinem Professor einen wertvollen Mentor hatte, der mein Potenzial gefördert hat.

Hätte er ein anderes Fach gelehrt, dann wäre ich heute eben Spezialistin für Tragwerkslehre oder Baukonstruktion. Mich hat schon das Thema Städtebau ganz besonders angesprochen, Talent und Interesse sind ganz bestimmt auch ein Faktor, jedoch insgesamt nicht so wichtig wie der Mentor. Eine ganz neue Erkenntnis!

Ich bin jetzt bei Übung 6 angekommen: Mich sehen, wie mich andere sehen. Ich bin gerade dabei, meine “imaginäre Familie” auszuwählen – das macht Spass.

Auch die Übung 4 “Eine Farbe wählen” war ganz toll. Ich bin orange
Ich bin ganz angetan von dem Buch (immerhin bin ich schon weiter als jemals in vergleichbaren Büchern *ggg*) und möchte meine Mitleser einladen, sich auch mit Wishcraft zu beschäftigen. Hintergedanke ist, dass wir zusammen ein virtuelles Erfolgsteam bilden könnten.

Wishcraft. Lebensträume und Berufsziele entdecken und verwirklichen.

22. November 2005

Wishcraft – Die Kraft der Wünsche

Wishcraft - von Barbara Sher
ich bin tierisch gespannt. Auf der deutschen Webseite von Wishcraft habe ich im aktuellen Herbst-Newsletter folgendes gefunden (es gibt keine bessere Beschreibung meines Lebens, meiner Gefühle und meiner Zwickmühle):

HILFE – ich kann mich nicht entscheiden!

Immer wieder ändere ich meine Meinung, was ich werden will, und werde schließlich überhaupt nichts. Ich kann mich für viele verschiedene Dinge begeistern, aber ich habe Angst, dass ich meine wahre Berufung nicht finde. Sobald ich eine Sache kann, wird sie mir langweilig.

Menschen, die sich für viele verschiedene Dinge interessieren, charakterisiert Barbara Sher als “Scanner“, d.h. als Menschen, die sich einen Überblick oder einen Einblick in viele verschiedene Dinge verschaffen möchten (scan=überfliegen).
Scanner stehen im Gegensatz zu dem Typ Mensch, der sich hauptsächlich für eine Sache interessiert, und das sehr dauerhaft, manchmal ein Leben lang. In unserer Kultur und Gesellschaft ist dieser Typ bevorzugt: der Spezialist, die Spezialistin genießt Anerkennung und Hochachtung, während Menschen, die ihre Tätigkeiten und Hobbys wechseln leicht in den Ruf kommen, unbeständig zu sein bzw. alles und nichts zu können. Das ist äußerst unfair. Denn sich für vieles zu interessieren und sich in vieles einarbeiten zu können ist genauso eine Fähigkeit und ein Talent, wie sich in eine einzige Sache zu vertiefen.

Und so leiden Scanner daran, nicht so (eingeschränkt) zu sein wie die anderen und messen sich an einem Maß, das ihnen einfach nicht passt: sie brauchen von Natur aus Vielfalt und versuchen sich auf Einspurigkeit zu beschränken – woran sie allerdings immer wieder scheitern. Scanner brauchen die Erlaubnis, so vielseitig interessiert sein zu dürfen wie sie es nun einmal sind! Sie müssen wissen, dass sie vollkommen in Ordnung sind und sie müssen wissen, dass sie sich nicht auf eine Sache zu beschränken brauchen.

Genau dieser Druck – ich muss das eine finden! – verhindert oft, dass Scanner für sich in persönlicher und beruflicher Hinsicht aktiv werden können. Denn für Scanner würde dies heißen, nur eines ihrer (drei, vier, fünf…) Kinder zu füttern und die anderen verhungern zu lassen! Kein Wunder also, dass sie oft lieber gar nichts tun und auf der Stelle treten!
Ein Scanner – ein Mensch der den Wandel und die Vielfalt liebt, Neues aufregend findet, kreativ ist und ein Visionär bzw. ein Lernender ist – muss einen Weg finden, all dem nachzugehen, was ihn oder sie interessiert, entweder gleichzeitig oder nacheinander. Wie das gehen soll?

Hier ein typisches Beispiel eines glücklichen Scanners: “Ich bin von Beruf Krankengymnast und liebe diese Arbeit. Aber ich muss immer auch etwas anderes nebenher tun: so habe ich einige Semester Astronomie studiert, dann Astrologie. Ich habe eine Rockband gemanagt und schließlich selbst Klavier Konzerte gegeben. Demnächst wird mein Übungsprogramm für Unsportliche fertig und als Buch erscheinen.”
Sind Sie ein Scanner, der nicht weiß, welche von den vielen Dingen die er oder sie liebt zuerst tun soll? Quälen Sie sich nicht mit einer Entscheidung - entscheiden Sie lieber, mehrere dieser Dinge gleichzeitig zu tun und – z.B. drei davon – bis zum Jahresende verwirklicht zu haben! Sie brauchen alles, was Sie interessiert, in Ihrem Leben, und Sie verdienen es auch!
Die Suche nach der einen großen Passion könnte eine Entscheidung erleichtern – aber haben Sie schon einmal daran gedacht, dass Sie viele gleichgroße Passionen haben könnten? Schreiben Sie einmal alles, was Sie interessiert und was Sie gerne tun würden auf einen großen Zettel. Jetzt – sofort – bevor Sie weiterlesen.

