Archiv für März 2010
Art-Journal
Wie bereits am Freitag in meinem Freitagsfüller geplant, habe ich mit meiner Tochter endlich wieder mal was Kreatives gemacht. Sie liebt es ebenso wie ich, mit Acrylfarben und Bilderschnipseln Collagen zu machen. Seit meinem Adventskalender-Projekt im letzten Jahr ist es da jedoch mit den Gelegenheiten etwas rar geworden.
Zudem gibt es neben fehlender Gelegenheit (“aufraffen, herräumen..”) auch noch andere Hindernisse: Bisher haben wir für die Collagen immer einen fertigen Malgrund hergenommen, so eine mit Leinwand bezogene Pappe, die vorgrundiert ist.
Das Problem ist nur: Das geht a) irgendwann ins Geld und b) was macht man mit den ganzen entstehenden Werken? Alle kann man die ja nicht in der Wohnung aufhängen.
Unsere Lösung heißt: wir machen ein Art-Journal. Das ist ein leeres Notizbuch*, in das man nach Herzenslust malen, kleben, schnipseln und stempeln kann. Da können wir nun Seite für Seite einfach nur spielerisch ausprobieren, über tolle Effekte staunen, Spaß haben, kreativ sein und haben letztlich “nur” ein Buch, das wir aufbewahren müssen. Platzproblem elegant gelöst
So lässt sich das Motto, das ich in mein Journal gestempelt habe, vielleicht auch wirklich umsetzen:
“create everyday”
Anmerkung: * Es gibt auch Art-Journals [Journale?], die nicht in leere Notizbücher angelegt werden, sondern die in richtige (alte) gedruckte Bücher gefertigt werden. Das nennt sich dann “altered book” in der einschlägigen englischsprachigen Szene.
Winterrückkehr
Was bitteschön soll das denn?
Ich denke, ich träume. Ich stehe heute früh auf und bin wohl im falschen Film (erraten: “Und täglich grüßt das Murmeltier”).
Obwohl – das Murmeltier hat ja am Murmeltiertag (2. Februar, Lichtmess) korrekt noch weitere sechs Wochen Winter vorausgesagt.
Es kann also nur noch ein kurzes Aufbäumen sein, denn die sechs Wochen sind in Kürze vorbei!
Update 1: 09:44 Uhr
Update 2: 12:11 Uhr
Freitags-Füller #1

Den Freitagsfüller habe ich via Clauds Blog entdeckt, er stammt ursprünglich von der Seite Scrap-Impulse.
Hurra, Lückentext! Heute ist das eine kreative Herausforderung! (das war zu Schulzeiten noch ganz anders, gell
)
Die Hervorhebungen sind von mir, den Original-Lückentext für heute gibt es hier.
1. Gestern habe ich gelernt, dass ich nicht kreativ bin, wenn ich nur vor dem Computer sitze und anderen dabei zugucke. Ich gerate gerade wieder so leicht in alte Hamsterräder.
2. Zuhause ist, wo sich Freunde und die Familie treffen.
3. In all diesen Jahren sind mir meine Träume nie völlig abhanden gekommen. Zum Glück. Ein Funke glimmt über all die langen Jahre der Suche.
4. Es fühlt sich befreit an. Etwas zu begreifen oder wahrzunehmen oder zu kapieren fühlt sich so an, als ob ich angekommen bin.
5. Die Wahrheit ist, Kreativität entsteht durchs Tun.
6. Schneidende Kälte, bis hin zum Schüttelfrost, das habe ich von dem gestrigen Tag am deutlichsten in Erinnerung .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Familienkino, morgen habe ich mit meiner Tochter eine Collage-Session geplant und Sonntag möchte ich mit der Familie zur Urspring, einer Quelle bei Pottenstein, die nur zur Zeit der Schneeschmelze aktiv ist. Ein Naturwunder, beinahe vor der Haustüre!
Inbox Zero
Es gibt jede Menge Anregungen im weltweiten Netz. Heute, beim Stöbern im Google Reader habe ich diese hier bei “Goddess Guidebook” gefunden: Inbox Makeover.
Die Eingangsbox im Mailprogramm auf Null herunterfahren. Ja, ich weiß – das ist nicht wirklich neu. Allerorten wird gepredigt, dass man seine Dinge geregelt kriegen soll und ganz ehrlich, die Handlungen, die dafür erforderlich sind, sind auch alle bekannt. Keiner muss das Rad neu erfinden, im Prinzip ist alles bereits gedacht, gesagt und geschrieben.
