Archiv für Dezember 2009
Making of … (14a)
Heute schreiben die “Nordbayerischen Nachrichten” über meine Illustrationen.
Die Überschrift: @apfelmuse findet @indivisuell für Adventidee
Hier gibt es ihn online zum Nachlesen.
Die Originale zu Andreas Adventskalender sind beim 3. Pegnitzer Krippenweg im ehemaligen “Löwenzahn” (im Flyer: Station 2) ausgestellt.
Ich habe absichtlich das Bild ausgewählt, auf dem sich unsere wunderbare Bartholomäuskirche noch ein wenig im Fenster spiegelt, schliesslich wollen wir ja nicht alle Motive gleich verraten
edit: Nachdem doch zuviel zu erkennen war, habe ich die Motive der Krippenszene in Andreas Bogenfenster unscharf gemacht. Es soll ja doch noch spannend bleiben
Making of… (13)
Nachdem nun die Hintergründe fertig waren und ich Schritt für Schritt die Landschaft in Schichten aufgebaut hatte, stellte sich für mich die Frage, wie ich denn nun das eigentliche Motiv auf die Paneele drauf bekomme. Schafe, Hirten, Kamele, Häuser und Palmen wollten gezeichnet sein, schliesslich hatte ich sie ja in den Layoutzeichnungen vorgesehen.
Dazu kam ein technisches Problem, denn die Landschaft hatte ich mit Ölkreiden gezeichnet… diese ergeben einen wunderbaren weichen Effekt und sie mischen sich zu großartigen Farbnuancen. Nur: es hält definitiv keine andere Farbe mehr darauf, kein Buntstift, keine Wasserfarben, kein Gelmarker.
Ok, ich hätte es mit Acryl versuchen können, aber da war meine Angst einfach zu groß: Was, wenn ich ausrutsche oder mich vermale? Dann kann ich das ganze Bild wegschmeißen, denn *dann* nochmal ausbessern – das kommt nicht gut.
Also gab es nochmals einige Tage Denkpause, bis ich eine Idee hatte, die das Dilemma löste. Schliesslich habe ich mich ja nicht umsonst in Amerika bei den dortigen Kreativen umgesehen. Das Zauberwort heißt “Collage”.
Aus der Wikipedia: [Die Collage ist sowohl eine Technik der Bildenden Kunst, bei der durch Aufkleben (frz. coller = kleben) verschiedener Elemente ein neues Ganzes geschaffen wird, als auch ein in dieser Technik geschaffenes Kunstwerk, welches die Grenzen der Bildenden Kunst überschreitet, z. B. Musikvideos im Stile von Yes We Can oder literarische Collagen im Stile von Walter Kempowski.]
Ich habe mich dabei auf das ganz Ursprüngliche an der Collage besonnen und beschlossen, meine Figuren auf die Hintergründe aufzukleben.
Um dem Ganzen etwas mehr Tiefe und eine weitere Bedeutungsebene zu geben … ach was, Schluß mit dem *Geblubber*…
Ich sag es ehrlich: Ich hatte einfach Angst, auf weißes, leeres Papier zu zeichnen. Also habe ich ein altes Losungsheft von 2006 hergenommen und auf die einzelnen Seiten meine Figuren, Hirten und Sterne, Schafe und Kamele gezeichnet.
Praktischerweise sind in einem Losungsheft ja jede Menge Bilbelstellen, so dass sich dann auch tatsächlich immer wieder wirkliche, echte und zusätzliche Bedeutungen ergeben haben.
Bitte besucht Andrea Juchems Adventskalender bei Bachmichels Haus
Making of … (12)
Die Schichten der Hintergründe
Zuerst gab es ja wie bereits erwähnt die aufgeklebten Papiere, darüber eine Farbschicht mit dunkelblauer, violetter und schwarzer Acrylfarbe. Verschiedene Mischverhältnisse, Wisch- und Rolltechniken lassen jede einzelne Paneele anders aussehen und die wieder freigewischten oder noch durchschimmernden Muster der Papiere oder Textstellen ergeben einen ganz fantastischen Effekt.
Damit habe ich genau erreicht, was ich wollte, denn es war eine “nächtliche” Himmelsfarbe und alle Bilder hatten ein verbindendes Ganzes, jedoch ohne geich auszusehen.