Und nun schnappen Sie sich einen Kalender und ordnen diese Dinge den nächsten Monaten zu: Yoga-Kurs ab sofort; Mathematik studieren ab Oktober; ein eigenes Buch schreiben ab November; die Reise nach Rom im Dezember.

Können Sie sich so viele schöne Dinge – und dann auch noch gleichzeitig - erlauben? Aber sicher – Sie müssen sogar! Schließlich sind Sie ein Scanner und nur glücklich, wenn alle Ihre Interessen zum Zuge kommen!

Viel Spaß dabei!

Wünsche (wishes) mit Handwerk (craft) erreichen!

Wishcraft. Lebensträume und Berufsziele entdecken und verwirklichen.

Erfolgsteams

-so. Und das mir, die ich immer geglaubt habe, alles lässt sich mit positivem Denken schon richten…

Wie Erfolgsteams entstanden sind
(Ein Text von Barbara Sher)

“Im Jahr 1972 leitete ich das erste Erfolgsteam. Damals experimentierte ich mit meiner Gesprächsgruppe, die ich in ein Unterstützungsteam verwandelte, das jeder Person im Raum helfen sollte, die eigenen Träume zu finden und sie zu verwirklichen. Die Resultate waren erstaunlich. Wir schafften es, dass eine von uns ihr lang ersehntes Jurastudium aufnahm; eine andere bewarb sich endlich bei der Kunsthochschule und wurde dort auch aufgenommen; und es gelang uns, eine Mitstreiterin in der Produktionsfirma der Sesamstraße unterzubringen.

Wir halfen, Wohnungen zu bekommen und persönliche Veränderungen einzuleiten. In einer Zeit, in der die Stadt New York kein Geld hatte und Leute entließ, halfen wir einer von uns dabei, gleich 3 Arbeitsangebote als Stadtplanerin zu bekommen. Wir veranstalteten sogar ein Fest, bei dem eines unserer Mitglieder Junggesellen treffen konnte – und sie heiratete den nettesten davon!

Unsere Energie für einander war schier unerschöpflich. Stolz feierten wir jeden kleinen Sieg. Wir schätzten die Visionen und Träume der anderen. Und wir kämpften regelrecht füreinander, wenn es darum ging, die Hindernisse eines Gruppenmitgliedes zu überwinden. Natürlich waren wir alle ein bißchen schüchterner, wenn es darum ging, das eigene Ziel anzugehen – aber in dem Fall gaben die anderen nicht auf und wurden nicht müde, uns auf unserem Weg zu begleiten. So gingen wir Schritt für Schritt auf jedes Ziel zu.

Damals wurde mir klar, das alles falsch war, was man mir hinsichtlich er-folgreichen Handelns beigebracht hatte. In unserer Gruppe verwirklichten wir einen Traum nach dem anderen ohne auch nur ein bißchen “positiv zu denken”. Sätze wie “du mußt an dich glauben”, “liebe dich selbst”, etc. wurden von uns gar nicht beachtet. Ganz im Gegenteil: wir klagten so oft, dass ich daraus eine “Methode des Jammerns” machte, die es uns erlaubte, alle negativen Gedanken auszudrücken, ja zu feiern und darüber zu lachen, bis wir wieder an die Arbeit gehen konnten.

Nichts hätte deutlicher sein können: Wenn es darum geht, Träume Wirklichkeit werden zu lassen, dann zählt einzig und allein Unterstützung. Ob wir positiv denken oder eine negative Einstellung haben: was uns zurückwirft und verharren läßt ist der Glaube, dass wir alles selber und ganz alleine tun müssen. Isolation tötet Träume in einem viel größeren Ausmaß als eine negative Einstellung oder pessimistische Gedanken! Es ist Unterstützung, welche die Träume vor dem Abgleiten in das Nichts rettet.

Seitdem ich diese ganz erstaunliche Wahrheit entdeckt habe, träume ich von einer Welt, in der jede und jeder die Unterstützung bekommt, die er oder sie braucht, um die eigenen Träume und Talente zu verwirklichen. Ich möchte der Hoffnungslosigkeit, der Verschwendung von Talent, Energie und Glück, die aus zu wenig Unterstützung resultiert, ein Ende bereiten.
Barbara Sher


Wie ein Erfolgsteam funktioniert
Ein Erfolgsteam besteht aus vier bis sechs Personen. (Man kann aber auch Teams mit weniger Personen gründen – ein Zweierteam kann genau das richtige für Sie sein!). Das Team trifft sich regelmäßig.Zunächst findet jedes Teammitglied heraus, welchen Wunsch oder welches Ziel es verfolgen möchte. Bei diesem Zielfindungsprozess sind die Kapitel 3 und 4 von Wishcraft behilflich. Dann wird der Weg zum Ziel mittels einer Schritt-für-Schritt-Methode detailliert geplant.

