Warmes Hirsefrühstück
Vor einiger Zeit habe ich mich sehr intensiv mit der Ernährung nach den Fünf Elementen befasst. Aus dieser Zeit habe ich die Idee des warmen Frühstücks herübergerettet und nachdem mir zur Zeit der klassische Toast mit Marmelade nicht mehr so recht schmecken mag habe ich mich wieder der Hirse zugewendet.
Über die tollen Inhaltsstoffe der Hirse habe ich schon an anderer Stelle geschrieben, damals habe ich eine Serie von ziemlich unmöglicher Anzeigenwerbung sprachlich untersucht und die Effekthascherei entlarvt – (Myrtillus) (Perlhirse) (Basilicos).
Haupthindernis, sich wirklich jeden Morgen Hirse zum Frühstück zu kochen war für mich die lange Ausquellzeit, bis die Hirse tatsächlich fertig ist (es dauert insgesamt 30 min) und das umständliche Abwiegen, das dann doch immer zuviel war und Reste produziert hat.
Jetzt habe ich das Verfahren ziemlich optimiert.
Hier meine ultimative Anleitung inklusive Sparschweinchenzeit
Man nehme:
Hirse, Topf, Küchenwecker, Teesieb und eine Espresso-Tasse (!)
Zuerst wird in der trockenen Tasse die Hirse abgemessen. Die Espressotasse hat die ideale Größe für genau eine Frühstücksportion.
Die Hirse wird in das Teesieb gekippt und mit sanftem Wasserstrahl abgebraust. Diesen Schritt kann man auch weglassen, dann schäumt die Hirse aber beim Kochen, was ich auf anhaftenden Getreidestaub zurückführe.
Die Hirse kann noch etwas abtropfen, derweil werden mit der Espresso-Tasse zwei Tassen Wasser abgemessen…
…und in den Topf gekippt. Das Verhältnis Hirse zu Wasser ist also 1 zu 2.
Die Hirse dazugeben.
Fünf (!) Minuten aufkochen. Erst die Platte auf höchster Stufe aufheizen, sobald die Hirse kocht, die Hitze auf ganz klein reduzieren.
Während des Kochens den Topfdeckel einen Spalt offen lassen, dann ist die Gefahr des Überkochens nicht so groß. Nach Fünf Minuten die Platte ganz ausschalten und den Deckel schliessen.
Die restlichen Zutaten (hier Birne und Walnüsse) vorbereiten.
Jetzt kommt die Sparschweinchen-Zeit: Ich schreibe jeden Morgen Morgenseiten (na ja – fast jeden Morgen) – und die 25 Minuten, die die Hirse jetzt noch im Topf liegt und vor sich hin quillt, sind ideal, um die obligatorischen drei Seiten zu schreiben – wunderbar. So kann der Tag gut beginnen.
Mit Morgenseiten und gleich danach einem warmen Frühstück.










Tolle Anregung. Das werde ich auf jeden Fall die nächsten Tage mal ausprobieren.
Nur zu! Meine Variante heute beinhaltet Heidelbeeren.
Bitte vorsichtig mit bestimmten Früchten in der Kombi, ich hab das mal auf Anraten meiner TCM-Ärztin auch gemacht und ganz fürchterlich…… . Seit dem vertrag ich weder Hirse, noch Bananen, noch Kiwi mehr.
Ohje. Was meinst Du mit Kombi? was darf man nicht kombinieren? Mein TCM-Arzt verschreibt mir zum Glück nur Tees und pfuscht nicht in meiner Ernährung rum. Da krieg ich keine Empfehlungen irgendeiner Art und das ist im Moment auch gut so.
Kombi= die Sachen die man da zusammen kocht.
Bei mir ging es um Fibriomyalgie, Sie meinte, wenn ich das Essen würde, könnte das helfen.
Jetzt bin ich da wesentlich vorsichtiger.
Ich habe das Rezept nun ausprobiert und finde es klasse, allerdings benötigt meine Hirse 30 Min. Um die Hirseschale etwas zu öffnen, gebe ich diese in den trockenen Topf und rühre so lange bis ich ein leises Knacken höre (ähnlich wie beim Popcorn), erst dann fülle ich mit Wasser auf. Da ich zur Zeit mit rohem Obst noch vorsichtig sein muss, dünste ich parallel einen Apfel in etwas Butter mit Muscovadozucker an und rühre diese Stücke dann später unter die Hirse. Lecker!
Heute hatte ich allerdings Buchweizen-Reis-Porridge mit gedünstetem Pfirsich.
Hallo DeDitte!
Das klingt gut. Kriegt die Hirse dann bereits ein leichtes geröstetes Aroma? Das liebe ich ja sehr.
Mit rohem Obst muss ich generell vorsichtig sein, ich vertrage z.B. Apfel NUR gedünstet. Da reicht es aber meistens schon, die Apfelspalten noch obendrauf auf die vor sich hin quellende Hirse zu legen, das dünstet dann schön mit.
Was in aller Welt ist Muscovadozucker? Unglaublich, was es alles gibt.
Welche Unverträglichkeit hast Du denn herausgefunden?
Liebe Grüße! Claudia
Hallo Claudia,
Muscovado ist ein sehr dunkler “roher” Zucker mit einer karamelligen Note. So sieht er aus: http://bit.ly/9EBayN
Ich konnte jetzt keinen Geschmacksunterschied bei der Hirse feststellen, habe sie aber auch nicht braun werden lassen, das wäre jedoch einen Versuch wert.
Der exakte Test auf die Unverträglichkeiten steht noch aus, aber momentan sind Histamin-, Laktose- und evtl. Gluten im Gespräch, wobei ich Hafer vertrage, Weizen und Dinkel jedoch nicht. Mal sehen. Zur Zeit läuft es gut und die Ernährung ist leichter als gedacht.
Liebe Grüße
Judith