Um jetzt die Bilder dann behutsam aneinanderzureihen und auch optisch zu verbinden, habe ich eine telativ stumpfe graue Farbe für den Vordergrund aufgetragen. Dort brauche ich ja keine nachtblaue Farbe.
Es sah noch etwas langweilig aus, ich habe Struktur hineingebracht, indem ich mit Luftbläschenfolie und Moosgummimotiven Farbe aufgestempelt habe. Weitere Collageelemente waren später dann noch die aufgeklebten Blumen und Blätter, die ich dann noch farbig ausgestaltet habe.
Schliesslich – und das hat mächtig viel Spaß gemacht, weil es so ein tolles Material ist – habe ich die Landschaft (und auch den nächtlichen Himmel) mit verschiedenen Ölkreiden angelegt. Mondbeschienene weiße Hügel, einen schwarzen Horizont, auf dem Miniatur-Pinien wachsen… zum Vordergrund hin werden die Farben schrittweise kräftiger und bunter.
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Making of… (11)
Leider habe ich für diesen Zwischenschritt in der aufwallenden Begeisterung des Tuns kein Bild gemacht, da habe ich erst wieder drangedacht, als ich mit dem Hintergrund schon fertig war.
Es war jedenfalls ein Wochenende im Oktober, an dem mein Mann die Kinder ins Schwimmbad verfrachtet hat und mich mit Schürze und Malerhemd allein gelassen hat. Ich habe gepinselt, gerollt, gewischt, geklebt, übermalt und gestempelt. Experimentiert und ausprobiert und am Ende hatte ich alle 18 der hochformatigen Bilder grundiert.
Auf diesem Bild ist ein Zwischenstand zu sehen, bei dem schon die Hintergrundfarbe aufgetragen ist, zusätzlich wurden die einzelnen Paneele mit grauer Farbe und gestempelten Mustern aneinander angeglichen.
Im Hintergrund vier der Bilder, bei denen schon die Landschaft im Hintergrund angelegt ist.
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Making of… (10)
Die Rückwärtsplanung.
Anfang Oktober hat sich so ein Grummeln im Bauch zu einem unguten Gefühl verdichtet. Als ich den denkbar einfachsten aller Schritte der Projektplanung durchführte, war mir auch klar, warum sich dieses Grummeln so bemerkbar machte. Wir hatten den 5. Oktober. Ich erinnere mich vor allem deswegen so genau, weil ich hin und wieder einen Datumsstempel in meinem Notizbuch verwende.
Ich habe also großzügig die einzelnen Arbeitsschritte kalkuliert, jeweils mit ein paar Tagen Puffer… Schließlich weiß man ja nie, wie lange die Post braucht, ob in der Druckerei Wartezeiten sind oder beim Zuschnitt noch etwas schiefgeht…
… und auch die Digitalisierung der Zeichnungen ist sicher nicht én bloc möglich, sondern nur tröpfchenweise – ich nenn das immer die “freien Viertelstunden”.
Und als ich am damals aktuellen Datum angekommen war, wusste ich, dass es tierisch wenig Zeit war. Noch war kein einziges Bild auch nur annähernd fertig, alles steckte großzügig in den Planungs-Schuhen und ich bekam so ein leises Gefühl der Panik. Herbstferien waren noch zusätzlich einzukalkulieren, und es waren weniger Tage bis zur Digitalisierung als es Türchen am Adventskalender sind… puh, zum Glück hatte ich die Zeiten großzügig angesetzt.
Der Kopf meldete an den Bauch: Nur die Ruhe, das wird schon. Das kriegen wir hin.
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Making of… (9)
Um eine einheitliche Farbgebung über alle 24 Illustrationen hinzukriegen, habe ich in meinem Skizzenbuch herumexperimentiert.
Einerseits ging es darum, einen etwas “nächtlichen” Eindruck hinzubekommen – denn schließlich war es auch damals in Bethlehem Winter, die Tage waren kurz und die Nächte sehr dunkel.
Und dazu wollte ich wissen, welche Tuben aus meiner Acrylpalette diesen Farbton hinbekommen, und welche nicht. ![]()
Andererseits musste ich mich auch erst mal an das ungewohnte Medium Stift und Pinsel gewöhnen, von daher gab es dann auch einige wenige – endlich farbige – Schafe in meinem Notizbuch.
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