Dabei hilft Kapitel 6 von Wishcraft. Sodann macht sich jedes Teammitglied von Treffen zu Treffen auf den Weg und erledigt einzelne Schritte. Man berichtet den anderen über die Fortschritte, man hilft sich gegenseitig bei schwierigen Schritten, man erinnert sich an die gesetzten Ziele, man feiert gemeinsam kleine und große Erfolge. Wie die Treffen im einzelnen ablaufen wird in Wishcraft, Kapitel 10, erläutert.

Ein Erfolgsteam bietet:

• Klarheit über eigene Wünsche und Ziele
• Kontinuierliche Arbeit an den eigenen Wünschen
• Zielgerichtetes Vorgehen
• Neue und schwierige Schritte leichter wagen
• Aus den Erfahrungen anderer lernen
• Schneller und mit Freude ans Ziel kommen

Ein Erfolgsteam ist geeignet für Menschen,
• die sich mit ihren Visionen und Träumen beschäftigen möchten
• die ihren eigenen Weg finden und beschreiten wollen
• die nicht länger EinzelkämpferIn sein wollen

11. November 2005

Kompass für die Seele (Jack Canfield)

Kompass für die Seele. 60 zeitlose Lebensgesetze.
Jack Canfield ist der Autor der Reihe “Hühnersuppe für die Seele” – die mag ich ganz besonders, seit ich in meinem Urlaub dieses Jahr darauf gestoßen bin und prompt den ganzen Bestand im Buchladen aufgekauft habe *zwinker*. Ich habe nächtelang in den “Chickensoup”-Geschichten geschmökert.
Auf Kompass für die Seele bin ich gestoßen, weil es das letzte Exemplar im Buchladen von Jack Canfield war und mir die Hühnersuppe ausging… *schmunzel* Dieses Buch fasst in geballter Form die Prinzipien des persönlichen Erfolges zusammen. Es ist ja nicht so, dass man nicht alles schon mal in irgendeiner Form gelesen oder gehört hätte… Sehr hilfreich finde ich die Unterteilung in 6 Bereiche mit jeweils vielen kleinen Lektionen (insgesamt 64). Nach dem Lesen jeder einzelnen kurzweiligen Lektion hat man wirklich Lust die Übungen (Prinzipien) in die Tat umzusetzen, ich hatte erstmals wirklich den Mut, meine Träume und Wünsche aufzuschreiben. Wo ich mich bisher immer als wunschlos glücklich eingestuft hatte, stelle ich jetzt erstaunt fest, dass ich jahrelang meine eigentliche Wünsche und Träume verdrängt habe. Glück und Erfolg im Leben kann man natürlich nicht durch blosses Lesen eines Buches erreichen, aber durch die Anregungen in diesem Buch kann ich den Weg gehen (und zumindest beginnen!), der die eigene Lebensreise ausmacht. Ich bin mit diesem Buch und mit vielen neuen kraftvollen Ideen aus dem Urlaub zurückgekommen und auch wenn ich noch nicht weiter daran arbeiten konnte, einfach, weil der Umzug ganz viel Energie erfordert, so ist es doch der Punkt, an dem ich im Dezember wieder ansetzen werde, weil es für mich einer der gangbarsten und praktikabelsten Wege darstellt, Ordnung und Ziele in mein Leben zu bringen.

10. November 2005

Städtebau und sozialer Friede

Mir geht das Gespräch mit meiner Tante Hilde nicht mehr aus dem Kopf. Gesellschaftlicher Wandel und das Aussterben der Dörfer. Zusammen mit den aktuellen Unruhen in Frankreich ergibt das für mich ein ganz klares Signal: Auch wenn meine Profs damals etwas anderes behauptet haben, mit städtebaulicher Gestaltung alleine lassen sich soziale Probleme nicht lösen. Das Pulverfass ist nicht mehr nur auf die Plattenbauten beschränkt. Allerorten entstehen Ghettos. Die Zukunft der Arbeitswelt sieht düster aus, die Arbeitslosigkeit wird sich so einfach nicht bekämpfen lassen. Da entsteht Sprengstoff. Ich brauche mir da keine großen Hoffnungen machen, jemals mit Ästhetik einen Blumentopf zu verdienen zu wollen. Ganz schlechtes Produkt. Braucht kein Mensch. Wie habe ich heute in der Zeitung gelesen? “Unser Produkt heißt sozialer Frieden. Wenn es an ihm mangelt, kann man alles andere vergessen” (Barbara Stolterfoht auf der Fachmesse “Consozial” in Nürnberg)
Für meine berufliche Zukunft heisst das konkret: Es sind sowieso keine Gelder mehr für die Städtebauförderung da, da können es sich immer weniger Städte und Gemeinden leisten, eine optisch-ästhetische Sanierung des Ortsbildes durchzuführen. Und so schön ein gelungenes Stadtbild auch ist und so sehr es vielleicht auch ein “weicher Standortfaktor” ist – die Zukunft sieht für die Städtebauer auch düster aus. Ich werde mich wohl anderweitig orientieren müssen, wenn dereinst die Elternzeit endet.