Lab #3 – Zeichne dein Haustier
In der Übung 3 aus meinem neuen Lieblingsbuch
heißt es: “Es ist eine Herausforderung, Dein Tier zu zeichnen, wenn es wach ist.”
Genau. Die Übung fordert dazu heraus, einige “gesture drawings” vom Tier anzufertigen und damit die Bewegung, den Ausdruck, die Geste mit einigen wenigen Strichen und in nur wenigen Sekunden pro Zeichnung einzufangen.
Jetzt kommts: in der Materialliste steht Kohlestift! Ich und Zeichenkohle! brrrr…
Natürlich hat man als blockierte Künstlerin jede Menge Künstlerbedarf zu Hause gehortet und somit gibt es sogar einen – naja, ich gebs zu: mehrere Kohlestifte in meiner Schublade. Alle jungfräulich, nie benutzt und sehr, sehr schwarz.
In der Materialliste wurde leider vergessen zu erwähnen, dass man ja auch ein Haustier braucht, das man zeichnen kann… hihi – zum Glück hab ich eine tierliebe Tochter, die mir letztes Jahr schon die Zusage aus den Rippen geleiert hat, dass sie Kaninchen bekommt, zumindest in dieser Beziehung bin ich also gut aufgestellt.
Nicht auszudenken! Da kommt eine Zeichenübung und dann ist kein Haustier da!
Unsere Hasis leben in einem Außengehege im Garten und bei den derzeitigen Temperaturen kann man ja nur eine vernünftige Entscheidung treffen: Wenn die Hasis gezeichnet werden sollen, dann muss das deutlich vor Acht Uhr erfolgen, andernfalls könnte ich mir vorstellen, das der Schweiß durchaus den Kohlestift aufweichen könnte.
Meine Beobachtung bei der Zeichenübung:
- Mist, sind die Viecher schnell.
- Hoppla, grad saß der doch noch da, wo ist er den hin?
- Och menno.
Dennoch füllen sich die Blätter relativ schnell mit den Bildchen. Jedes dauert wirklich nur einige wenige Sekunden, keines länger als eine Minute.
Kohlestifte sind genial. Ich hätte das nie gedacht. Sie haben so einen rauhen Strich, der ein bisschen auf dem Papier kratzt. Und sie ergeben wirklich eine angenehme Linie, die schon von alleine Charakter hat. Da muss man wirklich nicht mehr viel dran ändern.
Ja, klar gibt es auch diesmal die verunglückten Hasen-Umrisse… aber besonders schnuffig finde ich zum Beispiel eine Skizze vom Gesicht, die gerade mal die Schnauze festgehalten hat.
Und genau darum geht es:
Gerade das Detail, nur ein Ohr, nur die Schnauze, die spezielle Rundung des Rückens, wenn sich das Häschen zum Putzen zusammenkringelt – diese Details beschreiben in vielen, vielen kleinen Skizzen den Charakter des Tieres, die Bewegungen, ja vielleicht die Essenz.
Es ist gut, an seine Grenzen zu stoßen:
Kohle?
ich?
Oh Gott, bewegliche Tiere!
So kann man die eigenen Grenzen ganz leicht nach außen verschieben und das eigene Territorium erweitern.
Kohlestifte gibt es übrigens z.B. auch hier bei Amazon:
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Die sind wirklich knuffig, deine Hasen! Und plötzlich fragt man sich, warum man sich so lange selbst im Weg stand … ;o)
Es gibt übrigens noch eine Steigerung beim Thema Kohle: Nix Stift, sondern (höchstzerbrechliche) Kohlestäbchen pur. Davon habe ich mehr als eine Schachtel … warum wohl? Werde sie mal rauskramen jetzt. Ob man damit auch Katzen zeichnen kann? ;o)
Liebe Grüße – Uta.
Perfekt!
Du erfüllst die allererste Voraussetzung für diese Übung: Du hast Katzen
Ich bin schon soooo gespannt auf Deine Kohlezeichnung!
Und wir sind uns so lange selbst im Weg gestanden, weil wir zuviel darauf herum gedacht haben. Und zuviel geguckt haben, wie es die anderen machen… in den unendlichen Weiten der Blogosphäre… anstatt einfach das zu tun, was als nächste Übung vorgeschlagen wird…
In Kürze kommt übrigens die mit den Mystery-Colors, ich bin schon ganz aufgeregt *glänz*
Liebe Grüße! Claudia
[...] Lab 3 hatte ich ja schon frühmorgens absolviert, weil es sonst einfach nur unerträglich heiß gewesen [...]
Sehen doch schon ganz gut aus… die Hasis.
Man hat immer Material rumliegen, daß man erst kauft und es dann in den unendlichen Weiten der Schubladen verschwinden läßt.
Manchmal, weil man grad keine Zeit hat oder auch nur, weil man im Moment gar nicht weiß, was man damit machen soll und vor allem wie…
LG claud