Nun geht es “nur noch” ums Umsetzen.
Die Herausforderung für heute lautet also: Inbox Zero. Vielleicht sind es die hübschen Zeichnungen in Leonie Allans Blog, die mich tatsächlich motiviert haben. Oder die gefühlte “Machbarkeit” der Aufgabe. Alles was klar umrissen und beschrieben ist, ist nicht mehr ganz so schwammig und nebulös, kein so riesiges, hässliches “Ich-sollte-wirklich-mal-Monster” mehr.
Erst neulich bin ich zu Thunderbird gewechselt, von daher ist es für mich nicht mehr ganz so einfach wie in Outlook, eigene Ordner zu Projekten oder Leuten anzulegen, in denen dann die Mails unreflektiert hinverschoben werden und bis zum Sankt Nimmerleinstag verschwinden.
Ich bin mir sicher, dass das auch in Thunderbird gehen würde – aber ich will das glaube ich gar nicht mehr.
Um etwas mehr “Zen” in meine Mails zu bringen, habe ich heute aber einen anderen Weg gewählt:
- Alle Newsletter, die ich abonniert hatte, habe ich abbestellt. Bis auf zwei, die ich wirklich sehr schätze.
- Alle im Posteingang herumlungernden Mails wurden – eine nach der anderen angeschaut und
- entweder sofort gelöscht,
- oder die noch wichtigen Anhänge auf der Festplatte in einem zugehörigen Ordner gespeichert (z.B. die Rechnungen für DSL).
- zu Beantworten gab es keine, aber das käme dann der Vollständigkeit halber noch dazu.
Recht viel mehr Möglichkeiten gibt es meiner Meinung nach nicht, was ich mit Mails machen sollte, oder?
Ach ja: Ich habe wirklich einen leeren Posteingang. Und als nächstes wäre etwas mehr “Zen” im Feed-Reader dran
Morgenseiten
Diesen Artikel habe ich eigentlich schon einmal vor einigen Jahren veröffentlicht und weil er so weit hinten im Archiv steht, die Technik an sich aber nichts an Aktualität und Effektivität verloren hat, gibt es den Hinweis auf die Morgenseiten heute erneut.
Damals habe ich noch den Begriff der “Kläranlage des Geistes” von Vera F. Birkenbihl verwendet, jedoch gefällt mir heute der Name “Morgenseiten” besser.
Ich habe mir die Prinzipien dieser Kreativtechnik auch auf einem “Merkblatt” verdeutlicht… [das Bild darf gerne als Erinnerungsstütze heruntergeladen und ausgedruckt werden, jedoch nur zu privaten Zwecken!]
Die Technik ist supereinfach: Man schreibt 10 bis 15 Minuten einfach alles auf, was einem in den Sinn kommt. Ohne Zensur und ohne innezuhalten, wenn gerade nix kommt, dann schreibt man eben “äh -mir fällt nix ein”
Wer sich lieber an die genaue Anleitung von Julia Cameron aus dem Buch “Der Weg des Künstlers” halten will, der schreibe einfach jeden Morgen drei Din-A4 Seiten mit der Hand. Inhalt ist der gleiche: Alles, was einem in den Sinn kommt.
Dieser Rohtext kann dann in unterschiedlicher Weise weiterverarbeitet werden:
Julia Cameron empfiehlt, es einfach liegen zu lassen, einfach das Ausleeren des Geistes an sich wirkt schon reinigend.
Vera F. Birkenbihl dagegen nimmt den so entstandenen Rohtext als Basis für eine Weiterbearbeitung, z.B. durch die Vergabe eines Titels, das Unterstreichen wichtiger Aussagen, das Schreiben einer Zusammenfassung oder das Selektieren von Kernworten, die ihrerseits dann wieder als Basis für KaWas und andere von ihr entwickelte Kreativtechniken dienen…
… da kann man endlos an einem Thema dranbleiben, je nach Zeit und Laune.
Der Vorteil ist jedoch, ein Thema auf sonst nicht so leicht zugänglichen Ebenen durchdenken zu können.
Ich habe mittlerweile seit Jahren Morgenseiten geschrieben – habe auch einige Pausen darin, zum Teil auch mehrere Monate – und meine Erfahrung ist durchweg, dass mein Tag leichter und klarer verläuft, wenn ich am Morgen zum Schreiben gekommen bin. Ich möchte das Schreiben nicht mehr missen.
Zum Weiterlesen:
Analograffiti – geniale und einfache grafische Kreativitätstechniken













